Mountain Province Diamonds Inc
WKN: 910555 / ISIN: CA62426E4022CA62426E4022 - Mountain Province Diamonds
| eröffnet am: | 20.01.20 22:52 von: | MrTrillion |
| neuester Beitrag: | 12.04.26 17:49 von: | MrTrillion3 |
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Announcement of Periodic Review:
Moody's announces completion of a periodic review of ratings of Mountain Province Diamonds Inc.27 Jul 2021
Mountain Province Diamonds Inc. Q2 2021 Earnings Conference Call
Thursday, August 5, 2021
11:00am EDT
Dieser Artikel stammt noch aus Mai 2021, zeigt aber IMO dennoch einen Trend auf, der sich IMO noch verstärken wird:
Weltgrösster Schmuckhersteller boykottiert alle Diamanten-Minen
Es bleibt schwierig:
Fitch Affirms Mountain Province Diamonds at 'CCC'; Outlook Negative
Tue 24 Aug, 2021 - 11:42 ET
Mountain Province Diamonds ist für mich Stand 10.04.2026 keine klassische unterbewertete Substanzaktie, sondern eine hochriskante Sondersituation. Das Unternehmen ist im Kern ein Ein-Asset-Wert mit 49 % an der Gahcho-Kué-Diamantenmine in den Northwest Territories, während De Beers die restlichen 51 % hält und den Betrieb führt. Die Aktie schloss am 10. April 2026 in Toronto bei C$0,055; die Marktkapitalisierung lag laut Kursdiensten nur noch bei rund C$11,7 Mio. Damit sagt der Markt sehr deutlich: Das Eigenkapital wird nur noch als Restgröße hinter Schulden, Liquiditätsdruck und JV-Risiken gesehen. (mountainprovince.com)
Zur Geschichte: Mountain Province sicherte sich die Liegenschaften rund um Gahcho Kué bereits 1992. 2002 kam das Joint Venture mit De Beers zustande, und 2009 wurde die heutige Beteiligungsstruktur mit 49 % für Mountain Province und 51 % für De Beers festgezurrt. Der eigentliche Minenbetrieb startete 2016. Die operative Basis ist also real und nicht bloß ein Explorationsversprechen. Gleichzeitig ist die Konzentration brutal: Wer Mountain Province kauft, kauft im Wesentlichen Gahcho Kué und sonst fast nichts. (mountainprovince.com)
Operativ ist Gahcho Kué kein wertloses Asset. Auf der Mine werden derzeit vier Kimberlite im Tagebau abgebaut, und nach den Angaben der Gesellschaft haben Funde wie NEX, SWC, Wilson und die Northwest Extension die Tagebau-Laufzeit bis 2031 verlängert. Daneben kontrolliert Mountain Province mehr als 113.000 Hektar an angrenzenden Claims; dort gibt es für Kelvin eine angezeigte und für Faraday abgeleitete Ressourcenbasis. Das Problem ist nur: Diese Zusatzprojekte sind für den Aktionär heute kein gesicherter Werthebel. Sie sind keine kurzfristig monetarisierte Reservebasis, sondern eher eine Option für später. Für eine belastbare 10- bis 15-Jahres-These ist das zu dünn. (mountainprovince.com)
Die Fundamentals für 2025 waren schwach bis schlecht. Der Umsatz fiel auf C$155,7 Mio. nach C$267,7 Mio. im Vorjahr. Verkauft wurden 1,88 Mio. Carat statt 2,72 Mio., und der durchschnittliche erzielte Preis sank von C$98 auf C$83 je Carat. Gleichzeitig stiegen die Kosten: Die Kosten der Verkäufe lagen 2025 bei C$165 je Carat, also klar über dem erzielten Durchschnittspreis. Das bereinigte EBITDA brach auf C$4,8 Mio. ein, nach C$90,7 Mio. im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von C$279,5 Mio., inklusive einer Wertminderung auf Sachanlagen von C$103 Mio. Das ist kein vorübergehender Schönheitsfehler, sondern ein massiver Hinweis darauf, wie angespannt die Ertragskraft im aktuellen Diamantenmarkt ist. (mountainprovince.com)
Noch problematischer ist die Bilanz- und Finanzierungslage. Mountain Province hatte 2025 selbst von „serious financial difficulty“ gesprochen und offen erklärt, dass ohne Refinanzierung und zusätzliche Working-Capital-Linie die Fortführungsfähigkeit zweifelhaft sei. Die Gesellschaft refinanzierte 2025 zwar ihre mit US$177 Mio. ausstehenden Second-Lien-Notes bis Dezember 2027, zog zugleich aber eine neue Term-Loan-Finanzierung bei Dunebridge auf und benötigte zusätzlich eine revolvierende Working-Capital-Fazilität von bis zu C$33 Mio. Im März 2026 musste die Fälligkeit des US$40-Mio.-Term-Loans sowie der US$33-Mio.-Working-Capital-Fazilität erneut bis 30. April 2026 verlängert werden. Dazu kamen unbezahlte Cash Calls von De Beers in Höhe von insgesamt C$49,17 Mio., wovon C$38,85 Mio. ursprünglich am 17. März 2026 fällig waren. Wenn so etwas nicht sauber gelöst wird, reden wir nicht über normales Zyklikerrisiko, sondern über Restrukturierungs- und Verwässerungsgefahr bis hin zum Totalverlust des Eigenkapitals. (mountainprovince.com)
Die operative Hoffnung für 2026 ist trotzdem real. Das Unternehmen erwartet für 2026 auf 100-%-Basis 6,6 bis 7,2 Mio. recovered carats bei 3,3 bis 3,6 Mio. verarbeiteten Erztonnen; für Mountain Province selbst werden 3,4 bis 3,8 Mio. verkaufte Carat avisiert. Das deutet darauf hin, dass die Produktion mit dem Vorstoß in den NEX-Erzkörper operativ anzieht. Nur löst mehr Volumen allein das Problem nicht. Das Management hat selbst erklärt, dass die Diamantenmarktbedingungen sehr schwierig bleiben, mit Druck auf Rough-Diamond-Preise, Unsicherheit rund um Zölle und Geopolitik, Überangebot sowie anhaltender Konkurrenz durch lab-grown diamonds. Zudem wurde Tuzo Phase 3 aus Liquiditätsgründen ausgesetzt. Das heißt im Klartext: Operativ kann 2026 besser werden, aber der Preishebel auf die Steine und die Finanzierung bleiben die eigentlichen Schicksalsfaktoren. (prnewswire.com)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre ist das deshalb kein sauberer Investment Case. Fünf Jahre kann man noch argumentieren, falls drei Dinge zugleich passieren: erstens eine tragfähige Einigung mit De Beers und den Kreditgebern, zweitens eine Normalisierung der Rough-Diamond-Preise, drittens eine glaubwürdige Verlängerung der wirtschaftlichen Minenlaufzeit über 2031 hinaus. Für 10 oder gar 15 Jahre fehlt mir Stand heute die verlässliche Grundlage. Die aktuell kommunizierte Tagebau-Laufzeit reicht nur bis 2031, und die angrenzenden Kelvin-/Faraday-Ressourcen sind zwar eine Option, aber noch kein belastbarer Beweis für einen langfristigen, hochprofitablen zweiten Akt. Eine Dividendenstory ist Mountain Province derzeit ebenfalls nicht; unter den laufenden Kreditfazilitäten sind Dividenden ohnehin beschränkt. (mountainprovince.com)
Zu den Kurszielen: Bei so einer Kapitalstruktur halte ich klassische Punktziele für unseriös. Meine Einschätzung ergibt deshalb nur als Szenario für die nächsten 12 bis 18 Monate Sinn. Im Negativfall, also bei weiterer Verwässerung, harter Restrukturierung oder Eskalation mit De Beers, liegt der faire Bereich für mich bei C$0,00 bis C$0,03. Im Basisszenario, also operative Besserung 2026, aber weiter schwierige Preise und nur notdürftig gelöste Finanzierung, sehe ich etwa C$0,06 bis C$0,10. Im positiven Szenario, also klare Entspannung bei Liquidität und JV, deutlich bessere Rough-Diamond-Preise und funktionierende Produktion aus NEX, wären C$0,15 bis C$0,25 denkbar. Mehr würde ich derzeit nicht ansetzen. Dafür ist die Unsicherheit zu hoch und die Mine zu kurzläufig. (ca.finance.yahoo.com)
Mein Fazit ist daher klar: Mountain Province Diamonds ist aktuell keine gute Langfristanlage für einen konservativen Investor, sondern eine spekulative Turnaround-Wette auf drei Variablen zugleich: Diamantenpreise, Refinanzierung und das Verhältnis zu De Beers. Die Aktie ist nicht deshalb interessant, weil sie billig aussieht, sondern nur dann, wenn man bewusst auf einen Sanierungs- und Marktzyklus-Trade setzt und einen möglichen Totalausfall einkalkuliert. Als Value-Investment überzeugt mich das nicht. Als kleine, bewusst hochspekulative Beimischung kann man es sehen. Mehr aber auch nicht. (mountainprovince.com)
Autor: ChatGPT

