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So, 2. Oktober 2022, 4:33 Uhr

Varta

WKN: A0TGJ5 / ISIN: DE000A0TGJ55

Voting-Insights: Darf die Varta-Aktie aktuell ins Depot?


09.08.22 11:53
wikifolio.com

Im einem wikifolio Voting haben wir die Community jüngst gefragt, wie sie zur Varta-Aktie stehen. Der Titel des einst gefeierten Batterieherstellers hat auf Jahressicht gut 50 Prozent verloren. Eine Erholung, wie zuletzt am Gesamtmarkt zu beobachten war, blieb bislang aus.


wikifolio-voting-insights Quelle: pexels.com, Anna Nekrashevich

Das operative Geschäft von  Varta leidet unter der eingetrübten wirtschaftlichen Lage sowie der höheren Kosten für Inputfaktoren, wie Rohstoffe und Energie. Deshalb haben die Deutschen zuletzt auch ihre Jahresziele gesenkt. Laut Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege beim Handelshaus RoboMarkets, hat Varta zudem Probleme, die steigenden Kosten an die Kunden weiterzugeben - und das in einem Umfeld, wo der Umsatz bereits schwächele. Während das gesamtwirtschaftliche Ausgangslage also anspruchsvoller wird, hat Varta außerdem noch mit zunehmender Konkurrenz zu kämpfen. 


Vartas Erfolgsstory ist damit zumindest unterbrochen. Erst 2019 hat die starke Nachfrage nach wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen dem Unternehmen deutlich Schub verliehen. Die Batterien werden unter anderem für kabellose Kopfhörer benötigt. Der Aktienkurs stieg damals von 25 Euro auf fast 125 Euro innerhalb eines Jahres. Wir haben die wikifolio Community in einem Voting nach ihrer Einschätzung befragt. Das Ergebnis fällt recht eindeutig aus. 58 Prozent sagen, die Aktie ist ein „No-Go“. Wir wollten es genauer wissen und baten drei Trader um eine etwas detailliertere Meinung.


Darf die Varta-Aktie aktuell ins Depot? Nein, sie ist ein „No-Go“. Verkaufen!58 % Ich bin investiert und bleibe es. Halten!18 % Die Aktie ist sehr attraktiv. Kaufen!24 % Top Trader Meinung Ritschy Ritschy FuTecUS +1.137,4 % Du willst abstimmen und die aktuelle Community-Meinung entdecken? Registrieren Bereits registriert? Das Voting läuft bis einschließlich 9. August 2022. „Finger weg!“

Dennis Raute, der das wikifolio  Trendfolge&Trading führt, ist kein Fan der Aktie: „Vom Anleger-Liebling zum Geldvernichter in gerade einmal vier Jahren. Das ist die vorläufige Bilanz der Varta-Aktie. Von 2019 bis zum Sommer 2021 zog der Kurs des Speicherzellen-Spezialisten um satte 470 Prozent an – und verlor dann binnen eines Jahres glatte 50 (!) Prozent.“ Auch im weiteren Verlauf sieht Raute keinerlei Kursfantasie: „Die Frage, ob man nun bei Varta einsteigen soll, muss ich klar verneinen – die Aktie bleibt auf absehbare Zeit ein 'No-Go'.“ 


Als Begründung für seine skeptische Haltung nennt Raute die gesenkte Prognose: „Das Unternehmen hat kürzlich seine Geschäftsprognose für das laufende Jahr kassiert. Varta rechnet nun nur noch mit einem Konzernumsatz zwischen 880 und 920 Millionen Euro (zuvor: 950 Millionen bis eine Millarde Euro). Das bereinigte EBITDA soll 200 bis 225 Millionen Euro erreichen (zuvor: 260 bis 280 Millionen). Als Ursachen für die Prognosesenkung nannte Varta Verzögerungen bei Kundenprojekten, die angespannte Situation bei Rohstoff- und Energiepreisen und hohe Transportkosten.“ Aus fundamentaler Sicht sei die Varta-Aktie mit einem für das kommende Jahr geschätzten KGV von knapp 35 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von beinahe neun, trotz des jüngsten Kursrückgangs, weiterhin kein Schnäppchen, so Raute. Für Trader könnten sich laut Raute zwar Chancen ergeben, für langfristig orientierte Anleger heißt es jedoch: „Finger weg!“.


„Die nackten Zahlen sprechen gegen einen Einstieg“

Auch Kai Knobloch – verantwortlich unter anderem für das wikifolio   Trend & Fundamental – spricht sich vorerst noch gegen einen Einstieg aus: „Varta hat an einem Samstag, was eher ungewöhnlich ist, die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 nach unten korrigiert, nachdem bereits im letzten Herbst die Guidance für 2021 gesenkt werden musste. Der Umsatz stagniert, während die Gewinne rückläufig sind. Gleichzeitig ist die Aktie aus meiner Sicht, vor dem Hintergrund der aktuellen Geschäftsentwicklung, nicht sehr günstig bepreist. Kurzfristig Hoffnung macht die robuste Reaktion der Aktie nach den schwachen Zahlen, was dafür spricht, dass diese schon größtenteils eingepreist waren. Daneben sorgt der beabsichtigte Einstieg in das E-Mobility-Geschäft für Phantasie bei Varta. Diese Phantasie alleine reicht mir aber auf dem derzeitigen Bewertungsniveau für ein längerfristiges Engagement in der Aktie nicht aus. Die nackten Zahlen sprechen aktuell gegen einen Einstieg.“


Deutsche Erfolgsstory vorprogrammiert?

wikifolio Trader Sebastian Götz führt das wikifolio Technology Outperformance. Er sieht in der Varta-Aktie trotz einiger Risikofaktoren langfristiges Potenzial: „Die größte Herausforderung für das 21. Jahrhundert besteht darin, den anthropogenen Klimawandel bedingt durch die Verbrennung endlicher Energiequellen zu reduzieren und stattdessen auf erneuerbare Energien zurückzugreifen. Insbesondere erneuerbare Energien haben den großen Nachteil, dass eine Energieabschöpfung, bedingt durch volatile Wetterverhältnisse, nicht immer möglich ist – Wind und Sonnenstrahlen sind nicht immer vorzufinden. Ein wichtiger Aspekt für die erfolgreiche Umsetzung von Klimazielen, die beispielsweise in der Agenda 2030 verankert sind, ist daher das effiziente Speichern von Energie. Varta hat sich dieses Ziel auf die Flagge geschrieben: Das Entwerfen und Vermarkten effizienter, fortschrittlicher Speichertechnologien – durch eine neue Silizium-dominierte Anode realisiert Varta eine Steigerung der Energiedichte bei Lithium-Ionen-Batterien. Noch nimmt der Bereich Household einen wichtigen Umsatzanteil ein. Gelingt der Shift zu mehr Umsatzanteilen im Segment Lithium-Ion Solutions & Microbatteries ist eine deutsche Erfolgsstory vorprogrammiert.“


Die durchschnittlichen Analystenziele liegen laut Götz bei 99,86 Euro, also 28,2 Prozent über dem aktuellen Kursniveau (Stand: 04.08.22). Der Trader selbst hat den fairen Wert der Aktie anhand einer discounted cash flow Analyse mit 131,34 Euro berechnet, was gut 60 Prozent über der aktuellen Kursnotierung liegt. Allerdings gibt es Risiken, so Götz: „Der anhaltende Krieg in der Ukraine, der zu stark steigenden Rohstoffpreisen geführt hat, stellt neben Lieferengpässen und Fabrikshutdowns, Risikofaktoren für dieses Basisszenario dar.“


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