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So, 19. April 2026, 19:52 Uhr

KSB SE+CO.KGaA Vz

WKN: 629203 / ISIN: DE0006292030

KSB VZ abwarten


20.08.02 15:11
Sparkasse Aurich-Norden

Die Experten von Gatrixx NetSolutions GmbH sind in einer Auftragsstudie für die Sparkasse Aurich-Norden der Meinung, dass Anleger zur Zeit eine abwartende Haltung der Aktie der KSB AG (WKN 629203; VZ) einhalten sollten.

KSB habe in den vergangenen Jahren kontinuierlich solide Ergebnisse vorgelegt. 2001 habe der Konzern besser als erwartet abschließen können. Der Umsatz sei um 5,9 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro gestiegen. Hieran seien die Kerngesellschaften in Deutschland und Frankreich mit Zuwächsen von 7,9 und 6,5 Prozent beteiligt gewesen. Die Vertriebsgesellschaften in Europa hätten ihren Umsatz insgesamt in zweistelliger Prozenthöhe gesteigert. Der Umsatz der amerikanischen Gesellschaften sei mit minus 0,9 Prozent annähernd konstant geblieben, während die Gesellschaften in Asien/Pazifik/Afrika in der Summe ein Plus von 2,1 Prozent verbucht hätten.

Der Vorsteuergewinn habe sich von 28,2 auf 29,8 Millionen Euro erhöht. Wesentlich beigetragen zu dieser Verbesserung hätten die beiden Kerngesellschaften des Konzerns, die deutsche KSB AG und die französische KSB S.A. Die übrigen europäischen KSB-Unternehmen hätten ihr Ergebnis in der Summe ebenfalls deutlich erhöht. Die amerikanischen Gesellschaften hätten im Berichtsjahr das Vorjahresergebnis verfehlt, bedingt unter anderem durch die Währungsturbulenzen in Lateinamerika.

Die KSB-Unternehmen in der Region Amerika hätten jedoch ein deutlich positives Ergebnis geliefert. In den Ländern Argentinien, Mexiko und Venezuela mit tiefgreifenden Marktschwierigkeiten plane KSB für das laufende Jahr einschneidende Maßnahmen, um die Verlustsituation zu beseitigen. Unter dem Strich habe die Gesellschaft einen Nachsteuergewinn von 26 Millionen Euro verbuchen können. Im Vorjahr seien 16 Millionen Euro in der Kasse geblieben.

Im ersten Quartal 2002 sei der Pumpen- und Armaturenmarkt von der Nachfrageschwäche in wichtigen Abnehmerbranchen und einem hohen Preisdruck geprägt gewesen. Der Umsatz sei deshalb mit 244,9 Millionen Euro rund 1,8 Prozent hinter dem Vorjahr zurück geblieben. Während die deutsche KSB das Umsatzniveau von 2001 erreicht habe, habe sich im Geschäft der französischen KSB eine schwächere Umsatzentwicklung gezeigt. Die europäischen Gesellschaften außerhalb Deutschlands und Frankreichs hätten hingegen ein kräftiges Umsatzplus erzielt.

Das Konzernergebnis liege mit minus 9,5 Millionen Euro unter dem des Vorjahreszeitraumes von minus 4,7 Millionen Euro. Dies sei im Wesentlichen auf einen ungünstigeren Produktmix im Umsatz und auf Vorlaufkosten für Großprojekte zurückzuführen. Für das Gesamtjahr rechne der Pumpen- und Armaturenhersteller mit einem Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau. Ein Wiederanspringen der Konjunktur werde in der Branche erst zeitlich verzögert wirksam, meine der Vorstandsvorsitzende Josef Gerstner.

Die KSB-Aktie sei nach einer guten Kursperformance zu Beginn des Jahres 2002 in einen Abwärtsstrudel geraten. Nun könnte sich das Papier fangen, allerdings nur dann, wenn die Zahlen für das erste Halbjahr 2002 zufriedenstellend seien. Die Ergebnisse wolle der Konzern noch im August veröffentlichen. Sollten sie gut ausfallen, sei mit einer Trendwende zu rechnen.

Die Aktie der KSB AG ist noch sehr günstig bewertet, doch zur Zeit sollten Investoren aber eine abwartende Haltung einnehmen, so die Experten von Gatrixx NetSolutions GmbH in einer Auftragsstudie für die Sparkasse Aurich-Norden.





 
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