Suchen
Login
Anzeige:
So, 3. März 2024, 13:57 Uhr

Zahlungsausfall der USA?


18.04.23 09:39
S. Feuerstein

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, hat sich hinsichtlich des Streits um die US-Schuldenobergrenze zuversichtlich gezeigt. So bemerkte sie im US-Fernsehen, dass sie nicht davon ausgehe, dass die USA ihre Schulden nicht bezahlen können. Schließlich würde ein Zahlungsausfall „sehr, sehr negative Auswirkungen“ nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt bedeuten. Dabei unterstrich sie, dass es Momente gebe, in denen das Interesse des Landes Vorrang vor der Politik haben müsse. Die Anhebung der US-Schuldengrenze ist zwar nicht neu, allerdings wird diese immer wieder von politischen Gegnern blockiert. Im aktuellen Fall dürfte die Schuldengrenze zwischen Juli bis September erreicht werden. Sollte es dann zu keiner politischen Einigung kommen, droht den USA der Zahlungsausfall. In der Vergangenheit wurde ein Kompromiss durchaus auch erst in der letzten Sekunde vereinbart. Schließlich hätte die Zahlungsunfähigkeit der USA weltweite Verwerfungen zur Folge. Dies wissen auch die republikanischen Hardliner, welche eine Lösung im Vorfeld bislang blockieren.

Ende der steigenden Zinsen in den USA?


Da es bislang immer wieder zu einer Einigung gekommen ist, sehen die Marktteilnehmer auch dieses Mal das Risiko für überschaubar. So lässt sich zumindest in der Kursbildung noch nicht erkennen, dass man tatsächlich mit der Zahlungsunfähigkeit der USA rechnet. Vielmehr blicken die Anleger hoffnungsvoll nach vorne. Nachdem die Inflation in den Vereinigten Staaten weiter zurückgeht, wird ein Ende der steigenden Zinsen allmählich wieder als realistisches Szenario eingepreist. Für die FED-Sitzung im Mai rechnet man allerdings noch einmal mit einem leichten, letzten Zinsschritt um 25 Basispunkte. Allerdings sollte man sich nicht von einem möglichen Optimismus der Anleger anstecken lassen. Der langfristige Vergleich zeigt, dass ein Abschwung am Aktienmarkt meist erst nach dem Erreichen der Zinsobergrenze erfolgt ist.

Keine Entspannung in Europa!

Zwar geht auch hierzulande die Inflation zurück, nicht allerdings die so genannte „Kernrate“. Bei dieser werden die schwankungsintensiven Energie- und Lebensmittelpreise ausgeklammert. Die Kernrate der europäischen Inflation lässt bislang keine Entspannung erkennen, so dass der Druck auf die EZB unverändert hoch bleibt. Davon könnte der Euro profitieren, der zuletzt auf ein neues Jahreshoch klettern konnte.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de



powered by stock-world.de


27.02.24 , S. Feuerstein
Nur noch ein bisschen mehr?
Einmal mehr hat Investoren-Legende Warren Buffett mit der Präsentation der Quartalszahlen einen Brief an die Aktionäre ...
20.02.24 , S. Feuerstein
Wann ist eine günstige Einstiegsgelegenheit?
Die Rally an den Aktienmärkten hält nach wie vor an. Während der Dow Jones bereits vor dem Jahreswechsel ...
13.02.24 , S. Feuerstein
Wird 2024 ein sehr gutes Börsenjahr?
In der Nacht von Sonntag auf Montag fand der jährliche Superbowl statt. Das Endspiel im American Football hat eigentlich ...
06.02.24 , S. Feuerstein
Geht die Zinsrally weiter?
Die Rally der letzten Monate wurde vor allem durch die Erwartung einer baldigen Zinswende und damit von entsprechend ...
30.01.24 , S. Feuerstein
Ist es wirklich genug?
„Es ist genug“ – dies war der Kommentar von Richterin Linda Chan, als sie in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ...

 
Weitere Analysen & News
Canopy Growth Corporation: Was für eine Zahl!
Eine mehr oder weniger aufregende Woche hat nun Canopy Growth hinter sich. Am Freitag gewann der Titel zwar 1,7 %. Allerdings ...
Wirecard Aktie - was ist da los?
Wirecard wird derzeit vor einem Münchener Gericht verhandelt, doch viele Fragen werden auch im Prozess ungeklärt ...
Teutrine fordert "Entfesselungspaket" für die Wirts [...]
Mit der FDP gibt es keinen Weg an der Schuldenbremse vorbei – erst recht nicht für irgendwelche Subventionsorgien.  In ...