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Fr, 17. April 2026, 8:59 Uhr

Commercial Metals Company

WKN: 855786 / ISIN: US2017231034

Commercial Metals Aktie: Zwei geplante Übernahmen sollen für Gewinnsprung sorgen


26.11.25 09:49
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - Commercial Metals-Aktienanalyse der BNP Paribas:

Mit zwei geplanten Akquisitionen hat der Vorstandschef von Commercial Metals Company (ISIN: US2017231034, WKN: 855786, Ticker-Symbol: CMS, NYSE-Symbol: CMC), Peter Matt, für Aufsehen bei Investoren gesorgt, so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas.

Den letzten der Deals habe Matt bei der Vorlage der Jahreszahlen am 16. Oktober angekündigt, woraufhin die Aktie kurz eingebrochen sei, sich anschließend aber schnell erholt habe und in Richtung der Rekordhochs gelaufen sei. Wie gehe es weiter mit dem Papier?

Der Vorstandschef wolle das sich allmählich verbessernde Umfeld in den USA nutzen, um die Profitabilität und die Margen deutlich zu steigern. Schließlich führe die Politik von US-Präsident Donald Trump dazu, dass in den USA wieder mehr investiert werde, nicht zuletzt in die Infrastruktur wie Straßen und Brücken sowie in Rechenzentren - und genau davon wolle Commercial Metals profitieren. Bislang schwächele allerdings der Bau von Gewerbeimmobilien, während die hohen Hypothekenzinsen den Bau von Häusern und Wohnungen erheblich gebremst hätten.

Im per August beendeten vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2024/25 sei der Umsatz von Commercial Metals um 5,9% auf 2,11 Mrd. Dollar gestiegen. Das habe leicht über den Schätzungen der Analysten von 2,09 Mrd. Dollar gelegen. Aufgrund deutlicher Kostensenkungen sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 33% auf 291,4 Mio. Dollar nach oben geschossen. Damit habe sich die Marge stark verbessert, von 11,0% auf 13,8%.

Große Erwartungen an Übernahmen

Bei der Zahlenvorlage habe Matt die Übernahme von Foley Products für 1,84 Mrd. Dollar angekündigt. Durch den Deal steige Commercial Metals in das Geschäft mit vorgefertigtem Stahl ein.

Solche Stahlkomponenten - Stützen, Träger, Bleche - würden bereits vor der Montage vor Ort in einer Fabrik hergestellt, um Bauprozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen. Die Transaktion solle nach drei Jahren Synergien mit einer Jahresrate von 25 bis 30 Mio. Dollar bringen.

Laut Matt belaufe sich der Kaufpreis auf das 10,3-Fache des für das Kalenderjahr 2025 erwarteten EBITDA von rund 180 Mio. Dollar. Der Kaufpreis könne manchem Investor zu hoch gewesen sein, weshalb die Commercial Metals-Aktie nach der Bekanntgabe des Deals kurz eingeknickt sei.

Dabei sei Foley Products mit einer EBITDA-Marge von mehr als 40% einer der absoluten Spitzenreiter in der Branche - meilenweit über dem Schnitt von rund 15%.

Knapp einen Monat zuvor, am 18. September, habe Matt bereits die Akquisition von Concrete Pipe & Precast (CP&P) für 675 Mio. Dollar angekündigt. Auch dieser Deal solle bis zum Ende des Kalenderjahrs 2025 abgeschlossen werden und dem Einstieg in das Geschäft mit vorgefertigtem Stahl dienen. Dabei sollten nach drei Jahren Synergien von 5 bis 10 Mio. Dollar generiert werden.

Die beiden Akquisitionen sollten im Kalenderjahr 2025 ein EBITDA von insgesamt rund 250 Mio. Dollar erwirtschaften. Laut der Präsentation zum Foley-Deal würden die Transaktionen damit das bereinigte EBITDA von Commercial Metals für das Fiskaljahr 2024/25 von 837,3 Mio. Dollar um 29,8% auf knapp 1,1 Mrd. Dollar nach oben treiben - und damit die Marge deutlich verbessern, von 10,7% auf 12,8%.

Nach dem möglichen Abschluss sollten allerdings die Nettoschulden von Commercial Metals von zuletzt 311 Mio. Dollar - das 0,4-Fache des bereinigten EBITDA der vorherigen vier Quartale - auf 2,8 Mrd. Dollar steigen und damit das 2,7-Fache des EBITDA erreichen. Matt wolle das Multiple - wie bei größeren Akquisitionen früher - innerhalb von 18 Monaten unter das 2,0-Fache drücken.

Wegen des geplanten Schuldenabbaus wolle der Konzern bei den Aktienrückkäufen erst einmal bremsen, nachdem sie sich im abgelaufenen Geschäftsquartal auf 50 Mio. Dollar belaufen hätten.

So sähen die Schätzungen aus

Analysten würden für das im August endende Fiskaljahr 2025/26 einen Umsatzanstieg um 10,7% auf 8,63 Mrd. Dollar prognostizieren. Dabei solle das bereinigte EBITDA um 40% auf 1,18 Mrd. Dollar nach oben schießen. Damit würde die Marge von 10,7% auf 13,6% zulegen und somit meilenweit über dem Niveau früherer Jahre liegen. Außerdem solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 55,4% auf 799,1 Mio. Dollar nach oben schießen. Damit würde sich die Marge erheblich verbessern, von 6,6% auf 9,3%.

Wie gehe es weiter mit der Aktie?

Nach der Rally vom April-Tief, gefolgt vom Seitwärtstrend der vergangenen Wochen, liege der Börsenwert bei 6,55 Mrd. Dollar. Inklusive der Nettoschulden liege der Enterprise Value (EV) bei 6,86 Mrd. Dollar.

Das entspreche dem 8,6-Fachen des von Analysten für 2025/26 vorhergesagten EBIT. Das sei eine ausreichende Bewertung für ein Unternehmen mit stark zyklischem Geschäft. Allerdings dürften sich durch die zwei bedeutenden Übernahmen die Profitabilität und die Margen erheblich verbessern, was Investoren üblicherweise mit einer höheren Bewertung honorieren würden. Und das 2025/26er-KGV liege bei 10,1.

Der Höhenflug der Aktie dürfe nach Meinung von Egmond Haidt in Richtung der Rekordhochs von Anfang Dezember 2024 bei 63,32 Dollar weitergehen, schließlich würden sich durch Trumps Politik die Aussichten für die US-amerikanische Stahlbranche aufhellen. Die zwei Übernahmen seien dann das Sahnehäubchen auf dem Kuchen. Umso wichtiger wird es sein, dass Foley und CP&P erfolgreich in das Geschäft von Commercial Metals integriert werden, so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas. (Analyse vom 18.11.2025)


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Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (26.11.2025/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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