PI POWER INTL. AC EO 10
WKN: A0MW0B / ISIN: AT0000A05W59Meinl International Power neutral
05.08.08 10:52
Minerva Investments
Wien (aktiencheck.de AG) - Die Experten von Minerva Investements stufen die Meinl International Power-Aktie von "kaufen" auf "neutral" zurück.
Über die Vorgänge bei der Hauptversammlung der Meinl International Power (MIP) sei viel geschrieben worden, dem sei vorerst nichts hinzuzufügen. Einige Punkte würden aber geradezu ängstlich stimmen. Einer davon sei die Aussage von MIP-Boss Hans Haider, einen strategischen Partner zu suchen und einer Fusion offen gegenüberzustehen.
Grundsätzlich sei dazu festzuhalten, dass Haider vor der Hauptversammlung sein Maßnahmenpaket vorgestellt habe und dabei eine strategische Partnerschaft kein Thema gewesen sei. Man frage sich, ob Haider habe fürchten müssen, seine zusammengekaufte Mehrheit endgültig zu verlieren, wenn er das Maßnahmenpaket präsentiere, welches er wirklich geschnürt habe. Diese Vorgehensweise passe jedenfalls ins Bild der Meinl Jersey Funds. Dass Haider hier die Meinl-Linie Eins zu Eins weiterfahre, sei aber eine Enttäuschung.
Des Weiteren würden die Experten die Aussage irritierend finden, MIP solle weiterhin auf Jersey bleiben, da dort nur 600 GBP Kopfsteuer zu bezahlen seien, während in Österreich ein Viertel des Gewinnes weg wäre, gleichzeitig aber über eine Internalisierung des Managements nachgedacht werde.
Festzuhalten sei jedenfalls, dass die Experten eine Internalisierung des Managements steuerrechtlich durchaus als problematisch erachten würden. MIP zahle ja nicht nur 600 GBP Kopfsteuer (Anmerkung: In Liechtenstein werde übrigens gar keine Steuer für einen Fonds wie MIP berechnet, in Luxemburg nach Wissen der Experten auch nicht und soweit sie es wissen würden, wäre es auch in Irland komplett steuerfrei - es gäbe also durchaus auch Möglichkeiten den Sitz von Jersey in den EWR und damit in den Geltungsbereich der MiFID-Richtlinie zu verlagern, ohne gleich mit hohen Steuerforderungen konfrontiert zu werden), vielmehr würden die Steuern auf Ebene der operativen Beteiligungen anfallen. Für den Windpark in Deutschland würden also selbstverständlich Steuern in Deutschland anfallen, für die Solaranlage in Spanien seien spanische Steuern zu bezahlen.
Außerdem sei es steuerrechtlich unerheblich, wo der Sitz der Gesellschaft sei, sondern wo die Hauptverwaltung sitze - und genau hier komme der Steuervorteil in Wahrheit zum Tragen. Die Hauptverwaltung von MIP sei auf Jersey, habe aber "nicht viel zu tun", weil fast alles an den Manager delegiert sei. Und der Manager zahle natürlich regulär Steuern. Nach einer Internalisierung des Managements müsse man zumindest im Auge behalten, dass die Frage der Hauptverwaltung neu zu stellen sein könnte - denn nach der Internalisierung würde der Steuervorteil nur dann greifen, wenn tatsächlich leitend von Jersey aus gearbeitet werde.
Zudem irritiere die Aussage, MIP wäre bestrebt in Deutschland ein Zweitlisting zu machen, um die Liquidität zu steigern. Das zeuge von wenig Kenntnis vom Kapitalmarkt. MIP sollte sich zunächst Gedanken machen, wo man eigentlich das Erstlisting durchführen möchte, bevor man ein Zweitlisting angehe. Bislang sei MIP ja nur in den Multilateralen Handelssystemen der Börsen Wien, München, Berlin, Stuttgart und Frankfurt handelbar, ohne irgendwo ein Listing zu haben - bei MIP wisse man das, sonst hätte man ja auf oder kurz vor der HV keine ADCs kaufen dürfen - nur im Multilateralen Handelssystem greife das Börsegesetz nicht und damit sei auch nur dort Insiderhandel nicht strafbar, der bei einem gelisteten Unternehmen strafbar wäre.
Wenn man ein Erstlisting in Wien machen würde, dann stelle sich die Frage der Sinnhaftigkeit eines Zweitlistings in Deutschland - nach Wissen der Experten gebe es nach wie vor die Vereinbarung, dass ein Unternehmen mit Erstlisting in Wien in Frankfurt nicht auf Xetra gehandelt werde (eben weil Wien ja die Xetra-Plattform habe und eine Aktie zweimal auf derselben Plattform handeln lassen würde, wohl nicht zur Steigerung der Liquidität führen) und ein Handel an mehreren deutschen Börsen sei ja jetzt schon gegeben. Ein Listing würden die Experten begrüßen, zwei Listings wären nicht nachvollziehbar für ein Unternehmen dieser Größenordnung.
Es seien noch viele Fragen offen und der Kurs habe sich seit der letzten Kaufempfehlung gut entwickelt.
Die Experten von Minerva Investments senken das Kursziel für die Meinl International Power-Aktie von 7,60 Euro auf 7,20 Euro und stufen den Titel von "kaufen" auf "neutral" herab. (Analyse vom 05.08.2008) (05.08.2008/ac/a/a)
Über die Vorgänge bei der Hauptversammlung der Meinl International Power (MIP) sei viel geschrieben worden, dem sei vorerst nichts hinzuzufügen. Einige Punkte würden aber geradezu ängstlich stimmen. Einer davon sei die Aussage von MIP-Boss Hans Haider, einen strategischen Partner zu suchen und einer Fusion offen gegenüberzustehen.
Grundsätzlich sei dazu festzuhalten, dass Haider vor der Hauptversammlung sein Maßnahmenpaket vorgestellt habe und dabei eine strategische Partnerschaft kein Thema gewesen sei. Man frage sich, ob Haider habe fürchten müssen, seine zusammengekaufte Mehrheit endgültig zu verlieren, wenn er das Maßnahmenpaket präsentiere, welches er wirklich geschnürt habe. Diese Vorgehensweise passe jedenfalls ins Bild der Meinl Jersey Funds. Dass Haider hier die Meinl-Linie Eins zu Eins weiterfahre, sei aber eine Enttäuschung.
Des Weiteren würden die Experten die Aussage irritierend finden, MIP solle weiterhin auf Jersey bleiben, da dort nur 600 GBP Kopfsteuer zu bezahlen seien, während in Österreich ein Viertel des Gewinnes weg wäre, gleichzeitig aber über eine Internalisierung des Managements nachgedacht werde.
Außerdem sei es steuerrechtlich unerheblich, wo der Sitz der Gesellschaft sei, sondern wo die Hauptverwaltung sitze - und genau hier komme der Steuervorteil in Wahrheit zum Tragen. Die Hauptverwaltung von MIP sei auf Jersey, habe aber "nicht viel zu tun", weil fast alles an den Manager delegiert sei. Und der Manager zahle natürlich regulär Steuern. Nach einer Internalisierung des Managements müsse man zumindest im Auge behalten, dass die Frage der Hauptverwaltung neu zu stellen sein könnte - denn nach der Internalisierung würde der Steuervorteil nur dann greifen, wenn tatsächlich leitend von Jersey aus gearbeitet werde.
Zudem irritiere die Aussage, MIP wäre bestrebt in Deutschland ein Zweitlisting zu machen, um die Liquidität zu steigern. Das zeuge von wenig Kenntnis vom Kapitalmarkt. MIP sollte sich zunächst Gedanken machen, wo man eigentlich das Erstlisting durchführen möchte, bevor man ein Zweitlisting angehe. Bislang sei MIP ja nur in den Multilateralen Handelssystemen der Börsen Wien, München, Berlin, Stuttgart und Frankfurt handelbar, ohne irgendwo ein Listing zu haben - bei MIP wisse man das, sonst hätte man ja auf oder kurz vor der HV keine ADCs kaufen dürfen - nur im Multilateralen Handelssystem greife das Börsegesetz nicht und damit sei auch nur dort Insiderhandel nicht strafbar, der bei einem gelisteten Unternehmen strafbar wäre.
Wenn man ein Erstlisting in Wien machen würde, dann stelle sich die Frage der Sinnhaftigkeit eines Zweitlistings in Deutschland - nach Wissen der Experten gebe es nach wie vor die Vereinbarung, dass ein Unternehmen mit Erstlisting in Wien in Frankfurt nicht auf Xetra gehandelt werde (eben weil Wien ja die Xetra-Plattform habe und eine Aktie zweimal auf derselben Plattform handeln lassen würde, wohl nicht zur Steigerung der Liquidität führen) und ein Handel an mehreren deutschen Börsen sei ja jetzt schon gegeben. Ein Listing würden die Experten begrüßen, zwei Listings wären nicht nachvollziehbar für ein Unternehmen dieser Größenordnung.
Es seien noch viele Fragen offen und der Kurs habe sich seit der letzten Kaufempfehlung gut entwickelt.
Die Experten von Minerva Investments senken das Kursziel für die Meinl International Power-Aktie von 7,60 Euro auf 7,20 Euro und stufen den Titel von "kaufen" auf "neutral" herab. (Analyse vom 05.08.2008) (05.08.2008/ac/a/a)
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