Mobilezone Aktie: Strategiewechsel
18.01.26 12:04
Börse Global
Mobilezone hat Anfang Januar sein deutsches Geschäft an Freenet verkauft und gleichzeitig die EBIT-Guidance für 2025 ausgesetzt. Der Schritt markiert eine klare Rückbesinnung auf den Heimatmarkt Schweiz und führte zuletzt zu einer verhaltenen Kursreaktion. Kann die Konzentration auf die Schweiz die Profitabilität stabilisieren?
Wesentliche Fakten in Kürze
- Verkauf des deutschen Geschäfts an Freenet vollzogen (Vereinbarung ursprünglich vom 8. Oktober 2025).
- EBIT-Guidance 2025 ausgesetzt (vorher 53–60 Mio. CHF).
- Letzter Schlusskurs (Freitag): 13,46 CHF (-2,18%).
- Analysten: 4x Halten, 6x Verkaufen, keine Kaufempfehlungen; Gewinnerwartung 2026: 42,37 Mio. CHF.
- Neues Nachhaltigkeitsprojekt „Second Life“ kommuniziert (15. Januar).
Die Fakten hinter dem Verkauf
Der Vollzug der Transaktion erfolgte Anfang Januar und umfasst sämtliche deutschen Gesellschaften inklusive Online-, B2B- und MVNO-Aktivitäten. Mobilezone nennt eine Gesamtrendite von 162% auf die zehnjährige Investition in Deutschland. Parallel dazu setzte das Management die EBIT-Guidance für 2025 aus; zuvor war eine Spanne von 53 bis 60 Mio. CHF angekündigt gewesen. Zudem wird Michael Haubrich an der ordentlichen Generalversammlung am 8. April nicht zur Wiederwahl antreten.
Folgen für Ergebnis und Bewertung
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Die Mischung aus Verkaufserlös und Unsicherheit über das operative Ergebnis 2025 erklärt die zurückhaltende Analystenstimmung: Kein Analyst empfiehlt derzeit einen Kauf, vier raten zu Halten, sechs zu Verkaufen. Für 2026 erwarten Analysten einen Gewinn von rund 42,4 Mio. CHF; der Gewinnausblick pro Aktie hat sich seit dem 9. Januar negativ entwickelt. Die Konzentration auf die Schweiz stützt sich auf starke Vorjahreszahlen: Im ersten Halbjahr 2025 erzielte der Geschäftsbereich Schweiz das beste Ergebnis der Firmengeschichte, getragen von Vertragsgeschäft und MVNO-Wachstum. Das erlaubt Mobilezone, Ressourcen auf die profitableren nationalen Aktivitäten zu bündeln — ob das die Profitabilität nachhaltig stabilisiert, hängt von den berichteten Zahlen und dem Geschäftsverlauf in der Schweiz ab.
Nachhaltigkeit und Ausblick
Das am 15. Januar kommunizierte „Second Life“-Programm zielt auf CO₂-Reduktion durch Wiederaufbereitung und Weiterverkauf von Mobilgeräten. Operativ ist das ein ergänzender Hebel, der zusätzliche Margen generieren kann, wenn die Initiative skaliert.
Konkret entscheidend bleiben die anstehenden Termine: Der Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht 2025 wird am 6. März veröffentlicht, gefolgt von einer Videokonferenz. Die ordentliche Generalversammlung findet am 8. April statt. Diese Veröffentlichungen werden zeigen, ob die Fokussierung auf die Schweiz und das Second‑Life‑Geschäft das Ergebnisprofil stabilisieren können.
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