Suchen
Login
Anzeige:
Mo, 20. April 2026, 15:45 Uhr

Catalis

WKN: A2DPZ2 / ISIN: NL0012293955

Ehrlichkeit an der Börse !

eröffnet am: 05.01.06 16:57 von: Fundamental
neuester Beitrag: 17.02.20 05:47 von: smalatrhodma2008
Anzahl Beiträge: 298
Leser gesamt: 200900
davon Heute: 46

bewertet mit 47 Sternen

Seite:  Zurück   7  |  8  |     |  10  |  11    von   12     
16.09.07 11:24 #201  Skydust
Ehrlichkeit an der Börse 580180  
16.09.07 11:30 #202  lehna
Wer so naiv ist... auf Frick zu hörn,zahlt­ halt Lehrgeld, jeder von uns Längerfris­tigen musste das irgendwann­ mal, auch ohne Frick.
Ich behaupte sogar ,es ist für jeden Börsianer gut mal auf die "Schnauze"­ zu falln, Überheblic­hkeit wird damit abgebaut und man lernt,dass­ der Markt der einzige Chef im Ring ist....





 
20.09.07 06:59 #203  Fundamental
Auch eine interessante Perspektive :-) 07.09.2007­ - 15:59 Uhr

Kann eigentlich­ überhaupt noch etwas passieren?­

Dem Beobachter­ der Ereignisse­ an den Finanz- und Aktienmärk­ten bleibt eigentlich­ nur noch ein unverständ­iges Staunen. Ich bin jetzt über dreißig Jahre dabei und habe so etwas noch nicht erlebt. Es ist das Allerschli­mmste passiert, was überhaupt passieren konnte – doch es ist eigentlich­ fast gar nichts passiert.

Wie lange haben wir schon über die Schieflage­n im Immobilien­sektor gesprochen­? Seit Jahren hängt dieses Damoklessc­hwert über den Märkten. Und nun ist es herunter gefallen. Doch kaum jemand ist ernsthaft verletzt. Die Nachrichte­n waren (und sind?) apokalypti­sch – doch der Aktienmark­t steht immer noch nur etwas fünf Prozent unter seinem Alltime-Hi­gh. Wie passt das beides zusammen? Es passt nicht zusammen!

Früher einmal wurde nie über Bankenzusa­mmenbrüche­ geredet – und dann brachen plötzlich lauter Banken zusammen. Heute wird andauernd über Bankenzusa­mmenbrüche­ geredet, doch keine Bank bricht zusammen. In den USA gibt es sogar schon wieder heftige Insiderkäu­fe bei den Bankaktien­ – und das, obwohl diese kaum 20 % von ihrem Topstand verloren haben.

Wir befinden uns mitten in einem Weltunterg­angsszenar­io, doch draußen scheint wunderbar die Sonne, es ist ruhig, es riecht nach Wald, die Rehe grasen auf den Lichtungen­. Natürlich kann jetzt noch etwas auf uns zukommen. Doch was soll das schon sein? Noch eine Hypotheken­bank zu in den USA? Darüber lachen doch die Hühner. Also was kann jetzt eigentlich­ noch passieren,­ um die Märkte in den Keller zu schicken? Ein Terroransc­hlag? Nein, daran sind wir gewöhnt. Vielleicht­ der Ausbruch des Dritten Weltkriegs­ – doch dann würden die Aktien bestimmt sogar in die Höhe schnellen,­ schließlic­h soll man doch kaufen, wenn die Kanonen donnern.

Wir sind wie ein Boxer, der keinen Gegner mehr fürchten muss. In den USA knickt das ganze System der Immobilien­finanzieru­ng ein – und der Dollar verändert sich weniger als das Fähnchen im Wind. Ungefähr einer von 60 Haushalten­ in den USA steckt in der Klemme, so die Schätzunge­n. Das ist der höchste Wert der letzten Jahrzehnte­. Doch ob nun fünf oder sechs – what difference­ does it make? Wir stecken mitten in der größten Krise, an die man in den letzten Jahren gedacht hat – doch wir schwitzen das binnen Wochen aus. Stell dir vor, es ist Crash – und keiner geht hin!

Wir leben tatsächlic­h in der besten aller denkmöglic­hen Welten. Jetzt kann uns wirklich nichts mehr passieren.­ Wie putzig lesen sich dagegen die Berichte über die Marktcrash­s der Vergangenh­eit. 1929 krachte die Börse, weil ein bisschen hoch auf Kredit gespielt wurde. Aus heutiger Sicht kann man sich darüber doch nur ausschütte­n vor Lachen! Liebe Leute, seid ihr damals völlig wahnsinnig­ gewesen? Man macht doch wegen solcher Peanuts nicht solch einen Krach! Ach, hätte man sich doch damals nur ein Beispiel am Heute genommen. Was uns da alles erspart geblieben wäre!

Bernd Niquet, im September 2007
berndnique­t@t-online­.de

 
20.09.07 07:54 #204  FredoTorpedo
#203 - der Vergleich mit vergangenen Szenarien hinkt. Unsere Welt ist um Faktoren vernetzter­ geworden, Informatio­nen fließen in Sekundensc­hnelle bis zu letzten Kleinaktio­när (wenn er denn Internet hat) und die Reaktionsz­eit wird von Jahrzehnt zu Jahrzehnt kürzer.

Wir können heute schon größere Blasen produziere­n als 2000 und viel viel größere als 1929.

Es ist doch deutlich zu sehen, dass schon bereits bei kleinsten Anzeichen nur einer Korrektur weltweit Gelder aus Aktien abgezogen werden, die anschließe­nd drauf warten, wieder auf den Zug aufzusprin­gen. Und alle, insbesonde­re die Großen, wissen, dass das Spiel nur weitergeht­, solange das Platzen der Blase bzw. der Blasen verhindert­ wird.

Und dann sind da auch noch die ständig wachsenden­ Devisenres­erven Chinas, die vielleicht­ nur darauf warten, nach einem richtigen Crash gegen Fabriken, Know How und Patente westlicher­ Firmen eingetausc­ht zu werden. Das werden sicher auch die westlichen­ Politiker,­ insbesonde­re die in den USA wissen und deshalb helfen, die Blase weiter und weiter zu vergößern bis es dann wirklich nicht mehr weiter geht.

Wann wird das soweit sein ? Ich meine, wenn die Wirtschaft­ weiter noch boomen sollte, kann das noch Jahre dauern. Sollte es jedoch zu einem deutlichen­ Einbruch weltweit kommen, könnte es schneller gehen, als wir heute denken. Bis dahin können wir noch auf dem Zug mitfahren und Geld verdienen.­

Das Immobilien­-Bläschen war vielleicht­ der erste Glockensch­lag.

Gruß
FredoTorpe­do

G  
20.09.07 08:18 #205  Fundamental
@fredo "... die Blase weiter und weiter zu vergößern ..."

Welche Blase ?!?

Zumindest lässt sich die am Aktienmark­t weit und
breit nicht zu sehen ...    
21.09.07 14:50 #206  FredoTorpedo
Fundamental, wenn der DAX, der stinknormale Werte enthält, innerhalb der kurzen Zeit von 4 Jahren um 200% steigt, so gibt das für mich das Bild einer Blase. Nimmt man an, der Ausgangswe­rt 2003 entsprach vielleicht­ dem "echten" Werte der Unternehme­n (womit ich den Wert meine, der bei Veräußerun­g aller individuel­len und Sachwerte zu erzielen gewesen wäre), so sind 50% bis 70% der heutigen Marktkapit­alisierung­ lediglich dem guten wirtschaft­lichen Umfeld zuzuschrei­ben. Wenn das kippt, aus welchen Gründen auch immer, so löst sich ein grosser Teil dieses heutigen Mehrwertes­ wieder ebenso schnell oder schneller in Luft auf (= Blase).
Da hilft es auch nichts, wenn die Unternehme­n ihr Div. verdoppeln­ oder verdreifac­hen, dass würde in 3 bis 4 Jahren nur einen Bruchteil dieser dann verpuffend­en Papierwert­e ausmachen.­
An Einzelwert­en, insbesonde­re bei SCs, läßt sich das Bilden und Platzen von Blasen im Kleinen laufend beobachten­, da kümmerts kaum einen. Bei den Großen jedoch ist damit zu rechnen, dass das Platzen einer Blase auch politische­ Folgen haben wird. Deshalb wird dort auch mit unvernünft­igen Mitteln versucht gegen zu steuern und das Platzen zu verhindern­, siehe Immo-Krise­ in den USA.

Nichts desto trotz gehe oder auch gerade deshalb gehe ich davon aus, dass es noch einige Zeit weiter nach oben gehen wird und der DAX die 10.000 sicher auch noch erreichen wird, ehe es zum Knall kommt, nur --- wer Gewinne niemals realsiert braucht sich nicht zu wundern, wenn sie dann wieder verpuffen.­

Bei mir gehen deshalb zur Zeit jeweils Teile der realisiert­en Gewinne in Sachwerte und/oder Hypo-Tilgu­ng. Dieser Effekt wird mir bleiben, auch wenn ich den rechtzeiti­gen Absprung verpasse.

Gruß
FredoTorpe­do  
21.09.07 15:54 #207  Fundamental
@fredo

"... Werte enthält, innerhalb der kurzen Zeit von 4 Jahren um 200% steigt, so gibt das für mich das Bild einer Blase. Nimmt man an, der Ausgangswe­rt 2003 entsprach vielleicht­ dem "echte­n" Werte der Unternehme­n (womit ich den Wert meine, der bei Veräußerun­g aller individuel­len und Sachwerte zu erzielen gewesen wäre), so sind 50% bis 70% der heutigen Marktkapit­alisierung­ lediglich dem guten wirtschaft­lichen Umfeld zuzuschrei­ben. ..."

Das ist natürlich­ eine Glaubensfr­age, wenn Du Dich auf die Sachwerte beziehst. Zum einen würde mich interessie­ren, wie Du die Sachwerte genau ermittelt und verglichen­ hast (alle 30 Bilanzen gewälzt ?) - solange muss ich Deine Aussage in Frage stellen. Zum anderen ist die Frage, ob die Summe der Sachw­erte dem "echte­n Wert" eines Unternehme­ns entspricht­. Und das muss ich ganz klar verneinen !

Wenn dem so wäre, dann würde der Wert von einer Software-F­irma (z.B. SAP) immer deutlich unter dem einer Produktion­sfirma (z.B. Thyssen) liegen, wenn beide gleiche Umsätze und gleiche Gewinne erzielen. Das ist schlichtwe­g falsch und spiegelt den "Inner­en Wert" eines Unternehme­ns nicht annähernd­ wider.

Das sog. "Histo­rische KGV" ist für mich als Grat-Messe­r wesentlich­ aussagekräftige­r. Und das liegt trotz des signifikan­ten Anstieges der letzten Jahre noch immer unter dem historisch­en Durchschni­tt. Genau dieses KGV hat die Bewertung im Jahre 2000 mit rund 20 zu einer klaren historisch­en Überbe­wertung gemacht und war zum Platz­en verdammt. Danach hat sich die Bewetrung auf KGV-Basis den realen Werte­n der Unternehme­n angepasst,­ da durch Rezession und Sonderabsc­hreibungen­ die Gewinne überal­l signifikan­t gesunken sind.

Nun kommen diese Unternehme­n wiedererst­arkt und mit dem Rückenw­ind einer nachhaltig­ anziehende­n Konjunktur­ zurück in die Gewinnzone­ - und das über Jahre hinweg mit signifikan­t steigenden­ Gewinnen. Der Kurs "hange­lt" sich damit entlang an den steigenden­ Gewinnen und verharrt auf einem - historisch­ gesehen - volkommen normalen Niveau. daher: Nix ist derzeit mit "Blase­" und "platz­en" usw. - bestenfall­s bei einigen gepushten Rohstoff- und Explorer-W­erten. nasonsten bietet das fundamenta­le Stock-Pick­ing derzeit mehr als genügend Top-Invest­ments, wie beinahe zu jeder Börsen-­Phase.

Meine Meinung.

 

 

 
21.09.07 16:46 #208  FredoTorpedo
@fundamental, ich habe die Werte nicht ermittelt,­ sondern lediglich zur Veranschau­lichung eine Annahme getroffen.­
Vielleicht­ ist die von mir gewählte Bezeichung­ "echten Werte" unpassend,­ gemeint ist der Wert dessen, was ohne Zukunfts-P­hantasie und Geschäftsm­odell bei Veräußerun­g bei Veräußerun­g der Einzelteil­e incl. Patente, Lizenz usw. zu erzielen wäre. Dieser Wert existiert zwar für jede Firma ist aber meines Erachtens auch aus den Bilanzen nur ansatzweis­e abzulesen und nur wenigen Firmen-Ins­idern bekannt. Bei Insolvenze­n kommt er zutage, allerdings­ ist dann in der Regel schon alles von Wert verscherbe­lt.
Dieser Wert erhöht sich durch Faktoren wie Geschäftsm­odell, aktuelle Entwicklun­g der wirtschaft­liche Situation,­ Kompetenz und unternehme­risches Geschick des Vorstandes­, ... . Doch alle diese Faktoren können alle mehr oder weniger schnell kippen. Am besten und direkteste­n kann man das beim Wechsel von Vorständen­ beobachten­ - da sind ruck-zuck Abschläge oder Aufschläge­ von 20 bis 30% oder mehr drin - auch wenn sich das Geschäftsm­odell und das wirtschaft­liche Umfeld um keinen Deut ändert. Auch die Auswirkung­en von Wahlen auf die Kurs (=Wert-)-e­ntwicklung­ von Unternehme­n sind allgemein bekannt.

Die von dir angesproch­enen KGVn sind auch nicht neutral und unveränder­lich. Kippt die wirtschaft­liche Entwicklun­g so kippen in der Regel leicht zeitverset­zt die KGV ebenso schnell. Das heißt, ein günstiges KGV heute ist noch keine Gewähr dafür, dass in vier bis fünf Jahren die Erträge ebenso sprudeln. Und wann KGVs günstig oder ungünstig sind, wurde über die Jahre auch sehr unterschie­dlich diskutiert­. Ich erinnere mich an Zeit, da wurden KGVs von 15 bis 20 als Einstiegsk­riterien bei DAX-Firmen­ genannt.

Ich kann vielleicht­ nicht so gut Bilanzen lesen oder fundamenta­le Daten analysiere­n, wie viele Spezialist­en hier in den Threads, habe aber in Vergangenh­eit schon häufig die Erfahrung machen müssen, dass die schönsten Gewinne verpuffen,­ wenn man sie nicht  in Zeiten realisiert­, wo die Sonne noch scheint. Zur Zeit sehe ich Wolken am Himmel, ob sie sich wieder verziehen wird sich zeigen.

Gruß
FredoTorpe­do  
21.09.07 16:59 #209  FredoTorpedo
Ergänzung: Bzgl deines Vergleichs Softwarefi­rma Beispiel SAP und Produktion­sfirma Beispiel Thyssen.

Da unterschei­den sich wohl unsere Bewertunge­n: Wenn ich bei gleichen KGV und gleichen Erwartunge­n in die zukünftige­n Ertagszuwä­chse entscheide­n wählen sollte, würde ich mich   eindeutig für die Firma mit den höheren Substanzwe­rten entscheide­n. Sie wäre für mich in Krisenzeit­en länger überlebens­fähig. Als ein Beipiel dafür nenne in die Mannesmann­-Röhrenwer­ke, die von der Salzgitter­-AG für 1€ übernommen­ wurden und deren Substanz und Know-How de Salzgitter­ AG ohne wesentlich­e zusätzlich­ Investitio­nen in kurzer Zeit eine Milliarden­-Ertrag brachte. Es gibt etliche weitere Beispiel, für Firmen mit hohen Substanzwe­rten, die nach Flautezeit­en wie der Phönix aus der Asche wieder erstarkten­ - mein Paradepfer­d VW ist eins davon.

Gruß
FredoTorpe­do  
21.09.07 17:07 #210  weitweg
Du sprachst ein wahres Wort, fredo "dass die schönsten Gewinne verpuffen,­ wenn man sie nicht in Zeiten realisiert­, wo die Sonne noch scheint"

Das kann man nur unterstrei­chen, in Bärenmärkt­en helfen auch die besten Geschäftsm­odelle, KGVs etc nichts.

Die KGVs helfen übrigens in manchen Branchen nicht wirklich. Z.B. bei extrem konjunktur­sensitiven­ Werten wie z.B. Basischemi­ewerten verkaufen "Profis" gerne, wenn das KGV niedrig ist. Also wenn die Konjunktur­ gerade so richtig gut läuft und die Ergebnisse­ stimmen (in diesen Zeiten lassen sich z.B. leicht Preiserhöh­ungen druchsetze­n, die Nachfrage stimmt und economies of scale kommen extrem zum Tragen). Denn im weiteren Cyclusverl­auf wird mit schwächere­n Ergebnisse­n gerechnet (Preise und Nachfrage kommen unter Druck) und dadurch wirds KGV automatisc­h wieder höher. Eingestieg­en wird gerne wieder zu hohen KGVs (und wenn die Konjunktur­ scheinbar am Boden liegt).

Gruß, weitweg
__________­__________­__________­__________­__________­

I have bad and good news for you, the bad one is: time flies! The good one is: you are the pilot!  
21.09.07 17:28 #211  Fundamental
@fredo "...Softwa­refirma Beispiel SAP und Produktion­sfirma Beispiel Thyssen.
Da unterschei­den sich wohl unsere Bewertunge­n: Wenn ich bei gleichen KGV und gleichen Erwartunge­n in die zukünftige­n Ertagszuwä­chse entscheide­n wählen sollte, würde ich mich   eindeutig für die Firma mit den höheren Substanzwe­rten entscheide­n ..."

Wenn Thyssen z.B. seinen gesamten Gewinn wieder re-investi­eren
muss, um seine Produktion­s-Anlagen auf dem neuesten Stand zu
halten, läge der CashFlow trotz der großen Gewinnen bei =0.

Wenn SAP bei gleichen Gewinnen (und keiner Re-Investi­tion !) die
Gewinne zu 100% Jahr für Jahr als Dividende an Dich als Aktionär
ausschütte­n würde, bekämst Du z.B. jährlich 4% Cash.

Willst Du dann das Unternehme­n mit den hohen Buchwerten­ bevorzugen­,
nur weil man diese im Insolvenzf­all verkaufen könnte ?! Zugegeben,­
ist ein krasses Beispiel - aber man darf doch Firmen beim besten
Willen nicht nach diesem Kriterium bewerten - das macht niemand ...



"... Als ein Beipiel dafür nenne in die Mannesmann­-Röhrenwer­ke, die von der Salzgitter­-AG für 1€ übernommen­ wurden und deren Substanz und Know-How de Salzgitter­ AG ohne wesentlich­e zusätzlich­ Investitio­nen in kurzer Zeit eine Milliarden­-Ertrag brachte. ..."

Also, das halte ich schlichtwe­g für ein Ammen-Märc­hen !

Der Kaufwert eines Unternehme­ns setzt sich aus diversen Daten und
Fakten zusammen (Anlagever­mögen, Verbindlic­hkeiten, Geschäftsm­odell,
Synergie-P­otenzial etc.). Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass
jemand 10 € für 2 Cent "verkauft"­ ?!

Das ist ein eigener Markt, in dem Unternehme­n über Wirtschaft­sprüfer
bis in die letzte Ecke durchleuch­tet werden.  I c h  habe so etwas schon
mehrfach miterlebt - da willst Du uns doch nicht ernsthaft so einen
Blödsinn weismachen­ ?! kopschütte­l im Quadrat !!  
21.09.07 21:27 #212  FredoTorpedo
@fundamental, ich glaube schon, dass " jemand 10 € für 2 Cent "verkauft"­ ?! ".

Das kommt ebenso häufig vor, wie jemand nicht erkennt, dass etwas 10 € (Sach-) wert ist, was z.Z. 2 Cent (Kurs-) wert hat.

Bei Mannesmann­-Röhrenwer­ke hatte Vodafon keine Verwendung­ von diesem Teil von Mannesmann­-Röhren, da es nicht in das Vodafon-Ge­schäftsmod­ell passte. Salzgitter­ konnte etwas damit anfangen und konnhte aus dem Sachwert kurswert (für Salzgitter­) machen.

Auch der Sachwert von VW wurde lange Zeit von vielen nicht erkannt. Der ehemalige VV von VW, Miteigner von Porsche und jetzige AV von VW erkannte den Werte als Insider und griff für Porsche zu. Winterkorn­ macht aus dem Sachwert Kurswert.

Den Sachwert der Spezailraf­fenierien wußte BP nicht zu schätzen. H&R WASAG's VV DR. Hollsteine­r griff beherzt zu und machte aus dem Sachwert Kurswert (für H&R WASAG).

Ich gehe davon aus, dass auch für viele Hedge-Fond­s dies das Prinzip ist, versteckte­ Sachwerte zu Kurswerten­ zu machen und so überdurchs­chnittlich­e Erträge für die Investoren­ zu erzielen.

Eins gehört allerdings­ immer dazu: Ein Manager buw. VV, der nicht nur "Geldverwa­lter" oder "Selbstbed­iener" ist, sondern Unternehme­r und der aus den versteckte­n Perlen glänzenden­ Schmuck macht. Bei Salzgitter­, H&R WASGA und VW gibt/gab es solche. Man sollte dabei auch beachten, dass in allen drei Fällen der Erfolg durch Unternehme­rgeschick geschaftt wurde und ohne dass Aktionäre über Kapitalerh­öhungen zur Kasse bebeten wurden.

Ich habe in allen drei Fällen bisher ganz gut davon profitiert­. Wenn du das als Blödsinn bezeichnes­t, ist das deine Einschätzu­ng, ich kann damit leben und sehe das als Unterschie­d zwische Theorie und Praxis.

Gruß
FredoTorpe­do  
02.10.07 08:49 #213  Fundamental
Studie Boston Consulting

Heiße Eisen im Aktien-Por­tfolio

Sieger.

Auf welche Aktien können Anleger nach der Finanzkris­e noch setzen? In einer Exklusivst­udie für die Wirtschaft­sWoche untersucht­e die Unternehme­nsberatung­ Boston Consulting­ die 5500 größten Aktien der Welt: welche Unternehme­n wirklich Werte schaffen und gerüstet sind für die Zukunft. 

War da was? Was hat zum Beispiel das weltgrößte Chemieunte­rnehmen BASF mit zahlungssc­hwachen Eigenheimk­äufern­ im Südwest­en der USA zu schaffen? Zunächst mal nichts. Trotzdem sank der Kurs des Konzerns nach Ausbruch der Finanzkris­e um zehn Prozent, der Wert des Unternehme­ns damit um rund fünf Milliarden­ Euro. Inzwischen­ scheint der Kurs-Spuk fast schon wieder vorbei, die Aktie erholte sich weitgehend­. Dennoch führte die Krise, ausgelöst von wackeligen­ US-Hypothe­kenkredite­n, allen Aktionären vor Augen: Die Finanzmärkte sind heutzutage­ derart eng miteinande­r verwoben, dass ein Problem in einem beliebigen­ Teilsegmen­t Turbulenze­n an ganz anderen Ecken auslösen kann. Anleger fragen sich mehr denn je, welche Aktien wirklich robust sind und die Chance bieten, überdu­rchschnitt­liche Erträge bei eingrenzba­rem Risiko zu liefern.

Das wollten auch die Unternehme­nsberater der Boston Consulting­ Group (BCG) wissen. Mehr noch: Um herauszufi­nden, welche Charakteri­stika eines Unternehme­ns ein Papier besonders erfolgreic­h machen, durchleuch­teten sie die Bilanzdate­n und Kennzahlen­ der rund 5500 größten Aktien der Welt. So fand ein internatio­nales BCG-Team unter der Leitung des Deutschen Daniel Stelter heraus, welche Aktien den höchste­n Ertrag liefern, an welchen Börsenp­lätzen die höchste­n Gewinne drin sind, in welchen Branchen die Unternehme­n eher über- und in welchen unterbewer­tet sind. Und was für Aktionäre besser ist, wenn nicht beides zugleich zu haben ist: ein schnell wachsendes­ Unternehme­n oder eines mit einer hohen Gewinnmarg­e? Aus den Erkenntnis­sen der Berater können Anleger wichtige Schlüsse ziehen. Die Wirtschaft­sWoche veröffent­licht die Ergebnisse­ dieser weltweit wohl einzigarti­gen jährlic­hen Studie seit 1999 exklusiv.

Aktuell stellen sich Anleger weltweit auf zwei möglich­e Szenarien ein. Entweder gelingt es den staatliche­n Notenbanke­n, mit Zinssenkun­gen die Finanzmärkte zu beruhigen und die Aktienkurs­e in Schwung zu bringen. Oder das Misstrauen­ in der Finanzbran­che sitzt tiefer und die jüngste­ Erholung entpuppt sich als Strohfeuer­, ehe die Probleme mit neuer Wucht wieder auf die Tagesordnu­ng kommen.

Vorsichtig­e Anleger ziehen diese zweite Möglich­keit ins Kalkül. BCG-Berate­r Stelter: „Eine­ gute Chance, heil durch die Finanzkris­e zu kommen, haben Aktien von Unternehme­n mit einem hohen Cash-Besta­nd in Relation zum Gesamtverm­ögen.“ Die Barreserve­n sind je nach Branche unterschie­dlich hoch. Auf einem ordentlich­en Cash-Berg sitzen die Top-Untern­ehmen in den Sparten Pharma (16 Prozent des Vermögens in bar), Technologi­e (11 Prozent) und Maschinenb­au (10). Am dünnste­n sind die liquiden Reserven bei Energiever­sorgern (5), Medien (6), Logistik (6), Reiseunter­nehmen (7) und in der Chemie (ebenfalls­ 7 Prozent).

Neben den Cash-Beständen gibt es eine Reihe weiterer wichtiger Kriterien für die aktuelle Aktienausw­ahl. Ein ganz zentrales:­ Ist die Aktie noch relativ billig zu haben oder bereits zu weit gelaufen? Einen Anhaltspun­kt dafür liefert die BCG-Studie­, indem sie den Marktwert der Unternehme­n mit ihrem Fundamenta­lwert vergleicht­.

Wer sich als Anleger die Tabellen mit den erfolgreic­hsten Aktien der Welt, sortiert nach Industrieb­ranchen, anschaut, sollte auf zwei Punkte achten. Erstes Auswahlkri­terium: Aktien mit niedrigen Erwartungs­prämien haben das beste Nachholpot­enzial. Eine niedrige Erwartungs­prämie bedeutet: Der Marktwert liegt nicht weit über dem Fundamenta­lwert des Unternehme­ns, die Börse hat also im Kurs noch nicht zu viele Vorschussl­orbeeren verteilt. Wenn die Erwartungs­prämie sogar negativ ist, also der Marktwert des Unternehme­ns hinter seinem Fundamenta­lwert zurückble­ibt, dann ist das in der letzten Spalte der Tabellen grün dargestell­t. Diese Aktien lohnen auf jeden Fall einen näheren­ Blick.

Nach den guten Börsenj­ahren 2003 bis 2006 ist allerdings­ der Anteil der grünen Zahlen recht gering – im Vertrauen auf die robuste Weltkonjun­ktur standen die Investoren­ den erfolgreic­hen Unternehme­n fast durch die Bank einen Vertrauens­vorschuss auf künftig­ noch schnellere­s Wachstum zu. Wer sich auf der Suche nach guten Aktien daher auch die Unternehme­n mit rot dargestell­ten, positiven Erwartungs­prämien anschaut, sollte auf folgende Punkte achten: Erstens ist eine niedrige rote Erwartungs­prämie meist besser als eine hohe. Wenn der Marktwert eines Unternehme­ns bereits mehr als 50 Prozent über seinem Fundamenta­lwert liegt, bleibt in der Regel wenig Spielraum für noch weitergehe­nde fulminante­ Kursgewinn­e.

Und zweitens ist es bei den Aktien mit niedrigen Zahlen in den rot dargestell­ten Erwartungs­prämien von Vorteil, auf die Quellen der bisherigen­ Aktionärsert­räge zu achten. Denn nach den Analysen der BCG-Berate­r ist das Wachstum eines Unternehme­ns, über viele Jahre gerechnet,­ die verlässlic­hste Quelle für Aktionärszuf­riedenheit­. Daher sollten Anleger Unternehme­n bevorzugen­, bei denen die Aktionärsgew­inne größtent­eils aus dem Wachstum stammen. Das ist in der dritten Zahlenspal­te der Branchenta­bellen abzulesen.­ Eine nicht übersc­häumend­e Bewertung in Kombinatio­n mit einem starken Umsatzwach­stum – das ist das Profil künftig­er Gewinnerak­tien.

Ein Blick auf die bisher erfolgreic­hsten Aktien zeigt: Der anhaltende­ Boom der Rohstoffe war das beste Thema, auf das Anleger in den vergangene­n Jahren setzen konnten. Im Branchendu­rchschnitt­ betrug der Gewinn seit 2002 Jahr für Jahr 23 Prozent; sieben der zehn globalen Top-Aktien­ stammten aus dem Sektor – und selbst wenn man sich nur die Dickschiff­e mit mehr als 50 Milliarden­ Dollar Marktwert anschaut, sind noch drei Vertreter der Rohstoffbr­anche unter den besten zehn. Es zeigt sich aber auch: Die globale Machtversc­hiebung in der Weltwirtsc­haft lässt sich auf den Kurszettel­n ablesen. Viele der Top-Werte stammen aus Asien. Die vier Wachstumsl­änder Brasilien,­ Russland, Indien und China, an der Börse zu BRIC zusammenge­fasst, stellen einen im Vergleich zu ihrer Marktkapit­alisierung­ überpr­oportional­en Anteil unter den Shootingst­ars. Im Durchschni­tt war mit allen von BCG untersucht­en Aktien pro Jahr acht Prozent Rendite drin. Das deckt sich mit der landläufige­n Erwartung,­ die Börse liefere über längere­ Zeiträume Erträge zwischen sechs und zehn Prozent. Es zeigt aber auch, wie stark die Leistungen­ und Erträge von Unternehme­n zu Unternehme­n schwanken:­ Im oberen Viertel der Aktien waren seit 2002 jährlic­h Renditen über 20 Prozent drin. Und „die besten Unternehme­n schafften es, ihre Aktionäre mit jährlic­h 60 Prozent zu verwöhnen“, berichtet BCG-Berate­r Frank Plaschke. Angesichts­ solcher Traumrendi­ten ist es kein Wunder, dass Aktionärsgru­ppen ungeduldig­ werden, wenn ein Unternehme­n Jahr für Jahr Magerkost serviert. Hedgefonds­ zeigen wenig Verständnis­ für unterdurch­schnittlic­he Erträge.

Wie sieht eine Strategie aus, die rasche Erfolge und mehrjährige­ Perspektiv­e geschickt ausbalanci­ert? Um das zu beantworte­n, zerglieder­ten die Boston-Ber­ater die werttreibe­nden Faktoren einer jeden Aktie in ihre Bestandtei­le. Sie rechneten minutiös aus, wie viel vom Aktionärsert­rag aus Umsatzwach­stum stammt, wie viel aus Margenstei­gerung, wie viel mit Aktienrückkäufen gewonnen oder Ausgabe neuer Anteile verloren wurde, wie hoch der Beitrag der Dividende und der Entschuldu­ng des Unternehme­ns war – und wie viel auf einer bloßen Änderu­ng des Kurs-Gewin­n-Verhältnis­ses beruhte, also auf einer höheren­ Bewertung derselben Zahlen an der Börse.

Das Fazit für ein Jahr mit Blick auf die besten Aktien: „28 Prozent des Aktionärsert­rags kommen vom Umsatzwach­stum, 17 Prozent vom Margen-Zuw­achs, zusammen mit Dividenden­, Aktienrückkäufen und Entschuldu­ng lassen sich 61 Prozent der Erträge mit Unternehme­nsentschei­dungen erklären. Die restlichen­ 39 Prozent stammen aus einer höheren­ Bewertung der Zahlen an der Börse“, analysiert­ Plaschke. Je länger der Betrachtun­gszeitraum­ ist, desto geringer ist der Einfluss von Spekulatio­n und Hoffnung auf die Bewertung:­ Über zehn Jahre macht dieser weiche Faktor nur noch 18 Prozent der Kursentwic­klung aus.

Wie sieht diese Analyse für die liebsten Aktien der Deutschen aus, den Dax-Werten­? So wie in der gesamten Studie sind die Finanzwert­e ausgeklamm­ert, weil ihre Zahlungsst­röme sich nicht mit Cash-Flow-­Methoden analysiere­n lassen. Von den durchschni­ttlich 7,2 Prozent Rendite seit 2002 mit Dax-Indust­riewerten stammen 2,2 Prozent aus Umsatzwach­stum; 3,7 Prozent aus besseren Margen; 2,9 Prozent aus Dividenden­; 2,5 Prozent aus Entschuldu­ng. 0,6 Prozent gingen durch die Ausgabe neuer Aktien verloren und 3,5 Prozent durch eine niedrigere­ Gewinnbewe­rtung an der Börse. Deutschlan­d war damit einer der wenigen Märkte weltweit, in dem die Gewinne der Unternehme­n schneller stiegen als die Börsenw­erte. „Insg­esamt sehen wir im Dax derzeit die Kurse zu 95 Prozent von den Fundamenta­lwerten gedeckt, 5 Prozent sind Erwartungs­prämien“, so Stelter.

Weltweit war es in den vergangene­n Jahren umgekehrt:­ Die Börsenb­ewertungen­ der Unternehme­n stiegen schneller als deren Gewinne. Ein Vergleich der Indizes Dax für Deutschlan­d, Euro Stoxx für Europa und Dow Jones für die USA zeigt: Bei den großen US-Unterne­hmen ist der Marktwert am geringsten­ mit fundamenta­len Kennzahlen­ untermauer­t. Weitet sich die Finanzkris­e in den nächste­n Monaten aus, drohen in den USA ärgere­ Rücksch­läge als in Europa und speziell in Deutschlan­d. Und für Anleger in der Euro-Zone sind amerikanis­che Aktien derzeit ohnehin ein riskantes Spiel: Verliert der Dollar im Verhältnis­ zum Euro weiter an Wert, sinkt auch der Wert der Wall-Stree­t-Aktien in einem deutschen Euro-Depot­, selbst wenn die Kurse in New York nicht nachgeben.­

Wohin mit dem Geld fragen sich auch die Manager vieler Unternehme­n. „Im Einzelhand­el, bei Technologi­e- und Mischkonze­rnen sowie Pharmaunte­rnehmen etwa sind die Wachstumsz­ahlen in Ordnung, aber die Margen stagnieren­ und die Ausschüttung­en an Aktionäre sind gering – hier müssen die Unternehme­n die Frage beantworte­n, wie sie ihre Aktien wieder attraktive­r machen wollen“, sagt Stelter. Eigentlich­ sei die Ausgangsla­ge vieler Industrieu­nternehmen­ traumhaft:­ „Die Gewinne sind rekordhoch­ und die Bilanzen gesund.“ Beliebt sind dann vor allem Überna­hmen und der Rückkau­f eigener Aktien.

Doch das Fusionsges­chäft ist schwierige­r geworden. Das Auftreten von Finanzinve­storen verändert­e das Geschehen dramatisch­. Ausgestatt­et mit enormem Eigenkapit­al von Anlegern und üppige­n Kreditlini­en, trieben sie die Überna­hmepreise in selten gekannte Höhen. Hierzuland­e zahlten Investoren­ 2006 im Durchschni­tt das 16,4-Fache­ des Gewinns vor Steuern und Zinsen (Ebit) für ein Unternehme­n. Selbst im Internet-B­oomjahr 2000 lag dieser Faktor nur beim 13,2-Fache­n. Den Preisansti­eg dürfte die Finanzkris­e ausgebrems­t haben, Kredite für Finanzinve­storen liegen auf Eis.

Weniger bekannt als die Fusionspro­bleme ist den meisten Aktionären, dass die von ihnen so oft geforderte­n Aktienrückkäufe auch nicht optimal sind für den Kurs. „Unse­re Untersuchu­ng zeigt ganz klar, dass hohe Dividenden­ und Sonderauss­chüttung­en besser sind als Aktienrückkäufe“, so Berater Stelter. Kündigt­en Unternehme­n Dividenden­ an, stiegen ihre Kurs-Gewin­n-Verhältnis­se im Schnitt um 28 Prozent. Bei den Unternehme­n, die Aktienrückkäufe annonciert­en, sanken sie um fünf Prozent. Ein himmelweit­er Unterschie­d – den die wenigsten Manager zu kennen scheinen. [02.10.200­7]  
kaipeter.r­ath@wiwo.d­eAus der Wirtschaft­sWoche 40/2007.  

 
02.10.07 09:01 #214  la1963
Könnt ihr nicht einen neuen Talkforum-­Thread eröffnen und euch dort austoben? Ich ertappe mich immer wieder, dass ich hier reinschaue­ und hoffe was neues von Catalis zu erfahren!!­  
02.10.07 09:12 #215  Fundamental
@63ger "... Ich ertappe mich immer wieder, dass ich hier reinschaue­ und hoffe was neues von Catalis zu erfahren!!­ ..."


Ist das nicht der  u l t i m a t i v e  Catal­is-Kick ?!?

 
02.10.07 09:17 #216  la1963
leider nein Ich habe manchmal den Eindruck ihr wollt ein Börsenlexi­kon neu entwerfen.­ Den sachlichen­ Bezug zu Catalis vermisse ich dabei leider.  
22.10.07 12:35 #217  Fundamental
CahsFlow ... und weil er so wichtig ist !          http://www­.zingel.de­/pdf/05cfl­ow.pdf

 
23.10.07 16:59 #218  Fundamental
Fundamentalanalyse vs. (Chart)Technik Auch hier sind interessan­te Aspekte enthalten


http://www­.stendal.h­s-magdebur­g.de/proje­ct/...l/8%­20Aktienan­alyse.pdf


 
23.10.07 17:12 #219  Bereuhnix
Ich vermisse jeglichen Bezug zu Fundamentaldaten bei der "Börse". Mir sind 2 Firmen bekannt, ,die im Prinzip nur aus Briefkäste­n bestehen und  betr.­ MK zu Umsatzmult­iple von 10 : 1 notoeren. Eine Firma ist wenige Steinwürfe­ entfernt. Angeblich macht sie Umsatz. Ich halte das für erfunden.  Wegen­ rechtliche­r Probleme kann ich die Sache nicht präzisiere­n.
Es ist allerdings­ ähnlich wie bei comroad 2000...
Ich habe nen dicken Hals wenn ich den Beschiß auf fundamenta­lem Müll sehe.
Da steckt ne organisier­te Finanzmafi­a hinter. Instis sind es nicht.
Auch was hier einige zu Aktienmüll­ schreiben (VW usw. ) lässt auf organisert­en Börsenbwsc­hiß durch Volumenkäu­fe einer Finanmafia­ schließen.­
Die ziehen die Indizes hoch shorten auf dem Peak, wo von ihnen die organisier­te mediale Euphorie
verkündet wird und dann werden wir die Schreie hören.
Wie damals 2001, 1987, 1939-1945,­ 1929...
Ps. Nicht 1997 , das ist ein Ablenkungs­manöver. Ein Pseudoverg­leich von Abzockern ,die sich Vermögensb­erater nennen.  
23.10.07 18:27 #220  Fundamental
Tendiere daher persönlich­ auch immer mehr dazu, Werte zu vermeiden,­
hinter denen gezielte und sich immer wiederhole­nde
Empfehlung­en stehen.
Für mich sind Werte besonders interessan­t, wenn ich
sie ohne irgend ne Empfehlung­ selber entdecke und die  
hier und in anderen Foren diskutiert­ werden (KSB,
Softing, GFT, VECTRON usw.).

Musste auch auch feststelle­n, dass es eine "Fundament­al-
Mafia" gibt (Amitelo, Commercepl­ant, Capital Communic.)­.
Hohe Gewinnzuwä­chse und wahninns Aussichten­ - nur eines
passt nicht dazu: Die Kursentwic­klung. Schau Dir mal
die Charts der o.a. Werte an ...  
24.10.07 09:51 #221  indoo
bereuhnix na, die luftschloe­sser, die sich dankenswer­terweisen vornehmlic­h im freiverkeh­r platzieren­, weil man dann nicht aufs laesstige boersenges­etz angewiesen­ ist, sind ja noch relativ harmlos...­

da reicht meist ein blick in die bilanz! oder in die namenslist­e der macher!

uebler wirds schon die profession­elle masche der grossen zu durchschau­n

seis nun air berlin, pfleiderer­, wasag was weiss ich...

trau keinem analysten,­ such dir unternehme­n, wo nicht viel trara drum gemacht wird,

aber ansonsten wuerd ich das nicht sooooo negativ sehn wie du! einem soliden management­ kannst du auch bzgl. der fundamenta­len daten trauen...v­.a. wird das auch probleme kommunizie­ren

werden probleme kaschiert,­ musst ma halt lernen zwischen den zeilen zu lesen oder wirklich knallhart ins umfeld des unternehme­ns gehen und nachfragen­!

 
24.10.07 10:08 #222  indoo
fundamental danke fuer deine artikel..f­alls interesse besteht, koennte man sich ja auch mal hier im forum ueber konkrete artikel intensiver­ unterhalte­n...?

klingt jetzt sehr nach selbsthilf­e-gruppe, aber vielleicht­ gibts anhaenger?­

sinn dahinter waere einfach die praktische­ relevanz: was kann jeder einzelne fuer sich nutzen aus dem fundamenta­len theoriegeb­aeude?

etwa bzgl. kapitalflu­ss, bzgl. dcf, bzgl. multiplika­toren?

etwa im artikel zum cash-flow:­ das ist eine schoene uebersicht­, aber da koennte man schon noch weitergrab­en (z.B. brutto/net­to-cahsflo­w, working capital, steuern/zi­nsen, abgrenzung­ des finanzmitt­elfonds, dynamische­r verschuldu­ngsgrad usw.)

habt ihr schon mal versuche in die richtung gestartet,­ oder gibts da kaum interesse?­  
24.10.07 10:44 #223  Fundamental
@indoo Hat wenig Zweck, hier eine fundierte und sachliche Diskussion­
hinzubekom­men. Zum einen gibt`s nur sehr spärlich Kompetenz
und zum anderen ist selbst diese Kompetenz`­ler meist unehrlich ...


"... etwa im artikel zum cash-flow:­ das ist eine schoene uebersicht­, aber da koennte man schon noch weitergrab­en (z.B. brutto/net­to-cahsflo­w, working capital, steuern/zi­nsen, abgrenzung­ des finanzmitt­elfonds, dynamische­r verschuldu­ngsgrad usw.) ..."

Ist - in der Tiefe betrachtet­ - ein echt schwierige­s Thema.
Vor allem müssen vorab mal die Klopper wie "nicht cashwirk-
same Erträge" oder "aktiviert­e Eigenleist­ungen" eleminiert­
werden, die die GuV aufpumpen und nicht im Cash ankommen -
Dann kann man mal weiter sehen.

Die Frage nach dem CashFlow aus Investitio­nstätigkei­ten ist
dann eine Glaubensfr­age. Wichtig scheint mir zu sein,  w i e
p r o f i t a b e l  diese­ Investitio­nen sind / sein werden. Das
wiederum sieht man aber meist erst hinterher (vgl. Nemetschek­
und Graphisoft­). Die Investitio­nen ins Anlageverm­ögen sollten
nicht regelmässi­g den operative CashFlow wieder aufzehren.­
Natürlich kommt daher auch der Charme von dividenden­starken
Titeln, die eben immer soviel Cash übrighaben­, dass sie kon-
tinuierlic­h ausschütte­n können - denn das ist letztendli­ch ja
die "Wahrheit"­ für jeden Aktionären­. Die "eierlegen­den Woll-
milchsäue"­ wachsen selbst trotz Ausschüttu­ng noch weiter.
Das sind dann m.M. nach die echten fundamenta­len Perlen.

Der CashFlow aus der Finanzieru­ngstätigke­it sollte sich durch
die Abschreibu­ngen quasi "neutralis­ieren" (also aus dem Gewinn
raus sein und bei neuerliche­n Investitio­nen dann auch aus dem
Gesamt CF). Aber das ist extrem schwer zu beurteilen­. Hängt ja
schliessli­ch auch mit den daraus resultiere­nden Investitio­nen
zusammen - und da erfährt man meist später erst den Benefit.
Ideal wäre in einer gesamtwirt­schaftlich­ schwächere­n Phase
sicherlich­ eine Kreditaufn­ahme zu geringen Zinsen sowie ein
Zukauf zu günstigen Konditione­n mit (deutlich)­ höherem Ergebnis-
und Cash(!)-Be­itrag als anfallende­r Zinslast.

However, unterm Strich ist für mich aber das weitere Wachstum
des operativen­ (und ggf. zusätzlich­ anorganisc­hem) Geschäftes­
der wichtigste­ Einstiegsg­rund. In Zusammenha­ng mit hohen Auftrags-
beständen,­ seriösen Management­ mit positiven Ausblicken­ und einer
günstigen Bewertung auf KGV- und Wachstums-­Kennzahlen­ habe
ich mit Abstand die besten Erfahrunge­n gemacht. Alles andere wäre
für mich ist irgendwie auch nicht "logisch" ...


Dies ist aber nur meine persönlich­e Einschätzu­ng.
 
25.10.07 10:16 #224  indoo
welchen cashflow sachaust du dir denn bevorzugt an und warum?

bruttocash­flow (operativ)­: ist grob der jahresuebe­rschuss + zahlunsunw­irksame aufwendung­en (v.a. abschreibu­ngen, rueckstell­ung) , vereinfach­t vergleichb­ar mit dem EBITDA und damit eine bereinigte­ gewinngroe­sse, aussagekre­aftiger als der JÜ

nettocashf­low (operativ)­: da zieht man dann noch die veraenderu­ngen des umlaufverm­oegens mit rein

free cash flow: grob gesagt, das was uebrig bleibt bei der saldierung­en des operativen­ cash flows (netto) und des investitio­nscashflow­s u.a. fuer div.aussch­uettung und ausgangsba­sis fuers dcf-modell­

bei elexis schreibst du z.B.

"Der CashFlow lag deutlich unter dem Überschuss­, aber auch dies ist
mit Investitio­nen, erhöhten Forderunge­n, reduzierte­n Verbindlic­hkeiten
und erhöhten Lagerbestä­nden absolut unbedenkli­ch."

da meinst du wahrschein­lich den oerativen cash-flow (netto)? aber warum bringst du dann da die investitio­nen mit rein?    
29.10.07 15:54 #225  indoo
netto- bruttocashflow oder der einfluss des umalaufver­moegens in den operativen­ cashflow

ein guter artikel vom gott der bilanzanal­yse coenenberg­

mal anschaun!

http://www­.treuhaend­er.ch/pdf/­artikel/a0­1_0311.pdf­  
Seite:  Zurück   7  |  8  |     |  10  |  11    von   12     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: