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Fr, 17. April 2026, 14:32 Uhr

Alphabet Inc A

WKN: A14Y6F / ISIN: US02079K3059

Statistik des Erfolges


21.03.24 08:54
Ralf Flierl

Wann die Kurse steigen 


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Allzeithoch 


Was kommt nach den jüngsten Allzeithochs an den Börsen? Die überraschende Antwort ernstzunehmender Experten: neue Allzeithochs. Während hemdsärmelige US-Investoren kein Problem mit brutal optimistischen Zukunftserwartungen haben, fällt es den hiesigen, stets sorgengeplagten (Klein-)Anlegern oft schwer, sich vorzustellen, dass gut und sehr gut gelaufene Papiere auch weitere und immer neue Höchststände erzielen können. 
Die langjährige Statistik spricht aber dafür, dass es smart sein kann, sich – mit entsprechender Risikoabsicherung – auch weiter nach oben zu orientieren. In einer Untersuchung des Fondsanalysedienstleisters Morningstar heißt es, Höchststände bei Aktienindizes seien oft gute Indikatoren für weitere Rekordhochs. Der Vermögensverwalter Schroders hat festgestellt, dass der US-Aktienmarkt in 354 Monaten der 1.176 Monate seit dem Jahr 1926 neue Höchststände erreicht hat, das sind immerhin 30% der Fälle. 


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Als besonderes Schmankerl präsentiert Ryan Detrick, Chief Market Strategist der Carson Group, eine Aufstellung, die bis 1954 zurückreicht. Er untersuchte, was mit den Aktienkursen im Rest des Jahres passiert, wenn die ersten 50 Tage eines Jahres dem marktbreiten Blue-Chips-Index S&P 500 einen Kursgewinn von mehr als 5% beschert haben. Dazu muss man wissen: Dieses Jahr schaffte der S&P 500 in den bisherigen 50 Tagen die 5% locker. Detrick fand heraus, dass in diesen Fällen am Ende des Jahres die Kurse in 96% der Fälle höher stehen. Natürlich sagt eine solche Statistik die Zukunft nicht voraus. Aber sie zeigt, was möglich ist. Die Grenze ist oft nicht das Allzeithoch, sondern die Vorstellungskraft des Anlegers. 


Verbrenner-Comeback


EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen arbeitet angeblich daran, ein gerade erst beschlossenes Verbot zu kippen: das Verbot der Neuzulassung von Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren ab 2035. Das Aus für das Aus der Verbrenner ist kaum mehr als ein Gerücht, doch das reichte bereits, um agile Trader an den Börsen zuschnappen zu lassen – bei den Autoaktien der Traditionshersteller. 
Die haben schwere Zeiten hinter sich. Ihre Aufholjagd beim ungewohnten Elektroantrieb kostete die Autoindustrie schon Milliarden, und die Ergebnisse, das Produkt E-Auto, überzeugte bisher weniger Käufer als angenommen. Bei der Technik von Benzin- und Dieselmotoren jedoch sind VW, Mercedes und BMW nicht nur der chinesischen Konkurrenz weit voraus, während E-Auto-Pionier Tesla gar keine Verbrenner im Angebot hat. Der größte Gegner der Traditionshersteller schienen bisher aktionistische Politiker und die malmenden Mühlen der EU-Bürokratie zu sein. 


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An der Börse schaffte Mercedes (WKN: 710000) seit November 2023 ein beeindruckendes Comeback, die jüngsten Gerüchte aus der EU-Kommission dürften dem Kurs weiterhelfen. Fast sind die Kursgipfel von 2023 wieder erreicht. Im Vergleich dazu gefällt Volkswagen (WKN: 766403) weniger. Zuletzt gelangen der Aktie zwar Kursavancen. Ob aber die Bodenbildung auf dem Kurszettel abgeschlossen ist, bleibt abzuwarten. Am besten sieht Stellantis (WKN: A2QL01) aus. Der in New York notierte Konzern ging aus einer Fusion von Fiat und der französischen PSA hervor. Seit Jahresbeginn haussiert Stellantis, zuletzt kam zusätzlicher Schub. 


Vor der Fed-Entscheidung 


Zinsen rauf oder runter? Am Mittwochabend werden die Profis der Finanzwelt wieder genau zuhören, wenn der Chef der mächtigen US-Zentralbank Fed, Jerome Powell, vor die internationale Presse tritt, um sein Statement nach dem Treffen der nationalen Notenbankvertreter abzugeben. Die meisten Beobachter erwarten keine Änderung bei den Zinsen. Die Fed-Entscheidung wäre dann ein „Nicht-Ereignis“, welches aber Marktwirkung entfalten kann: Unsicherheit entweicht, Anleger wissen (oder glauben zu wissen), wie sie sich zu positionieren haben und greifen zu, oder auch nicht. Denn es kommt nicht nur auf die konkrete Entscheidung bzw. Nicht-Entscheidung an, sondern auf jedes einzelne Wort, das Powell gewohnt dosiert in Richtung Märkte entweichen lässt.


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Ansonsten dürfte insbesondere das KI-Thema die Fantasie der Investoren erneut beschäftigen. Der Kurs der Alphabet-Aktien (WKN: A14Y6F) sprang unmittelbar an, als jetzt bekannt wurde, dass Googles neueste KI-Entwicklung Gemini AI in Apples iPhones künftig standardmäßig installiert sein könnte. Nvidia-CEO Jensen Huang stellte den neuen Chip „AI Woodstock“ vor. Prompt zog Nvidias (WKN: 918422) Kurs an und Aktionäre des Konkurrenten AMD (WKN: 863186) verkauften: „Future in the making“ an der Börse.


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Zu den Märkten


Sehr viel langsamer ging es in der Berichtswoche beim DAX voran. Genau genommen, sind die Kursfortschritte der Berichtswoche nur im Nachkommabereich wahrnehmbar. Das geht insofern in Ordnung, als sich der deutsche Leitindex nach dem Gipfelsturm der letzten Monate eine kleine Verschnaufpause mehr als verdient hat. Dabei sind durchaus auch kleinere Kursrückgänge vertretbar.
Wenn wir in der Vorwoche schrieben „Der Steigungswinkel des jüngsten Anstiegs ist zu steil, um nachhaltig sein zu können“, dann scheint sich dieser Hinweis auch aus einem anderen Blickwinkel zu bestätigen. Der Kurs schafft es bislang noch nicht, sich überzeugend von der unteren blauen Begrenzungslinie des steilen Aufwärtskanals nach oben zu lösen. Er tippte sogar ein drittes Mal auf der unteren Begrenzungslinie auf, streng genommen hat er die Linie sogar marginal unterschritten, bevor er überhaupt wieder Fahrt aufnehmen konnte. Im Moment sind das alles aber allenfalls schwache Vorboten bzw. echte Luxusprobleme innerhalb eines bemerkenswert langanhaltenden Aufwärtstrends.


Fazit


Die Woche steht im Zeichen der heutigen Fed-Entscheidung. Solche Tage haben das Potenzial, die Karten neu zu mischen. Neu gemischt werden gerade auch die Chancen für traditionelle Autokonzerne. Ansonsten gilt: Ein Trend ist ein Trend ist ein Trend – bis die Fed dazwischen haut.
Ralf Flierl, Frank Sauerland, Ralph Malisch


 




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