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Kleine Erleichterungsrallye an den Börsen - Angedrohte Strafzölle gegen acht europ. Staaten werden nicht verhängt


23.01.26 09:15
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Trotz Anrufung des Europäischen Gerichtshofes soll das Mercosur-Abkommen im März vorläufig in Kraft treten (die Ratifizierung des ersten Mercosur-Staates Paraguay ist für März terminiert), so die Analysten der Nord LB.

Hier liege politischer Sprengstoff. Im Europäischen Parlament sei ein weiteres Misstrauensvotum gegen die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen damit wahrscheinlicher geworden.

TACO – Trump Always Chickens Out. An den Börsen sei es am Donnerstag zu einer kleinen Erleichterungsrallye gekommen. Die angedrohten Strafzölle gegen acht europ. Staaten würden nicht verhängt und auch bei den Ukraine-Friedensverhandlungen komme neuer Schwung auf. Konsequenz: Alle weltweiten großen Leitindizes würden mit grünen Vorzeichen schließen.

DAX +1,20%; MDAX +2,40%; TecDAX +1,74%
Dow Jones +0,62%; S&P 500 +0,55%; Nasdaq Comp. +0,91%

Holcim (Baustoffkonzern aus der Schweiz) plane für 2026 mit weiteren Zukäufen. Im laufenden Jahr sollten rd. 15 Unternehmen akquiriert werden (dabei verstärkt kleinere Zukäufe). Die Shoppingtour setze sich damit unvermindert fort (der Zementkonzern habe schon im Jahr 2025 neben Aktienrückkäufen Akquisitionen i. H. v. bis zu CHF 6 Mrd. für die kommenden fünf Jahre in Aussicht gestellt).

Carl Zeiss Meditec (Medizintechnikkonzern) erleide einen Gewinneinbruch und streiche seine Jahresprognose. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember 2025) falle das EBITDA auf nur noch EUR 8,0 Mio. (Vorjahreszeitraum EUR 35 Mio.), der Q1-Umsatz sinke um 4% (auf EUR 467 Mio.). Offizielle Q1-Zahlen publiziere Carl Zeiss Meditec am 12. Februar. Am 12 Mai folgten die Halbjahreszahlen. Unternehmensangaben zufolge würden dann auch neue Prognosen sowie Informationen über Reorganisations- und Kostensenkungemaßnahmen veröffentlicht. Die Aktie habe gestern deutlich verloren - in der Spitze über 18% und sacke auf ein Zehnjahrestief.

Die Entspannungssignale im Grönland-Konflikt würden auch beim Kupferpreis Wirkung zeigen. Gestern habe der Kurs auf USD 12.621 pro Tonne korrigiert (minus 1,5%). Das Industriemetall falle Intraday auf ein 2-Wochentief. Die Flucht in sichere Hafen Assets (Edelmetalle) werde von den Anlegern hingegen noch nicht rückabgewickelt. Silber und Gold würden weiter auf hohem Niveau verharren (Goldpreise hätten am Donnerstag bspw. weiter angezogen; die USD 5.000er-Marke pro Feinunze bleibe in Reichweite, zum Handelsschluss sei sogar das USD 4.900Niveau übersprungen worden).

In den Vereinigten Staaten seien die Rohöl- und Bezinbestände gestiegen. Laut American Petroleum Institute (API)-Daten betrügen die Rohölbestände in der Woche bis zum 16. Januar 3,05 Mio. Barrel. Dies belaste die derzeitige Preisentwicklung von WTI als auch der Nordseesorte Brent. Der Markt bleibe in einem Überangebot. Preise für WTI und Brent seien gestern um rd. 2,5% gefallen. In diesem Umfeld würden die USA fossile Signale aus dem Weltwirtschaftsforum in Davos aussenden. Der US Energieminister Chris Wright kritisiere die EU-Klimapolitik scharf. Amerika (die US-Regierung) präferiere eine Verdopplung der weltweiten Ölproduktion und warne vor den negativen Folgen europäischer Umweltauflagen. Explizit benenne Wright die EU-Vorschriften zur Überwachung von Methanemissionen und nenne in einem Zug Haftungsrisiken von US-Produzenten bei Erdgaslieferungen. (23.01.2026/ac/a/m)




 
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