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Fr, 3. Februar 2023, 7:39 Uhr

DE0005098503

WKN: 509850 / ISIN: DE0005098503

VCL Film + Medien hohe Sonderbelast.


13.05.02 08:27
Ad hoc

Die VCL Film + Medien AG (WKN 509850) gibt heute die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 bekannt. Der Umsatz des DVD und Video Programmanbieters lag bei 94,9 (Vj. 60,3) Mio. Euro. Ohne die erstmalig im Geschäftsjahr 2001 für neun Monate konsolidierte Scanbox Entertainment A/S hätte sich ein leichter Umsatzrückgang um 2 % auf 59,0 Mio. Euro ergeben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Sach- und Firmenwertabschreibungen (EBITDA) ergab -4,4 (Vj. 20,4) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -73,5 (Vj. 5,4) Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern (EBT) bei -76,6 (Vj. 6,8) Mio. Euro. Der Jahresüberschuss liegt bei -72,5 (Vj. 3,4) Mio. Euro. Als Ergebnis pro Aktie werden -4,22 (Vj. 0,20) Euro ausgewiesen. Vor Berücksichtigung der außerordentlichen Sonderfaktoren in Höhe von insgesamt -73,3 Mio. Euro würden die Ergebniszahlen wie folgt aussehen: EBITDA: 19,2 Mio. Euro, EBIT -1,1 Mio. Euro, EBT -3,3 Mio. Euro. Die außerordentlichen Sonderfaktoren von -73,3 Mio. Euro setzen sich aus folgenden Abschreibungspositionen zusammen: Filmanlagevermögen 39,1 Mio. Euro, Scanbox Home Entertainment A/S 18,7 Mio. Euro, sonstige Restrukturierungskosten 7,7 Mio. Euro, sowie Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen 7,8 Mio. Euro. Am 30.11.2001 waren bei der VCL Gruppe 62 Mitarbeiter, gegenüber 61 im Vorjahr (ohne Scanbox) beschäftigt.

Die VCL-Gruppe wird die Refokussierung auf das Home-Entertainment-Geschäft weiter fortsetzen. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein gleichbleibender Umsatz angenommen. Der erwartete Umsatzrückgang im Home-Entertainment-Bereich kann durch eine Umsatzerhöhung im Lizenzbereich ausgeglichen werden. Der Fokus in 2002 wird auf die Verwertung des vorhandenen Rechtebestands gelegt. VCL erwartet ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Darüber hinaus wird das Video-on-Demand-Geschäft vorangetrieben und weitere Geschäftsabschlüsse mit namhaften Telekommunikationsanbietern stehen an.

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-hoc-Mitteilung:

Die außerordentlichen Aufwendungen von -73,3 Mio. Euro setzen sich aus den folgenden Positionen zusammen: Die Abschreibungen auf das Filmanlagevermögen stammen einerseits aus Teilwertberichtigungen und andererseits aus Rückabwicklungen diverser Filmprojekte, die aufgrund des Liquiditätsengpasses unvermeidbar waren. Die Ende des Geschäftsjahres 2000 erworbene Tochter Scanbox Entertainment A/S, die sich vorwiegend auf das Home-Entertainment-Geschäft in Skandinavien konzentriert, wurde nach neun Monaten aus dem Konzern ausgegliedert. Auch hierfür war die angespannte Liquiditätssituation des Unternehmens ausschlaggebend. Seit September 2001 befindet sich die Gesellschaft in einem vergleichsähnlichen Verfahren, wobei das operative Geschäft ausgegliedert wurde. Das nicht betriebsnotwendige Vermögen der Altgesellschaft wird über einen externen Verwalter bestmöglich veräußert. Ein weiterer Abschreibungsbedarf ist auszuschließen. Die sonstigen Restrukturierungskosten stammten im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie Maßnahmen zur Anpassung des Geschäftsbetriebs. Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen entstanden durch die Rückabwicklung von Lizenzverträgen im Home- Entertainment-Bereich.

Die Umsatzentwicklung nach Segmenten ohne Scanbox zeigt, dass VCL mit den Bereichen Sell through, Rental (DVD/VHS) und Racking rund zwei Drittel des Umsatzes bestreitet. Der verbleibende Anteil entfällt auf den Rechtehandel.

Der Cashflow des vergangenen Geschäftsjahres beläuft sich insgesamt auf - 2,2 (Vj. -2,0) Mio. Euro. Dieser setzt sich zusammen aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 36,4 (Vj. 32,9) Mio. Euro, dem Cashflow aus laufender Investitionstätigkeit in Höhe von -51,9 (Vj. -87,7) Mio. Euro sowie dem Cashflow aus laufender Finanzierungstätigkeit über 13,3 (Vj. 52,8) Mio. Euro.

Die Liquiditätslage der Gruppe war gegen Ende des Geschäftsjahres trotz deutlicher Reduzierung der Finanzverpflichtungen immer noch angespannt. Die Verpflichtungen der VCL-Gruppe wurden von 194,4 Millionen Euro (30.11.2000) auf 95,0 Millionen Euro (30.11.2001) reduziert.

Im Geschäftsjahr 2001 wurde eine Strategieänderung eingeleitet, die einen Fokus auf das Home-Entertainment-Geschäft, im Wesentlichen innerhalb der deutschsprachigen Gebiete, vorsieht. In diesem Zusammenhang wurden Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die auf sinkende Logistik-, Beratungs- und Personalkosten abzielen.





 
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