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Di, 7. Februar 2023, 9:56 Uhr

SER Systems

WKN: 724190 / ISIN: DE0007241903

SER Systems meiden


20.02.02 15:22
Sparkasse Aurich-Norden

Die Wertpapierexperten von Gatrixx NetSolutions GmbH raten in einer Aktienanalyse, die im Auftrag der Sparkasse Aurich-Norden durchgeführt wurde, die Aktie der SER Systems AG (WKN 724190) zu meiden.

SER habe in den vergangenen Jahren neben dem organischen Wachstum auf Akquisitionen gesetzt. So sollte vor allem die Internationalisierung vorangetrieben werden. Die Strategie schien aufzugehen. Das Unternehmen habe in den Jahren 1997 bis 2000 kräftig bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Im Geschäftsjahr 2000 habe der Umsatz bei 185,34 Millionen Euro und der Nachsteuergewinn bei 16,2 Millionen Euro gelegen. Damit habe das Unternehmen zu den profitabelsten am Neuen Markt gehört.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 sei der Konzern jedoch ins Straucheln gekommen. Der Konzernumsatz sei nach vorläufigen Zahlen um 19,6 Prozent auf 149,0 Millionen Euro zurückgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich auf minus 163,5 Millionen Euro verschlechtert, nach plus 19,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die endgültigen Zahlen lege der Konzern am 26. März vor.

Belastet werde das EBIT vor allem durch Einmaleffekte von 139 Millionen Euro. Diese außerordentlichen Aufwendungen würden aus der weiteren strategischen Anpassung des Konzerns resultieren. So hätten die Kosten für den Restrukturierungsprozess, Bilanz-Bereinigungen und Neubewertungen der SER Gruppe zu Buche geschlagen. Die Restrukturierung sei nötig geworden, weil die schlechte wirtschaftliche Entwicklung 2001 die Liquidität negativ beeinflusst habe. So seien die aufgenommenen Kredite durch die Banken vorzeitig zurückgefordert worden, da sich die Bonität von SER deutlich verschlechtert habe.

Allerdings habe Ende Januar 2002 die Weiterführung des Geschäfts von SER durch einen Banken-Poolvertrag gesichert werden können. Hierin habe sich der Konzern verpflichtet, durch Veräußerung von werthaltigen Tochtergesellschaften, die Bankverbindlichkeiten zu tilgen. Demnach sollten die Töchter in Deutschland und Österreich vollständig sowie in den USA teilweise veräußert werden. SER Systems wolle sich nun künftig auf die strategische Beteiligung an Gesellschaften beschränken. Wesentliches Asset solle eine 15-prozentige Beteiligung an der SER US-Holding bleiben. Dies erhalte den Aktionären die Möglichkeit, am geplanten Börsengang der US-Holding an der Nasdaq zu partizipieren.

SER werde ausgeschlachtet. Nur so seien die hohen Verbindlichkeiten zu tilgen. Der Konzern dürfte weiterhin zu kämpfen haben. Ob er jemals an die guten Ergebnisse vergangener Jahre anknüpfen könne, sei zu bezweifeln. Möglicherweise könnte das Unternehmen bald ganz vom Kurszettel verschwinden.

Daher raten die Wertpapierexperten von Gatrixx NetSolutions GmbH in der Aktienanalyse, die im Auftrag der Sparkasse Aurich-Norden durchgeführt wurde, die Aktie von SER Systems zu meiden.





 
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