ImmunityBio: 21% Crash nach FDA-Warnung
23.04.26 22:18
Börse Global
Ein Kurseinbruch von über 21 Prozent an einem einzigen Tag. Fast zwei Milliarden Dollar Marktkapitalisierung vernichtet. Hinter diesem Absturz vom 24. März 2026 steckt ein FDA-Warnschreiben — und jetzt zieht die Klagewelle an.
Die Anwaltskanzlei Hagens Berman Sobol Shapiro hat Aktionäre am 23. April erneut auf die laufende Sammelklage hingewiesen. Investoren haben bis zum 26. Mai 2026 Zeit, den Status als Hauptkläger zu beantragen.
Was die FDA beanstandet
Das Warnschreiben der US-Arzneimittelbehörde datiert vom 13. März 2026. Es wurde am 24. März öffentlich. Die FDA richtete es direkt an CEO Richard Adcock und stellte fest: Ein TV-Spot und ein Podcast hätten ANKTIVA falsch dargestellt.
Die Behörde formulierte es klar: Die Werbematerialien erweckten den Eindruck, ANKTIVA — ein Mittel gegen eine bestimmte Form von Blasenkrebs — könne Krebs heilen oder sogar verhindern. Klinische Daten für solche Aussagen fehlen. Das Unternehmen hatte das Medikament demnach für nicht zugelassene Anwendungen und als eine Art Krebs-"Impfstoff" beworben.
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Erschwerend kommt hinzu: Die FDA hatte bereits im September 2025 und Januar 2026 ähnliche Bedenken in sogenannten Untitled Letters an die ImmunityBio-Tochter Altor BioScience geäußert. Trotzdem lief die Werbung weiter.
Die Klage und ihre Argumente
Die Sammelklage richtet sich gegen Käufer von ImmunityBio-Aktien zwischen dem 19. Januar und dem 24. März 2026. Sie liegt beim US-Bezirksgericht für den Central District of California.
Kern des Vorwurfs: Gründer und Executive Chairman Patrick Soon-Shiong habe die Fähigkeiten von ANKTIVA wesentlich übertrieben. Das Unternehmen habe regulatorische Risiken verschwiegen, die für Investoren erheblich und vorhersehbar gewesen seien.
ImmunityBio hält dagegen. Am 6. April reichte das Unternehmen eine ausführliche Antwort bei der FDA ein. Der Podcast wurde von der Website entfernt. Der TV-Spot sei nie ausgestrahlt worden. Außerdem kündigte ImmunityBio verschärfte Prüfprozesse, Schulungen für Führungskräfte und externe Regulierungsaufsicht an. Die strittigen Aussagen Soon-Shiongs seien als zukunftsgerichtete, visionäre Einschätzungen gemeint gewesen — nicht als klinische Fakten.
Starkes Geschäft, schwieriges Umfeld
Der rechtliche Gegenwind trifft ein Unternehmen mit bemerkenswert starkem Wachstum. ImmunityBio meldete für das erste Quartal 2026 einen vorläufigen Nettoprodukterlös von rund 44,2 Millionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg von etwa 168 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Liquidität lag zum Quartalsende bei rund 380,9 Millionen Dollar.
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Im März reichte das Unternehmen zudem einen ergänzenden Zulassungsantrag bei der FDA ein — für ANKTIVA in Kombination mit BCG bei einer weiteren Blasenkrebsindikation. Die FDA bestätigte den Eingang. Neue klinische Studien wurden nicht verlangt.
Das Bild ist widersprüchlich: kommerzieller Rückenwind, regulatorischer Gegenwind. Wie die Gerichte und die FDA die Compliance-Maßnahmen bewerten, entscheidet sich in den kommenden Wochen — spätestens wenn am 26. Mai die Klagefrist abläuft.
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