ProSiebenSat.1 Media SE
WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770ProSiebenSat.1 Aktie: Notfall!
06.11.25 09:24
Börse Global
Der Medienkonzern steckt tiefer in der Krise als je zuvor. Während Analysten reihenweise ihre Kursziele zusammenstreichen und der Vorstand im Chaos versinkt, rauscht die Aktie auf ein kritisches Niveau. Anleger fragen sich: Ist das der Boden – oder geht es noch tiefer? Die Antwort könnte bereits kommende Woche kommen.
Analysten verlieren den Glauben
Die jüngsten Einschätzungen lesen sich wie ein Katalog der Ernüchterung. Bernstein Research hält zwar formell an "Market-Perform" fest, doch das Kursziel von 8,15 Euro wirkt angesichts der aktuellen Lage fast zynisch. Noch härter traf die Deutsche Bank Research: Kursziel-Senkung von 7 auf 6 Euro – ein klares Signal, dass hier niemand mehr an eine schnelle Erholung glaubt.
Der Grund? Ein Werbemarkt, der nicht vom Fleck kommt. Und ausgerechnet dieser Bereich ist das Herzstück des ProSiebenSat.1-Geschäfts. Ohne Trendwende hier bleibt der Konzern im Würgegriff der Marktentwicklung gefangen.
Technisches Desaster offenbart sich in den Charts
Die nackten Zahlen sind brutal:
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: Über 40 Prozent Minus
- Nähe zum Jahrestief: Nur noch 10 Prozent Luft nach unten
- RSI-Indikator: Unter 20 – ein Extremwert, der massive Verkaufsdynamik signalisiert
- Gleitende Durchschnitte: Alle wichtigen Trendlinien wurden nach unten durchbrochen
Seit Anfang September herrscht ein klarer Abwärtstrend. Die Aktie hat sämtliche Unterstützungen gerissen und findet keinen Halt. Der extrem niedrige RSI-Wert deutet zwar auf eine technisch überverkaufte Situation hin – doch in einem solchen Umfeld können Titel noch deutlich tiefer fallen, bevor eine Gegenbewegung einsetzt.
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Management-Chaos als Spiegelbild der Krise
Ende Oktober platzte die Bombe: CEO Bert Habets musste gehen. Der Mehrheitseigner MFE-MediaForEurope hatte genug gesehen und drückte den Reset-Knopf. Mit Nicola Lussana übernahm zeitgleich ein neuer Chef die entscheidende Vermarktungstochter Seven.One Media.
Doch kann ein Führungswechsel allein die strukturellen Probleme lösen? Die Börse scheint skeptisch. Das radikale Vorgehen wirkt eher wie ein Eingeständnis, dass die bisherige Strategie gescheitert ist – ein Neuanfang unter Zeitdruck.
Entscheidung am 13. November
Die Quartalszahlen für Q3 werden zeigen, ob ProSiebenSat.1 operativ überhaupt noch Licht am Ende des Tunnels sieht. Anleger erwarten konkrete Antworten: Wie entwickelt sich das Werbegeschäft wirklich? Gibt es Fortschritte bei der digitalen Transformation? Und vor allem: Hat das neue Management einen Plan?
Bei einem Kurs von 5,11 Euro ist die Aktie mittlerweile fast 40 Prozent vom Jahreshoch entfernt. Die nächste Woche dürfte darüber entscheiden, ob hier eine verzweifelte Bodenbildung beginnt – oder ob der Titel weiter gen Jahrestief abdriftet.
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