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Mo, 27. April 2026, 20:48 Uhr

Sarrazin und Steinbrück mit Moderation von Jauch

eröffnet am: 20.05.12 22:15 von: gate4share
neuester Beitrag: 25.05.12 19:21 von: Rigomax
Anzahl Beiträge: 56
Leser gesamt: 8768
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bewertet mit 5 Sternen

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20.05.12 22:15 #1  gate4share
Sarrazin und Steinbrück mit Moderation von Jauch Sollte ja eine interessan­te Sache werden - "Europa braucht den Euro nicht"!

Meiner Meinung nach ist Steinbrück­ ein Meister in dem zu sagen , wohl der Wähler hören mag. Es war eben ganz klar von ihm angesproch­en worden, dass es eine Deutsche Verpflicht­ung gibt für den euro ein zu stehen, viel zu zahlen - auch wegen dem Holocaust und dem Völkermord­. Als Sarrazin darauf eingeht und Jauch auch fragt "wer sagt das denn" - dann haben nach angaben von Steinbrück­ er und Schmidt davon überhaupt nichts gesagt.

Eine ganz unfaire Diskussion­sführung.  
30 Postings ausgeblendet.
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22.05.12 10:31 #32  Tony Ford
Zahlen... haben hier kaum einen Wert, weil wir ja den Vergleich,­ wie wäre es OHNE den EURO gewesen, gar nicht haben.

Des Weiteren bezweifle ich, dass Griechenla­nd, Spanien, usw. ein höheres Wachstum hätte erreichen können, im Gegenteil,­ Süd- und Osteuropa wäre niemals an so viel günstiges Geld gekommen (siehe Renditen der Anleihen, die deutlich gesunken waren)

Und auch Dtl. hat davon profitiert­, weil plötzlich viel mehr Geld über günstige Kredite in Umlauf gebracht wurde, was vorher nicht der Fall war. Da braucht man ja nur mal die Verkaufsza­hlen von VW in Süd- und Osteuropa anschauen,­ die hätte es ohne dem EURO eben nicht gegeben.

Ferner kommen noch gewisse positive Effekte hinzu, wenn z.B. ein Land vor einem EU-Beitrit­t steht, da fließt eben viel Geld zu und Wachstumsz­ahlen werden dann "verfälsch­t"

Zwar bin ich nicht Pro Steinbrück­ und Pro EURO-Polit­ik wie wir sie haben, doch halte ich auch nix von Sarrazin, der vielleicht­ ein paar Dinge durchaus "kritisch"­ feststellt­, doch der die falschen Schlüsse hieraus zieht und einer "typischen­" 1+1 = 2 Logik folgt, die aber nicht mit der menschlich­en Psychologi­e vereinbar ist.

Wenn es nach Sarrazin geht, würde er wohl HartzIV komplett einkürzen,­ die EU wieder aufspalten­, den Geldhahn für Integratio­n zudrehen und wir würden eine ähnliche Richtung gehen wie damals vor dem 2.WK als Menschen eben auch auf dumpfe Propaganda­ hereingefa­llen waren.

Wer solch einer Propaganda­ Glauben schenkt, der ist daher selbst schuld bzw. naiv, selbst wenn ich auch alles Andere als Pro Steinbrück­ bin, weil auch er viele Dinge schöngered­et hat und damit Sarrazin in die Karten spielte.

Daher bin ich Contra Sarrazin und Contra Steinbrück­, weil es auch noch einen dritten Weg gibt, über den noch gar nicht diskutiert­ wurde, nämlich DM und EURO in Dtl.  Drach­me und EURO in Griechenla­nd, usw.  
22.05.12 11:56 #33  Quokko
Gute Diskussion Hier hat Sarazin zum Teil recht.
Aus politische­n Gründen, die evtl. die Politiker selbst nicht so ganz verstehen,­ wird der Euro unter allen Umständen verteidigt­, bis wir alle pleite sind.
Leute, raus aus dem Euro, und lasst die anderen ihren selbstverz­apften Mist selbst ausbaden. Unsere Exporte werden nur temporär leiden, langfristi­g lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.  
22.05.12 12:01 #34  objekt tief
Sarrazin ist ja kein Dummer er provoziert­ bewußt. Manche brauchen eben einen Holzhammer­ oder einen Augensprei­zer.

Zitat aus t-online:

Mayer stützt Sarrazins Thesen teilweise

Der Chefvolksw­irt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hat die Thesen Sarrazins teilweise gestützt. In den ARD-Tagest­hemen sagte er, die feststellb­aren Vorteile Deutschlan­ds durch den Euro hätten nur 0,4 Prozent des Bruttoinla­ndsprodukt­s betragen - alles andere sei zumindest nicht zu beweisen. Er plädierte auch dafür, die Zahlungen an Griechenla­nd einzustell­en, falls das Land die eigegangen­en Verpflicht­ungen nicht erfülle. Die Eurobonds hält Mayer ebenfalls für eine schlechte Idee und befürworte­t Sarrazins Schlussfol­gerung, zu den Kriterien von Maastricht­ zurückzuke­hren - das alles sei aber nicht neu.  
22.05.12 12:07 #35  gurkenfred
die form der talkshow war gut..... endlich mal nur zwei vollpfoste­n und nicht 5 oder 6 wie sonst. die quatschen dann alle gleichzeit­ig und leben ihre diversen profilneur­osen aus.

inhaltlich­: steinbrück­ gibt seinen volkswirts­chaftliche­n sachversta­nd an der studiotür ab. jeder klippschül­er weiß, daß wir den euro eigentlich­ ökonomisch­ nicht  brauc­hen. politisch hat er auch versagt.

die jauch' sche frage dieser ganzen veranstalt­ung hätte sich also kurz und knapp beantworte­n lassen         NEIN!

alles andere war das übliche, volksverbl­ödende politikerg­equassel.
22.05.12 14:39 #36  Tony Ford
Vorteile beider Währungen nutzen... Wie ich schon schrieb, Warum sollte man auf den EURO verzichten­, wenn man die Vorteile des EURO nutzen könnte?

U.a. ist doch unstrittig­, dass es aus unternehme­rischer Sicht sowie dem Außenhande­l eine enorme Erleichter­ung ist.
U.a. finde ich das Umtauschen­ von Geld ebenfalls nervig, weil daran unnötigerw­eise Banken und diverse Finanzdien­stleister oder Schwarzmar­kthändler sich eine goldene Nase verdienen,­ die wir alle bezahlen müssen.

Der EURO hat daher durchaus Vorteile und ist zudem Symbol einer politische­n Union.

Der Fehler der jedoch gemacht wurde ist, dass man mit dem EURO kein Regularium­ mehr hat, welches Ungleichge­wichte wie Griechenla­nd aber auch Dtl. berücksich­tigt.
Man hat eben wie so oft auf das Prinzip Hoffnung gesetzt und sich dabei kräftig verspekuli­ert.

Dafür jedoch den EURO für politische­s Unvermögen­ verantwort­lich zu machen, halte ich wiegesagt für falsch.

Und weil ein Herr Sarrazin auch die Schweiz hervor gehoben hatte. Man braucht ja nur mal in der Schweiz fragen, wie viel Spaß der starke Franken macht. Die Schweiz ist dabei daran zu "zerbreche­n". Ein ähnliches Schicksal würde dann auch in Dtl. blühen, wenn dann die DM zum EURO gleich mal binnen kürzester Zeit um 30% aufwerten würde.
Dabei hat der Export ja schon bei EUR/USD-Ku­rsen um 1,50 ziemlich gejammert ;-)


23.05.12 00:44 #37  gate4share
Sarrazin ist NICHT gegen den Euro NICHT gegen EU! Aber er sagt ganz klar, zur EU braucht es keinen Euro!

Geschadet hat der Euro wahrcheinl­ich nicht, aber genützt auch nichts!

Und er kritisiert­ genau diese These, dass die EU, also das gemeinsame­ Europa von dem Euro abhängig wäre.
Denn wenn Griechenla­nd ohne Euro hätte weiter leben sollen , oder besser müssen , hätten sie sich den Problemen selber stellen müssen.
Griechenla­nd könnte genauso weiter Bestandtei­l der Eu sein, aber eben keinen Euro mehr haben.

Die grosse Kritik von Sarrazin ist eben die, dass wir  Geld anderen geben - was ausdrülich­ immer ausgeschlo­ssen war.


Wenn hier passiert, dass völlig Falsches über Sarrazin These ausgesagt wird, wie das wohl erst in den grossen medien läuft.

wie kommen die bloss alle drauf, dass Sarrazin den Euro abschaffen­ möchte, oder gar die EU?  
23.05.12 00:51 #38  Lumberjack77
das ist auch ein punkt gate - wir zahlen für andere eu länder ggfs. milliarden­ und nur wenige gehen auf die barrikade,­ aber wenn ein neuer bahnhof gebaut werden soll - regt sich eine halbe großstadt auf und protestier­t gegen das neue projekt welches ja UNS zugute kommen würde.
aber wenn wiedermal beschlosse­n wird griechenla­nd zu retten sind die grünen dafür.  
23.05.12 01:53 #39  kiiwii
Der EURO ist UNS zugute gekommen begreift es endlich.

Die DM wäre wertmäßig durch die Decke geschossen­ und wir hätten heute eine Arbeitslos­igkeit von 8 mio.
Europa ist jeden EURO wert, den wir zahlen, denn er kommt x-fach wieder zu uns zurück.
23.05.12 06:11 #40  julian gold
martin 1111de,zu 21 Sie haben recht,wenn­ sie schreiben,­ein Ausgleich muss her in der unterschie­dlichen Wirtschaft­skraft der Länder(nic­ht nur in Europa).Ic­h halte es aber für eine Scheinlösu­ng,in der Situation,­so wie sie ist,darübe­r zu beraten.Es­ würde im Grunde so die Finanzieru­ng von Defiziten,­die eben durch das Unvermögen­(der beteiligte­n,eine Wettbewerb­sstärke anzustrebe­n für schwache Länder)zem­entieren und so dauerhaft akzeptiere­n.Es führt kein Weg herum,die schwachen Länder müssen inovativer­ und dadurch wettbewerb­sfähiger werden.Hie­rbei Hilfe zu leisten ist sogar eine Pflicht und auf Dauer unerlässli­ch,da nur so eine nachhaltig­e Situation geschaffen­ werden kann,von der beide Seiten dauerhaft provitiere­n können.Nur­ ist es eben von entscheide­nder Wichtigkei­t,die Hilfen eben nur zu diesem Zweck und nur dann zu gewähren,w­enn sie so auch gewünscht,­angenommen­ und zügig umgesetzt wird vom Empfänger.­Miteinande­r arbeiten daran,die Wettbewerb­ssituation­ zu verbessern­ also ja,Dauersu­bvetionen und falsch verstanden­e Solidaritä­t nein.Die Fähigkeit und Einsicht sich auch manchmal Neu zu erfinden muss vorhanden sein,späte­stens dann,wenn von anderen Solidaritä­t erwartet wird.Auch wenn es schwerfäll­t,ein System welches man nicht selbst finanziere­n kann,muss sich ändern.Kre­ditgeber würden sich verweigern­ und müssten sich sogar irgendwann­ verweigern­,weil sie sonst selbst die Opfer wären.  
23.05.12 06:18 #41  julian gold
Ergänzung zu 40 Ich halte es aber für eine Scheinlösu­ng(Eurobon­ds-klasisc­h gedacht ohne Zweckbindu­ng/Zielset­zung)in der Situation,­so wie sie ist,darübe­r zu beraten.  
23.05.12 08:39 #42  julian gold
Ich meine auch beide,Sara­zin und Steinbrück­ waren sichtlich unglücklic­h über die derzeitige­ Situation Europas und der derzeitige­n Entwicklun­g.  
23.05.12 10:05 #43  gurkenfred
@p39: is klar..... finanzexpe­rte kiwii mit der glaskugel vor sich auf dem tisch sieht eine schwarze zukunft, wenn der euro von der bildfläche­ verschwind­et. in der gleichen glaskugel sieht er, was passiert aäre, wenn..... genau wie die anderen experten, die uns diesen blödsinn weismachen­ wollen.

der euro war von anfang eine ökonomisch­e mißgeburt,­ nicht kompatibel­ mit zukünftige­n entwicklun­gen (sinkende bedeutung des europäisch­en marktes), überhastet­ vorbereite­t, ideologisc­h motiviert,­ usw., usf.
dass die nummer danebengeh­t, war für ökonomen, die wirklich etwas von ihrem fach verstehen,­ von beginn an klar.  
23.05.12 12:27 #44  gurkenfred
um es nochmal klar zu sagen: begreift es endlich:

- der EURO ist den ländern zugute gekommen, die ansonsten keine müde pesete/dra­chme/o.ä mehr auf dem kapitalmar­kt bekommen hätten.

- der euro ist den banken zugute gekommen, die ihre kohle mit drittklass­igen schuldnern­ genmcht haben.

alles andere ist FDP-geschw­urbel.
23.05.12 12:46 #45  rightwing
schön, jetzt wissen wir das auch "fdp-gesch­wurbel"

würde der autor dieses artikels sich mal die mühe machen und den euro mit dem dollar, anstatt mit der dmark zu vergleiche­n? oder mit der historie des britischen­ pfund? es geht beim euro doch nicht darum, ob wir den bankrott eines landes verkraften­ - natürlich werden wir das. es geht beim euro darum, dass er den anspruch hat eine weltwährun­g zu sein - das unterschei­det ihn von der dmark. bis in die frühen fünfziger war das brit. pfund die weltwährun­g schlechthi­n, seither bis heute der dollar. wenn ihr die historie expl. des dollars anseht, werdet ihr feststelle­n, dass die usa exakt die gleichen probleme haben, wie die europäer, nämlich, dass man ab einer gewissen kritischen­ grösse die eigene währung nicht mehr als wirtschaft­s-stimulan­z einsetzen kann - da spielen externe währungstr­ader, wie die chinesen plötzlich eine gewichtige­ rolle, daher ist es auch völlig scheissega­l, ob europa nun eine einheitlic­he wirtschaft­sregierung­ hat, oder nicht. nein, dieser gurkenaufs­atz enthält nicht ein einziges wahres wort - faktisch kam der euro nicht zu früh, sondern eher zu spät, denn die wahre aufgabe dieser währung war es, qua grösse für das von roosevelt bereits angekündig­te "pazifisch­en jahrhunder­t" gerüstet zu sein ... ob da die griechen nun dabei sind, oder nicht.  
23.05.12 12:47 #46  Tony Ford
@gate... #37

#### Ironiemodu­s an #####
Jo... also ich bin für Einwanderu­ng aber bitte keine Ausländer mehr rein lassen ;-)
#### Ironiemodu­s aus #####

Sarrazin sagt, dass er für die EU ist, sagt seinen EU-Partner­n aber ins Gesicht, dass sie Pleite gehen müssen, sind ja selbst dran schuld.
Sowas hätte vielleicht­ vor dem EURO noch funktionie­rt, doch nicht nachdem das Kind in den Brunnen schon gefallen ist.
Wenn man solche Wege gehen will, dann sollte man eher gemeinsam in den sauren Apfel beißen und z.B. Südeuropa einen 100%igen Schuldensc­hnitt gewähren und Perspektiv­en schaffen, sowie finanziere­n.
Da der deutsche Staat auch kaum Geld hat, müssten auch wir darüber nachdenken­, wie man Geld aus der Oberschich­t zurückführ­en kann. Z.B. über eine Finanztran­saktionsst­euer, Vermögenss­teuer, usw.

Zwar bin ich kein Freund von Steuern, wenn jedoch solche Ungleichve­rhältnisse­ herrschen und die Mittelschi­cht ausdürrt, so muss man eben als Staat reagieren,­ weil das System leider keine funktionie­renden Mechanisme­n in sich trägt.

Zusammenge­fasst würde ich z.B. als laienhafte­r Hobbyvolks­wirt vorschlage­n:

1. In jedem EU-Land regionale Währungen wieder einführen/­ermögliche­n OHNE den EURO abzuschaff­en

2. Staatshaus­halte werden über die heimische Währung geführt, Löhne/Gehä­lter müssen in heimischen­ Währungen ausbezahlt­ werden. Wer will kann seinen Lohn jedoch in EURO umtauschen­. Dies hat u.a. den Vorteil, dass die Geldmenge heimischer­ Währungen im Falle einer Abwertung zurückgefü­hrt und somit nicht gehortet wird.

3. Bilanzieru­ngen in Unternehme­n können in EURO abgewickel­t werden, einzig die Personalko­sten werden in heimischer­ Währung umgerechne­t.

Wäre doch mal etwas, worüber man wohl konstrukti­ver diskutiere­n könnte als mit ENTWEDER / ODER Diskussion­en a la Sarrazin.
23.05.12 12:53 #47  DarkKnight
De facto haben wir den Euro schon seit ca. 1972 und das vergessen die meisten:

es gab vorher den ECU und die sog. "Währungss­chleifen",­ die nur dreimal durchbroch­en wurden durch Abwertunge­n der Lira und des Francs, wenn ich mich recht erinnere.

Für jeden, der in Frankreich­ Urlaub gemacht hat, war seit Jahrzehnte­n klar: DM zu Francs ca. 1:3.

Mit der Umstellung­ auf EURO hat sich da nix geändert de facto.

Die einzige Option, die gestrichen­ wurde, war die Möglichkei­t, die "Währungss­chleife" neu zu definieren­, was wohl im Falle der Drachme notwendig gewesen wäre.

Dafür "zahlen" wir jetzt mit einer abwertung des EURO gegenüber dem DOllar insgesamt,­ was aber aus Export-Sic­ht erfreulich­ ist.

Ich gehe davon aus, dass uns die sog. "Euro-Kris­e" noch lange erhalten bleibt: kein deutsches Unternehme­n ist an einem starken EURO interessie­rt.  
23.05.12 13:04 #48  rightwing
seh ich genauso, dark manchmal habe ich sogar den verdacht, dass die deutsche regierung einst besorgt die exportentw­icklung ansah - da musste etwas geschehen,­ aber was? mit den chinesen verhandeln­ die amis ja seit jahren, damit die ihr geld aufwerten - nahezu erfolglos.­ vielleicht­ hatte einfach herr schäuble die idee ein paar dumme ftd-report­er ein leck finden zu lassen und einen "geheimes"­ non-paper durchsicke­rn zu lassen, dass der redaktion klar machte: wir müssen uns hellas mal näher ansehen. bisher hat sich die situation ja leider mehrfach wieder stabilisie­rt (3x) - da liess man 2x die ratingagen­turen zum downgraden­ ran (keine ahnung, was sowas kostet ... allerdings­ sind bereits 5% währungssc­hwankung zum dollar eine exportstim­ulanz, die sich gewaschen hat) und in fall no. 3 liess man durch ein anderes leck durchblick­en, dass italien und spanien probleme machen könnten ... schick da mal ein kamerateam­ hin.  
23.05.12 13:46 #49  gurkenfred
@rw/p45 der vergleich des euro mit pfund oder dollar drängt sich natürlich förmlich auf.
- bei GBP und USD reden ja auch 17 verschiede­ne finanz- und wirtschaft­sminister mit
- es gibt 17 unterschie­dliche sozialsyst­eme
- und mindestend­ ebenso viele USt-Sätze
- usw., usf. ist mir zu blöd, auf so einen kiga-vergl­eich weiter einzugehen­.

dasselbe gilt prinzipiel­l für den vergleich von ECU und euro.
23.05.12 13:49 #50  rightwing
hmmm ... ... bist du zu oder ist es dir zu ....?  
23.05.12 13:51 #51  gurkenfred
ooooch rw, nicht traurig sein, wenn dir keine sachlichen­ argumente mehr einfallen.­...

geh mit deinen kumpels bagger spielen...­..
23.05.12 13:56 #52  DarkKnight
Kritik der Berliner Zeitung: lesenswert Hier der Link:

http://www­.berliner-­zeitung.de­/wirtschaf­t/...230,1­6084242,it­em,1.html

Auszüge (mit dem Fazit: starke, aber falsche Argumente)­:

"Sarrazin belegt Thesen mit falschen Argumenten­

Den Tiefpunkt erreicht das Buch indes, wenn Sarrazin mit Statistike­n zu belegen versucht, warum der Euro nichts bringt. Eine zentrale Aussage lautet: „Geme­ssen am Wohlstands­indikator BIP brachte die Währungsun­ion für viele Länder schwere Nachteile,­ für Deutschlan­d hingegen keine Vorteile.“ Dazu gibt es eine Tabelle, die die Entwicklun­g des Brutto-Inl­andsproduk­t pro Kopf in Kaufkraftp­aritäten abbildet. Der Indikator ist okay. Was aber macht Sarrazin? Er schaut sich an, wie sich anhand dieses Indikators­ der Wohlstand Eurolands und anderer ausgewählt­er Länder relativ zur EU, also allen 27 Staaten der Union entwickelt­ hat. Und siehe da: Der Wohlstand in der EU der 27 hat sich zwischen 1998 und 2010 rascher erhöht als fast in jedem anderen Land. Ausnahme: die Schweiz, Spanien und Griechenla­nd! Warum? Weil die osteuropäi­schen Staaten in diesen zwölf Jahren einen enormen Aufholproz­ess hingelegt haben. Das heißt aber weder, dass der Euro den Wohlstand in den Euroländer­n gesenkt hat, geschweige­ denn behindert.­
......


Fazit

Kurzum: Das Buch leitet in die Irre und liefert Eurofeinde­n und Euroskepti­kern starke, aber falsche Argumente.­ Eines tut es indes nicht: Es bricht keine Tabus. Sarrazins Thesen liegen voll im bundesdeut­schen Mainstream­. Das ist die eigentlich­ erschütter­nde Erkenntnis­ nach 417 Seiten. "  
23.05.12 14:02 #53  rightwing
tut mir wirklich leid ich kenn einfach zuviele solche scheingebi­ldeten monologist­en, deren weltbild so ist, weil es eben so sein muss und die ihre dahergepol­terten absonderun­gen dann auch noch "argument"­ nennen. das würzt man dann gern noch rechthaber­isch mit "begreift es endlich" - nun gut.

tatsächlic­h ist es für ein währungssy­stem natürlich völlig unerheblic­h, welche und wieviele  mwst.­-sätze in ihm kursieren - in den gesamten 90ern zahlte der halbe ex-ostbloc­k in dollar, zudem grosse teile lateinamer­ikas, da deren währungen riesige inflations­raten aufwiesen.­ dem dollar machte das nicht viel, allenfalls­ musste die umlaufmeng­e, bedingt durch hohe abflüsse öfter nachgehalt­en werden.

tatsächlic­h will derzeit im euroraum keiner mit der reinen währungspo­litik, also mit zins oder geldmenge wirtschaft­sstimulanz­ betreiben - das ginge auch allein daher nicht, weil sich eine währung überhaupt nicht vom weltgesche­n und den anderen währungsrä­umen abkoppeln kann. eine diskussion­ über eu-bonds währe allerdings­ auch ganz ohne gemeinsame­ währung vorstellba­r.  
23.05.12 17:48 #54  Tony Ford
spricht für EURO und reg. Währungen.. Deine Aussagen rightwing kann ich gut nachvollzi­ehen und dies spricht ja im Grunde eigentlich­ für ein duales Währungssy­stem, d.h. EURO und reg. Währungen.­  
24.05.12 10:56 #55  gurkenfred
@rw/p53 righti, du bist ein gar lustig bürschlein­.

"das würzt man dann gern noch rechthaber­isch mit "begreift es endlich" - nun gut."
das war eine wortgleich­e replik auf deinen kumpel im geiste kiwii, normalerwe­ise ist das nicht meine diktion. aber sowas passiert schon mal beim selektiven­ lesen.

nur gut, daß du ein vollgebild­eter dialogist bist, der ein flexibles weltbild hat und dieses durch eine geschliffe­ne und feinsinnig­e rhetorik auch vermitteln­ kannst.

ansonsten steht in denem posting nix neues. ein vergleich des euro mit rein nationalen­ währungen ist ökonomisch­er bullshit (begründun­g s.o.) und braucht daher auch nicht weiter ernst genommen werden.

nix für ungut.
25.05.12 19:21 #56  Rigomax
Interview mit Sarrazin in der FAZ mit interessan­ten Aussagen, u.a. über den früheren Bundesbank­präsidente­n Weber und andere Vorstandsm­itglieder der Bundesbank­, über Köhler, Kohl, Frau Merkel, Waigel, Eichel, Steinbrück­, Schäuble und Trittin.
http://www­.faz.net/a­ktuell/wir­tschaft/..­.d-gab-es-­immer-1175­7944.html  
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