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DJ MÄRKTE EUROPA/DAX fällt auf tiefsten Stand seit einem Jahr


04.02.16 16:15
Dow Jones Newswires



DJ MÄRKTE EUROPA/DAX fällt auf tiefsten Stand seit einem Jahr




Von Manuel Priego-Thimmel




FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen rutschen am Donnerstagnachmittag in den negativen Bereich ab. Ein steigender Euro sowie schwache Produktivitätszahlen aus den USA drücken auf die Kurse. Im Handel macht man sich zunehmend Sorgen um eine Rezession. Der DAX verliert 1,2 Prozent auf 9.3019 Punkte - bei 9.270 Punkten wurde der tiefste Stand seit einem Jahr markiert. Der Euro-Stoxx-50 hält sich mit einem Abschlag von 0,5 Prozent auf 2.883 Punkte wesentlich besser. Dies liegt an den Kursgewinnen im Öl- bzw Bankensektor. Im Handel verweist man auf technische Gründe und hat Zweifel an der Nachhaltigkeit der Bewegung.




Charttechnisch ist der DAX erheblich angeschlagen. Sollte der DAX nachhaltig unter die Unterstützungszone um 9.325/15 Punkte fallen, droht nach Einschätzung der DZ Bank ein "fortgesetztes Crash-Szenario". Dann müsse im weiteren Verlauf mit einer 100%-Korrektur der Aufwärtsbewegung von Oktober 2014 bis April 2015, das heißt einem DAX bei 8.355 Punkten, gerechnet werden, so der technische Analyst Armin Kremser.





Euro setzt Aufwärtsbewegung fort



Am Devisenmarkt steigt der Euro auf 1,1198 Dollar, nach einem Tageshoch bei 1,1239 Dollar. Mehr und mehr wird die Zinserhöhungsfantasie im Dollar-Raum ausgepreist. Beobachter verweisen auf die enttäuschenden Einkaufsmanagerindizes für den US-Dienstleistungssektor am Vortag. Diese hätten Spekulationen angeheizt, dass die Fed nicht schon im März das nächste Mal die Zinsen erhöht. Geschürt werden diese Spekulationen am Donnerstag noch durch schwache Daten zur US-Produktivität. Auch die Auftragseingänge Dezember blieben etwas unter den Prognosen.




Aussagen des Präsidenten der Federal Reserve Bank von New York, William Dudley, untermauern diese Erwartungen. Er hält es für möglich, dass die Notenbank weitere Zinserhöhungen verschieben könnte. Seit der Fed-Sitzung im Dezember, auf der die Notenbank erstmals seit fast zehn Jahren wieder die Zinsen erhöht hatte, seien die "finanziellen Bedingungen deutlich schwieriger" geworden, so Dudley. Auch sein Dallas-Fed-Kollege Robert Steven Kaplan spricht von einem schwierigeren Umfeld.




Der Commerzbank zufolge preist der Markt einen immer flacheren Zinspfad ein. Nachdem eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr schon nahezu ausgepreist sei, werde auch für das kommende Jahr nun mit gerade einmal einem weiteren Zinsschritt gerechnet. "Von einem Zinserhöhungszyklus kann damit eigentlich nicht mehr die Rede sein", so die Analysten.





Banken im Fokus der Berichtssaison



Im Bankensektor steigen die ING-Aktien um 8,9 Prozent. Sowohl im Bankgeschäft als auch bei den Nettozinserträgen sowie den Gebühren und Kommissionen hätten die Niederländer besser abgeschnitten als erwartet, heißt es im Handel. Die Ergebnisse hätten von überraschend niedrigen Rückstellungen für faule Kredite profitiert, diese Kennziffer liege um 11 Prozent unter der Konsenserwartung. Daher sei die Kernkapitalquote von 12,8 auf "starke" 13,4 gestiegen.




Aus dem Rahmen fällt allerdings die schweizerische Credit Suisse mit einem Minus von 11,8 Prozent. Das Bankhaus hat im vierten Quartal 2015 wegen den Kosten für Rechtsstreitigkeiten, Restrukturierungskosten und Goodwill-Abschreibungen einen Milliardenverlust ausgewiesen. Die Bank verbuchte unter dem Strich ein Minus von 5,83 Milliarden Franken. In der laufenden Woche war bereits die Aktie des Wettbewerbers UBS nach Zahlen abgestürzt. Sie verliert aktuell 1,8 Prozent.




Im Pharmabereich verliert die Astrazeneca-Aktie 7 Prozent. Als belastend wird im Handel vor allem der Ausblick gewertet. Wie die Societe Generale anmerkt, dürften die Bären vor allem darauf verweisen, dass Astra den Gewinn je Aktie von mindestens 4,20 Dollar je Anteilsschein nicht mehr bestätigt hat.





Munich Re liefert starke Zahlen und hebt Dividende an



Munich Re hat ihr Gewinnziel dank eines starken Rückversicherungsgeschäfts komfortabel erreicht. Die Anleger können sich über eine deutlich höhere Dividende freuen. Positiv stellt ein Händler die Schaden-Kosten-Quote heraus, die mit 89,7 Prozent noch deutlich unter der optimistischen Erwartung von 92,6 Prozent ausfiel. Wegen des guten Jahresverlaufs werde auch die Dividende mit 8,25 Euro stärker erhöht als die Erwartung von 8,05 Euro. Für die Aktie geht es um 3,4 Prozent nach oben.





Daimler mit vorsichtigem Ausblick



Trotz Rekordzahlen verliert die Daimler-Aktie 4,2 Prozent. Als enttäuschend wird hier der Ausblick der Stuttgarter gewertet. Die Commerzbank spricht zwar von einem vorsichtigen Ausblick, bezeichnet das aber als keine große Überraschung. Schon vor einem Jahr sei Daimler vorsichtig gewesen. BMW geben im Gefolge um 2,3 Prozent nach und VW um 0,8 Prozent.




Im MDAX geht es für die Aktie von Gea um 7.9 Prozent nach oben. Ein Händler hebt das operative EBITDA hervor, dass im vierten Quartal über der Konsensschätzung liege. Das Ziel eines moderaten Umsatzwachstums im laufenden Jahr decke sich mit den Erwartungen und dürfte angesichts des hohen Auftragsbestandes auch erreicht werden.




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INDEX Stand +-%
EuroStoxx50 2.883,47 -0,45%
Stoxx50 2.751,82 -1,07%
DAX 9.318,91 -1,23%
FTSE 5.863,25 +0,45%
CAC 4.204,90 -0,52%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 163,64 -18

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.35 Uhr Mi, 17.40 Uhr
EUR/USD 1,1198 1,05% 1,1081 1,1059
EUR/JPY 131,01 0,20% 130,75 130,28
EUR/CHF 1,1136 -0,14% 1,1152 1,1145
GBP/EUR 1,3043 -0,88% 1,3158 1,3187
USD/JPY 117,00 -0,84% 118,00 117,84
GBP/USD 1,4606 0,20% 1,4577 1,4584

ROHÖL zuletzt Vortag Settlmt +/- % +/- USD
WTI/Nymex 33,05 32,28 2,39 0,77
Brent/ICE 35,68 35,04 1,83 0,64

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD
Gold (Spot) 1.155,99 1.142,50 +1,2% +13,49
Silber (Spot) 14,89 14,69 +1,4% +0,20
Platin (Spot) 902,43 881,50 +2,4% +20,93
Kupfer-Future 2,13 2,10 +1,8% +0,04
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com




DJG/mpt/ros




(END) Dow Jones Newswires




February 04, 2016 10:15 ET (15:15 GMT)




Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.







 
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