Volkswagen Aktie: Altlast ohne Ende
14.04.26 23:50
Börse Global
Zehn Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals kommt VW juristisch einfach nicht zur Ruhe. Heute eröffnete am Landgericht Braunschweig der dritte große Betrugsprozess — und ein Ende ist weit und breit nicht in Sicht.
Fünf Angeklagte, darunter zum Teil ehemalige Mitarbeiter von Volkswagen und einem Zulieferer, müssen sich wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug verantworten. Es drohen mehrjährige Haftstrafen. Der Vorwurf ist derselbe wie zuvor: Die Abschaltsoftware, die Millionen Fahrzeuge auf Prüfständen deutlich sauberer erscheinen ließ als im echten Fahrbetrieb, soll zwischen November 2006 und September 2015 mitentwickelt oder aktiv unterstützt worden sein — um Gewinne zu maximieren und davon persönlich zu profitieren. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Drei Prozesse, kein Abschluss
Der Blick auf den Stand der juristischen Aufarbeitung zeigt das ganze Ausmaß: Der erste Braunschweiger Prozess endete erst im Mai 2025 mit einem Urteil — zwei Haft-, zwei Bewährungsstrafen. Die Verurteilten gingen umgehend in Revision, ein rechtskräftiges Ergebnis steht noch aus. Das Verfahren gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn wurde wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt. Seit November 2025 läuft parallel bereits der zweite Prozess gegen fünf weitere Angeklagte, mit Terminen bis mindestens Ende 2026. Nun kommt ein dritter hinzu — und nach Angaben des Landgerichts stehen in Braunschweig noch zwei weitere Verfahren an, mit sieben beziehungsweise neun Betroffenen.
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Der teure Schatten für Anleger
Für Investoren sind die Strafprozesse letztlich Hintergrundrauschen. Deutlich relevanter ist der laufende Anlegerprozess, in dem rund 3.400 Klageparteien Schadenersatz für Kursverluste nach dem Bekanntwerden der Affäre fordern. Der Streitwert liegt bei rund 4,3 Milliarden Euro. Eventuelle Zahlungen oder Vergleiche stellen ein konkretes bilanzielles Risiko dar — der nächste Verhandlungstermin ist für den 12. Mai angesetzt.
Die VW-Aktie zeigte sich von der Prozesseröffnung heute weitgehend unbeeindruckt und legte im Xetra-Handel zeitweise rund zwei Prozent auf knapp 89,52 Euro zu — gestützt vor allem vom freundlichen Gesamtmarkt und positiven Signalen aus dem Automobilsektor. Der Dieselskandal ist damit längst kein akuter Kurstreiber mehr. Als dauerhafter Reputations- und Bilanzfaktor bleibt er aber präsent, solange Gerichte und Klageparteien das letzte Wort noch nicht gesprochen haben.
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