DaimlerChrysler heftige Kritik von SdK
16.02.04 16:47
SdK
Die SdK (Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre e.V.) wird die Vorstände der DaimlerChrysler AG (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) und der Deutschen Telekom AG auf den diesjährigen Hauptversammlungen wegen des Autobahn-Maut-Debakels nicht entlasten.
Die für das Mautsystem zuständige Toll Collect GmbH sei mit Beteiligungen von jeweils 45 Prozent ein Gemeinschaftsunternehmen, das von entsandten Managern der beiden Firmen geleitet werde.
Nach dem blamablen technischen Versagen wolle man sich nun offenbar mit juristischen Tricksereien der versprochenen Leistung und der Verantwortung entziehen. Der Vorgang erinnere mehr an das Geschäftsgebaren eines unseriösen Gebrauchtwagenhändlers als an Standards, die man von Weltkonzernen erwarten könne. Nach Ansicht der SdK seien durch dieses Verhalten langfristig negative Auswirkungen auf das Image und die Ertragssituation von Telekom und DaimlerChysler zu befürchten. Noch dazu sei dem Ansehen der gesamten deutschen Wirtschaft geschadet worden. Die Vorstände der beiden Konzerne seien hierfür verantwortlich und daher nicht zu entlasten.
Hinzu komme, dass bei einem Scheitern des Toll Collect-Projekts erheblicher Abschreibungsbedarf auf DaimlerChrysler und die Deutsche Telekom zukomme. Aus Veröffentlichungen zu Toll Collect ergebe sich, dass die Bilanz zum 30. September 2003 mit über 500 Millionen Euro überwiegend aus Finanzverbindlichkeiten gegenüber den Hauptanteilseignern bestanden habe. Erstaunlicherweise seien die Angaben zur Eigenkapitalausstattung gänzlich unterschiedlich.
Während die Deutsche Telekom behaupte, das Eigenkapital der GmbH habe zum damaligen Zeitraum aus 105 Millionen Euro bestanden, sei Unterlagen der DaimlerChrysler AG zu entnehmen, dass die Toll Collect GmbH zum selben Zeitpunkt nur über 7 Millionen Euro Eigenkapital verfügt habe. Im Falle eines endgültigen Scheiterns wäre nach Schadensersatz und Stillegungskosten die Beteiligung voll wertzuberichtigen, was beide Unternehmen nach Schätzung der SdK jeweils mit deutlich über 500 Millionen Euro belasten würde.
Die Hauptversammlung der DaimlerChrysler AG finde am 7. April in Berlin statt, die der Deutschen Telekom AG am 18. Mai in Köln. Die SdK rufe andere Aktionäre auf, sich der Nichtentlastung anzuschließen.
Die für das Mautsystem zuständige Toll Collect GmbH sei mit Beteiligungen von jeweils 45 Prozent ein Gemeinschaftsunternehmen, das von entsandten Managern der beiden Firmen geleitet werde.
Hinzu komme, dass bei einem Scheitern des Toll Collect-Projekts erheblicher Abschreibungsbedarf auf DaimlerChrysler und die Deutsche Telekom zukomme. Aus Veröffentlichungen zu Toll Collect ergebe sich, dass die Bilanz zum 30. September 2003 mit über 500 Millionen Euro überwiegend aus Finanzverbindlichkeiten gegenüber den Hauptanteilseignern bestanden habe. Erstaunlicherweise seien die Angaben zur Eigenkapitalausstattung gänzlich unterschiedlich.
Während die Deutsche Telekom behaupte, das Eigenkapital der GmbH habe zum damaligen Zeitraum aus 105 Millionen Euro bestanden, sei Unterlagen der DaimlerChrysler AG zu entnehmen, dass die Toll Collect GmbH zum selben Zeitpunkt nur über 7 Millionen Euro Eigenkapital verfügt habe. Im Falle eines endgültigen Scheiterns wäre nach Schadensersatz und Stillegungskosten die Beteiligung voll wertzuberichtigen, was beide Unternehmen nach Schätzung der SdK jeweils mit deutlich über 500 Millionen Euro belasten würde.
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