Norilsk Nickel Aktie: Zwiespältige Aussichten
20.12.25 01:16
Börse Global
Die Aktie des russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel zeigt sich am Freitag widerstandsfähig. Trotz einer drastisch nach oben korrigierten Überschussprognose für Nickel findet die Aktie bei rund 145 Rubel Halt. Eine Zinssenkung der russischen Zentralbank bietet dabei Rückenwind.
In seiner aktuellen Markteinschätzung hat Norilsk Nickel die Prognosen für das globale Nickelangebot deutlich angehoben. Das Unternehmen erwartet für 2025 nun einen Überschuss von 240.000 Tonnen – eine Verdopplung gegenüber den Schätzungen aus der Jahresmitte. Für 2026 soll sich das Überangebot sogar auf 275.000 Tonnen ausweiten. Als Haupttreiber nennt Nornickel den ungebremsten Kapazitätsausbau in Indonesien, der das Angebot schneller wachsen lässt als die Nachfrage.
Ein Lichtblick bei Palladium
Die düstere Nickelprognose wird jedoch durch eine stabilere Lage bei den Platinmetallen (PGMs) gemildert. Norilsk rechnet für Palladium im laufenden Jahr mit einem ausgeglichenen Markt, berücksichtigt man jedoch die Investitionsnachfrage, ergibt sich ein Defizit von 200.000 Unzen. Diese strukturelle Knappheit stützt die Stimmung.
Zusätzlichen Support erhält die Aktie von der Geldpolitik. Die russische Zentralbank senkte am Freitag den Leitzins auf 16% und setzt damit ihren lockeren Kurs fort. Die erhöhte Liquidität stützt allgemein die Kurse an der Moskauer Börse und hilft Nornickel, dem Druck durch fallende Nickelpreiserwartungen standzuhalten.
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Ausblick auf 2026
Die Perspektiven für die beiden Hauptgeschäftsfelder bleiben klar getrennt. Der massive Nickelüberschuss wird die Preise im Basisgmetallsegment voraussichtlich weiter unter Druck halten. Das erwartete Palladiumdefizit – für 2026 auf 100.000 Unzen (ohne Investitionsnachfrage) beziffert – bietet dagegen einen potenziellen Gegenpol.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die kommenden Quartalsproduktionszahlen. Ein mögliches Nachlassen des indonesischen Angebotswachstums wäre nötig, um den rückläufigen Nickeltrend umzukehren. Bis dahin bildet das Zinsniveau von 16% eine wichtige fundamentale Stütze für die Bewertung.
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