Suchen
Login
Anzeige:
Mo, 27. April 2026, 8:12 Uhr

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

WKN: A3EYLC / ISIN: DE000A3EYLC7

EQS-News: Commodities & Energy loading. (deutsch)


18.03.26 09:00
dpa-AFX

Commodities & Energy loading.



^


EQS-News: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG / Schlagwort(e): Sonstiges


Commodities & Energy loading.



18.03.2026 / 09:00 CET/CEST


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



---------------------------------------------------------------------------



Commodities & Energy loading.



Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb


Wertpapierhandelsbank AG



Derzeit bestätigen sich in der aktuellen Dynamik leider viele


Einschätzungen, die wir hier in der Vergangenheit bereits angesprochen


hatten. Egal, ob sie den POTUS betreffen, die Problematik eines


fragmentierten Europas oder die inflationstreibende Wirkung der


Rohstoffentwicklung. Die Eskalation im Nahen Osten hat uns nicht überholt,


sondern leider bestätigt.



Kanadas Premier Mark Carney erntete vor dem WEF in Davos Applaus, als er


sagte, die alte regelbasierte Weltordnung sei tot. Wir erinnern uns noch,


wie viele kritische Fragen wir bekamen, als wir die Psychologie des POTUS


mit Batman verglichen haben. Ob man so etwas Despektierliches als Bank


schreiben müsse. Nun ja. Genug des Eigenlobs. Es bringt uns nämlich auch


nichts.



Im Zusammenhang mit den Rohstoffpreisen titelte die Ausgabe 2/2026 des


"Substanz Investors": "Kampf um Rohstoffe - entfesselte Geopolitik". Im


Editorial schreibt der Autor:



"Insbesondere die Neuordnung der Welt durch die Supermächte USA und China


sowie deren Bestrebungen hinsichtlich der `Super-KI' lassen zunehmend Moral


und alte Seilschaften zerbrechen. Aufgrund des unglaublichen Rohstoffhungers


des neuen Technologiezeitalters treten nun auch die Staaten in den Kampf um


günstige Energie und strategische Metalle ein. Es zählt nur noch Besitz und


schnelle Verfügbarkeit. Europa hat diesen Kampf bereits verloren."



Nun haben wir aktuell nicht nur Öl im Salat, sondern auch den Salat mit dem


Öl. Die jeweils tagesaktuelle Entwicklung können wir hier nicht


kommentieren, aber seriöse Quellen wie "The Pioneer" gehen davon aus, dass


uns das Thema Iran noch länger beschäftigen wird. Und glauben Sie bitte


nicht, dass uns der Release irgendwelcher Reserven wie die 400 Millionen


Barrel der IEA kurzfristig helfen wird. Das sind eher Beruhigungspillen.



Die US-Reserven liegen rund um den Golf von Mexiko, die europäischen sind


verteilt zwischen Nordsee und Mittelmeer. Allein um dieses Öl zu


transportieren, braucht es reichlich Tankerkapazität. Genau die fehlt aber,


weil Tanker in der Golfregion festhängen - wegen der Sperrung des Seewegs


und des Wegfalls von Versicherungsschutz. Und Öl in einer Kaverne ist eben


noch kein Öl in einem Tanker.



Selbst wenn es diese Tanker gäbe, um Öl aus dem atlantischen Becken in das


pazifische zu verschiffen - 84 % der Crude-Produktion, die durch die offene


Straße von Hormuz transportiert wird, gehen nach Asien -, schätzt man, dass


diese Transporte vier bis sechs Wochen benötigen würden. Vor dem Krieg


flossen bekanntlich rund 20 Mio. bpd aus der Region in Richtung Abnehmer.



Nun haben laut Berichten allein Kuwait und die UAE Quellen mit einer


Kapazität von ca. 6,5 Mio. bpd stilllegen müssen. Vermutlich können die


Saudis nur unter hohem Aufwand via East-West-Pipeline rund 6 Mio. bpd in


Richtung des Nadelöhrs Suezkanal verfrachten. Doch da nun 2 bis 3 Mio. bpd


von der Insel Kharg nach dem US-Bombardement nicht mehr Richtung China gehen


werden, bleibt am Ende dennoch ein geschätztes Defizit von bis zu 14 Mio.


bpd. Und dieses Loch soll durch Freigaben der SPR gestopft werden, aus der


bisher maximal 2 Mio. bpd effektiv kamen? Merkste selber, oder?



Die iranische Führung hat offiziell erklärt, dass die Straße von Hormuz für


den internationalen Schiffsverkehr offenbleibt, schließt jedoch Schiffe mit


Verbindungen zu den USA, Israel und deren Verbündeten explizit von der


Passage aus. Obwohl die Straße formal nicht komplett gesperrt ist, meidet


die Mehrheit der großen Reedereien die Route wegen des hohen Risikos von


Raketen- oder Drohnenangriffen.



Bis die Amerikaner eine Ölknappheit gegebenenfalls aus venezolanischen


Feldern bedienen können, dürften noch 18 bis 24 Monate ins Land ziehen. Aber


man meint doch, hier einen roten Faden riechen zu können.



In Katar entsteht Helium als Nebenprodukt der Erdgasverarbeitung; das Land


zeichnet für etwa ein Drittel der weltweiten Produktion verantwortlich.


Helium ist für die Halbleiterproduktion wichtig. Kurzfristig sehen die


großen Hersteller wegen guter Lagerbestände keine Probleme, aber die Preise


haben bereits deutlich angezogen. Das kann mittelfristig auch Auswirkungen


auf Aktien wie Nvidia haben, da die Produktionskosten steigen.



Auch bei Getreide und Düngemitteln kommt es nun zu Engpässen. Da Iran und


die Golfstaaten fast ein Drittel des weltweit gehandelten Harnstoffs und


energieaufwändigen Ammoniaks - Grundstoffe für Dünger - kontrollieren, droht


bei einem langwierigen Konflikt ein massiver Ernteausfall. Wir wollen hier


nicht über den Brotpreis beim morgendlichen Bäckerbesuch lamentieren. Aber


50 % der Weltbevölkerung ernähren sich von Lebensmitteln, die mithilfe von


Düngemitteln erzeugt werden. Das hat ganz andere humanitäre Auswirkungen als


10 Cent Aufpreis beim Bäcker. Doch jede Münze hat zwei Seiten: Landwirte,


die bisher unter zu niedrigen Agrarpreisen litten, könnten nun besser


zurechtkommen.



Nun, was bedeutet der bereits erwähnte Wandel zu einer "Neuen Weltordnung"


langfristig? Die von uns sicher nicht oft zitierte NZZ erklärt die bisherige


Weltordnung recht einleuchtend:



* freie und sichere Handelswege



* der US-Dollar als Transaktions- und Reservewährung



Nachdem die MAGA-Bewegung zu der Überzeugung gekommen ist, dass die USA in


diesem Umfeld nicht gut weggekommen sind, wird diese bisherige Weltordnung


angegriffen. Und diese Stimmung in den USA wird die Amtszeit des amtierenden


Präsidenten überdauern. Sicher wird es weiterhin globalen Handel geben. Aber


nicht so friktionsfrei, wie wir uns das vielleicht wünschen. Dominieren


dürften künftig eher bilaterale Abkommen und regionale Freihandelszonen,


sofern sie gegen das zunehmend rücksichtslose Vorgehen einiger Akteure


Bestand haben. Die Folgen für Unternehmen sind zunehmende Komplexität im


steten Wandel - mit der Konsequenz höherer Lagerhaltung, redundanter


Produktion und diffiziler Lieferketten.



Über die Pläne der US-Regierung, die Abwertung des Dollars voranzutreiben,


haben wir hier ebenfalls schon oft spekuliert. Gleichzeitig will man aber


seine Dominanz aufrechterhalten. Es gibt Anzeichen, dass China versucht, den


Renminbi als Handels- und Reservewährung stärker durchzudrücken. Das dürfte


allerdings noch ein langer Weg sein. Die gigantischen chinesischen Goldkäufe


sind hier gegebenenfalls ein Hinweis.



Insgesamt also ein Umfeld, in dem Chancen, aber eben auch enorme politische


und wirtschaftliche Risiken liegen und das von allen Akteuren - seien es


Anleger, Unternehmen oder Politiker - höchste Flexibilität erfordert.



Was macht nun die Bundesregierung in dieser Situation? Von den groß


angekündigten Investitionsbazookas hört man nichts mehr. Aber es wurde


erkannt: Es geht um Energie. Man täte der Regierung Unrecht, ihre


Aktivitäten allein auf die von Katherina Reiche angekündigten Maßnahmen zur


Einschränkung der Häufigkeit von Preisänderungen an Tankstellen zu


reduzieren. Die immer wieder hochgejuxte Mär von der Reaktivierung der AKWs


hält selbst der Bundeskanzler für illusorisch, und die Energiekonzerne


glauben daran auch nicht.



Unter anderem positioniert Merz die Nordsee als "weltweit größtes Reservoir


für saubere Energie" und will den Ausbau von Offshore-Windparks sowie


grenzüberschreitenden Stromtrassen vorantreiben.



Genau hier wird es unerquicklich. Die norddeutschen Bundesländer fordern die


Einführung regionaler Strompreiszonen. Da im Norden durch Windkraft oft mehr


Strom produziert wird, als abtransportiert werden kann, argumentiert man,


dass die dortigen Verbraucher und Industrien von den niedrigeren


Erzeugungskosten profitieren sollten. Der Süden lehnt dies strikt ab. Eine


Aufteilung würde dort zu deutlich höheren Strompreisen führen, da weniger


Windstrom produziert wird und Strom teuer importiert oder durch


Gaskraftwerke vor Ort erzeugt werden müsste. Der Norden wirft dem Süden -


insbesondere Bayern - vor, den Netzausbau jahrelang blockiert zu haben.


Solange diese Leitungen fehlen, müssen Windräder im Norden bei Starkwind


abgeregelt werden, während im Süden teure Ersatzkraftwerke einspringen


müssen. Redispatch. Und genau das erhöht die Kosten für alle Verbraucher.



Ob der von der Bundesregierung angepeilte Realitätscheck für die


Energiewende - also die Streichung von Zuschüssen und Entschädigungen für


Erzeuger von Erneuerbaren bei überlasteten Netzen zugunsten von derzeit


knappem Gas und knappem Wasserstoff - wirklich zielführend ist, überlassen


wir jedem selbst. Frau Ministerin Reiche jedenfalls wurde wohl von dem


Angriff auf den Iran überrascht. Nachdem die leeren Gaskavernen in


Deutschland für sie zunächst kein Problem darstellten, musste sie sechs Tage


später dann doch eine Task Force einrichten.



Mittlerweile haben 2.400 Unternehmen aus Deutschland die Energiepolitik von


Reiche kritisiert. Die Unterzeichner, zu denen viele Akteure aus dem


Mittelstand sowie der Erneuerbare-Energien-Branche gehören, bezeichnen die


Pläne des Ministeriums teilweise als "Farce" und fordern eine sofortige


Kurskorrektur, um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu gefährden.



Das alles zeigt: Commodities & Energy sind längst kein Randthema mehr für


Spezialisten, sondern Machtfaktoren. Für Anleger, Unternehmen und Politik


gilt deshalb dasselbe: Wer in diesem Umfeld auf alte Gewissheiten, billige


Energie und störungsfreie Lieferketten setzt, spielt mit der Vergangenheit.


Die neue Weltordnung wird nicht diskutiert, sie wird eingepreist. Und das


kann sehr teuer werden.



Zu mwb:



Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein von der Bundesanstalt für


Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassener Wertpapierdienstleister


mit Niederlassungen in Gräfelfing bei München, Hamburg, Hannover, Frankfurt


und Berlin. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. 1999 erfolgte der


Börsengang. Heute ist die mwb-Aktie (ISIN DE000A3EYLC7, WKN A3EYLC) an der


Börse München im Segment m:access notiert wie auch im Freiverkehr an den


Börsen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg und Stuttgart.


Unsere Dienstleistungen umfassen Emissionsberatung & Listings,


Zahlstellenfunktion, Designated Sponsoring und institutionelle


Kundenbetreuung. Im Wertpapierhandel betreut mwb gut 46.000 Orderbücher für


deutsche und internationale Wertpapiere. Dabei handelt es sich sowohl um


Aktien als auch um festverzinsliche Wertpapiere und offene Investmentfonds.


Damit ist mwb einer der größten Skontroführer in Deutschland.



Kontakt und weitere Informationen:


mwb Wertpapierhandelsbank AG


Kai Jordan


Kleine Johannisstrasse 4


D-20457 Hamburg


Tel: +49 40-360995-20


E-Mail: kjordan@mwbfairtrade.com



Disclaimer:



Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist Herausgeber des vorliegenden


Dokumentes. Obwohl die Informationen in diesem Dokument aus Quellen stammen,


die die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für zuverlässig erachtet,


kann für die Richtigkeit der Informationen in diesem Dokument keine Gewähr


übernommen werden.



Dieses Dokument stellt keinen Prospekt dar und ist nicht geeignet, als


Grundlage zur Beurteilung der in dem Dokument vorgestellten Wertpapiere


herangezogen zu werden. In diesem Dokument enthaltene Schätzungen und


Meinungen stellen ausschließlich der Beurteilungen der mwb fairtrade


Wertpapierhandelsbank AG, zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokumentes dar


und können zu jedem Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung geändert werden.



Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG oder ihre verbundenen Unternehmen


können von Zeit zu Zeit Bestände an den in diesem Dokument genannten


Wertpapieren oder an darauf basierenden derivaten Finanzinstrumenten halten,


können andere Dienstleistungen (einschließlich solcher als Berater) für


jedes in diesem Dokument genannte Unternehmen erbringen oder erbracht haben,


und können - soweit gesetzlich zulässig - die hierin enthaltenen


Informationen oder die Recherchen, auf denen sie beruhen, vor ihrer


Veröffentlichung verwendet haben.



Ein wie auch immer geartetes Beratungsverhältnis zwischen der mwb fairtrade


Wertpapierhandelsbank AG und dem Empfänger dieses Dokumentes wird durch die


Übersendung oder Weitergabe dieses Dokuments nicht begründet. Jeder


Empfänger muss eigene Anstrengungen unternehmen und Vorkehrungen zu treffen,


um die Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit einer Anlageentscheidung unter


Berücksichtigung seiner persönlichen und wirtschaftlichen Belange zu prüfen.


Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG haftet weder für Konsequenzen aus


dem Vertrauen auf in diesem Dokument enthaltenen Meinungen oder Aussagen


noch für Unvollständigkeiten in diesem Dokument. Jede US-Person, die dieses


Dokument erhält und Transaktionen mit hierin genannten Wertpapieren tätigen


möchte, ist verpflichtet, dies durch einen in den USA zugelassenen


Dienstleister zu tun.




---------------------------------------------------------------------------



18.03.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate


News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.


Originalinhalt anzeigen:


https://eqs-news.com/?origin_id=bedb457a-21f3-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de



---------------------------------------------------------------------------



Sprache: Deutsch


Unternehmen: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG


Rottenbucher Straße 28


82166 Gräfelfing


Deutschland


Telefon: +49 (0)89 858 52-305


Fax: +49 (0)89 858 52-5 05


E-Mail: investor-relations@mwbfairtrade.com


Internet: www.mwbfairtrade.com


ISIN: DE000A3EYLC7


WKN: A3EYLC


Börsen: Freiverkehr in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München


(m:access), Stuttgart, Tradegate BSX


EQS News ID: 2292854





Ende der Mitteilung EQS News-Service


---------------------------------------------------------------------------



2292854 18.03.2026 CET/CEST



°







 
15.04.26 , dpa-AFX
EQS-News: China loading. (deutsch)
China loading. ^ EQS-News: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG / Schlagwort(e): Sonstiges China loading. ...
14.04.26 , dpa-AFX
EQS-Adhoc: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank A [...]
mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG: Dividendenvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2025 ...
11.04.26 , Börse Global
mwb fairtrade Aktie: RSI-Alarm!
Hinter der stabilen Fassade der mwb fairtrade Aktie braut sich ein technisches Gewitter zusammen. Während der Kurs ...