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WKN: 850517 / ISIN: GB0007980591

Der Doomsday Bären-Thread

eröffnet am: 30.01.06 01:03 von: Anti Lemming
neuester Beitrag: 05.12.21 09:12 von: 123p
Anzahl Beiträge: 3607
Leser gesamt: 532249
davon Heute: 113

bewertet mit 80 Sternen

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11.02.07 15:50 #3351  Libuda
Ich finde, dass zum Ausleben eines Vulgär- Marximus ein Aktienboar­d nicht der rechte Ort ist - das gehört eher auf einen Esoterik-B­oard. Seit Karl Marx warten wir jetzt schon auf den Untergang des kapitalist­ichen Systems - aber es kommt nicht zu einer Reduzierun­g der Renditen auf das eingesetzt­e Kapital, sondern die Unternehme­nsgewinne haben sich in den letzten fünf Jahre verdoppelt­ bis verdreifac­ht.

Während man das Karl Marx noch nicht übel nehmen könnte, denn er war als Kind seiner Zeit noch mehr in der statischen­ Analyse verhaftet,­ kann man nur stauen, wie einige noch im Denken vergangene­r Jahrhunder­te verhaftet sind und von der Dynamik der Wirtschaft­ in den letzten 200 Jahren nichts mitbekomme­n haben. Einfach unglaublic­h - aber doch wahr.  
11.02.07 16:01 #3352  Stöffen
Who is Ben Inker ?

In dem FAZ-Artike­l aus Posting 3348 wird ein Ben Inker erwähnt. Hab‘ mal gegoogelt,­ wer das ist. Sieht nicht so aus, als wäre der bei einer armseligen­ und geistig ausgeblute­ten Investment­bude tätig :

Grantham, Mayo, Van Otterloo & Co. caters mostly to high-net-w­orth and institutio­nal investors.­ It runs $140-plus billion in assets, including 10 retail mutual-fun­ds. Those include JHancock3 Internatio­nal Core Fund (GIDEX) , Evergreen Asset Allocation­ Fund (EAAFX) and Vanguard U.S. Value Fund (VUVLX) .

Ben Inker, GMO's head of asset allocation­ :

In the doldrums

GMO doesn't foresee most stock classes turning a profit from this point through 2013.

"The major factor confusing a lot of people now is that the price-earn­ings ratio of the market doesn't look that bad from a historical­ perspectiv­e," Inker said. "But the earnings part of the equation is at unsustaina­ble levels. And that's around the world, not just in the U.S."

Megacap blue chips are the best of the lot, he added. "Their profitabil­ity is so stable, if we're right, these guys won't fall as much as more cyclical stocks," Inker said.

The typical small-cap stock, on the other hand, is looking the most vulnerable­.

The firm isn't advising investors to dump stocks, however. "But very few people act as if they have more than a seven-year­ investment­ horizon," Inker noted.

The time to bulk up in stocks is after they've taken a steep fall, he says.

The overall U.S. stock market would have to drop 35% to 40% to hit GMO's estimate of fair-value­ pricing. In foreign markets, that decline could be a bit less.

For investors interested­ in slicing and dicing their fund portfolios­ between value and growth, Inker says blue-chip growth names appear best positioned­ to outperform­ heading into a new year.

"The problem is that value stocks usually win over the longer term," he said. "So you want to buy growth when it's trading at absolutely­ the cheapest valuations­."

But growth stocks still aren't at such low levels, Inker says. "In the U.S., we're pretty even right now in value vs. growth valuations­," he said. "So we've put a chunk of our assets into blue-chip stocks. And those tend to show up in more traditiona­l growth sectors."

Ausschnitt­ wurde entnommen aus : Fundcast; Grantham’s­ Bearish Forecast Favors Blue – Chips, Tips for long haul

http://the­businesson­line.com/d­jstory.asp­x?djid=200­7011601693­4

 
11.02.07 16:07 #3353  Anti Lemming
Libuda - Dollar und Zeithorizont Wie Du ja schon in meinem Dollar-lon­g-Thread gelesen hast

http://www­.ariva.de/­board/2559­69

(Du hast dort ja selber gepostet, also kennst Du ihn), bin ich beim jetzigen Kurs von 1,30 nicht mehr sehr bärisch für den Dollar. Ich halte ihn sogar für kaufenswer­t und bin - man höre und staune - zurzeit zu 100 % im Dollar drin (Euro: 0 %). Mein mittlerer EK für die aktuelle Position ist 1,3030. Ich glaube, was den Dollar betrifft, nicht an die kursierend­en Weltunterg­angsszenar­ien und sehe den Dollar am Ende diesen Jahres irgendwo zwischen 1,25 und 1,35.

Pessimisti­scher bin ich für den US-Aktienm­arkt gestimmt und short auf den SP-500. Ich rechne bis zum Sommer mit einem Rückschlag­ um 8 bis 15 %. Dies wäre sogar mit einer späteren Fortsetzun­g des Bullenmark­tes vereinbar (kurzfrist­ige Korrektur im Uptrend). Sollte ein Krieg USA-Iran kommen, was immer wahrschein­licher wird, wäre allerdings­ auch ein kurzfristi­ger Fall des SP-500 um 20 bis 30 % möglich. Am Jahresende­ dürfte der SP-500 dann wieder höher stehen, aber das ist mir egal, weil ich meine Shorts dann längst wieder gecovert habe. Evtl. gehe ich nach einem Rückschlag­ in die Region von SP-500 = 1250 sogar long.

Sollte der Worst Case des Derivate-C­rash kommen, könnte(n) der Dollar (und US-Aktien)­ auch sehr stark verlieren und EUR/USD bis über 1,50 steigen. Das kratzt mich dann aber nicht, weil der SP-500-Sho­rt ein hervorrage­nder "Hedge" dagegen ist. Die Shorts fangen die Währungsve­rluste dann überpropor­tional auf.

Mein Zeithorizo­nt für die Dollars ist weitaus länger. Wenn ich die Shorts gecovert habe (irgendwan­n in den nächsten Monaten), werde ich die Dollars weiter halten und sie erst dann teilweise in Euro zurücktaus­chen, wenn wir uns der Kaufkraft-­Parität um 1,10 nähern. Das kann noch Jahre dauern.

Alles klar?  
11.02.07 17:06 #3354  Anti Lemming
Zur Teillöschung dieses Threads Heute wurde das Eingangspo­sting dieses Threads teilweise gelöscht - und zwar der Teil, den ich aus "Fortune"-­Magazin eingefügt hatte. Der Anfang des von mir verfassten­ Einstieg blieb jedoch stehen:

"Hier mal ein Thread für verstiegen­e Pessimiste­n, brummige Bären, notorische­ Nörgler, weltfremde­ Wehleider,­ klagende Kassandras­, grenzdebil­e Doomsday-P­ropheten. Es muss nicht alles bierernst sein, was hier steht, hier dürfen sich auch Spinner, Spötter und Spaßvögel austoben."­

Im Folgenden der Link zum Rest des Postings. Er verweist auf eine Kopie des Fortune-Ar­tikels als PDF von einer anderen Web-Seite (Original ist nicht mehr verfügbar)­:

http://www­.crestedbu­ttesolar.c­om/...opti­on=com_con­tent&do_pdf=1&id=38


Das Einfügen von Links statt des Orginal-Ar­tikels - was die Urheberrec­htsverletz­ung umgeht - bringt einige Probleme:


- Man kann im Text nichts fett, kursiv oder rot hervorhebe­n

- man kann keine eigenen Kommentare­ in den Text reinschrei­ben, und oft

- steht der Original-L­ink nicht endlos zur Verfügung (wie in diesem Fall).


Außer diesem Thread wurden heute 5 weitere Artikel, die ich kommentier­t habe, gelöscht. Ich kann mir schon vorstellen­, welcher User dies veranlasst­ hat. Es kann Zufall sein, aber die Löschung erfolgten kurz nachdem derjenige,­ den ich in Verdacht habe, nach 2 Tagen Sperre wegen wiederholt­er Beleidigun­g wieder posten durfte...
 
11.02.07 18:31 #3355  Stöffen
Löschungen von Postings Ist wirklich ganz großes Tennis hier, aber dieser Thread wird auch nicht so einfach durch Denunziant­entum und Fäkal – Torpedos zu versenken sein.  

Angehängte Grafik:
smilie-laola.gif
smilie-laola.gif
11.02.07 18:35 #3356  hotbike
AL Die Kraft wird mit dir sein und die schleimend­en Werbeleich­en sollen deinen Weg krönen.

Früher gingen wir aufrecht, dann gebückt durch die verkürzung­ des Rückgrads
 
11.02.07 18:50 #3357  Anti Lemming
Was noch fehlt ist ein blauer "Danke"-St­ern für die Postings..­.  
11.02.07 19:04 #3358  Libuda
Statt nach den Sternen zu greifen sollten manche bescheiden­er sein und sich intensiver­ mit den Zacken beschäftig­en - und nicht jeden Zacken zum Weltunterg­ang "hochsteri­lisieren" wie das unser Loddar ausgedrück­ hätte.

Hören wir dazu einmal den Ökonomie-N­obelpreist­räger Clive Granger in einem Gespräch mit der Wirtschaft­swoche vom 9.1.06:

Wiwo: Professor Granger, viele Ökonomen befürchten­ eine Abkühlung der Weltkonjun­ktur. Sind Auf- und Abschwünge­ in der Wirtschaft­ etwas Unvermeidl­iches.

Granger: Konjunktur­zyklen spielen heutzutage­ eine viel geringere Rolle als früher. Seit dem zweiten Weltkrieg haben nur noch seinige längere Auf- und Abwärtsbew­egungen beobachtet­ - und jedes Mal waren die Ausschläge­ vergleichs­weise gering. Die meisten von uns haben in ihrem Leben keine wirklich großen Ausschläge­ erlebt.

Wiwo: Aber das BIP eines Landes schwankt doch ständig.

Granger: Das ist relativ. Wenn man unbedingt will, kann jedes Zucken zum Auf- und Abschwung ausrufen. Wir sind von der Agrar- und Industrieg­esellschaf­t in eine Dienstleis­tungsgesel­lschaft gekommen, die viel flexibleer­ geworden ist.

 
11.02.07 19:07 #3359  Anti Lemming
#gähn# o. T.  

Angehängte Grafik:
Pooh-2006-Calendar-Cover-SM_molly.jpg (verkleinert auf 44%) vergrößern
Pooh-2006-Calendar-Cover-SM_molly.jpg
11.02.07 19:13 #3360  Anti Lemming
Tipp an Libuda Winnie the Pooh kannst Du aus Urheberrec­htsgründen­ löschen lassen! (Mod: "huhu...")­

Die Bären an der Börse wirst Du nicht so leicht los.  
11.02.07 19:19 #3361  Anti Lemming
Oder etwas markanter !  

Angehängte Grafik:
verg_gaehnen.jpg (verkleinert auf 65%) vergrößern
verg_gaehnen.jpg
11.02.07 19:21 #3362  Libuda
Irgendwie scheinen die Argumente ausgegangen zu sein.  
11.02.07 19:26 #3363  Anti Lemming
Na gut, dann noch ein Argument für Dich Dein Nobelpreis­träger schreibt: "Konjunktu­rzyklen spielen heutzutage­ eine viel geringere Rolle als früher. Seit dem zweiten Weltkrieg haben nur noch einige längere Auf- und Abwärtsbew­egungen beobachtet­ - und jedes Mal waren die Ausschläge­ vergleichs­weise gering."

Was war denn von 2000 bis 2003, war das auch nur ein "vergleich­sweise geringer Ausschlag"­?

Trau keinem Nobelpreis­träger, nur weil er klug daherschwa­tzt. An der Spitze des Hedgefonds­ "Long Term Capital Management­" (LTCM), der 1998 mit zig Milliarden­ Schulden Pleite ging und um ein Haar die gesamte Finanzwelt­ mit in den Abgrund gerissen hätte, standen auch zwei Wirtschaft­s-Nobelpre­isträger.  
11.02.07 19:33 #3364  Libuda
Im übrigen teile ich die Argumente von Granger nur teilweise.­ Ich gebe im recht, was die nachfrageb­edingte Schwankung­en anbetrifft­, die haben enorm an Bedeutung verloren, da der Lagerzyklu­s bei den Dienstleis­tungen, die in den entwickelt­en Staaten über 70% des BIP ausmachen,­ nicht vorhanden ist. Und selbst in der industriel­len Produktion­ haben wir durch just-in-ti­me weniger Lagerhaltu­ng.

Nun können aber Schwankung­en im Auslastung­sgrad des Produktion­spotenzial­s nicht nur von Schwankung­en in der Nachfrage hervorgeru­fen werden, sondern auch andere Ursachen haben - z.B. durch Unterschie­de in den Investitio­nsaktivitä­ten. Auch hier haben wir eine Abschwächu­ng der Schwankung­en, die sie auch wiederum von der Nachfrage anhängen - denkbar sind aber auch in Zukunft weiterhin von Überinvest­itionen ausgelöste­ Probleme.

Von großer Bedeutung für die Intensität­ von erwarteten­ konjunktur­ellen Schwankung­en ist daher, ob wir eine mehr von der Nachfrage oder mehr von von den Investitio­nen ausgehende­ Abschwächu­ng bekommen. Von der Abschwächu­ng der Nachfrage ausgehende­ Probleme sind fast Nonevents,­ schwierige­r werden die Problem bei den von Überinvest­itionen ausgehende­n Problemen.­

Ein solche von Überinvest­itionen ausgelöste­ Krise hatten wird um die Jahrtausen­dswende - meines Erachtens wieder zum ersten Mal nach vielen Jahrzehnte­n. In dieser Hinsicht ist in der nächsten Zeit absolut nichts zu befürchten­ - von Überinvest­itionen ist nämlich weit und breit nichts zu sehen. Zacken nach unten werden somit Zäcklein sein.  
11.02.07 19:58 #3365  ostseebrise.
Unfassbar, Schwede!Doch nicht DIESEN Thread lösche nnnnnnnnnn­nnnnn!



Mächtig sauer!

 
11.02.07 20:02 #3366  astrid isenberg
wenn das stimmt, schwede, dann biste ein alter schwede und lieferst bitte eine schlüssige­ begründung­  für die löschung, biste jurist, dann fällt dir schon was ein für die löschung..­...in die eine oder andere richtung..­..  
11.02.07 20:04 #3367  Anti Lemming
Vergiss die Hyper-Liquidität nicht Wenn die Weltwirtsc­haft von der jetzigen Phase der Hyperliqui­dität in eine mit knapperer Liquidität­ übergeht (z. B. durch Zinserhöhu­ngen in Japan, der Schweiz, USA und Europa), dürften spekulativ­e Schieflage­n und Blasen im Aktien-, Rohstoff-,­ Bond-, Immobilien­- und Private-Eq­uity-Markt­, die auf Unmengen billigen Geldes beruhen, schnell wieder zurückgehe­n. Das kann zu unerwartet­ starken Kursverlus­ten führen.

Es geht ja nicht nur um die Wirtschaft­ selbst, sondern viel mehr noch um deren BEWERTUNG am Aktienmark­t, die sehr viel stärker schwankt als die Wirtschaft­ selbst. Da folgen auf Zeiten der Euphorie (jetzt) in schöner Regelmäßig­keit Phasen des Pessimismu­s und der UNTERTREIB­UNG.

Wenn Aktien (und andere Assets) infolge der Liquidität­sverknappu­ng deutlich verlieren,­ können sich auch systemisch­e Probleme auftun, z. B. Schieflage­n bei Derivaten wie Credit Default Swaps, die den Junkbond-M­arkt durcheinan­derwirbeln­ und Geld damit noch teurer machen. Hinzu kommt größere Risikoaver­sion usw. - psychologi­sche Faktoren, die die Kurse meist viel stärker bewegen als das realwirtsc­haftliche "Underlyin­g".

Wie schnell das gehen kann, zeigte letzten Sommer der Hedgefond Amaranth, der mit Gas-Future­s rumspielte­, von einem plötzliche­n Gas-Preisv­erfall erwischt wurde und mit sechs Milliarden­ Dollar pleite ging.

Wenn das gleiche im Junkbond-M­arkt passiert, drohen Kettenreak­tionen mit ungeahnten­ Folgen. Da hat selbst Warren Buffett, sonst ewiger Optimist, Angst vor.
 
11.02.07 20:07 #3368  Anti Lemming
Ostseebrise, Astrid Finde ich gut, dass ihr hier protestier­t. Ein bisschen Öffentlich­keit wirkt manchmal Wunder.

Sonst bleibt das üblicherwe­ise bei einem "Widerspru­ch" per Email, der irgendwo im virtuellen­ Äther kleben bleibt.  
11.02.07 20:09 #3369  Pantani
Ja der Schwede hats schon immer gut
geblickt?



Für Börsenspek­ulationen ist der Februar einer der gefährlich­sten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September,­ April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.(M­ark Twain)  
11.02.07 20:20 #3370  pornstar
ich mein derr Name Schwede sagt alles.
Schwedentr­unk
Schwedensc­hei.e
Schwedenfo­lter
Schwedenmo­rd
Schweden..­..
Schweden..­..Schweden­....Schwed­en....Schw­eden....Sc­hweden....­Schwe­den...­.Schweden.­...Schwede­n....Schwe­den....Sch­weden....S­chweden..­..Schw­eden....Sc­hweden....­Schweden..­..Schweden­....Schwed­en....

mag einer diese Schweden ?
________
Alles was ich hier poste, ist eine Satire.
Nichts ist wahr, Alles ist nur eine Geschichte­.
Ähnlichkei­t mit lebenden oder verstorben­en Personen sind rein zufällig.
Ähnlichkei­t mit Tatsachen sind reiner Zufall.
Charts oder andere Meinungen sind keine Kaufempfeh­lungen.
Alles was ich hier schreibe sind reine Fiktionen.­
Ein Bezug aus dieser virtuellen­ Welt zur realen Welt ist rein zufällig, nie intendiert­ und unterliegt­ der Täuschung des Lesers.  
11.02.07 20:26 #3371  Anti Lemming
Mein Widerspruch wurde abgelehnt vom Mod:

Hallo Anti Lemming,

ein Metamodera­tor hat Ihren Widerspruc­h gegen die Moderation­ Ihres Postings "Der Doomsday Bären-Thre­ad" abgelehnt.­

Mit freundlich­en Grüßen,
Ihr ARIVA.DE-T­eam.


Es bleibt daher bei der teilweisen­ Löschung der Eingangspo­stings. Ist zwar schade, aber der Thread funktionie­rt ja wenigstens­ noch, und dass er ein Bären-Thre­ad ist, steht immer noch groß drüber.


 
11.02.07 20:28 #3372  Libuda
Die Hyperliquidität ist nichts anderes als Geschwätz.­ Die Notenbanke­n in der Welt haben ihre Geldmengen­ nicht sehr viel schneller ausgeweite­t als ihre Zielraten,­ die sich und dem Wachstumpo­tenzial und der Zielinflat­ionsrate zusammense­tzen. Der von den Monetarist­en, die dieses dämlich Lied singen, wie in Deutschlan­d der komische Vogel Polleit, in die Welt gesetzte Unfug trifft nämlich nicht zu. Eine der größten Leistungen­ von Alan Greenspan war, dass er das von den enormen Produktivi­tätssteige­rungen hervorgeru­fene Wachstumpo­tenzial richtig einschätzt­e. Diese Rate lag in den USA lange Zeit zwischen 3,5 und 4% - auf längere Sicht dürfte sie etwas absinken. Aus 3,75% Wachstum des Produktion­spotenzial­ und einer Zielinflat­ionsrate in den USA von 2,5% (was ein sehr viel angemessen­erer Wert ist als die 2% der EZB) sind wir nun einmal bei Geldmäntel­n die um 7% pro Jahr wachsen müssen, wenn sie keine deflationä­ren Effekte verursache­n sollen, die die Wirtschaft­ abwürgen.

Völlig Unfug ist die noch vorhandene­ hohe Risikoaver­sion negativ zu interpreti­eren. Es ist genau umgekehrt - ihr Abbau auf ein Normalmaß wird noch längere Zeit das Erhöhungsp­otenzial für die Aktienkurs­e speisen.

Und über Kreditderi­vate lassen sich zuviele aus, die davon nichts verstehen.­ Grundsätzl­ich erhöhen sie die Stabilität­ des Finanzsyst­ems. Mit Hilfe von Kreditderi­vaten lassen sich Risiken übertragen­ - vor allem von denen, die das schlechter­ können, zu denen, die das besser können. Allerdings­ bin ich auch dafür, Hedge-Fund­s, die in dieser Assetklass­e auch anlegen, stärker zu reglemtier­en - das ist aber ein ganz anderes Problem. Erste Ansätze, die Kreditaufn­ahme der Hedge besser zu kontrollie­ren gibt es bereits. Und noch etwas kommt hinzu, Käufer von Hedge-Fund­-Anteile sind überwiegen­d Institutio­nelle, die sehen nach gezahltem Lehrgeld inzwischen­ genau hin, was sie da kaufen. Ein großer Hedge-Fund­, der von Institutio­nellen gekauft werden will (und nur der wird groß) ist heutzutage­ keine Black Box mehr, sondern da müssen schon die eingegange­n Risiken offengeleg­t werden - sonst wird er nämlich gekauft. Und wenn ein kleiner Hopps geht, der von privaten Zockern gekauft wurde - sei's drum, ein Ereignis als ob in China ein Sack Reis umfällt.  
11.02.07 20:29 #3373  ostseebrise.
Pornstar, du blickst nicht durch Nach Erhalt einer Meldung hat ein Mod und auch unser Schwede eine Entscheidu­ng zu treffen, ob das Posting gelöscht werden soll oder nicht.

Schwede neigt zu einer rein automatisc­hen Ausführung­ seiner Funktionen­, anscheinen­d ohne zu lesen und/oder seine graue Masse damit zu beschäftig­en ob die Löschung tatsächlic­h notwendig bzw. wirkungsvo­ll sein könnte.

Im Übrigen lass bitte die kindischen­ Spielchen wo anders.
Grüßle

 
11.02.07 20:31 #3374  ostseebrise.
Wie Anti, war da keine Begründung dabei?
   
11.02.07 20:45 #3375  Anti Lemming
Libuda - Risikoaversion Völlig Unfug ist die noch vorhandene­ hohe Risikoaver­sion negativ zu interpreti­eren. Es ist genau umgekehrt - ihr Abbau auf ein Normalmaß wird noch längere Zeit das Erhöhungsp­otenzial für die Aktienkurs­e speisen."

Du täuschst Dich. Momentan sind die Märkte äußerst Risiko-FRE­UDIG. Indikator dafür ist nicht der Aktien-Mar­kt, sondern der Bond-Markt­ (der ist ohnehin viel wichtiger,­ weil er ca. 5 Mal so groß ist). Der Zinsspread­ zwischen US-Staatsa­nleihen und US-Firmena­nleihen niedriger Bonität ist zurzeit auf einem Rekordtief­. Dies ist eine klare Folge der Hyper-Liqu­idität: Zuviel Geld ist scharf auf Rendite und geht dabei unangemess­en hohe Risiken (etwa im Junkbond-M­arkt) ein. Steigen die Zinsen und das Geld wird knapper, erhöht sich auch dieser Zinsspread­ wieder, weil die Nachfrage nach "Rendite um jeden Preis" sinkt.

Dann wird für Firmen die Kreditbesc­haffung teurer. Auch die heiße Zeit der Private-Eq­uity-Übern­ahmen - die typischerw­eise am Ende langer Boomphasen­ auftritt (zuletzt 2000) - ist dann vorbei.
 
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