IREN Aktie: Vertrauen auf dem Prüfstand
31.03.26 15:00
Börse Global
Der Kursrückgang von fast 10 Prozent am Montag ist nur das jüngste Kapitel einer längeren Geschichte. Seit dem Hoch im November 2025 hat die IREN-Aktie mehr als 55 Prozent ihres Wertes verloren — und die Gründe dafür reichen tiefer als schwankende Bitcoin-Preise.
Das ATM-Programm als Belastungsfaktor
Im Zentrum der Skepsis steht ein massiv ausgeweitetes Eigenkapitalprogramm. Am 5. März 2026 erweiterte IREN seine sogenannte At-the-Market-Fazilität von einer auf sechs Milliarden US-Dollar — das entspricht rund 50 Prozent der damaligen Marktkapitalisierung. Der Schritt soll die Finanzierung des laufenden Ausbaus auf 140.000 GPUs sowie den 9,7-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Microsoft absichern.
Bekannter Leerverkäufer Jim Chanos hat das Programm öffentlich kritisiert. Er bemängelt fehlende Transparenz: Trotz der enormen Kapitalpläne gibt IREN keine kurzfristige Umsatzprognose heraus. Die Leerverkaufsquote ist laut Bloomberg auf 15,6 Prozent gestiegen — ein deutliches Signal, dass ein wachsender Teil des Marktes auf weitere Kursverluste setzt.
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Co-CEO Daniel Roberts hat die Kritik zurückgewiesen. Das Programm sei eine optionale Fazilität, kein Notfallplan. Roberts verwies darauf, dass das Unternehmen in den vergangenen acht Monaten bereits 9,3 Milliarden Dollar über Vorauszahlungen, Wandelanleihen und GPU-Finanzierungen eingesammelt habe.
Schwache Quartalszahlen verschärfen den Druck
Hinzu kommt ein enttäuschender Quartalsbericht. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete IREN am 5. Februar einen Verlust je Aktie von 0,52 Dollar — Analysten hatten mit 0,18 Dollar gerechnet. Der Umsatz fiel auf 184,7 Millionen Dollar, nach 240,3 Millionen im Vorquartal, und der Nettoverlust belief sich auf 155,4 Millionen Dollar. Die Zahlen spiegeln die erheblichen Kosten wider, die der Umbau von einem Bitcoin-Mining-Unternehmen zu einem KI-Infrastrukturanbieter mit sich bringt.
Ambitionierter Ausbau, unklare Rendite
Die Expansionspläne bleiben unterdessen ehrgeizig. IREN hat Kaufverträge für über 50.000 NVIDIA-B300-GPUs abgeschlossen, mit dem Ziel einer Gesamtflotte von 150.000 Einheiten bis Ende 2026. Ein neuer 1,6-Gigawatt-Campus in Oklahoma erhöht die gesicherte Netzkapazität auf über 4,5 Gigawatt. Das Unternehmen erwartet durch den GPU-Ausbau jährlich wiederkehrende Umsätze von 3,4 Milliarden Dollar.
Der Inbetriebnahme des Projekts Sweetwater 1 im April 2026 und dem anlaufenden Microsoft-Vertrag kommt dabei besondere Bedeutung zu — sie gelten als erste konkrete Umsatzkatalysatoren. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 13. Mai 2026, wo Analysten einen Verlust von 0,23 Dollar je Aktie erwarten. Ob die KI-Umsätze bis dahin schnell genug wachsen, um die Verwässerungssorgen zu dämpfen, wird die entscheidende Frage sein.
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