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So, 3. März 2024, 13:10 Uhr

Korrektur im zweiten Halbjahr?


27.06.23 07:49
S. Feuerstein

Zum Wochenschluss endet das erste Halbjahr, so dass es sich anbietet, dieses noch einmal zu betrachten. Entgegen den Erwartungen kam es bereits zum Jahreswechsel zu einer deutlichen Rally, die sich auch in den darauf folgenden Wochen weiter ausdehnte. Viele Akteure dürften dieser Tendenz mehr oder weniger unbeteiligt zugesehen haben!

Noch nie ein besseres Halbjahresergebnis erzielt?

Während beim prozentualen Gewinn der marktbreite US-Index S&P 500 und der DAX mit rund 13 Prozent ein ähnliches Ergebnis präsentieren können, ist der Nasdaq 100 deutlich davongezogen. Mit einem bisherigen Gewinn von rund 34 Prozent könnte das High-Tech-Börsenbarometer das bislang beste Halbjahresergebnis erreichen. Damit stellt sich allerdings die Frage, wie es in der zweiten Hälfte des aktuellen Börsenjahres weitergehen wird!

Was hoch steigt kann tief fallen?

Der logische Schluss, den vor allem Anleger ziehen, welche während der Rally der letzten Monate nicht oder nur geringfügig investiert waren: Was hoch steigt, muss tief fallen. Dies erklärt sehr gut, warum Stimmungsbarometer als Kontraindikator fungieren. Steigen die Kurse entgegen den Erwartungen weiter, müssen auch die Akteure notgedrungen einsteigen, denen die Kurse bislang davongelaufen waren. Dies ist allerdings meist keine gute Idee, erreicht eine Bewegung doch meist ihren Zenit, wenn allmählich auch der letzte Pessimist eingestiegen ist. Erkennbar ist dies sehr gut an den erwähnten Sentiment-Indikatoren. Ein Stimmungswandel hin zu deutlichem Optimismus bis zu euphorischen Zügen ist ein klares Warnsignal, dass sich die Rally dem Ende zuneigt. Dies ist aktuell noch nicht der Fall, wenngleich sich durchaus bereits ein zunehmender Optimismus erkennen lässt.

Saisonaler Gipfelsturm?

Die erwähnte Zurückhaltung der Anleger geht oftmals im Juli deutlich zurück, wenn der Aktienmarkt nach einer durchwachsenen Tendenz im Mai und Juni zu einer erneuten Rally ansetzt. Spätestens dann möchten viele den erneuten Anstieg nicht verpassen und wechseln ins Bullenlager. Mit Blick auf die Saisonalität zeigt sich aber, dass dies oftmals keine gute Idee ist. Schließlich lässt sich in der langfristigen Betrachtung im August und September oftmals eine Korrektur ausmachen. Diese würde sich dann zum günstigen Einstieg anbieten. Meist aber kauft die Masse prozyklisch zu Höchstkursen und steigt nach Korrekturen wieder aus. Mit dem Wissen über den üblichen saisonalen Verlauf kann man diese Fehler nicht nur vermeiden, sondern mit einem sinnvollen, antizyklischen Agieren sogar Gewinne erzielen, wenn die Mehrheit einmal mehr daneben liegt.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de



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