Freeport-McMoRan Aktie: Gewinnexplosion dank Kupfer-Boom
23.01.26 12:16
Börse Global
Freeport-McMoRan hat am 22. Januar 2026 Quartalszahlen vorgelegt, die selbst optimistische Erwartungen deutlich übertroffen haben. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,47 US-Dollar – ein Wert, der die Analystenschätzung von 0,28 US-Dollar um satte 68% übersteigt. Auch beim Umsatz lag der Konzern vorn: 5,63 Milliarden US-Dollar bedeuten ein Plus von 6,63% gegenüber den Prognosen.
Doch was steckt hinter diesem überraschend starken Abschneiden? Die Antwort liegt im Rohstoffmarkt – genauer gesagt bei Kupfer und Gold.
Kupferpreis durchbricht die 13.000-Dollar-Marke
Der Kupferpreis hat Anfang Januar 2026 erstmals die psychologisch wichtige Schwelle von 13.000 US-Dollar pro Tonne durchbrochen und markiert damit ein neues Allzeithoch. Das rote Metall legte im Jahr 2025 bereits um beeindruckende 44% zu. Im vierten Quartal 2025 erzielte Freeport einen Kupferpreis von 5,33 US-Dollar pro Pfund – ein Niveau, das die Margen des Konzerns deutlich aufblähte.
Die Zahlen sprechen für sich: Im vierten Quartal 2025 verkaufte Freeport 709 Millionen Pfund Kupfer und 80.000 Unzen Gold. Das bereinigte EBITDA erreichte 2,0 Milliarden US-Dollar, während der operative Cashflow bei 0,7 Milliarden US-Dollar lag. Besonders bemerkenswert: Das operative Ergebnis der US-Kupfersparte verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um das 3,5-fache.
Versorgungslücke von 10 Millionen Tonnen droht
Die rosigen Aussichten für Kupferproduzenten haben fundamentale Gründe. Eine aktuelle Studie von S&P Global prognostiziert bis 2040 einen Nachfrageanstieg um 50% auf 42 Millionen Tonnen. Gleichzeitig erwarten Experten, dass die weltweite Kupferproduktion bereits 2030 ihren Höhepunkt erreichen wird – danach droht eine massive Versorgungslücke von rund 10 Millionen Tonnen.
Treiber dieser Entwicklung sind nicht nur Elektromobilität und erneuerbare Energien, sondern zunehmend auch künstliche Intelligenz. Rechenzentren für KI-Anwendungen verschlingen enorme Mengen des Industriemetalls. Die USA haben dieser strategischen Bedeutung im November 2025 Rechnung getragen und Kupfer offiziell als kritischen Rohstoff eingestuft.
Kann Freeport von diesem Boom langfristig profitieren? Die Zahlen deuten darauf hin.
Grasberg-Neustart und ehrgeizige Wachstumspläne
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Ein zentraler Fokus liegt auf dem Neustart der Grasberg Block Cave Mine in Indonesien. Nach Abschluss der Aufräumarbeiten plant Freeport einen schrittweisen Wiederbetrieb ab April 2026, mit einer Hochskalierung auf 100.000 Tonnen pro Tag in der zweiten Jahreshälfte 2026. Die Mine gilt als eines der bedeutendsten Kupfer-Gold-Vorkommen weltweit.
In den USA treibt der Konzern seine Leach Initiative voran, die die Jahresproduktion von 240 Millionen Pfund in 2025 auf etwa 800 Millionen Pfund bis 2030 steigern soll – bei Investitionskosten unter einer Milliarde US-Dollar. Hinzu kommen Expansionsprojekte in Arizona (Bagdad: 200-250 Millionen Pfund zusätzlich) und Chile (El Abra: 700 Millionen Pfund zusätzlich).
Insgesamt will Freeport seine Kupferproduktion in Amerika von 1,25 Milliarden Pfund in 2024 auf rund 2 Milliarden Pfund bis 2030 ausbauen. Gleichzeitig sollen die US-Produktionskosten von 3,11 US-Dollar pro Pfund auf etwa 2,50 US-Dollar bis 2027 sinken.
Reserven für Jahrzehnte gesichert
Die Basis für dieses Wachstum ist solide: Zum 31. Dezember 2025 verfügte Freeport über nachgewiesene Reserven von 112,3 Milliarden Pfund Kupfer, 20,6 Millionen Unzen Gold und 3,5 Milliarden Pfund Molybdän. Hinzu kommen zusätzliche Ressourcen von 165,1 Milliarden Pfund Kupfer und 61,5 Millionen Unzen Gold.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete der Konzern eine Kupferproduktion von 3,4 Milliarden Pfund, eine Goldförderung von 1,0 Millionen Unzen und ein bereinigtes EBITDA von 9,9 Milliarden US-Dollar. Die Nettoverschuldung lag bei lediglich 2,3 Milliarden US-Dollar – ein komfortables Polster angesichts der Cashflow-Stärke.
Bis 2028 soll der Kupferabsatz auf 4,2 Milliarden Pfund klettern, die Goldverkäufe auf 1,3 Millionen Unzen. Dabei plant das Management, etwa 50% des verfügbaren Cashflows an die Aktionäre zurückzuführen.
Die Aktie reagierte auf die Zahlen zunächst verhalten mit einem vorbörslichen Plus von lediglich 0,28% auf 60,75 US-Dollar. Doch die fundamentalen Rahmenbedingungen sprechen eine klare Sprache: Solange der Kupferpreis auf hohem Niveau verharrt, dürfte Freeport-McMoRan zu den großen Gewinnern des Rohstoff-Superzyklus gehören.
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