Metabox mit Problemen
29.09.00 00:00
Finance-Online
In den vergangenen Jahren seien, so die Analysten von Finance-online, Set-Top Boxen so etwas wie die sicheren Nachfolger des jahrelangen PC-Booms. Sie sollten die Schwächen des PCs - teuer, groß, laut und kompliziert - ausgleichen und praktischerweise gleich am Fernseher betrieben werden.
Die Funktionen dieser Geräte umfasse meist das Internetsurfen und/oder die Entschlüsselung digital-kodierter Fernsehprogramme wie Premiere Digital. Soviel des Guten, nun zu den Nachteilen von Set-Top Boxen. Das größte Problem dieser Geräte sei das Grafikausgabegerät in Form des Fernsehers. Dessen Auflösung sei meist niedriger als jene von normalen PC-Monitoren, was einige Internetseiten zu klein erscheinen lasse. Zudem sei er für statische Bilder (z.B. Text) weniger geeignet.
Die deutsche Met@box sei auch in diesem Markt aktiv und trete dabei als Komplettanbieter auf. Das Unternehmen biete sowohl die Geräte selbst als auch dazu gehörige Dienste wie einen elektronischen TV-Guide an. Es sei auch im Bereich Satelliten-Receiver, Kassensysteme uvm. tätig. Met@box sehe sich selbst als Technologieführer auf diesem Sektor und habe Anfang des Jahres Verträge über die Auslieferung von Set-Top Boxen im Wert von mehr als 1 Mrd. DM angekündigt. Dabei seien im April die Umsatzprognosen auf 198 Mio. DM und die Gewinnprognosen auf 14 Mio. DM angehoben worden, weil die ersten Geräte noch dieses Jahr ausgeliefert werden sollten. Nun habe Metabox eine Gewinnwarnung lanciert und gehe im laufenden Geschäftsjahr von einem Verlust von 15 Mio. DM bei einem Umsatz von 70 Mio. DM aus. Der Grund hierfür seien technische Probleme mit der Software.
Deshalb werde die Auslieferung der Geräte erst in 2001 beginnen und die Serienproduktion werde erst im Dezember diesen Jahres starten. Für 2001 halte das Management aber unverändert an seinem 600 Mio. DM Umsatzziel fest. Da Metabox bis heute die Identität dieser Auftraggeber aufgrund von Vertragsbestimmungen nicht preisgeben könne und sich Zweifel häufen, ob diese Aufträge wirklich existierten, drohe hier ein weiterer ehemaliger Star am Neuen Markt abzustürzen. Noch vor zwei Wochen habe der Vorstandsvorsitzende von Met@Box an seinen hochgesteckten Erwartungen im Fernsehen festgehalten, jetzt müsse er endgültig technische Probleme zugestehen. Dass hinter den technischen Problemen mehr als nur eine Lieferverzögerung und hinter Met@box doch nicht soviel wie immer angekündigt stecke, glaubten mittlerweile die meisten Marktteilnehmen.
Nachdem Anfang Juli die Einjahresfrist für Met@box (WKN 692120) Aktien aus dem IPO aufgehoben worden seien, fielen die Aktien kontinuierlich. Als Anleger, der am sicherlich in Teilen erfolgreichen Konzept der Set-Top Boxen partizipieren wolle, würde ich in die Weltmarktführer investieren. Dies sei bei Set-Top Boxen Motorola und Scientific Atlanta. Als interessante Unternehmen bei Set-Top Software seien beispielsweise Liberate, OpenTV oder TiVo zu nennen. Und der führende Anbieter von Prozessoren für Set-Top Boxen sei National Semiconductor.
Die Funktionen dieser Geräte umfasse meist das Internetsurfen und/oder die Entschlüsselung digital-kodierter Fernsehprogramme wie Premiere Digital. Soviel des Guten, nun zu den Nachteilen von Set-Top Boxen. Das größte Problem dieser Geräte sei das Grafikausgabegerät in Form des Fernsehers. Dessen Auflösung sei meist niedriger als jene von normalen PC-Monitoren, was einige Internetseiten zu klein erscheinen lasse. Zudem sei er für statische Bilder (z.B. Text) weniger geeignet.
Deshalb werde die Auslieferung der Geräte erst in 2001 beginnen und die Serienproduktion werde erst im Dezember diesen Jahres starten. Für 2001 halte das Management aber unverändert an seinem 600 Mio. DM Umsatzziel fest. Da Metabox bis heute die Identität dieser Auftraggeber aufgrund von Vertragsbestimmungen nicht preisgeben könne und sich Zweifel häufen, ob diese Aufträge wirklich existierten, drohe hier ein weiterer ehemaliger Star am Neuen Markt abzustürzen. Noch vor zwei Wochen habe der Vorstandsvorsitzende von Met@Box an seinen hochgesteckten Erwartungen im Fernsehen festgehalten, jetzt müsse er endgültig technische Probleme zugestehen. Dass hinter den technischen Problemen mehr als nur eine Lieferverzögerung und hinter Met@box doch nicht soviel wie immer angekündigt stecke, glaubten mittlerweile die meisten Marktteilnehmen.
Nachdem Anfang Juli die Einjahresfrist für Met@box (WKN 692120) Aktien aus dem IPO aufgehoben worden seien, fielen die Aktien kontinuierlich. Als Anleger, der am sicherlich in Teilen erfolgreichen Konzept der Set-Top Boxen partizipieren wolle, würde ich in die Weltmarktführer investieren. Dies sei bei Set-Top Boxen Motorola und Scientific Atlanta. Als interessante Unternehmen bei Set-Top Software seien beispielsweise Liberate, OpenTV oder TiVo zu nennen. Und der führende Anbieter von Prozessoren für Set-Top Boxen sei National Semiconductor.
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