Broadcom Aktie: Doppelschlag mit Meta
17.04.26 01:32
Börse Global
Broadcom baut sein KI-Chipgeschäft in einem Tempo aus, das selbst hartgesottene Halbleiteranalysten überrascht. Der jüngste Beweis: eine verlängerte Mehrjahres-Partnerschaft mit Meta Platforms, die bis 2029 läuft und die Grundlage für Metas KI-Rechenzentren der nächsten Generation legen soll.
Meta, Google, Anthropic — Broadcom überall
Im Kern der neuen Vereinbarung stehen die sogenannten MTIA-Chips (Meta Training and Inference Accelerator). Die erste Phase des Rollouts umfasst mehr als ein Gigawatt Rechenkapazität — geplant ist ein mehrstufiger Ausbau auf mehrere Gigawatt. Technisch heben sich die Chips ab: Sie sollen zu den ersten Custom-AI-Chips der Branche gehören, die im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden. CEO Hock Tan wechselt im Zuge der Vereinbarung vom Meta-Aufsichtsgremium in eine beratende Rolle, mit Fokus auf Metas Silicon-Roadmap.
Das ist nicht die einzige Großpartnerschaft der vergangenen Wochen. Anfang April sicherte sich Broadcom langfristige Verträge mit Google und Anthropic. Google erhält Custom-TPUs bis 2031, Anthropic bekommt ab 2027 Zugang zu rund 3,5 Gigawatt KI-Rechenkapazität — gespeist aus Googles TPU-Infrastruktur via Broadcom.
Zahlen, die das Bild schärfen
Die Finanzzahlen untermauern den strategischen Schwung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Broadcom einen KI-Chip-Umsatz von 8,4 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das zweite Quartal peilt das Unternehmen 10,7 Milliarden Dollar an. Das bereinigte EBITDA lag bei 13,1 Milliarden Dollar, entsprechend einer Marge von 68 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Broadcom?
Hock Tan formulierte das Ziel klar: Broadcom habe „klare Sicht" auf mehr als 100 Milliarden Dollar kumulativen KI-Chip-Umsatz bis 2027.
J.P. Morgan-Analyst Harlan Sur bekräftigte zuletzt sein Kaufvotum und verwies auf Broadcoms wachsende Bedeutung in Rechenzentren, Netzwerktechnik und KI-ASICs. UBS hob die TPU-Lieferprognose für 2027 auf sieben Millionen Einheiten an.
Kurs mit Rückenwind
An der Börse spiegelt sich die Dynamik wider. Die Broadcom-Aktie notiert aktuell bei rund 337 Euro und hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 120 Prozent zugelegt. Auf Monatssicht steht ein Plus von über 21 Prozent. Mit einem RSI von 73 bewegt sich der Kurs in überkauftem Terrain — der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 353 Euro beträgt noch knapp 4,5 Prozent.
Broadcom vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Nächster Prüfstein ist der Quartalsbericht für das zweite Geschäftsquartal, der zeigen wird, ob Broadcom die selbst gesteckten 10,7-Milliarden-Dollar-Marke beim KI-Umsatz tatsächlich erreicht.
Broadcom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Broadcom-Analyse vom 17. April liefert die Antwort:
Die neusten Broadcom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Broadcom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Broadcom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Broadcom baut sein KI-Chipgeschäft in einem Tempo aus, das selbst hartgesottene Halbleiteranalysten überrascht. ...
Der Halbleiterkonzern Broadcom und Meta Platforms schmieden ihre Infrastruktur-Allianz enger zusammen. Ein weitreichender ...
HSINCHU (dpa-AFX) - Der taiwanesische Chiphersteller TSMC hat im ersten Quartal dank des anhaltenden KI-Booms deutlich ...
