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Fr, 17. April 2026, 9:48 Uhr

Insa-Umfrage: Deutsche bewerten Merz-Regierung kritischer als Scholz – Zustimmung auf Tiefstand


19.02.26 21:00
Eulerpool

Ein Jahr nach dem Regierungswechsel fällt das Urteil vieler Bürger ernüchternd aus. Laut einer aktuellen Insa-Umfrage ist die Unzufriedenheit mit dem Kabinett von Friedrich Merz so hoch wie nie. Besonders bemerkenswert: In der direkten Gegenüberstellung wird Altkanzler Olaf Scholz von mehr Befragten besser bewertet als der amtierende Regierungschef.


Auf die Frage, ob die neue schwarz-rote Bundesregierung ihre Arbeit besser mache als das frühere Ampelbündnis, zeigen sich viele Bürger skeptisch.


Im direkten Kanzlervergleich ergibt sich folgendes Bild:


Damit gewinnt aus Sicht der Befragten der frühere SPD-Kanzler das Duell gegen seinen Nachfolger – ein unerwartetes Ergebnis angesichts der Wahlniederlage der Ampel im Februar 2025.


Auch im Kabinett selbst zeigen sich deutliche Unterschiede zur Vorgängerregierung.


Zwei Minister bilden jedoch Ausnahmen:


Für die Insa-Erhebung wurden 1001 Personen zwischen dem 13. und 16. Februar befragt.


Parallel zeigt eine Forsa-Umfrage eine interessante parteistrategische Dimension. Demnach glauben 54 Prozent der Deutschen, dass die CDU mit einem moderateren „Mitte-Kurs“ – wie unter Angela Merkel – bessere Wahlergebnisse erzielen würde.


32 Prozent halten hingegen den aktuellen, stärker konservativ geprägten Kurs von Merz für erfolgversprechender.


Innerhalb der eigenen Wählerschaft genießt der Parteichef allerdings Rückhalt: 60 Prozent der CDU-Anhänger unterstützen den derzeitigen Kurs, nur 34 Prozent wünschen sich eine Rückkehr zur Merkel-Linie.


Die Zahlen verdeutlichen ein strukturelles Problem für die Bundesregierung. Trotz Regierungswechsel ist es bislang nicht gelungen, breite Zufriedenheit zu erzeugen. Das öffentliche Meinungsbild ist fragmentiert, die Zustimmung volatil.


Ein Jahr nach der Bundestagswahl bleibt die politische Großwetterlage angespannt.


Für Friedrich Merz bedeutet das: Der Handlungsspielraum wird nicht nur durch parlamentarische Mehrheiten bestimmt, sondern zunehmend durch die Erwartungshaltung einer kritischen Öffentlichkeit.


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