ProSiebenSat.1 Media SE
WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770ProSiebenSat.1 Aktie: Tiefer Fall
26.03.26 20:15
Börse Global
Die Jahreszahlen für 2025 liegen auf dem Tisch — und sie sind hart. Das bereinigte EBITDA brach um 28 Prozent auf 403 Millionen Euro ein, der Konzernumsatz schrumpfte auf 3,675 Milliarden Euro. Haupttreiber: ein kollabierender TV-Werbemarkt in Deutschland, der seit 2019 rund 18 Prozentpunkte stärker geschrumpft ist als der europäische Durchschnitt.
Der Aktienkurs reagierte entsprechend gnadenlos. Heute stürzte der Titel um fast 48 Prozent auf 4,15 Euro ab — ein Kurs, der gefährlich nah an das 52-Wochen-Tief von 3,66 Euro heranreicht. Zwischenzeitlich zog die Aktie wieder leicht an und gewann rund 2,5 Prozent auf 4,03 Euro, doch das Bild bleibt düster.
Werbung bricht weg, flaconi glänzt
Der Kern des Problems ist klar: TV-Werbung im DACH-Raum fiel 2025 um zehn Prozent auf 1,325 Milliarden Euro. Deutschlands Wirtschaft wuchs zwischen 2019 und 2025 kumuliert um gerade einmal 0,3 Prozent — weit abgeschlagen hinter Spanien (10,2 Prozent) oder dem Eurozonen-Schnitt (6,4 Prozent). Wo Konsumlaune fehlt, sparen Werbekunden zuerst beim Fernsehen.
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Lichtblicke existieren, aber sie sind eng begrenzt. Die Streaming-Plattform Joyn steigerte ihre AVoD-Erlöse um 36 Prozent. Beauty-Ableger flaconi wuchs um 26 Prozent auf 651 Millionen Euro Umsatz und expandierte auf zwölf europäische Länder. Das reicht nicht, um den Gesamttrend umzukehren — aber es zeigt, wo das Unternehmen Substanz aufbaut.
Verkäufe bringen Luft, Schulden bleiben
ProSiebenSat.1 hat 2025 kräftig aufgeräumt. Acht Transaktionen — darunter der Verkauf von Verivox, About You und Urban Sports Club — spülten rund 300 Millionen Euro in die Kasse und drückten die Nettofinanzverbindlichkeiten auf 1,343 Milliarden Euro. Heute gab der Konzern zudem bekannt, die Vergleichsplattformen billiger-mietwagen.de und CamperDays zu verkaufen, beide sollen bis Ende April den Besitzer wechseln.
Für 2026 rechnet das Management mit leichtem organischem Umsatzwachstum, erwartet aber einen deutlichen EBITDA-Anstieg gegenüber dem von Sondereffekten belasteten Vorjahreswert von 241 Millionen Euro. Die Dividende bleibt unverändert bei fünf Cent je Aktie. Der Spielraum ist eng: Schuldenabbau und Investitionen ins Kerngeschäft konkurrieren um dieselben Mittel — und der Werbemarkt zeigt noch keine klaren Erholungszeichen.
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