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Fr, 17. April 2026, 7:43 Uhr

Linde plc

WKN: A3D7VW / ISIN: IE000S9YS762

Linde Aktie: Bewertung unter Druck


15.12.25 11:50
Börse Global

Linde Aktie

Nach einem schwachen Jahresverlauf ringt die Linde Aktie zum Start in die neue Woche um eine Neubewertung. Mehrere Analystenhäuser haben ihre Modelle überarbeitet, gleichzeitig rückt ein seltener „Bewertungs-Reset“ in den Fokus. Entscheidend ist nun, wie stark die Belastung durch das globale Umfeld wirklich ist – und was der prall gefüllte Auftragsbestand dagegenhalten kann.


Analysten werden vorsichtiger


Den Ton setzt derzeit eine Anpassung durch RBC Capital. Analyst Arun Viswanathan senkte sein Kursziel für Linde von 540 auf 490 US‑Dollar, hält aber an der Einstufung „Outperform“ fest. Die Botschaft: Kurzfristige Risiken nehmen zu, die langfristige Qualität des Geschäfts sieht man jedoch weiter positiv.


Hintergrund der Kürzung ist vor allem das makroökonomische Umfeld. RBC kalkuliert nun mit einem Gegenwind von rund 2–3 % beim Gewinn je Aktie (EPS). Treiber dieser Belastung sind laut Analyse:


  • Schwächen in der globalen Industrieproduktion
  • ein anhaltend schwieriges Umfeld in Europa
  • Preisdruck im Heliumgeschäft

Damit folgt RBC einem breiteren Trend: Viele Beobachter schrauben ihre Erwartungen an zyklische Industrieunternehmen zurück, ohne die Geschäftsmodelle grundsätzlich infrage zu stellen.


Bewertung rutscht auf „Marktniveau“


An der Börse ist die Skepsis bereits eingepreist. Die Linde Aktie notierte am Freitag bei 354,00 Euro und damit rund 21 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch vom Februar. Auf Jahressicht steht ein zweistelliges Minus, während sich in den letzten sieben Tagen zumindest eine leichte Gegenbewegung zeigt.


Evercore ISI interpretiert diese Entwicklung als „seltenen Bewertungs-Reset“. Auf Basis der aktuellen Schätzungen wird Linde demnach nur noch mit etwa dem 22,6‑Fachen des erwarteten Gewinns für 2026 bewertet. Historisch lag der Konzern im Schnitt mit rund 30 % Aufschlag über dem Markt. Jetzt nähert sich das Papier eher einem „Marktparitätsniveau“ – für einen Qualitätswert wie Linde ein bemerkenswerter Schritt.


Trotz der Kurszielkürzung auf ebenfalls 490 US‑Dollar bestätigt Evercore sein „Outperform“-Votum. Die Analysten sehen die jüngste Korrektur als stärker, als es die Fundamentaldaten rechtfertigen würden – vorausgesetzt, das industrielle Umfeld stabilisiert sich in den kommenden Quartalen.


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Operatives Bild: Solider Rückenwind aus dem Auftragsbuch


Operativ zeigt Linde ein deutlich robusteres Bild, als es der Kursverlauf vermuten lässt. Im dritten Quartal 2025 übertraf der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 4,21 US‑Dollar leicht die Markterwartung von 4,18 US‑Dollar. Beim Umsatz blieb das Unternehmen mit 8,6 Milliarden US‑Dollar hingegen knapp hinter den Prognosen zurück.


Zentral für den mittelfristigen Ausblick ist der Auftragsbestand. Linde verfügt aktuell über einen „sale-of-gas“-Backlog von mehr als 7 Milliarden US‑Dollar, der die Ergebnisentwicklung bis mindestens 2026 stützen soll. Zu den wichtigsten Projekten zählen unter anderem:


  • Lieferverträge für TSMCs Fabrik „Arizona Fab 2“
  • die Versorgung von Samsungs Werk in Taylor (Investitionsvolumen: rund 500 Mio. US‑Dollar)
  • das Woodside-Projekt für kohlenstoffarme Ammoniakproduktion
  • eine Luftzerlegungsanlage (ASU) für SpaceX im texanischen Brownsville (rund 100 Mio. US‑Dollar)

Diese langfristigen Verträge sichern aus Sicht vieler Analysten eine relativ hohe Visibilität beim künftigen Cashflow – selbst in einem verhaltenen Konjunkturumfeld.


Ausblick auf 2025/2026


Das Management bleibt trotz der schwächeren Industriekonjunktur bei seinem Ziel, für 2026 ein Wachstum des Gewinns je Aktie im hohen einstelligen Prozentbereich zu liefern. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen Analysten im Schnitt mit einem EPS von etwa 16,62 US‑Dollar. Die neu anlaufenden Projekte aus dem Auftragsbuch sollen im Anschluss rund 3 % zusätzlich zum Gewinnwachstum beitragen.


Damit prallen derzeit zwei Entwicklungen aufeinander: ein deutlich zurückgekommener Aktienkurs mit zwischenzeitlichem Rutsch auf neue 52‑Wochen-Tiefs und ein vergleichsweise stabiler, gut gefüllter Projektpipeline. Die Herabsetzung des RBC‑Kursziels auf 490 US‑Dollar spiegelt die akuten Makro-Risiken wider, während die Mehrheit der großen Häuser weiterhin von einem Unterbewertungsszenario ausgeht – unter der klaren Bedingung, dass sich die industrielle Aktivität in den Kernmärkten nicht weiter spürbar eintrübt.


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