Mercedes-Benz Aktie: Der Preis des Umbruchs
16.04.26 15:30
Börse Global
Starke Elektro-Verkäufe im Westen, ein dramatischer Einbruch in China. Bei Mercedes-Benz klaffen Realität und Anspruch aktuell weit auseinander. Auf der heutigen virtuellen Hauptversammlung müssen Aktionäre diesen Spagat verdauen. Obendrein winkt eine geringere Gewinnbeteiligung.
Weniger Geld für Aktionäre
Das Management bittet die Anteilseigner ab 10:00 Uhr vor die Bildschirme. Eine physische Präsenz gibt es nicht. Im Zentrum der Agenda steht die Abstimmung über die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen 3,50 Euro je Aktie vor. Das sind 80 Cent weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang spiegelt die schwächere Ertragslage des Stuttgarter Autobauers wider. Stimmt die Versammlung zu, notiert das Papier am nächsten Handelstag mit dem Zusatz „ex Dividende“.
China bremst, Elektro zieht an
Pünktlich zum Aktionärstreffen liegen frische Absatzzahlen auf dem Tisch. Der globale Verkauf sank im ersten Quartal um sechs Prozent. Der Hauptgrund liegt in Asien. Das wichtige China-Geschäft brach um 27 Prozent auf 111.600 Pkw ein. Außerhalb Chinas wächst der Konzern rasant. Die USA verzeichnen ein Plus von 20 Prozent. Europa legt um sieben Prozent zu.
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Besonders die Elektrosparte liefert starke Argumente. Der Absatz reiner E-Autos stieg um elf Prozent auf 50.400 Einheiten. Das Werk in Rastatt arbeitet wegen der hohen Nachfrage nach dem neuen elektrischen CLA im Drei-Schicht-Betrieb.
Ein teures Übergangsjahr
Das Management ruft 2026 als Übergangsjahr aus. Alte Modelle laufen aus, neue Generationen stehen in den Startlöchern. Das kostet Geld und erfordert harte Schnitte. Bis Mai schließt Mercedes-Benz das Werk im mexikanischen Aguascalientes. Parallel dazu startet ein massives Sparprogramm. Dieses soll noch im laufenden Jahr über 3,5 Milliarden Euro einbringen.
Die Expertenmeinungen gehen weit auseinander. Barclays-Analyst Henning Cosman sieht im schwachen ersten Quartal bereits den Tiefpunkt des Jahres. Er lobt das robuste Transporter-Geschäft. Die Analysten von Oddo BHF warnen hingegen vor strukturellen Problemen. Sie senkten das Kursziel auf 42 Euro.
Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über 1,7 Milliarden Euro stützt derweil den Kurs. Fundamental ist der Autobauer mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter neun günstig bewertet. Am 29. April folgt der vollständige Zwischenbericht für das erste Quartal. Spätestens dann liegen die genauen Margen auf dem Tisch.
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