BP Aktie: Namibia und Schulden-Sprung
14.04.26 20:55
Börse Global
BP hat am Dienstag einen vorläufigen Einblick in das erste Quartal 2026 gegeben. Das Ergebnis ist zweigeteilt: Das Ölhandelsgeschäft läuft außergewöhnlich gut — die Bilanz zeigt jedoch einen deutlichen Anstieg der Schulden.
Starkes Handelsgeschäft, schwächere Ölproduktion
Der Ölhandel soll im ersten Quartal eine Ausnahmeleistung liefern — eine klare Erholung gegenüber dem schwachen Schlussquartal 2025. Das Gasgeschäft hingegen entwickelt sich nur durchschnittlich. Die Raffineriemargen verbesserten sich auf 16,9 Dollar pro Barrel, nach 15,2 Dollar im Vorquartal.
Die Gesamtproduktion bleibt weitgehend stabil bei rund 2.344 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag. Intern verschiebt sich jedoch die Zusammensetzung: Die Gas- und Niedrigemissions-Sparte legt leicht zu, die klassische Ölproduktion gibt etwas nach. Hinzu kommen Preiseffekte aus dem Golf von Mexiko und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo Produktionspreise mit ein bis zwei Monaten Verzögerung abgerechnet werden. BP erwartet daraus einen positiven Effekt von 0,1 bis 0,2 Milliarden Dollar.
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Schulden steigen trotz Handelsgewinnen
Trotz des starken Handelsquartals klettert die Nettoverschuldung auf 25 bis 27 Milliarden Dollar — von 22,2 Milliarden Dollar zum Jahresende 2025. Der Haupttreiber ist ein massiver Anstieg des Working Capital um schätzungsweise 4 bis 7 Milliarden Dollar, bedingt durch das hohe Preisniveau und den Zeitpunkt verschiedener Zahlungen.
Parallel dazu bestätigte BP am 13. April den Einstieg in Namibia. Der Konzern erwirbt eine 60-prozentige Beteiligung an drei Offshore-Explorationsblöcken im Walvis-Becken von Eco Atlantic Oil & Gas — für eine Anfangszahlung von 2,7 Millionen Dollar. BP trägt dabei 100 Prozent der Explorationskosten für den Anteil von Eco Atlantic. Der Schritt passt zur Strategie von Konzernchefin Meg O'Neill, das Portfolio in wachstumsstarken Frontier-Regionen auszubauen.
Die vollständigen Quartalszahlen veröffentlicht BP am 28. April 2026.
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