THG Aktie: Trendwende vollzogen
26.03.26 10:00
Börse Global
Heute Morgen hat THG seine Jahreszahlen für 2025 präsentiert – und der Markt quittierte das mit einem Kursanstieg von rund 8 Prozent. Kein Wunder: Erstmals seit Jahren dreht das Unternehmen wieder echte Gewinne.
Der Umsatz kletterte um 2,3 Prozent auf 1,72 Milliarden Pfund. Noch wichtiger: Das operative Ergebnis schwang von einem Verlust von 147,9 Millionen Pfund auf ein Plus von 8,1 Millionen Pfund. Unter dem Strich blieb ein Nachsteuergewinn von 54,1 Millionen Pfund – nach einem Verlust von 326,1 Millionen Pfund im Vorjahr. Das ist eine bemerkenswerte Kehrtwende.
Das zweite Halbjahr als eigentlicher Treiber
Die erste Jahreshälfte 2025 war noch alles andere als rosig. Erst im zweiten Halbjahr lief es rund – mit einem Umsatzwachstum von 6,8 Prozent auf konstanter Währungsbasis. Das vierte Quartal legte sogar um 7,2 Prozent zu.
Das Beauty-Segment erzielte Erlöse von 1,11 Milliarden Pfund. Lookfantastic UK wuchs im vierten Quartal um beachtliche 16,2 Prozent. Die Sparte profitierte dabei von über 80 neu hinzugewonnenen Marken sowie einer konsequenten Verschiebung hin zu margenstärkeren Märkten in Großbritannien und den USA. Das Nutrition-Geschäft mit der Marke Myprotein verbuchte ein Umsatzplus von 6,4 Prozent auf 609,1 Millionen Pfund – das erste Wachstum seit über zwei Jahren.
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Das bereinigte EBITDA fiel mit 76,6 Millionen Pfund leicht unter das Vorjahresniveau von 83,3 Millionen Pfund, übertraf aber die eigene Guidance von rund 74 Millionen Pfund. Gedrückt wurde die Marge vor allem durch anhaltend hohe Rohstoffpreise für Molkenprotein sowie den schwachen japanischen Yen, der das Asiengeschäft belastete.
Schuldenabbau und ein Sondereffekt mit Millionenpotenzial
Neben dem operativen Fortschritt hat THG auch die Bilanz spürbar aufgeräumt. Die Bruttoverbindlichkeiten sanken um 162 Millionen Pfund, die Nettoverschuldung fiel von 304,3 auf 233,0 Millionen Pfund. Die Kreditlinien wurden bis Dezember 2029 verlängert, die verfügbare Liquidität beläuft sich auf 333 Millionen Pfund.
Hinzu kommt ein potenzieller Sondereffekt: THG hat Mehrwertsteuerrückforderungen in Höhe von rund 78 Millionen Pfund bei der britischen Steuerbehörde HMRC eingereicht – davon 60 Millionen Pfund für Proteinpulver, 18 Millionen Pfund für bestimmte Nahrungsergänzungsmittel. Eine Entscheidung soll noch im Frühjahr 2026 fallen. Für den freien Cashflow, der 2025 noch mit minus 51,8 Millionen Pfund negativ war, wäre ein positiver Bescheid ein erheblicher Schub.
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Für das laufende Jahr peilt das Management einen freien Cashflow zwischen 25 und 50 Millionen Pfund an – ohne Berücksichtigung möglicher Sondererlöse. Beim EBITDA liegt der Analystenkonsens bei 101 Millionen Pfund, was einem Anstieg von rund 30 Prozent entspräche. Die Nettoverschuldung soll bis Ende 2026 auf 110 bis 130 Millionen Pfund sinken.
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