Beiersdorf Aktie: Bewährungsprobe naht
25.03.26 05:40
Börse Global
Berenberg hat nach fünf Jahren seine Kaufempfehlung für Beiersdorf aufgegeben. Das Kursziel fiel von 144 auf 83 Euro, die Einstufung von „Buy" auf „Hold". Analyst Fulvio Cazzol räumte ein, dass die Investmentidee aus 2021 nicht aufgegangen sei — ein seltenes Eingeständnis, das die Stimmung rund um den Konsumgüterkonzern gut zusammenfasst.
Nivea-Neuausrichtung belastet Schätzungen
Der eigentliche Auslöser der anhaltenden Kursschwäche liegt in der strategischen Neuausrichtung der Kernmarke Nivea. Seit der zweiten Jahreshälfte 2025 verschiebt Beiersdorf den Fokus weg von der Gesichtspflege hin zu Körperpflege und Deodorants. Die Umstellung erfordert kurzfristig höhere Investitionen in Markenarchitektur und Marketing.
Cazzol senkte seine Ergebnisschätzungen bis 2028 um bis zu 17 Prozent und erwartet für 2026 kaum Wachstum bei sinkenden Margen. Berenberg steht damit nicht allein: RBC stufte die Aktie sogar auf Verkaufen herab, Morgan Stanley äußert ebenfalls Skepsis.
Erschwerend kommen operative Hürden im US-Einzelhandel und eine schleppende Erholung im chinesischen Reisegeschäft hinzu, die das erste Quartal zusätzlich belasten dürften.
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Solide 2025-Zahlen, enttäuschender Ausblick
Die Jahreszahlen 2025 selbst waren ordentlich: Beiersdorf erzielte einen Konzernumsatz von 9,85 Milliarden Euro mit einem organischen Wachstum von 2,4 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich leicht auf 14,0 Prozent.
Den Kurseinbruch löste jedoch der Ausblick aus. Für 2026 stellt das Management nur flaches bis leicht wachsendes organisches Umsatzwachstum in Aussicht — bei einer operativen Marge leicht unter Vorjahresniveau.
Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu 750 Millionen Euro über zwei Jahre sowie eine bestätigte Dividende von 1,00 Euro je Aktie konnten den Abwärtsdruck bisher nicht stoppen. Auch der Einstieg des Großaktionärs BBG Holding, der Anfang März rund 242.000 Aktien zukaufte, verpuffte ohne merkliche Kurswirkung. Die Aktie notiert knapp über ihrem 10-Jahres-Tief vom 19. März.
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April als erster Gradmesser
Am 21. April veröffentlicht Beiersdorf die Zahlen zum ersten Quartal, zwei Tage vor der virtuellen Hauptversammlung am 23. April. Bestätigen die Q1-Zahlen die schwachen Erwartungen — oder fallen sie sogar darunter —, dürfte der Druck auf die Aktie anhalten. Bis die Neuausrichtung bei Nivea greift und die Margen wieder steigen, kalkulieren Investoren eine Übergangsphase mit erhöhtem Kostendruck ein.
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