Dentsply Sirona Aktie: Wende oder weiterer Absturz?
11.09.25 22:28
Börse Global
Der Dentaltechnologie-Konzern Dentsply Sirona steckt in der tiefen Krise. Nach enttäuschenden Quartalszahlen und einer strategischen Zitterpartie um die Wellspect-Sparte fragen sich Anleger: Kann das neue Management den Abwärtstrend stoppen oder droht weiterer Verfall?
Q2-Zahlen schockieren Anleger
Die jüngsten Quartalszahlen vom August 2025 offenbarten massive Probleme: Der Nettoumsatz brach um 4,9 Prozent ein, der GAAP-Verlust pro Aktie belief sich auf 0,22 Dollar. Hauptgrund waren enorme Abschreibungen in Höhe von 214 Millionen US-Dollar auf Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte. Besonders alarmierend: Der operative Cashflow brach von 208 Millionen auf nur noch 48 Millionen US-Dollar ein - ein Rückgang von über 75 Prozent.
Trotz dieser düsteren Bilanz gibt es einen Lichtblick: Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 0,52 Dollar, und die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 17,5 auf 21,1 Prozent. Diese scheinbar widersprüchliche Entwicklung zeigt, dass das Unternehmen zwar unter Umsatzrückgängen leidet, aber gleichzeitig durch Kostensenkungen und die Einstellung unprofitabler Geschäfte (wie Byte) die Margen stabilisieren kann.
Wellspect-Entscheidung enttäuscht Märkte
Nach monatelanger Prüfung hat sich Dentsply Sirona überraschend gegen einen Verkauf der Wellspect-Sparte entschieden. Die Führungsebene argumentiert, dass der Behalt der Blasen- und Darmmanagement-Sparte langfristig mehr Wert für Aktionäre generieren werde als ein Verkauf.
Die Märkte quittierten diese Entscheidung mit einem Kursrückgang von 2,1 Prozent. Wellspect operiert in einem Zwei-Milliarden-Dollar-Markt und verzeichnete zuletzt solides organisches Wachstum. Die Entscheidung, das Geschäft zu behalten, unterstreicht jedoch die strategische Bedeutung für das Gesamtportfolio.
Neue Führung, alte Probleme
Seit August 2025 hat mit Dan Scavilla ein neuer CEO die Führung übernommen. Seine dringlichste Aufgabe: Die US-Verkäufe wieder in Schwung bringen, die im zweiten Quartal um 18 Prozent einbrachen. Besonders die Connected Technology Solutions, Orthodontie und Implantate bereiten Sorgen.
Hinzu kommen tarifäre Belastungen von jährlich 80 Millionen US-Dollar, von denen etwa 25 Millionen auf 2025 entfallen. Die Kombination aus operativen Schwächen und externen Belastungen macht die Turnaround-Bemühungen des neuen Managements zu einer Herkulesaufgabe.
Leichte Erholung mit Fragezeichen
Die Aktie zeigt heute eine leichte Erholung um 0,81 Prozent nach dem jüngsten Tief bei 10,79 Euro. Dennoch bleibt das Bild düster: Seit Jahresanfang verlor der Titel über 35 Prozent, zum 52-Wochen-Hoch fehlen mehr als 50 Prozent.
Kann der neue CEO Scavilla das Unternehmen tatsächlich wieder auf Wachstumskurs bringen? Die beibehaltene Jahresprognose mit erwarteten Umsätzen zwischen 3,6 und 3,7 Milliarden US-Dollar sowie einem bereinigten EPS von 1,80 bis 2,00 Dollar gibt zumindest einen Orientierungsrahmen. Doch ob dies ausreicht, um das Vertrauen der Anleger nachhaltig zurückzugewinnen, bleibt die entscheidende Frage.
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