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Fr, 17. April 2026, 7:43 Uhr

STADA Aktie: Börsengang platzt!


01.09.25 23:02
Börse Global

Stada Arzneimittel Aktie

Ein echter Paukenschlag erschüttert den Pharmamarkt: Der für Herbst geplante Börsengang von STADA ist Geschichte. Stattdessen wechselt die Mehrheit am Grippostad-Hersteller erneut den Besitzer - und das deutet auf eine völlig neue Strategie hin.


Die Londoner Investmentgesellschaft CapVest Partners übernimmt die Kontrolle über das hessische Pharmaunternehmen von den bisherigen Eigentümern Bain Capital und Cinven. Diese behalten zwar jeweils einen Minderheitsanteil, doch die Richtung ist klar: STADA bleibt vorerst in privater Hand.


Milliardenschwerer Deal statt Börsengang


Noch vergangene Woche hatte STADA-Chef Peter Goldschmidt einen Börsengang für den Herbst angekündigt. Zuvor waren entsprechende Pläne bereits wegen der Marktturbulenzen im Frühjahr verschoben worden. Nun ist daraus nichts geworden - der Deal mit CapVest macht's zunichte.


Über den Kaufpreis schweigen sich alle Beteiligten aus. Für den ursprünglich geplanten Börsengang war ein Unternehmenswert von rund zehn Milliarden Euro im Gespräch - ein beachtlicher Sprung, wenn man bedenkt, dass Bain Capital und Cinven STADA 2017 für 5,3 Milliarden Euro erworben hatten.


Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Der Abschluss wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet - ein relativ langer Zeitraum, der auf komplexe Strukturen hindeutet.


Wachstum trotz gemischter Bilanz


Die Zahlen sprechen durchaus für das Unternehmen: Im ersten Halbjahr 2025 legte STADA währungsbereinigt um sechs Prozent auf gut 2,1 Milliarden Euro Umsatz zu. Das bereinigte EBITDA stieg um fünf Prozent auf 481 Millionen Euro. Besonders die Spezialmedikamente entwickelten sich stark.


Doch nicht alles läuft rund. Die rezeptfreien Arzneien litten unter einer schwachen Erkältungssaison, und auch bei den Generika stockte das Wachstum. Eine durchwachsene Performance, die möglicherweise mit zu der Entscheidung gegen den Börsengang beigetragen hat.


Schuldenbelastung als Herausforderung


Ein Blick auf die Bilanz offenbart eine erhebliche Hypothek: STADA hat durch seine Übernahmeserie rund 5,7 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Das Unternehmen spaltete bereits sein Russlandgeschäft ab, um für Investoren attraktiver zu werden - offenbar mit mäßigem Erfolg.


CapVest positioniert sich als idealer Partner für die nächste Wachstumsphase. Die Briten verfügen über umfassende Healthcare-Expertise und wollen neues Kapital bereitstellen. Ob das reicht, um STADA aus der Schuldenfalle zu befreien, wird sich zeigen müssen.


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