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Mo, 15. August 2022, 17:31 Uhr

ACCENTRO Real Estate

WKN: A0KFKB / ISIN: DE000A0KFKB3

DGAP-News: ACCENTRO-Wohnkostenreport 2022: Wohneigentum über 59 Prozent günstiger als Mieten (deutsch)


08.06.22 09:15
dpa-AFX

ACCENTRO-Wohnkostenreport 2022: Wohneigentum über 59 Prozent günstiger als Mieten



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DGAP-News: Accentro Real Estate AG / Schlagwort(e): Marktbericht/Immobilien


ACCENTRO-Wohnkostenreport 2022: Wohneigentum über 59 Prozent günstiger als


Mieten



08.06.2022 / 09:14


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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ACCENTRO-Wohnkostenreport 2022: Wohneigentum über 59 Prozent günstiger als


Mieten



* Selbstnutzerkosten konstant



* Teilung der Maklerprovision hat Kostenvorteil für Wohneigentum gestützt



* Deutliche Preisrückgänge sind nicht zur erwarten




Berlin, 08. Juni 2022 - Der Kauf einer Wohnimmobilie in Deutschland war 2021


im bundesweiten Durchschnitt 59,2 Prozent günstiger, als diese zu mieten.


Damit ist der Kostenvorteil der Nutzung einer Eigentumswohnung gegenüber


einer vergleichbaren Mietwohnung um etwa drei Prozent gegenüber 2020


gestiegen - das ist das Ergebnis des diesjährigen


ACCENTRO-Wohnkostenreports, der in der siebten Auflage in Zusammenarbeit mit


dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erstellt wurde. Der Studie


zufolge leben Selbstnutzer in 399 der 401 deutschen Landkreisen und


kreisfreien Städten günstiger als Mieter, auch in den Metropolen. Sie


bezahlen durchschnittlich 4,21 Euro pro Quadratmeter gegenüber


Neuvertragsmieten für vergleichbare Wohnungen von 10,30 Euro je


Quadratmeter.



Dass die Selbstnutzerkosten gegenüber dem Vorjahr um 0,11 Euro sanken,


während die Preise für Eigentumswohnungen um zehn Prozent stiegen, erklärt


das IW mit dem gleichzeitig starken Anstieg der Neuvertragsmieten und der


moderaten Zinsentwicklung 2021 - im Ergebnis sank sogar der


Opportunitätszins. Bei gleichbleibendem Opportunitätszins hätten Käufer mit


Selbstnutzerkosten von 4,76 Euro pro Quadratmeter und damit mit einem


Anstieg von elf Prozent rechnen müssen. Auch die Teilung der


Maklerprovisionen, die 2021 beschlossen wurde, hat sich entlastend auf


Eigentümer ausgewirkt.



Für den Wohnkostenreport, der bereits zum siebten Mal erschienen ist,


vergleicht das IW die Wohnkosten von Eigentümern und Mietern; bundesweit


wurden die Mieten und Wohnnutzerkosten aller 401 Landkreise und kreisfreien


Städte ausgewertet. Grundlage der Berechnung sind die Nettokaltmieten sowie


die Kosten der Selbstnutzer, die sich durch den Kaufpreis, die


Erwerbsnebenkosten, die Hypothekenzinsen und die entgangenen Zinsen


(Opportunitätszinsen) auf das Eigenkapital sowie durch die Instandsetzungen


und den Wertverzehr ergeben.


Das IW hat im aktuellen Gutachten mehrere Gründe dafür identifiziert, dass


Wohneigentümer günstiger wohnen als Mieter. Durch die weiter günstigen


Zinsen für Hypothekendarlehen sind die bereits zuvor sehr günstigen Kosten


für Wohneigentümer noch einmal gesunken. Zwar sind die Kaufpreise weiter


gestiegen, jedoch nicht in einem so hohen Maße, dass sie die Einsparungen


durch die niedrigeren Zinsen übertreffen konnten. Diesen Zinsvorteil


genießen Mieter nicht.



"Gemäß unserem ACCENTRO-Wohnkostenreport 2022 war das vergangene Jahr ein


sehr gutes für Wohnungskäufer. Die Kostenvorteile für Selbstnutzer sind,


wenn auch moderat, weiter gestiegen und liegen bei beinahe 60 Prozent, das


ist gewaltig. Angesichts der hohen Immobilienpreise und steigenden Mieten


ist Wohneigentum immer noch die beste Form der privaten Altersvorsorge",


erläutert Lars Schriewer, Vorstand der ACCENTRO Real Estate AG.




Selbstnutzer auch in den Metropolen im Vorteil


Gerade in ländlichen Gebieten und Regionen mit niedrigen oder mittleren


Kaufpreisen waren 2021 weiterhin entscheidende Selbstnutzerkostenvorteile zu


beobachten. So waren die Vorteile im Landkreis Sömmerda in Thüringen mit


82,9 Prozent am größten. Aber auch in den hochpreisig geprägten Metropolen,


die traditionell geringere Selbstnutzerkostenvorteile als der ländliche Raum


aufweisen, konnten weiterhin große Kostenvorteile beobachtet werden. Dort


reicht der Kostenvorteil der Selbstnutzer gegenüber Mietern von 47,3 Prozent


in Berlin (2020: 40,8 Prozent) über 53,7 Prozent in Hamburg (2020: 50


Prozent), 54,9 Prozent in München (2020: 53,4 Prozent), 59,3 Prozent in


Stuttgart (2020: 57,9 Prozent), 63,7 Prozent in Frankfurt a. M. (2020: 60,4


Prozent), 65,7 Prozent in Düsseldorf (2020: 64,1 Prozent) bis hin zu 66,2


Prozent in Köln (2020: 65 Prozent).



"Selbst in den Metropolen sind die Kostenvorteile der Selbstnutzer gegenüber


den Mietern sogar noch weiter gestiegen. Auch in den Metropolen hat es sich


gelohnt zu kaufen. Eigentümer haben am Ende mehr im Geldbeutel als Mieter",


erklärt Schriewer.




Selbstnutzerkostenvorteil, Renditen, Vervielfältiger und Preisentwicklung



Selbstnutzer- Bruttoan- Bruttover- Miet- Kaufprei-


kostenvorteil fangsrendi- vielfälti- preis se EUR/QM


te ger


Berlin 47,3 % (2020: 2,6 % 38,5 (2020: 13,10 EUR 6.029 EUR


40,8 %) (2020: 2,7 36,4) (+2,8 %) (+8,7 %)


%)


Düssel- 65,7 % (2020: 4,0 % 24,8 (2020: 14,80 EUR 4.409 EUR


dorf 64,1 %) (2020: 4,3 23,2) (+2,8 %) (+10,0 %)


%)


Frankfurt 63,7 % (2020: 3,8 % 26,5 (2020: 19,60 EUR 6.222 EUR


am Main 60,4 %) (2020: 4,0 24,8) (+2,6 %) (+9,4 %)


%)


Hamburg 53,7 % (2020: 2,9 % 34,5 (2020: 17,60 EUR 7.270 EUR


50,0 %) (2020: 3,1 32,0) (+3,9 %) (+12,2 %)


%)


Köln 66,2 % (2020: 4,1 % 24,5 (2020: 15,60 EUR 4.581 EUR


65,0 %) (2020: 4,4 22,6) (+3,4 %) (+11,6 %)


%)


München 54,9 % (2020: 2,9 % 34,1 (2020: 22,70 EUR 9.285 EUR


53,4 %) (2020: 3,2 31,7) (+2,5 %) (+10,4 %)


%)


Stuttgart 59,3 % (2020: 3,3 % 30,1 (2020: 16,80 EUR 6.074 EUR


57,9 %) (2020: 3,6 27,9) (+2,5 %) (+10,5 %)


%)


Quellen: Institut der deutschen Wirtschaft; vdp Research (2022)




Die Zinswende kommt am Wohnimmobilienmarkt an


Der Krieg in der Ukraine bestimmt im Nachgang der Coronapandemie den


Immobilienmarkt. Neben dem starken Anstieg der Energiepreise und der


Inflation ist noch im Sommer mit ersten Zinsschritten durch die EZB zu


rechnen. Am Immobilienmarkt ist die Zinswende schon angekommen - die


Zinskosten stiegen stark an. Das wird sich gemäß den Studienautoren 2022 am


Markt in Form steigender Selbstnutzerkosten niederschlagen. Preisrückgänge


sind hingegen kurzfristig nicht zu erwarten.


"Der Markt kann den bisherigen Zinsanstieg gut verkraften. Steigende


Baukosten und eine weiter wachsende Nachfrage nach dem knappen Gut


Eigentumswohnung stabilisieren den Markt", erklärt Prof. Dr. Michael


Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft. "Steigende Zinsen werden


aber den Selbstnutzerkostenvorteil signifikant verringern."



Je nach weiterem Verlauf des Krieges in der Ukraine und dem Fortgang der


Corona-Pandemie (insbesondere in Asien) ist laut dem Institut der deutschen


Wirtschaft mit einem Rückgang der Inflation zu rechnen, der auch die Zinsen


verringern würde. Zudem sind zumindest mittelfristig steigende Reallöhne zu


erwarten, die ebenfalls die Erschwinglichkeit von Wohneigentum wieder


verbessern werden.



Im ACCENTRO-Wohnkostenreport werden drei verschiedene Zinsszenarien


verglichen. Ein Bauzins von zwei Prozent würde demnach zu einem Anstieg der


Selbstnutzerkosten von 66 Prozent auf 6,97 Euro pro Quadratmeter führen. Bei


einem Zins von 2,5 Prozent würden die Selbstnutzerkosten auf 8,55 Euro mehr


als verdoppelt werden und bei einem Zins von drei Prozent auf 10,12 Euro und


damit um 141 Prozentpunkte steigen. Wohlgemerkt bei gleichbleibenden


Kaufpreisen - bei den sich abzeichnenden Kaufpreissteigerungen ist von


erneuten Steigerungen der Selbstnutzerkosten um weitere acht Prozent auf


7,32 Euro (2-Prozent-Zinsszenario), weitere zehn Prozent (2,5-Prozent-Zins)


auf 8,97 Euro oder um zusätzliche zwölf Prozent (3-Prozent-Zins) auf 10,63


Euro auszugehen.



"Die Selbstnutzerkosten werden durch die Zinswende höchstwahrscheinlich


steigen und damit den Selbstnutzerkostenvorteil reduzieren. In den letzten


20 Jahre lagen die durchschnittlichen Zinsen bei 4 Prozent und damit


wesentlich höher als heute, der Immobilienmarkt war trotzdem attraktiv.


Wichtig beim Immobilienkauf ist die langfristige Perspektive und die ist in


Standorten in großen Teilen Deutschlands angesichts des


Bevölkerungswachstums weiterhin extrem gut", erklärt Lars Schriewer.


"Allerdings liegen die Selbstnutzerkosten selbst im ambitioniertesten


Zinsszenario weiterhin unterhalb der erwarteten Neuvertragsmieten - Kaufen


bleibt günstiger als Mieten."




Auch bei steigenden Zinsen weiter Selbstnutzerkostenvorteile im Großteil


Deutschlands


So geht das IW in der Analyse davon aus, dass selbst bei einem Zinsanstieg


von derzeit 2 Prozent auf bis zu 3 Prozent weiterhin


Selbstnutzerkostenvorteile im Umland der Metropolen und Großstädte und dem


sonstigen Raum Deutschlands beobachtet werden können. Die Top-7 Standorte


selbst sind weniger resilient, deren neutraler Zins (ab welchem


Neuvertragsmieten den Selbstnutzerkosten entsprechen) liegt bei 2,8 Prozent


und damit knapp unter dem ambitioniertesten Zinsszenario des IW von drei


Prozent.



Regionstyp Neutraler Zins (Szenarienrechnung 2022)


Top-7-Städte 2,8 %


Umland Top-7-Städte 3,6 %


Großstadt 3,1 %


Umland Großstadt 3,5 %


Sonstige 3,7 %


Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft




"Neben der Angebotsknappheit kommt mit der Zinswende nun ein weiterer


Flaschenhals für Kaufinteressenten dazu. Die Bundesregierung sollte den


Erwerb von Wohneigentum durch eine Entlastung bei den Kaufnebenkosten


erschwinglicher machen", fordert Schriewer. "Die Einnahmen aus der


Grunderwerbsteuer steigen allein durch die Preissteigerungen seit Jahren


kräftig an und werden von den Kommunen sogar weiter erhöht. Hierbei ergibt


sich ein massives Entlastungpotenzial. Ein Freibetrag oder eine anderweitige


Entlastung bei den Nebenkosten wäre denkbar."



"Wir wiederholen unseren Appell, dass der Zugang zu Wohneigentum von der


Politik unterstützt werden sollte. Es gibt zahlreiche Beispiele aus


europäischen Ländern wie Großbritannien und Belgien, die den Erwerb von


Wohneigentum zum Beispiel hinsichtlich der Grunderwerbsteuer entlasten. Da


das notwendige Eigenkapital die häufigste Hürde beim Eigentumserwerb


darstellt, könnten staatlich garantierte Nachrangdarlehen und eine Reform


der Grunderwerbsteuer den Zugang von Haushalten mit mittlerem oder niedrigem


Einkommen zu Wohneigentum verbessern", sagt Voigtländer.



Der ACCENTRO-Wohnkostenreport steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung:


https://accentro.de/wohnkostenreport




Über die ACCENTRO Real Estate AG


Die ACCENTRO Real Estate AG ist marktführend in der Wohnungsprivatisierung


in Deutschland. Neben dem Heimatmarkt Berlin konzentriert sich das


Unternehmen auf aussichtsreiche Metropolregionen wie Hamburg, Rhein-Ruhr,


Leipzig. Im Geschäftsbereich Privatisierung verkauft ACCENTRO Wohnungen aus


dem eigenen Bestand an Eigennutzer und Kapitalanleger oder - zusammengefasst


als Portfolios - an institutionelle Investoren. Im Geschäftsbereich Services


& Ventures vermarktet ACCENTRO Wohnungen für Investoren und


Projektentwickler - auch im Rahmen von Beteiligungen an Joint Ventures. Die


ACCENTRO Real Estate AG ist im Prime-Standard der Frankfurter


Wertpapierbörse notiert (WKN: A0KFKB, ISIN: DE000A0KFKB3). www.accentro.ag




Über das Institut der deutschen Wirtschaft (IW)


Das Institut der deutschen Wirtschaft ist ein privates


Wirtschaftsforschungsinstitut, das sich für eine freiheitliche Wirtschafts-


und Gesellschaftsordnung einsetzt. Mitglieder des eingetragenen Vereins sind


rund 110 Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände in Deutschland sowie


Einzelunternehmen. Zu den Projektpartnern zählen vor allem Stiftungen,


Verbände und öffentliche Institutionen.




Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:


Jasper Radü


PB3C GmbH


Tel.: +49 40 5409084-21


radue@pb3c.com




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08.06.2022 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,


Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.


Medienarchiv unter http://www.dgap.de



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Sprache: Deutsch


Unternehmen: Accentro Real Estate AG


Kantstr. 44/45


10625 Berlin


Deutschland


Telefon: +49 (0)30 - 887 181 - 0


Fax: +49 (0)30 - 887 181 - 11


E-Mail: info@accentro.ag


Internet: www.accentro.ag


ISIN: DE000A0KFKB3


WKN: A0KFKB


Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);


Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München,


Stuttgart, Tradegate Exchange


EQS News ID: 1370283





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