Steinhoff: Game Over?
15.10.25 12:42
Börse Global
Die Restrukturierungsgesellschaft des ehemaligen Steinhoff-Konzerns kämpft weiter mit den Folgen des Bilanzskandals. Während ein Vergleich mit der südafrikanischen Zentralbank einen Meilenstein darstellt, ziehen sich die juristischen Auseinandersetzungen in die Länge. Eine aktuelle Prognose sieht den Wert der ehemaligen Steinhoff-Anteile auf null fallen.
R6,3 Milliarden Vergleich besiegelt
Im Juli 2025 erzielte Ibex Holdings, die Nachfolgegesellschaft von Steinhoff, einen umfassenden Vergleich mit der South African Reserve Bank. Die Einigung beendet den langwierigen Rechtsstreit über 6,3 Milliarden Rand, die an den Staat abgetreten wurden. Dieser regulatorische Meilenstein zieht eine klare finanzielle Linie unter einen Teil der Vergangenheit.
Bereits im Juli 2025 hatte Ibex strategisch seine 28-prozentige Beteiligung an Pepkor Holdings veräußert. Der Verkauf von 1,05 Milliarden Pepkor-Aktien mit einem Abschlag von 6 Prozent zum Schlusskurs brachte 26,6 Milliarden Rand ein. Diese Transaktion diente der Schuldenreduzierung und beseitigte einen Überhang für die Pepkor-Aktie.
Betrugsprozess eskaliert
Parallel dazu wird der Betrugsprozess gegen ehemalige Manager nun an ein Obergericht in Südafrika verlegt. Die Anklage umfasst Vorwürfe des Bandenbetrugs, der Bilanzmanipulation und Betrugs in Höhe von 21 Milliarden Rand. Die Verlegung unterstreicht die Komplexität und Schwere der Vorwürfe.
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Die Staatsanwaltschaft arbeitet an der Finalisierung der Ermittlungen und strebt eine Bandenbetrugs-Bescheinigung an. Bis zum 17. Juni soll eine endgültige Anklageschrift vorliegen. Der Skandal hatte im Dezember 2017 zum kollaps der Steinhoff-Aktie und zu geschätzten Verlusten von 230 Milliarden Rand an der Johannesburger Börse geführt.
Düstere Prognose für Anleger
Eine Aktienprognose vom 10. Oktober 2025 zeichnet ein vernichtendes Bild: Demnach wird ein Absturz von 2.000 ZAC auf 0,000000000001 ZAC vorhergesagt. Die Einschätzung klassifiziert die Restwerte als "schlechte, hochriskante 1-Jahres-Investition".
Trotz der Fortschritte in der Restrukturierung - einschließlich des niederländischen Schuldenmoratoriums für 14 Milliarden Euro und der Abwicklung von Ansprüchen durch etwa 66.000 Gläubiger - dominiert weiterhin Vorsicht die Stimmung. Die Delistierung von den Börsen im Oktober 2023 markierte das endgültige Ende der öffentlich gehandelten Ära.
Kann Ibex die Last der Vergangenheit endgültig abschütteln? Die anhaltenden Gerichtsverfahren und die negativen Markteinschätzungen lassen wenig Raum für Optimismus.
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