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Fr, 18. Juni 2021, 22:45 Uhr

Deutsche Post

WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004

Deutsche Post kaufen


01.08.02 12:22
SchmidtBank

Die Analysten der SchmidtBank raten die Aktien der Deutschen Post (WKN 555200) zu kaufen.

In den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres habe sich der Umsatz verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode um 15% auf 19,4 Mrd. Euro erhöht. Der starke Zuwachs resultiere im wesentlichen aus der erstmaligen Konsolidierung von DHL, dem nach eigener Aussage weltweit führenden Unternehmen für grenzüberschreitende Kurier- und Expressdienstleistungen.

Der Gewinn pro Aktie sei um 85% auf 0,14 Euro eingebrochen. Verantwortlich hierfür seien neben der konjunkturellen Schwächephase hohe außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Entscheidung der EU-Kommission gewesen, dass das Unternehmen der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1994 bis 1998 zu Unrecht erhaltene Beihilfen zuzüglich Zinsen in Höhe von insgesamt 850 Mio. Euro zurückvergüten müsse.

Für das Gesamtjahr erwarte das Unternehmen einen Konzernumsatz von 40 Mrd. Euro und damit 1 Mrd. weniger als geplant. Weiter rechne es mit einem Rückgang beim operativen Ergebnis in Höhe von 10% bis 15%. Grund hierfür sei in beiden Fällen im wesentlichen das schwache wirtschaftliche Umfeld.

Mitte Juli habe die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation entschieden, dass im Zeitraum vom 01. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007 mehrere Preisreduktionen für ausgewählte Dienstleistungen des Unternehmens erforderlich seien. Die zu Beginn des nächsten Jahres umzusetzende Preissenkung werde im Gesamtjahr zu Umsatz- und Ergebniseinbußen von rund 300 Mio. Euro führen. Für den Gesamtzeitraum bis 2007 bedeute dies kumuliert eine Summe von ca. 1,5 Mrd. Euro.

Um diesen Ausfall zu kompensieren, wolle das Unternehmen ein umfassendes Rationalisierungspaket umsetzen. Dieses sehe u.a. vor, dass bisher kostenfrei erbrachte Leistungen, z.B. Nachsendungen, gebührenpflichtig würden. Ein weiterer Punkt sei die Einschränkung der Servicequalität u.a. durch den Abbau von Briefkästen. Ebenfalls sehe das Konzept die Kürzung der Mitarbeiterzahl vor.

Die Aktie der Deutschen Post sei im November 2000 zu 21 Euro begeben worden. Lediglich in den ersten vier Monaten habe der Kurs über dem Emissionspreis gelegen. Gegenwärtig notiere die Aktie bei ca. 50% des Ausgabepreises. Verantwortlich für den Kursrutsch insbesondere in den letzten Wochen seien die für die Deutsche Post negativen Entscheidungen der EU-Kommission und der Regulierungsbehörde gewesen. Auf Basis der Analysten-Gewinnschätzung für das kommende Geschäftsjahr weise die Aktie ein KGV von 8,4 auf. Die Analysten hielten die Aktie damit trotz der für die nächsten Jahre prognostizierten geringen Gewinndynamik für deutlich unterbewertet. Auch gefalle die niedrige Verschuldung des Unternehmens und die positive Entwicklung der Cashflows. Ratingagenturen würden daher die Bonität des Unternehmens sehr hoch einschätzen.

Die Analysten der SchmidtBank empfehlen die Deutsche Post-Aktie zum Kauf.





 
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