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So, 3. März 2024, 14:33 Uhr

Was aktuell ganz besonders belastet?


30.10.23 20:44
S. Feuerstein

Mit den steil angehobenen Zinsen, mit welchen die Notenbanken die stark nach oben geschossene Inflation bekämpft haben, wurden auch die Aktienmärkte eingebremst. So zeigten diese in den letzten Wochen im besten Fall eine seitwärts gerichtete Tendenz. Die Anleger warten daher besonders gespannt auf die Zahlen, welche die Unternehmen zum abgelaufenen Jahresviertel vorlegen. Ebenso spannend ist aber auch der Ausblick, wie sich die Situation in den kommenden Wochen weiter entwickeln wird.

Anleger scheuen Risiken

Bislang fallen die Zahlen gemischt aus. In einer ersten Reaktion werden gute Ergebnisse belohnt bzw. schlechte entsprechend mit Abgabedruck bestraft. Einigen Unternehmen gelingt es aber bereits nach einigen Tagen, das Niveau von vor der Präsentation der Quartalszahlen wieder zu erreichen, wie beispielsweise im positiven Fall der Kurs von Microsoft oder auf der negativen Seite bei Meta Platforms. Hier trübt aber vor allem der Ausblick das Bild, da das Unternehmen damit rechnet, dass die Online-Werbeeinnahmen durch den Konflikt im Nahen Osten rückläufig sein dürften. Davon ist auch die Google-Mutter Alphabet betroffen, die sich vom deutlichen Einbruch Mitte der letzten Woche bislang noch nicht erholen konnte. Dies unterstreicht, dass die Anleger hinsichtlich einer möglichen Ausweitung der militärischen Auseinandersetzung im Gaza-Streifen aktuell nicht bereit sind, erhöhte Risiken einzugehen.

Weitere Zinspause in den USA?

Bereits im Oktober hat die US-Notenbank den Leitzins unverändert gelassen und damit eine Zinspause begonnen, an welche sich auch die Europäische Zentralbank zuletzt angeschlossen hat. Die raschen Zinsanhebungen der vergangenen Monate zeigen allmählich Wirkung, wie sich nicht zuletzt beim Rückgang der Inflation in der Euro-Zone zum Wochenauftakt offenbart hat. Sollte die Inflation auch in den kommenden Monaten weiter nach unten zeigen, schwindet auch die Notwendigkeit weiter steigender Zinsen. Im langfristigen Vergleich kam es am Aktienmarkt allerdings häufig erst nach einer Zinspause auf hohem Niveau zu einem Bärenmarkt. Wenngleich der Aktienmarkt in den letzten Wochen Schwierigkeiten mit einem weiteren Anstieg hatte, muss dies noch nicht das Ende des aktuellen Abschwungs sein. Vor allem die geopolitischen Risiken spielen aktuell eine besondere Rolle. Sollte sich der Konflikt im Nahen Osten auf weitere Länder ausdehnen, dürfte die Reaktion am Aktienmarkt nicht lange auf sich warten lassen! Es bietet sich daher an, das Risiko und damit die Investitionsquote auf niedrigem Niveau zu belassen.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de



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