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Stoxx Europe 50

WKN: 965816 / ISIN: EU0009658160

DJ MÄRKTE EUROPA/Rohstoffsektor in technischer Erholungsbewegung


04.02.16 18:27
Dow Jones Newswires



DJ MÄRKTE EUROPA/Rohstoffsektor in technischer Erholungsbewegung




Von Manuel Priego-Thimmel




FRANKFURT (Dow Jones)--Eine kräftige Erholung im Rohstoffsektor hat am Donnerstag Europas Börsen gestützt. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,3 Prozent auf 2.905 Punkte. Für den an Rohstofftiteln armen DAX ging es dagegen um 0,4 Prozent auf 9.393 Punkte nach unten. Im Tief stand der Index sogar bei 9.270 Punkten - und damit auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahr. Nach einer Reihe zuletzt enttäuschender Konjunkturdaten machen zunehmend Rezessionsängste unter den Anlegern die Runde.




Charttechnisch ist der DAX erheblich angeschlagen. Sollte der DAX nachhaltig unter die Unterstützungszone um 9.325/15 Punkte fallen, droht nach Einschätzung der DZ Bank ein "fortgesetztes Crash-Szenario". Dann müsse im weiteren Verlauf mit einer 100%-Korrektur der Aufwärtsbewegung von Oktober 2014 bis April 2015, das heißt einem DAX bei 8.355 Punkten, gerechnet werden, so der technische Analyst Armin Kremser.




Für den Rohstoffsektor ging es gleich 7,3 Prozent nach oben, Öl- und Gaswerte stiegen um 3,3 Prozent. Die Aktie von Anglo American haussierte um 20 Prozent. Fundamentale Gründe für die Erholung gab es nicht. Händler sprachen von technischen Gründen, die Anleger hätten sich gezwungen gesehen, Shortpositionen einzudecken. Mit Blick auf die längerfristige Entwicklung relativiert sich das Kursplus. Der Sektor hat in den vergangenen sechs Monaten fast 40 Prozent an Wert verloren.





Euro setzt Aufwärtsbewegung fort



Am Devisenmarkt stieg der Euro bis Börsenschluss auf knapp 1,1200 Dollar. Mehr und mehr wird die Zinserhöhungsfantasie im Dollar-Raum ausgepreist. Beobachter verwiesen auf die enttäuschenden Einkaufsmanagerindizes für den US-Dienstleistungssektor am Vortag. Diese hätten Spekulationen angeheizt, dass die Fed nicht schon im März das nächste Mal die Zinsen erhöht. Geschürt wurden diese Spekulationen am Donnerstag durch schwache US-Daten zur Produktivität und Auftragseingängen.




Aussagen des Präsidenten der Federal Reserve Bank von New York, William Dudley, untermauerten diese Erwartungen. Er hält es für möglich, dass die Notenbank weitere Zinserhöhungen verschieben könnte. Seit der Fed-Sitzung im Dezember, auf der die Notenbank erstmals seit fast zehn Jahren wieder die Zinsen erhöht hatte, seien die "finanziellen Bedingungen deutlich schwieriger" geworden, so Dudley. Auch sein Dallas-Fed-Kollege Robert Steven Kaplan sprach von einem schwierigeren Umfeld.




Der Commerzbank zufolge preist der Markt einen immer flacheren Zinspfad ein. Nachdem eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr schon nahezu ausgepreist sei, werde auch für das kommende Jahr nun mit gerade einmal einem weiteren Zinsschritt gerechnet. "Von einem Zinserhöhungszyklus kann damit eigentlich nicht mehr die Rede sein", so die Analysten.





Banken im Fokus der Berichtssaison



Im Bankensektor stieg die ING-Aktie um 8,9 Prozent. Sowohl im Bankgeschäft als auch bei den Nettozinserträgen sowie den Gebühren und Kommissionen hätten die Niederländer besser abgeschnitten als erwartet, hieß es im Handel. Die Ergebnisse hätten von überraschend niedrigen Rückstellungen für faule Kredite profitiert, diese Kennziffer liege um 11 Prozent unter der Konsenserwartung. Daher sei die Kernkapitalquote von 12,8 auf "starke" 13,4 gestiegen.




Aus dem Rahmen fiel allerdings die schweizerische Credit Suisse mit einem Minus von 10,9 Prozent. Das Bankhaus hat im vierten Quartal 2015 wegen den Kosten für Rechtsstreitigkeiten, Restrukturierungskosten und Goodwill-Abschreibungen einen Milliardenverlust ausgewiesen. Die Bank verbuchte unter dem Strich ein Minus von 5,83 Milliarden Franken. In der laufenden Woche war bereits die Aktie des Wettbewerbers UBS nach Zahlen abgestürzt. Für den Bankensektor ging es am Donnerstag um 2,6 Prozent nach oben.




Im Pharmabereich verlor die Astrazeneca-Aktie 6,1 Prozent. Als belastend wurde im Handel vor allem der Ausblick gewertet. Wie die Societe Generale anmerkte, dürften die Bären vor allem darauf verweisen, dass Astrazeneca den Gewinn je Aktie von mindestens 4,20 Dollar je Anteilsschein nicht mehr bestätigte.





Munich Re mit starken Zahlen



Gegen den Trend stieg die Munich-Re-Aktie um 3,2 Prozent. Der Konzern hat sein Gewinnziel dank eines starken Rückversicherungsgeschäfts komfortabel erreicht. Die Anleger können sich über eine deutlich höhere Dividende freuen. Für Thyssenkrupp-Titel ging es im Zuge der europaweiten Erholung des Rohstoffsektors gleich um 5,2 Prozent nach oben. Kaufinteresse gab es auch bei Versorgertiteln: RWE gewannen 3,3 Prozent, während Eon um 2,4 Prozent zulegten.





Bei Daimler enttäuscht der Ausblick



Trotz Rekordzahlen verlor die Daimler-Aktie 3,2 Prozent. Als enttäuschend wurde hier der Ausblick der Stuttgarter gewertet. Die Commerzbank sprach zwar von einem vorsichtigen Ausblick, bezeichnete das aber als keine große Überraschung. Schon vor einem Jahr sei Daimler vorsichtig gewesen. BMW gaben im Gefolge um 1,7 Prozent nach und VW um 0,4 Prozent. Im MDAX stieg die Gea-Aktie nach Zahlen um 9,6 Prozent. Laut Hauck & Aufhäuser macht das Unternehmen Fortschritte bei der Restrukturierung.




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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 2.905,30 +8,67 +0,3% -11,1%
Stoxx-50 2.770,95 -10,69 -0,4% -10,6%
Stoxx-600 328,76 -0,67 -0,2% -10,1%
XETRA-DAX 9.393,36 -41,46 -0,4% -12,6%
FTSE-100 London 5.898,76 +61,62 +1,1% -5,5%
CAC-40 Paris 4.228,53 +1,57 +0,0% -8,8%
AEX Amsterdam 417,94 +1,73 +0,4% -5,4%
ATHEX-20 Athen 137,48 -7,99 -5,5% -25,0%
BEL-20 Bruessel 3.348,42 -27,01 -0,8% -9,5%
BUX Budapest 23.556,51 +160,78 +0,7% -1,5%
OMXH-25 Helsinki 3.103,37 -7,71 -0,2% -7,6%
ISE NAT. 30 Istanbul 91.410,45 +1660,53 +1,9% +2,3%
OMXC-20 Kopenhagen 909,16 -13,59 -1,5% -10,4%
PSI 20 Lissabon 4.923,31 -5,24 -0,1% -7,4%
IBEX-35 Madrid 8.468,10 +153,60 +1,8% -11,3%
FTSE-MIB Mailand 17.626,04 +214,00 +1,2% -17,7%
RTS Moskau 738,82 +41,86 +6,0% -2,4%
OBX Oslo 494,94 +13,05 +2,7% -8,2%
PX-GLOB Prag 1.168,75 +15,14 +1,3% -5,8%
OMXS-30 Stockholm 1.333,72 +28,23 +2,2% -7,8%
WIG-20 Warschau 1.788,65 +49,57 +2,9% -3,8%
ATX Wien 2.113,90 +21,81 +1,0% -11,8%
SMI Zuerich 8.003,40 -120,34 -1,5% -9,2%

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.35 Uhr Mi, 17.40 Uhr
EUR/USD 1,1188 0,97% 1,1081 1,1059
EUR/JPY 130,74 0,00% 130,75 130,28
EUR/CHF 1,1129 -0,21% 1,1152 1,1145
GBP/EUR 1,3022 -1,04% 1,3158 1,3187
USD/JPY 116,87 -0,95% 118,00 117,84
GBP/USD 1,4570 -0,05% 1,4577 1,4584

ROHÖL zuletzt Vortag Settlmt +/- % +/- USD
WTI/Nymex 32,19 32,28 -0,28 -0,09
Brent/ICE 34,63 35,04 -1,17 -0,41

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD
Gold (Spot) 1.153,69 1.142,50 +1,0% +11,19
Silber (Spot) 14,85 14,69 +1,1% +0,16
Platin (Spot) 902,59 881,50 +2,4% +21,09
Kupfer-Future 2,13 2,10 +1,6% +0,03
===


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com




DJG/mpt/ros




(END) Dow Jones Newswires




February 04, 2016 12:27 ET (17:27 GMT)




Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.







 
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