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Fr, 17. April 2026, 22:26 Uhr

SWING ENTERT.MEDIA AG

WKN: 547440 / ISIN: DE0005474407

Swing! ausgetanzt?


15.05.02 17:30
Bluebull

Innerhalb von drei Monaten hat sich der Spielehersteller Swing! Entertainment (WKN 547440) auf aktuell 0,94 Euro nahezu geviertelt, so die Analysten von "Bluebull".

Beschleunigt worden sei der Kursverfall durch die gestrige Pleite des Konkurrenten Phenomedia. Doch Swing habe einen negativen Imagetransfer von versagenden Branchenkollegen zum Kursverfall gar nicht nötig, die eigentlichen Probleme seien vielmehr hausgemacht. Die Fassade und der Kurs hätten bereits am 27.02.2002 zu bröckeln begonnen. Da sei gemeldet worden, dass Thomas Brockhage sein Amt als Mitglied des Vorstandes der Swing! Entertainment Media AG niederlege. Verantwortlich sei er unter anderem für die Spieleentwicklung gewesen.

Vor diesen Hintergrund höchstens in ihrem Ausmaß überraschend, sei dann die Ad Hoc vom 02.05.2002 gewesen. Darin habe es geheißen, dass "einige neue Produkte (...) nicht termingerecht fertig gestellt werden können." Von diesen Verschiebungen seien einige Konsolenprodukte - und spätestens hier habe der Atem einiger Aktionäre gestockt- sowie das Onlinespiel "Shadowbane" betroffen. Das Onlinespiel "Shadowbane" war und ist der Hoffnungsträger der Firma, so die Analysten von "Bluebull". Die Entwicklungskosten blieben also bestehen, Einnahmen daraus gebe es vorerst nicht.

Das Unternehmen melde dementsprechend weiter, dass die Gesellschaft ein negatives Ergebnis ausweisen werde, weil die Vorlaufkosten für diese Produkte das Geschäftsjahr 2001/2002 belasten würden. Am Ende der Mitteilung noch ein letzter Stich ins Herz der treuen Aktionäre. "Der Umsatz aus diesen Produkten ist größtenteils durch Absatzverträge gesichert.", so Swing, was nichts anders heiße, als dass es nicht nur Verschiebungen, sondern auch Ausfälle geben werde. Halbfertige Spiele, die keiner kaufe - eine wirtschaftliche Katastrophe. Einnahmeausfälle und ein "negatives Ergebnis" seien Umstände, die dem Unternehmen unter Umständen den Kragen kosten könnten.

Ein Blick in den Jahresabschluss verrate, dass schon zum 31.12.2002 nur noch liquide Mittel in Höhe von 1,9 Mio. Euro in der Kasse gelegen hätten. Dem gegenüber stünden jedoch kurzfristige Verbindlichkeiten von 4,1 Mio. Euro. Diese finanzielle Lage sei gepaart mit dem Kursverfall, Grund genug sich Sorgen zu machen. Nicht wirklich beruhigend: Ein heute erfolgter Anruf von "Bluebull" beim Unternehmen habe kein Ergebnis gebracht. Weder ein Vorstand noch ein IR- Beauftragter, seien heute Nachmittag zu sprechen gewesen. Sie befänden sich alle in einem Meeting. Hier würde man heute gern Mäuschen spielen. Werde ein Rettungsplan vorgelegt, seien neue Investoren gefunden worden, werde das Team auf die bevorstehende Insolvenz vorbereitet, oder handele es sich nur um die Urlaubsplanung für dieses Jahr?

Es scheine nur eine Frage der Zeit bis man es erfahre. Zumindest eine Ad Hoc bezüglich außerordentlicher Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31.12.2002; 7,5 Mio. Euro) und Immaterielle Vermögensgegenstände (12,3 Mio. Euro) erscheine angesichts der Spielesverschiebungen nicht unwahrscheinlich. Weitergehende "Überraschungen" nicht ausgeschlossen. Doch was ist angesichts des derzeitigen Massensterbens am Neuen Markt noch überraschend, so die Analysten von "Bluebull".





 
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