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DE0005098503

WKN: 509850 / ISIN: DE0005098503

VCL Umsatz- und Gewinnwarnung


13.11.01 11:18
Baader Bank

Mit zehntägiger Verspätung hat die im SDAX notierte VCL Film + Medien AG (WKN 509850), München, ihre Neun-Monats-Zahlen zum 31.08.2001 veröffentlicht und dabei eine Umsatz- und Gewinnwarnung abgegeben. Dies berichten die Wertpapierexperten von Baader.

Grund für die verzögerte Fertigstellung sei eine Due-Diligence-Prüfung gewesen. Nach neun Monaten habe die VCL-Gruppe Umsätze in Höhe von 82,9 Mio. Euro (+121%) verbucht. Das EBIT sei dramatisch auf -34,1 Mio. Euro (Vorjahr +2,4 Mio. Euro) gerutscht, was zu einem Perioden-Fehlbetrag von 26,8 Mio. Euro geführt habe.

Auslöser der hohen Verluste seien Sondereffekte von 42,2 Mio. Euro gewesen, die zum einen aus der dänischen Tochter Scanbox, zum anderen aus "vorsorglichen Sonderabschreibungen" gestammt hätten. Andere Medienunternehmen hätten Bereinigungen auf ihr Filmvermögen angesichts der schwierigen Gesamtlage am deutschen Filmmarkt schon früher vorgenommen.

Aufgrund erschwerter Bedingungen und Restrukturierungsmaßnahmen im Lizenzgeschäft senk der VCL-Vorstand seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr, welches in drei Wochen ende, um 34% auf rund 100 Mio. Euro. Noch im Oktober sei VCL von einem Umsatz von rund 152 Mio. Euro (inkl. Scanbox) sowie einem EBIT von +13 Mio. Euro ausgegangen. Zum Ergebnis des Gesamtjahrs sei keine Prognose abgegeben worden.

VCL befinde sich momentan in einer sehr schwierigen Situation. Die Eigenkapitalquote stehe zwar bei 24,5%, doch sehe sich das Unternehmen mit einem aktuellen Liquiditätsengpass von 4 Mio. Euro konfrontiert. Größter Trumpf der Gruppe seien die Filmlibrary sowie die starke Marktposition im Video- und DVD-Bereich. Sowohl bei Video als auch bei DVD komme VCL in Deutschland eine unbestreitbare Pionierrolle zu. Den DVD-Boom habe man frühzeitig erkannt und sich entsprechend am Markt positioniert. Zusammen mit Scanbox verfüge VCL über einen Filmstock von 3.300 Titeln, deren Vermögenswert auf 94 Mio. Euro beziffert werde. Letztendlich habe der Einstieg ins Lizenzgeschäft und die Übernahme der angeschlagenen Scanbox das Unternehmen ins Straucheln. Gebracht.

Aufgrund der stark gesunkenen Marktkapitalisierung (aktuell: rund 19 Mio. Euro) habe VCL am 24. September den MDAX verlassen müssen. Seitdem werde VCL im SDAX gehandelt. Gespräche mit strategischen Investoren, so die Mitteilung, würden noch andauern. Von einer Fusion mit einer nicht-börsennotierten europäischen Gesellschaft sei schon seit längerem die Rede.





 
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