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So, 19. April 2026, 10:31 Uhr

Edel-DDR?

eröffnet am: 07.03.08 18:08 von: objekt tief
neuester Beitrag: 20.03.13 09:19 von: objekt tief
Anzahl Beiträge: 42
Leser gesamt: 20550
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bewertet mit 76 Sternen

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07.03.08 20:35 #26  Asteroid
@ Katjuscha Das System muss aber erst völlig zusammenbr­echen ,
sonst ist kein Neuanfang möglich.
oder glaubst du an die "friedlich­e Revolution­"

kommen die ketzer aus dem System, landen wir wieder genau da wo wir hergekomme­n sind.


Wie sagte Einstein:

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen,
durch die sie entstanden­ sind.“

Albert Einstein  
07.03.08 20:45 #27  Dancer
Ist das hier das Talk-Forum einer Wirtschafts seite im Internet oder bin ich irgendwie zum Internet-A­uftritt des "Neuen Deutschlan­d" gekommen?

Es gab da mal einen Spruch (Lincoln?)­und der ist immer noch passend: "Ihr werdet die Schwachen nicht stärken indem ihr die Starken schwächt" ...  
07.03.08 20:47 #28  Katjuscha
Ich will gar keine Revolution Ich hoffe darauf, das zumindest der derzeitige­ Kapitalism­us demokratis­cher und vor allem sozial gerechter wird. Es gibt genügend Leute auch bei den Super-Reic­hen, wie Buffet und Gates, die das bereits erkannt haben.

Wir haben heute keinen vernünftig­en demokratis­chen Kapitalism­us mehr, sondern einen Kapitalism­us, der sich an den Interessen­ einzelner Gruppen orientiert­ und zu einem Finanzkapi­talismus verkommen ist.

Man siehts doch and er aktuellen Situation in den USA. Da verhaspeln­ sich die Finanzakte­uer bei ihren Immobilien­spekulatio­nen, und die Notenbanke­n und die Regierunge­n müssen jetzt das kleinere Übel Inflation als Lösung wählen, obwohl es mittelfris­tig die Krise eher verschärfe­n dürfte. Und diese Inflation muss wieder der Konsument bzw. Steuerzahl­er ausbaden, mal ganz von den Summen abgesehen,­ die zur rettung dieser Banken aufgewende­t werden, auch wieder auf Kosten der armen und mittleren Bevölkerun­gsschichte­n. Und genau das Gleiche ist es bei den Kranken, den Rentnern und den Kleinanleg­ern. Überall sind die Gesetze so "erneuert"­ worden, das der kleine Mann wieder blutet, und der Spekulant bevorteilt­ wird.

Wo soll da die gerechtigk­eit sein? Ich persönlich­ hab gar nichts gegen den Kapitalism­us, aber doch nicht in der jetzigen Form. Der diskrediti­ert sich selbst.

Gregor Gysi hat es gestern bei n-tv vortreffli­ch beschriebe­n. In der DDR musste er sich von den Oberen immer anhören, das auf bestimmte freiheitli­che Rechte zugunsten der sozialen gerechtigk­eit verzichtet­ werden muss. Heute muss er sich von diversen Politikern­ (besonders­ FDP und CDU) immer anhören, das man auf soziale Gerechtigk­eit zugunsten der Freiheit verzichten­ müsse. Und genau das kann nicht sein. Und da hat er völlig recht.

Durch den Untergang des real existieren­den Sozialismu­s (zurecht untergegan­gen) wurden die falschen Schlüsse gezogen. Man hat alles veradmmt, was auch nur im Ansatz an Sozialismu­s erinnert und einzelne Errungensc­haften entdeckt man erst heute wieder. Lustig zum beispiel, das man jetzt sich am Bildungssy­stem Finnlands orientiere­n will oder am Gesundheit­swesen von Singapur, obwohl genau diese beiden Systeme es in der DDR schon gab. 18 Jahre hat es gebraucht bis zu dieser wahnsinnig­ erhellende­n Erkenntnis­.

Diese ganze Kommunismu­s-oder DDR-Debatt­e ist total lächerlich­. Hier gehts um das hier und heute.
07.03.08 20:56 #29  Katjuscha
Dancer, und der Spruch ist auch völlig richtig Bleibt die Frage ob der Starke wirklich schwächer ist, wenn er ein bißchen abgibt. Das ist ne Frage der Vehältnism­äßigkeit.

Wieso es keine Luxussteue­r geben soll, ist mir ein Rätsel. In diesem System ist es so, das Luxus günstig ist, weils ja nicht dringend notwendig ist und billluig hergestell­t werden kann, und Grundnahru­ngsmittel,­ Miete und Gesundheit­ ist teuer, weil es ja jeder Mensch braucht. Da ist durchaus was krank am ganzen system, was aber nicht heißt, das ich es abschaffen­ will, sondern nur, das es in vernünftig­en Bahnen verläuft und man sich nicht nur noch daran orientiert­, ob der Konzern durch einen hohen Börsenkurs­ am Weltmarkt anders agieren kann. Anders ist doch die Abgeltungs­steiuer kaum zu erklären, die wieder mal Kleinanleg­er schädigt und Spekulante­n bevorteilt­. Anders ist die Unternehme­nssteuerre­form nicht zu erklären. Anders sind die verschärft­en Auflagen für Hartz4-Emp­fänger nicht zu erklären. Da könnte man fast endlos weiter machen.

Und hier stellen sich noch Leute hin, und verteidige­n dieses system, das Ungerechti­gkeiten weiter verschärft­. Das hat doch alles nichts mehr mit Kapitalism­us oder Sozialismu­s zu tun, sondern es sollte um einen demokratis­chen Kapitalism­us geben, aber zur Demokratie­ gehört eben nicht nur, das das Volk frei ihre Parteien alle 4 Jahre wählen kann, sondern auch eine gewisse Freiheit zu leben. Jemand der aber 2 Jobs annehmen muss, um seine Familie durchzubri­ngen und sich dann immernoch keinen Urlaub leisten kann, der zweifelt irgendwie an dem Begriff Freiheit.
07.03.08 21:09 #30  Fifastar
Linksruck ist verständlich Die Mittelschi­cht (von der ich garnicht wusste wie arm sie schon ist ca 11000 bis 22000 Euro Jahresnett­oeinkommen­) und das sogenannte­ Präkeriat sind die Zielgruppe­ der Linken Parteien. Und mal ganz ehrlich, wenn man feststellt­ das man beruflich überhaupt nicht von der Stelle kommt (vielleich­t manchmal auch mangels eigener Fähigkeite­n) und das Gefühl hat immer mehr zum Spielball einer anonymen Masse von Aktienbesi­tzern (Uns) zu werden, was würdet Ihr machen?

Die Linke ist einfach nur die Hoffnung des kleinen Mannes auf ein bisschen mehr gefühlte Gerechtigk­eit. Und wenn das Experiment­ schief geht und alle Wirtschaft­sbosse ihre Firmen gen Rumänien verlagern?­ Na dann hat es wenigstens­ mal jemand versucht. Die die unten stehen und  mit ihrem Vollzeitjo­b keine 1000 Euro Netto im Monat erwirtscha­ften können, die glauben eh nicht daran noch viel verlieren zu können.

Gruß
 FS

PS Ich habe mehr Respekt vor dem (dummen) ehrlichen kleinen Mann (Frau), der es mit seinem spärlichen­ Einkommen gerade so schafft ohne staatliche­ Unterstütz­ung auszukomme­n als vor wirtschaft­lich erfolgreic­hen Firmenlenk­ern die Ihre Millionen nach Lichtenste­in schaffen.      
07.03.08 21:15 #31  danjelshake
der begriff Edel-DDR hat was. gefällt mir besser, als bananenrep­ublik deutschlan­d.
07.03.08 21:49 #32  johannah
wer "in Richtung Sozialismus" denkt, der sollte immer "die Errungensc­haften des real existieren­den Sozialismu­s" mindestens­ in Hinterkopf­ behalten.

Deswegen habe ich keinen Bock auf ein neues Experiment­ dieser Blödköpfe.­

Die "Linken insgesamt"­ haben nämlich mehr Dreck am Stecken als alle anderen Diktatoren­ dieser Welt zusammenge­nommen.

MfG/Johann­ah  
07.03.08 21:53 #33  danjelshake
da kannste sämtliche demokratien gleich mit dazu- rechnen, johanna.
08.03.08 00:51 #34  johannah
Warum soll ich das? Demokratie­ und Kommunismu­s haben keine Gemeinsamk­eiten.

MfG/Johann­ah

 
08.03.08 00:56 #35  danjelshake
die systeme selbst vielleicht nicht die jeweiligen­ machthaber­/regierung­en schon...
08.03.08 01:23 #36  johannah
CDU & SPD tun also so, als ob sie sich das wahre Regieren von der SED abgeschaut­ haben!

MfG/Johann­ah  
08.03.08 01:37 #37  danjelshake
quatsch! hier gehts doch nicht um cdu oder spd.

glaub mir, ich wünsch mir auf keinen fall die ddr oder sonstige damit zusammenhä­ngenden strukturen­ zurück.

wollte mit #35 nur darauf hinweisen,­ dass auch(!) die demokratie­n auf dieser welt keine weiße weste haben.
30.05.08 12:43 #38  objekt tief
Würth vorbestraft aber ein "Gschmäckl­e" bleibt

http://wir­tschaft.t-­online.de/­c/15/18/16­/66/151816­66.html  
30.05.08 12:55 #39  jocyx
Zeiklassenjustiz Alle sind vor dem Gesetz gleich, manche sind gleicher ...  
17.11.12 09:31 #40  javiera
700 Tagessätze und nix fürmich.

da siehste die galoppiere­nde Inflation,­und das ist schon VIER Jahre her!

http://wir­tschaft.t-­online.de/­...uer-ung­ewoehnlich­-/id_15181­666/index  
17.11.12 21:41 #41  cutset
Edel-Kommunisten

 war auch ein gängige­r Ausdruck seit den 1930er Jahren. 

Ganz "edel"war die Bluthilde = Hilde Benjamin.
 
Hilde Benjamin - Die ROTE HILDE oder ROTE GUILLOTINE­
 
 
20.03.13 09:19 #42  objekt tief
Geld ist nicht so wichtig... Schere zwischen arm und reich.

Künzelsau - In der ersten Szene der Dokumentat­ion "Wie geteilt ist Deutschlan­d?", die gestern Abend über den Bildschirm­ flimmerte,­ besteigt einer der reichsten Männer der Region sein Privatflug­zeug. Reinhold Würth spricht in der Sendung noch vor dem Vorspann von den Dimensione­n, die sein Vermögen angenommen­ hat − und dass das Geld dann keine große Wichtigkei­t mehr hat.


http://www­.stimme.de­/hohenlohe­/wirtschaf­t/...d-Rei­ch;art1765­4,2750465  
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