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Sa, 18. April 2026, 4:34 Uhr

GEA Group AG

WKN: 660200 / ISIN: DE0006602006

mg technologies aufstocken


15.02.01 00:00
BfG Bank

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/00 (30. September) konnte mg technologies (WKN 660200) sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigern, so die Analysten der BfG-Bank.

Zur Umsatzsteigerung um 18% auf 8,8 Mrd. € habe neben internem Wachstum vor allem die erstmals voll konsolidierte GEA beigetragen, die im letzten Geschäftsjahr nur mit sechs Monaten im Abschluss enthalten gewesen sei. Das Vorsteuer﷓Ergebnis habe um 47,6% auf 279 Mio. € gesteigert werden können. Der Jahresüberschuss habe um 52,4% auf 192 Mio. € zugelegt. Besonders bemerkenswert sei diese sechste zweistellige Gewinnsteigerung in Folge vor dem Hintergrund der Probleme im Großanlagenbau. Der Verlust der Konzerntöchter Lurgi und Lurgi Lentjes von mehr als 120 Mio. € habe durch die hervorragende Entwicklung bei GEA und Dynamit Nobel kompensiert werden können. Auch einige Desinvestments wie der endgültige Verkauf des Metallhandels hätten zu der starken Ergebnisverbesserung beigetragen.

In diesem Geschäftsjahr gehe mg technologies zur Quartalsberichterstattung über. Zusammen mit der bereits erfolgten Umstellung auf US-GAAP trage dies zu einer besseren Transparenz bei und dürfe die Aktie für internationale Anleger attraktiver machen. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 habe das Vorsteuer-Ergebnis mit 70,2 Mio. € nur leicht über dem Vorjahreswert von 68,5 Mio. € gelegen. Die vorgelegten Zahlen seien jedoch nur bedingt aussagekräftig, da sich durch die Umstellung des GEA-Geschäftsjahres auf das mg﷓Geschäftsjahr Verschiebungen der Umsatzschwerpunkte ergeben hätten und die GEA-Quartalszahlen somit nicht vergleichbar seien.

Sehr erfreulich habe sich im 1. Quartal der Großanlagenbau entwickelt. Nach den Problemen des Vorjahres habe bei den Auftragseingängen eine Steigerung von 90% auf 194 Mio. € erzielt werden können. Zudem seien bereits Vorverträge für weitere Großprojekte unterzeichnet worden, die noch nicht im Auftragseingang enthalten seien. Zwar weise der Großanlagenbau im 1. Quartal nach wie vor einen Verlust aus, aber mit 7,8 Mio. € liege er deutlich unter den 11,4 Mio. € des Vorjahresquartals. Zudem sei das erste Quartal durch die Abrechnungsmodalitäten im Anlagenbau traditionell schwach. Die durchgeführten Restrukturierungen im Großanlagenbau schienen zu greifen. Für das Gesamtjahr werde daher mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen gerechnet.

Der Weg einer stärkeren Konzentration auf den Life-Science﷓Bereich werde von mg technologies konsequent fortgesetzt. Von derzeit etwa 30% solle der Umsatzanteil mit Unternehmen aus diesem Bereich mittelfristig auf etwa 50% steigen. Einen weiteren Schritt in diese Richtung mache mg mit dem gerade erfolgten Kauf von Sylachim, der Produktionstochter des französischen Pharmakonzerns Sanofi-Synthelabo. Das Unternehmen habe einen Umsatz von 115 Mio. € erzielt und erreiche eine Umsatzrendite vor Steuern von über 15 %. Damit liege das Unternehmen deutlich über dem mg-Durchschnitt von 3,2% und bilde einen weiteren Baustein zur Margenverbesserung des Konzerns. Durch diese Akquisition orientiere sich die mg﷓Tochter Dynamit Nobel zudem weiter in Richtung Life-Science. Unterstrichen werde diese Tatsache noch durch die Abgabe des traditionellen Sprengmittelgeschäftes.

Nach dem starken Wachstum des vergangenen Jahres rechne mg technologies im laufenden Jahr mit geringeren Wachstumsraten infolge einer konjunkturellen Abkühlung. Gestützt werde diese Sichtweise durch zuletzt gemeldete volkswirtschaftliche Daten. Der deutsche Außenhandel habe im Dezember einen Überschuss von 2,1 Mrd. DM nach rev. 8,9 Mrd. DM im November erwirtschaftet. Die Markterwartung habe bei einem Plus von 7,0 Mrd. DM gelegen und sei damit weit unterschritten worden. Die Exporte seien von 111,1 auf 97,6 Mrd. DM gesunken. Im Bereich Maschinen- und Anlagenbau prognostiziere der deutsche Fachverband VDMA für das Jahr 2001 ein Branchenwachstum von 5%, nach den Zuwächsen zwischen 7 und 8% im Vorjahr. Bei mg technologies werde eine deutliche Belebung im Bereich Großanlagenbau erwartet, aber eine eher flache Umsatzentwicklung bei Dynamit Nobel und GEA.

Der Turnaround im Bereich Großanlagenbau zeichne sich ab und dürfe für positive Impulse beim Konzernergebnis 2000/01 sorgen. Die konsequente Ausrichtung des Konzerns auf wachstums- und margenstärkere Märkte sowie erwartete Desinvestments in Randaktivitäten würden positiv gesehen. Dämpfend könne sich jedoch die Abschwächung des weltweiten Wachstums auswirken. Gefahr drohe insbesondere durch eine geringere Nachfrage seitens der Automobilbranche. Die Rekordergebnisse des letzten Jahres bei den Konzerntöchtern Dynamit Nobel und GEA dürften nur schwer zu steigern sein. Insgesamt werde zwar weiter mit einem zweistelligen Wachstum beim Konzernergebnis gerechnet, die Gewinnschätzung für das Jahr 2000/01 werde aber leicht von 1,25 auf 1,19 revidiert. Die Aktie sei nach wie vor günstig bewertet und es werde eine über dem Durchschnitt liegenden Wertentwicklung erwartet. In den letzten Wochen sei ein Anstieg von mehr als 20% verzeichnet worden.

Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher aufstocken.





 
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