Repsol Aktie: Game Over?
17.10.25 19:20
Börse Global
Der spanische Energieriese Repsol steht plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Nach einer monatelangen Rally schlägt jetzt die Ernüchterung ein - und die kommt ausgerechnet von einem bisherigen Unterstützer. Während die Aktie seit Juli fast 25% zulegte und die europäische Konkurrenz deutlich hinter sich ließ, zieht Morgan Stanley plötzlich die Notbremse. Was hat die Investmentbank zum Sinneswandel bewegt?
Düstere Prognose für Raffineriegeschäft
Morgan Stanley stuft Repsol von "Overweight" auf "Equalweight" herab und senkte das Kursziel. Der Grund: Die bisherige Stärke des Unternehmens wird zur Schwäche. Die Raffineriemargen, die im dritten Quartal noch kräftig um 50% auf 8,80 Dollar pro Barrel sprangen, sollen sich ab Ende 2026 normalisieren und auf etwa 6 Dollar fallen.
Temporäre Faktoren wie Lieferengpässe und Streiks trieben die Margen nach oben, doch diese Effekte werden nach Analysteneinschätzung bald verpuffen. Die Konsequenz: Repsol dürfte in den kommenden zwölf Monaten kaum noch nennenswerte freie Cashflows generieren und sich knapp über der Break-even-Linie bewegen.
Rettungsanker Aktienrückkauf?
Trotz der düsteren Prognosen gibt es einen Lichtblick. Morgan Stanley erwartet, dass Repsol aus seinem Portfoliooptimierungsprogramm genügend Mittel für ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von etwa 550 Millionen Euro generieren kann. Zusammen mit der Dividende könnte sich für Anleger so eine Gesamtausschüttung von rund 11% ergeben.
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Allerdings zeigen auch die Ergebniserwartungen nach unten: Der Gewinn je Aktie soll von 2,77 Euro in 2024 auf 2,56 Euro in 2025 sinken, während die Dividende voraussichtlich von 0,98 auf 1,07 Euro steigt.
Grüne Wende als Hoffnungsträger
Parallel zum schwierigen Raffineriegeschäft treibt Repsol die Energiewende voran. Ein Hybridprojekt mit Forestalia in Aragon soll Spaniens größtes Energiesystem dieser Art werden. Die Kombination aus einem 818-MW-Gaskraftwerk und 15 neuen Windparks mit 805 MW Leistung nutzt bestehende Netzinfrastruktur und optimiert das erneuerbare Portfolio.
Kann die grüne Transformation den Einbruch im Kerngeschäft auffangen? Die Märkte zeigen sich skeptisch - Repsol gehörte zu den größten Verlierern im IBEX 35. Die Entscheidung zwischen traditioneller Stärke und neuer grüner Identität wird über die künftige Kursentwicklung des Energiekonzerns entscheiden.
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