ServiceNow Aktie: Historisches Jahrestief
10.04.26 18:25
Börse Global
ServiceNow ist heute auf ein neues 52-Wochen-Tief gefallen – und das gleich aus zwei Richtungen. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten trafen auf eine wachsende Angst vor KI-Disruption im Enterprise-Software-Sektor. Das Ergebnis: ein Kursrutsch auf 88,66 Dollar, mehr als 56 Prozent unter dem Hoch aus Mitte 2025.
Anthropic als Katalysator
Den entscheidenden Auslöser lieferte Anthropic. Das KI-Unternehmen kündigte ein Cloud-Produkt an, das Nutzern ermöglicht, KI-Agenten für komplexe Workflows einzusetzen – schneller, günstiger und ohne die aufwendige Implementierung, die bei etablierten Enterprise-Plattformen wie ServiceNow typischerweise anfällt. CNBC sprach von einer „KI-Bedrohung, die Software-Aktien plagt".
Zusätzlichen Druck erzeugte ein inzwischen gelöschter Post von „Big Short"-Investor Michael Burry auf X. Burry argumentierte, Anthropic fresse Palantir den Markt weg – und verwies auf dessen Wachstum von 9 auf 30 Milliarden Dollar Jahresumsatz innerhalb weniger Monate. ServiceNow erwähnte er nicht direkt. Die Sorge, dass autonome KI-Agenten klassische Workflow-Plattformen generell verdrängen könnten, zog dennoch den gesamten Sektor nach unten.
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Solide Zahlen, schwacher Kurs
Der Kurseinbruch steht im Widerspruch zur operativen Realität. Im Gesamtjahr 2025 wuchs der Abonnementumsatz um 21 Prozent auf insgesamt 13,3 Milliarden Dollar. Die Non-GAAP-Betriebsmarge lag bei 31 Prozent, die Free-Cash-Flow-Marge bei 35 Prozent. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen belaufen sich auf rund 28,2 Milliarden Dollar – ein Wachstum von etwa 22,5 Prozent in konstanten Währungen.
ServiceNow hat zudem eigene KI-Ambitionen: Die Now-Assist-Plattform kommt auf einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen Dollar, den das Unternehmen bis 2026 auf eine Milliarde Dollar steigern will. Partnerschaften mit Microsoft, Anthropic, OpenAI und NTT Data sowie die im Dezember 2025 abgeschlossene Übernahme von Moveworks sollen die KI-Integration beschleunigen.
Quartalszahlen als Richtungsentscheid
Am 22. April veröffentlicht ServiceNow seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Das Unternehmen erwartet für Q1 einen Abonnementumsatz zwischen 3,65 und 3,655 Milliarden Dollar – ein Wachstum von 18,5 bis 19 Prozent in konstanten Währungen. Für das Gesamtjahr 2026 liegt die Prognose bei 15,53 bis 15,57 Milliarden Dollar Abonnementumsatz, inklusive rund einem Prozentpunkt Beitrag aus der Moveworks-Übernahme. Anleger werden dabei besonders auf die Entwicklung des Bundesgeschäfts und die konkrete Nachfrage nach KI-Produkten achten.
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