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Sa, 2. März 2024, 1:42 Uhr

Folgt nun ein Bärenmarkt?


23.10.23 21:03
S. Feuerstein

Die belastenden Einflussfaktoren, welche sich negativ auf die Entwicklung am Aktienmarkt auswirken, nehmen aktuell weiter zu. Zwar stellt der saisonale Verlauf der letzten Jahrzehnte für das letzte Quartal eine Erholung in Aussicht. Aktuell überdecken die Belastungsfaktoren allerdings dieses Szenario!

Geopolitische Auseinandersetzungen

Wenngleich der Krieg in der Ukraine aufgrund der fortschreitenden Dauer mittlerweile etwas an Aufmerksamkeit verliert, ist das Gesehen in Israel umso präsenter. Hierbei liegt die besondere Gefahr an einer Ausweitung der Auseinandersetzung auf umliegende Länder, was in den Medien gerne als „Flächenbrand“ betitelt wird. Sollte dies der Fall sein, dürften auch die USA mehr in diesen Konflikt gezogen werden. An den Aktienmärkten dürfte dies sicherlich keine Freude finden, so dass in diesem Fall von deutlichen Rücksetzern ausgegangen werden kann. Ohnehin haben die Indizes bereits gedreht und signalisieren den Übergang in einen mittelfristigen Bärenmarkt.

Was machen die Notenbanken?

Zur Bekämpfung der rasch angestiegenen Inflation nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine haben die Notenbanken die Zinsen im Eiltempo angehoben. Dies macht sich mittlerweile bei der Inflation, andererseits aber auch bei der Wirtschaftsentwicklung bemerkbar. Da die Maßnahmen der Notenbanken in der Regel einen deutlichen Zeitverzug haben, dürften die Auswirkungen auch in den kommenden Monaten weiter bemerkbar sein. Allmählich dürfte der Spielraum für weiter steigende Zinsen aber enger werden. Doch auch bei gleichbleibend hohen Zinsen ist in den kommenden Monaten von einem negativen Einfluss auf die Aktienmärkte auszugehen!

Was machen die Unternehmen?

Die Quartalszahlensaison ist gestartet und man darf gespannt sein, ob sich die angehobenen Zinsen auch in den Unternehmenszahlen bemerkbar machen. Bei den deutschen Automobilbauern, welche in den kommenden Tagen ihre Zahlen zum abgelaufenen Jahresviertel vorlegen, dürfte das Thema China weiterhin sehr spannend bleiben. So sollten rückläufige Absatzzahlen eine entsprechend enttäuschte Reaktion der Anleger mit sich bringen. Man darf daher insgesamt gespannt sein, ob die Quartalszahlen tendenziell eher überzeugen oder doch vielmehr enttäuschen werden. Der Trend nach oben ist aus charttechnischer Sicht jedenfalls gebrochen, so dass sich nun ein mittelfristiger Abwärtstrend abzeichnet.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de



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