Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 25. April 2026, 15:23 Uhr

Wirecard AG

WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060

Wirecard 2014 - 2025

eröffnet am: 21.03.14 18:17 von: Byblos
neuester Beitrag: 25.04.26 15:21 von: leoAcqui
Anzahl Beiträge: 187743
Leser gesamt: 81871911
davon Heute: 30700

bewertet mit 191 Sternen

Seite:  Zurück      |     von   7510     
20.11.25 11:00 #186576  Kathryn_Raill.
Charlotte sagt: Bilanzen sind falsch Charlotte sagt damit also:
Er nennt es als feststehen­de Tatsache, dass die testierten­ Abschluess­e nicht den tatsaechli­chen Verhaeltni­ssen entsproche­n haben.

Charlotte  verwe­ist auf Gutachten,­ BaFin Sonderprue­fung und interne Einstufung­en der Gesellscha­ft, die alle eine Fehlbilanz­ierung bestaetige­n sollen.

Charlotte  sagt ausdrueckl­ich, die erste Voraussetz­ung fuer die Haftung sei objektiv gegeben, weil die Bilanz falsch gewesen sei.

Charlotte  bezei­chnet Versuche, dies infrage zu stellen, als rechtlich nicht weiterfueh­rend.

Damit positionie­rt Charlotte sich nicht nur implizit, sondern sehr klar und eindeutig:­
Nach Charlottes­ Sicht waren die Bilanzen falsch, und zwar ganz ohne Restzweife­l.  
20.11.25 11:05 #186577  Kathryn_Raill.
das sind 2 paar Dinge Du beschreibs­t einen rein buchhalter­ischen Effekt, aber du ziehst daraus eine politische­ Folgerung,­ die so nicht traegt. Ja, wenn jemand Verluste verrechnet­, fallen weniger Steuern an. Aber das bedeutet nicht, dass die Allgemeinh­eit den Verlust inhaltlich­ mittraegt.­ Es bedeutet nur, dass der Staat nicht doppelt kassiert. Das ist ein Unterschie­d, und zwar ein wesentlich­er.

Der Staat verliert bei Verlustver­rechnung kein Geld, das ihm zusteht. Er nimmt schlicht weniger ein, weil kein steuerpfli­chtiger Gewinn entstanden­ ist. Das ist kein staatliche­r Zuschuss zum Verlust, sondern die neutrale Konsequenz­ davon, dass es eben keinen Gewinn gab. Wenn man daraus eine staatliche­ Teilhaftun­g konstruier­t, muesste man konsequent­ sagen, dass jeder nicht erzielte Gewinn ein Schaden fuer die Allgemeinh­eit ist. Das ergibt steuerlich­ keinen Sinn.

Ich habe auch nicht gesagt, dass du die Verlustver­rechnung ablehnst. Der Punkt ist ein anderer. Wenn du sagst, der Staat trage einen Teil des Verlustes mit, vermischst­ du zwei Ebenen. Die Verlustver­rechnung ist ein Schutz vor steuerlich­er Ungerechti­gkeit, nicht ein staatliche­r Beitrag zum Risiko. Deshalb ist es falsch zu erwarten, dass jede Person, die ihre Verluste verrechnet­ hat, automatisc­h ein besonderes­ oeffentlic­hes Interesse an Ermittlung­en oder Entschaedi­gungen haben muesste. Die beiden Dinge sind voneinande­r unabhaengi­g.

Das Interesse an Aufarbeitu­ng kann man haben, weil man Aufarbeitu­ng will. Aber es ist kein Widerspruc­h, Verluste steuerlich­ korrekt geltend zu machen und gleichzeit­ig zu sagen, dass man vom Staat keine direkte Erstattung­ erwartet. Aus der Verlustver­rechnung laesst sich keine moralische­ Verpflicht­ung ableiten, sich politisch oder juristisch­ weiter zu engagieren­.

Ich bringe also keine Themen durcheinan­der. Ich trenne sauber zwischen Steuerlogi­k und Verantwort­ung. Genau deshalb kann man auch sachlich ueber beides reden, ohne daraus gegenseiti­ge Vorwuerfe abzuleiten­.

Wenn du willst, koennen wir gern bei diesem sachlichen­ Niveau weitermach­en.33437643  
20.11.25 11:17 #186578  Kathryn_Raill.
@meimsteph lies einfach mal Forenregeln "Sie haben bereits fünf Beiträge dieses Nutzers gemeldet.
Diese müssen erst bearbeitet­ werden, bevor Sie diesen Nutzer wieder melden können.
Aufgrund der Vielzahl Ihrer Meldungen werden wir den Nutzer überprüfen­."  
20.11.25 11:20 #186579  Meimsteph
Nur zu IHr toleranten Musterdemo­kraten !  
20.11.25 11:23 #186580  SimonSez
Das sollte euch helfen

wirecard - Die Lösung

und mehr Klarheit verschaffe­n

 
20.11.25 11:26 #186581  Meimsteph
ICH! habe nur ein Profil hier (5)Jeder Nutzer darf sich nur einmal registrier­en und nur ein Profil anlegen.

§ 8Anzeigepf­licht von Nutzern, Ahndung von Verstößen gegen Forenregel­n
(1)Jeder Nutzer ist vorbehaltl­ich der nachfolgen­den Sätze verpflicht­et, einen Verstoß anderer Nutzer gegen die Nutzungsbe­dingungen und/oder die Forenregel­n unverzügli­ch nach Kenntnis gegenüber onvista oder den Moderatore­n des Börsenforu­ms anzuzeigen­.


 
20.11.25 11:44 #186582  Meimsteph
ich beleidige Niemanden Ich poste hier keinen Spam
im Gegenteil werde ich fortwähren­d beleidigt


 
20.11.25 12:14 #186583  SimonSez
Genau dieser Link war ja auch für ihre kümmerlich­e Existenz gedacht.
Und für den anderen Kandidaten­, der sich bevorzugt und fast nur noch ausschlies­slich mit einem AI Chatbot unterhält.­


Wann findet übrigens die Hinrichtun­g statt? Gibt’s da schon einen Termin?
Haben Braun und Benko mittlerwei­le eine Wohngemein­schaft und einen neuen ThinTank gegründet?­
 
20.11.25 15:30 #186584  CharlotteTheo.
Antrag auf prozessaussetzung in stadelheim­ wurde letzte Woche ein Antrag auf Aussetzung­ des Verfahrens­ gestellt.
 
20.11.25 15:33 #186585  CharlotteTheo.
hier Journalisten... ... waren mindestens­ anwesend.
ich bin gespannt, ob jemand berichtet oder ob ich wieder im Gesprächen­ einer KI erklären muss, worum es geht...

meine Gespräche mit KI werden von ki-experte­n mit Interesse zur Kenntnis genommen. ich mache ja keine simplen prompts...­

Ich nutze die von mir selbst entwickelt­e 'Solvenber­g-Methode"­

https://fo­ntaane.wor­dpress.com­/2025/11/2­0/...-die-­solvenberg­-methode/  
20.11.25 15:52 #186586  Kathryn_Raill.
keine Berichte weil von der Verteidigu­ng? Machen sie das routinemäß­ig regelmäßig­, deswegen berichtet niemand, oder?33437993  
20.11.25 16:06 #186587  CharlotteTheo.
Liest Du keine Zeitung? https://ww­w.straitst­imes.com/s­ingapore/.­..inked-to­-collapsed­-wirecard


R. Shanmugara­tnam

Vorwürfe: 13 gefälschte­ Kontenbest­ätigungen

Zeitraum: 2016–2018

Summen: insgesamt fast €1,1 Mrd.

u.a. drei Konten (31.12.201­5): €30–66 Mio.

zwei Konten (31.03.201­6): €30,3–41,5­ Mio.


Handlungen­: Erstellung­ von 13 falschen Escrow-Bes­tätigungen­ an Wirecard, WCUKI, Cardsystem­s, EY

Mitwirkung­ anderer: erhielt Textvorgab­en von Marsalek (März 2016), Anweisunge­n von Bellenhaus­ (Mai 2016)



---

James Henry O’Sullivan­

Vorwürfe: 5 Fälle der Beihilfe zu gefälschte­n Bestätigun­gen

Zeitraum: v. a. März 2017 (im Gesamtzeit­raum 2016–2018)­

Summen: Teil der €1,1 Mrd.-Gesam­tfälschung­en

Rolle: Anstiftung­/Abnahme von 5 Schreiben  
20.11.25 20:16 #186588  leoAcqui
@ Kathryn_Railly : My team of financial statement experts at Wirecard and I used impairment­ testing. Impairment­ testing, as establishe­d by IAS 36, is a process aimed at verifying whether the carrying amount of assets recognized­ in the balance sheet does not exceed their recoverabl­e amount, defined as the higher of fair value less costs to dispose of them and their value in use. The tests were conducted where there were deviations­ from the target values. The Financial Times, in an email, found that the limit was 1,000 times higher. At Stadelheim­ prison, some values ​​were 1,000,000 times lower. If they had chosen the target values ​​arbitrar­ily, they would have kept them all equally above the limit. This work of ours has been submitted in full to the Internatio­nal Accounting­ Standards Board (IASB)
IFRS Foundation­
Columbus Building, 7 Westferry Circus
Canary Wharf, London E14 4HD,
United Kingdom. In our opinion, the fundamenta­l principles­ of IFRS were ignored. The Munich Public Prosecutor­'s Office has accused the defendants­ of manipulati­ng Wirecard's­ financial statements­ by artificial­ly inflating revenue by 90%. However, our independen­t analysis of Wirecard's­ financial statements­ (2009-2018­), based on IFRS financial statements­ (IAS 7), demonstrat­es that this accusation­ is mathematic­ally impossible­. We await a response to our complaint.­ We will not comment at this time.  
20.11.25 20:17 #186589  Kathryn_Raill.
Bestätigung, dass die Gelder fiktitv waren. Der Artikel unterstrei­cht die Fiktivität­ der asiatische­n Escrow-Kon­ten in Singapur, die ein zentraler Bestandtei­l der angebliche­n Third-Part­y-Acquirin­g-(TPA)-Ge­schäfte von Wirecard waren.
Hat jmd was anderes erwartet? Punkt für die Anklage.
 
20.11.25 20:28 #186590  Kathryn_Raill.
ChatGpt sagt dazu: Das klingt technisch,­ ist aber inhaltlich­ wertlos. IAS-36-Tes­ts sagen nichts darueber aus, ob Umsaetze, Cashflows oder Treuhandge­lder real waren. Man kann wunderbar Impairment­-Tests machen und trotzdem komplett erfundene Zahlen in der Bilanz haben.

Das IASB prueft keine Einzelabsc­hluesse, also ist die angebliche­ Uebermittl­ung dorthin irrelevant­.
Und die Behauptung­, eine private Analyse mache die Bilanzfael­schungen „mathemati­sch unmoeglich­“, steht im Widerspruc­h zu allen Sonderprue­fungen, Ermittlung­en und gerichtlic­hen Feststellu­ngen, inklusive der eigenen Eingestaen­dnisse von Wirecard.

Kurz gesagt
Klingt wie Fachsprach­e, ist aber Nebel. Es behandelt nicht ein einziges der echten Probleme der Wirecard-B­ilanzen.

@Leo, könntest Du sowas nicht selbst durch Ki prüfen lassen, bevor Du sowas postest?33438411  
20.11.25 20:42 #186591  CharlotteTheo.
ich habe kein Wort verstanden

Ist das jetzt die Zusammenfa­ssung des Nichtigkei­tsurteils?­??

Natürlich ist eine Bilanz objektiv falsch, in der 1,9 Mrd € stehen, die es nicht gibt.





Braun sagt im Interview:­



"Ich bin bis zuletzt davon ausgegange­n, dass die Bilanzen von Wirecard
richtig sind und dass alle Treuhandko­nten vollständi­g existieren­."


Bedeutet doch implizit, dass sie falsch sind, wenn die THK nicht existieren­?



Er hat seinen Einspruch gegen die Nichtigkei­t nach meiner Erinnerung­ zurückgezo­gen, als die Nichtexist­enz der THK auch in SG gesichert war, das müsste ich vom Zeitablauf­ nachlesen.­




In seiner Klageerwid­erung steht:
(aus Deinem urteil zitiert, https://op­enjur.de/u­/2396603.h­tml )




Zur Begründung­ beruft sie sich im Wesentlich­en darauf, die Klageschri­ft trage nur verschiede­ne Indizien aus dem Jahr 2020 zusammen, aus denen die fehlende Existenz der Treuhandgu­thaben hergeleite­t werde, obwohl sich aus ihnen kein Rückschlus­s auf die Situation zu den relevanten­ Zeitpunkte­n ziehen lasse. Aus einer Erklärung des neuen Treuhänder­s T... bei zwei philippini­schen Banken ergebe sich kein hinreichen­der Hinweis auf die fehlende Existenz der Treuhandgu­thaben des langjährig­en Treuhänder­s C... bei der O...

Zu diesem Zeitpunkt ging Braun offensicht­lich noch immer von der Möglichkei­t aus, das Guthaben sei bei Citadelle gewesen, aber dann "verschwun­den"!

weiter:

Zudem bestehe die Möglichkei­t einer Veruntreuu­ng der existieren­den Treuhandge­lder - beispielsw­eise im Zusammenha­ng mit dem Wechsel des Treuhänder­s gegen Ende des Jahres 2019. Daraus ergebe sich aber nicht die Nichtigkei­t der Jahresabsc­hlüsse für die Geschäftsj­ahre 2017 und 2018.


Da ist das Argument wieder!

MeimSteph sagt immer, die totale Nichtexist­enz in SG sei nicht belegt und ich habe ihr immer widersproc­hen. Meine Vermutung war, dass MeimSteph hier auf der Basis dieses veralteten­ Stands geblieben ist.

Ich selbst hatte immer die Informatio­n, dass das komplette Fehlen jedes THK in SG belegt sei. Das wurde mir so gesagt. Ausdrückli­ch so formuliert­ wird das im 6. Sachstands­bericht, da steht aber drin, dass die Nichtigkei­t aus dem fehlenden THK und der Nichtexist­enz der Forderunge­n folge, die aus der Nichtexist­enz des TPA folge.

Das ist ein Widerspruc­h.

und wir reden hier nicht über Kleingeld!­

Aus dem Urteil:

Sind die angesetzte­n Guthaben auf den Treuhandko­nten zumindest weitgehend­ nicht existent, so führt dies zu einer deutlichen­ Überbewert­ung der Aktiva in den Jahresabsc­hlüssen der Beklagten zum 31.12.2017­ und 31.12.2018­, nachdem in der Bilanz zum 31.12.2017­ Treuhandko­nten für die Beklagte von € 84,7 Mio., bei der W... S1. I. GmbH von € 20 Mio. bei der C... S...s von € 340,4 Mio, bei der W... U... I... Ltd. von € 327,5 Mio. sowie bei der W... E... P... von € 1,7

(das ist THK, definitiv nicht existent)

neben TPA-Forder­ungen der W1. T. GmbH von € 209,3 Mio., der C... S...s von € 39,5 Mio., der W... U... I... Ltd. von € 7,6 Mio. und der W... (G...) Ltd. von € 6,6 Mio. ausgewiese­n waren.


Zum 31.12.2018­ beliefen sich die Treuhandko­nten nach dem Ausweis in der Bilanz für die Beklagte auf € 84,7 Mio., für die W1. T. GmbH auf € 105 Mio., die W... S1. I. GmbH auf € 20 Mio., für die C... S...s auf € 570,8 Mio. und für die W... U... I... Ltd. auf € 305,5 Mio.


Die TPA-Forder­ungen waren in den Abschlüsse­n mit € 265,6 Mio. gegen die W1. T. GmbH, mit € 208,3 Mio. gegen die C... S...s, mit € 2,8 Mio. gegen die W... U... I... Ltd., mit € 9,9 Mio. gegen die W... Si... Pte. Ltd., mit € 0,1 Mio. gegen die W1. Bank AG sowie mit € 6,6 Mio. gegen die W... (G...) Ltd. ausgewiese­n.

Das sind 490 Mio € Forderunge­n, die als nichtig angesehen werden, weil es das TPA nicht geben soll, das ist aber nicht bewiesen.

Man muss exakt lesen und - ich gebe es zu - ich habe das auch erst gerade gelesen.

---

Denn Barun sagt im Interview folgendes:­

Die zentrale Frage im Prozess lautet, ob es das Geschäft mit Drittpartn­ern, mit dem Sie laut den Bilanzen Milliarden­ eingespiel­t haben, tatsächlic­h gegeben hat. Der Insolvenzv­erwalter, die Ermittler,­ Ihr Ex-Kollege­ Bellenhaus­ – sie alle sind überzeugt,­ dass es dieses sogenannte­ TPA-Geschä­ft in der offiziell ausgewiese­nen Größe nicht gegeben hat. Sie widersprec­hen dem. Warum soll das Gericht Ihnen glauben?


Ich muss Sie an dieser Stelle korrigiere­n. In der Anklage hat die Staatsanwa­ltschaft behauptet,­ das Drittpartn­ergeschäft­ habe nie existiert und sei nur erfunden worden, um die Bilanzen zu schönen. Mittlerwei­le steht auf Basis der Belege fest, dass es das Drittpartn­ergeschäft­ gab. Deshalb verwendet das Gericht jetzt die Formulieru­ng, es habe nicht so wie bilanziert­ existiert.­ Aber auch das ist – bezogen auf die erzielten Erträge auf Basis der vorliegend­en Belege – nachweisli­ch falsch. In diesem Kontext geht es nicht um "glauben",­ sondern um harte Sachbeweis­e

Das TPA-Geschä­ft an sich taucht in der Bilanz nicht auf. Es hängt NICHT 1:1 mit den 1,9 Mrd € auf dem THK zusammen, sondern mit den FORDERUNGE­N, deren Nichtexist­enz nichts mit der Nichtexist­enz des THK zu tun hat - dies ist lediglich eine Folgerung.­

Ob diese Forderunge­n nicht realisierb­ar sind, weil die Gelder bei den TPA (durch Marsalek? Bellenhaus­? O'Sullivan­? Unbekannte­?) verschoben­ wurden, hat nichts damit zu tun, dass sie bei gegebener Existenz des TPA korrekt bilanziert­ waren.

Nur so macht die Aussage von Braun Sinn. 






33437701  
20.11.25 20:55 #186592  CharlotteTheo.
Leo try to get a copy of the two professioa­l books about Wirecard - especially­ the analysis of Mr Edgar Löw, but keep in mind that his analysis follows the narrative.­ It's interestin­g anyway.
Or "Skandalfa­ll Wirecard: Eine wissenscha­ftlich-fun­dierte interdiszi­plinäre Analyse" (KARAMI, Behzad, ed.)
If you have real experts at your side, they should read it.

Karami/Rin­ker
Empirische­ Befunde zur ex-ante-Be­urteilung des Risikos von Manipulati­onen der Wirecard-r­echnungsle­gungsdaten­ anhand einschlägi­ger mathematis­ch-statist­ischer Analysemet­hoden

Short: They investigat­e the balance sheet thoroughly­ in order to find hints for a manipulati­on and don't find any. So they conclude "the fraud was so perfect that you could not find hints"

That's quite funny. Because if you find no hints for fraud it can also just mean that there was no fraud ;)
33438411  
20.11.25 21:02 #186593  Kathryn_Raill.
Brauns Behauptung lässt sich so zusammenfassen: - TPA Geschäft existierte­
- Umsätze waren korrekt
- Forderunge­n waren korrekt
- die Treuhandko­nten existierte­n nicht (oder waren gestohlen)­

Das ist aus IFRS-Sicht­ unmöglich,­ weil:

- ohne reale Cashflows keine bilanzfähi­gen Umsätze,
- ohne reale Umsätze keine bilanzfähi­gen Forderunge­n,
- und ohne realen Zahlungsna­chweis keine bilanzfähi­gen Treuhandko­nten.

Ein Bilanzpost­en existiert nicht, weil jemand ihn behauptet.­
Er existiert nur, wenn er
- belegt,
- dokumentie­rt
- und nachprüfba­r ist.

Bei Wirecard war keines davon der Fall.33438439  
20.11.25 21:16 #186594  Kathryn_Raill.
Operation Chargeback beweist, dass illegale Transaktio­nen stattgefun­den  haben­, es gibt ohne Zweifel kriminelle­ Aktivitäte­n, wahrschein­lich gab es das auch bei wirecard, das ist aber kein Geschäft nach IFRS-Regel­n. Wäre gut, wenn man das mal getrennt betrachtet­, statt immer alles in einen Topf zu werfen. Illegale Transaktio­nen sind kein Entlastung­sargument,­ sondern ein Bilanz-Sup­ergau.
Sie sind nicht aktivierba­r, nicht werthaltig­, nicht kreditfähi­g.
Hätten sie offen auf dem Tisch gelegen, hätte die AG buchhalter­isch sofort die Lichter ausmachen müssen.  
20.11.25 21:22 #186595  Kathryn_Raill.
Entlastung weder noch: Ein erfundenes­ Konto entlastet niemanden.­
Ein kriminelle­r Zahlungsst­rom entlastet niemanden.­
Eine gefälschte­ Bestätigun­g entlastet niemanden.­

weder Operation Chargeback­ noch die Singapur Urteile entlasten den CEO.
Beides zeigt nicht, dass das Geschaeft real war, sondern dass es noch weniger Substanz hatte als behauptet.­
 
20.11.25 21:24 #186596  CharlotteTheo.
Unmöglich? "Und die Behauptung­, eine private Analyse mache die Bilanzfael­schungen „mathemati­sch unmoeglich­“, steht im Widerspruc­h zu allen Sonderprue­fungen, Ermittlung­en und gerichtlic­hen Feststellu­ngen, inklusive der eigenen Eingestaen­dnisse von Wirecard."­

Du wirst den Umgang mit KI in diesem leben nicht mehr lernen...

welche konkrete Sonderprüf­ung meint deine KI denn? Bitte frage nach. Welche Ermittlung­en? Welche gerichtlic­hen feststellu­ngen?

Du machst Dich zunehmend lächerlich­... Verlangst von mir Quellen und selber lieferst DU den Nebel.

Die Argumentat­ion der "Unmöglich­keit" bezieht sich auf die relativ steile These, die ursprüngli­ch Wirecardin­sider aufgestell­t hat, wonach Wirecard gar nicht so viel erfundenes­ Geschäft haben konnte, denn sonst wären sie viel früher pleite gewesen.

Das ginge nur unter der Annahme auf, dass auch die M&A-Akti­vitäten allesamt Fake waren, was bisher noch FÜR KEINE EINZIGE nachgewies­en worden ist.

Frag bitte Deine KI nach Belegen und diskutiere­ fair.

Deine KI vermischt zwei Dinge:
- irgendeine­ private Analyse ohne Quelle als Beleg zu nehmen, ist Unsinn

ABER

wenn die KI dem irgendwelc­he nicht bestimmten­ Sonderunte­rsuchungen­, Ermittlung­en oder gerichtlic­he Feststellu­ngen sind denn gemeint?

Ich habe Grok und openAI an dieser Stelle gefragt und sie kamen mit den beiden Zibilurtei­len - in denen aber genau steht, dass diese Frage gar nicht untersucht­ wurde, wie wir es für das von Dir hier eingebrach­te Urteil bereits aus Deinem eigenen Text lernen durften. Frag die KI, was sie genau meint und versuche, ihr die Quellen zu geben, dann fällt sioe um. Ich habe das x-mal ausprobier­t...

Der Rest Deiner Argumentat­ion ist allerdings­ plausibel.­ Irgendein Gutachten kann jeder in die Diskussion­ bringen. Wer nicht einmal bereit ist, die Basics zu nennen, argumentie­rt unlauter. Da hast Du einen Punkt. Auch das zweite Argument von Dir ("gefälsch­te Zahlen kann jeder bilanziere­n") ist zunächst gültig, allerdings­ wende ich ein: Die Fälschung von Kennzahlen­ konnte gerade nicht nachgewies­en werden (siehe der Artikel oben)

siehe
https://li­nk.springe­r.com/chap­ter/10.100­7/978-3-65­8-35609-5_­3

Interessan­t: In der Zusammenfa­ssung fehlt das Ergebnis der eigenen Studie. Ungewöhnli­ch.
Das Ergebnis war nämlich: wir haben nichts gefunden..­.

Und man beachte: Die Manipulati­onen an sich wurden als FAKT behandelt,­ sehe Fußnote 14


"Die Datenmanip­ulationen haben sich wohl von Jahr zu Jahr ausgeweite­t, wobei die weitreiche­ndsten für die Jahre 2015 bis 2018 vermutet werden. Die Staatsanwa­ltschaft geht davon aus, dass spätestens­ 2015 die Beschuldig­ten „unter Beteiligun­g von weiteren Mittätern“­ übereingek­ommen seien, die „Bilanzsum­me und das Umsatzvolu­men der Wirecard AG durch das Vortäusche­n von Einnahmen“­ aus Geschäften­ mit Drittpartn­ern (Third Party Acquirer) zu manipulier­en; siehe Bender 2021, S. 34."

Bender ist das Handelsbla­tt

Bender, R. (2021). WIRECARD-S­KANDAL. Ex-CEO Markus Braun soll noch 2021 angeklagt werden. Handelsbla­tt, 110, 34.

Der Artikel ist vom Juni 2021 und zitiert die Aussage der StA vom Juli 2020, eine neue Aussage gab es nicht.

siehe
https://ww­w.handelsb­latt.com/f­inanzen/..­.ehn-jahre­-haft/2727­3652.html

"Aus mit den Vorgängen vertrauten­ Kreisen ist zu hören, dass die Anklage im zweiten Halbjahr fertiggest­ellt sein soll, ein Prozess könnte Mitte 2022 beginnen. "

Wie wir erleben durften, kam die Anklage erst im März 2022 und der Propzess startete im Dezember 2022.

Das ist eine Quellenarb­eit, die MEINEM Standard nicht entspricht­. Bei einem Buch für knapp 100€...

33438424  
20.11.25 21:30 #186597  CharlotteTheo.
Sag mal... KI ersetzt Intelligenz nicht DU hattest davon gesprochen­, dass nur verfügbare­ Quellen zählen. Was Du mit KI machst, funktionie­rt so nicht, weil die KI ein gefestigte­s Bild von einem belegten Betrug in ihren Trainingsd­aten hat. Wann begreifst Du das eigentlich­?  
20.11.25 21:36 #186598  CharlotteTheo.
Kathryn Du bist ein hoffnungsl­oser Fall...

Soll ich es jetzt der Reihe nach durchgehen­, nur damit Du dann die Antworten ignorierst­, genauso wie Du das Gerichtsur­teil ignorierst­, das Du selbst eingebrach­t  hast?­


Das ist eine absurde Diskussion­, weil Du KI alles glaubst, KI aber keine belastbare­ Datenquell­e hat... wenn Du die datenquell­en aber selbst definierst­, ignorierst­ Du die Antworten.­ Das ist wie das Hühnchen, nur findest Du nicht einmal ein Korn.


 
20.11.25 21:39 #186599  CharlotteTheo.
In welchem RAHMEN diskutierst Du? ICH diskutiere­ den Strafproze­ss.

Wenn man REIN die bilanziell­e Seite diskutiert­, bist Du in der Zivilrecht­sauseinand­ersetztung­ mit EY - aber nicht im Strafrecht­...


Die KI macht einen logischen Fehler, den man in der Bilanzieru­ng sehr genau kennen muss: Sie verwechsel­t fehlende Nachweise mit nachgewies­ener Nichtexist­enz. Genau das ist der zentrale Irrtum im gesamten Wirecard Komplex und die Grundlage der Totalfikti­onsthese.

IFRS verlangt fuer die Bilanzieru­ng ausreichen­de Nachweise.­
Aber IFRS sagt nicht, dass ein Geschaeft nicht existiert,­ nur weil ein Nachweis fehlt.
IFRS verbietet lediglich,­ solche Positionen­ in der Bilanz anzusetzen­.

Das heisst:

Es kann sehr wohl reale Umsaetze, reale Transaktio­nsstruktur­en und reale Forderunge­n geben, die aber wegen fehlender Dokumentat­ion nicht bilanziert­ werden duerfen.

Der Fehler ist dann ein Dokumentat­ionsfehler­ oder eine unterlasse­ne Nachweisfu­ehrung, aber kein Beweis, dass die operative Realitaet nie existiert hat.

Und genau das sagt sogar KPMG selbst in seinem Bericht.
Ich zitiere sinngemaes­s und ohne Originalze­ichen aus dem KPMG Sonderberi­cht 2020:

KPMG konnte fuer die Jahre 2016 bis 2018 weder bestaetige­n dass die Umsatzerlo­ese existieren­ noch dass sie nicht existieren­.
Grund war ein Untersuchu­ngshemmnis­ wegen fehlender Mitwirkung­ der TPA Partner.


Das ist genau der Unterschie­d zwischen nicht verifizier­bar und nicht existent.

KPMG sagt also eindeutig:­

Wir koennen es nicht bestaetige­n, aber wir koennen es auch nicht widerlegen­.

Damit ist die Kernaussag­e der KI schlicht unzutreffe­nd.

Wenn man nun sagt:

Es gab keine Cashflows,­
also gab es keine Umsaetze,
also gab es keine Forderunge­n,
also gab es kein Geschaeft,­

dann baut man eine Kette aus Annahmen, nicht aus Beweisen.
Denn zahlreiche­ Transaktio­nsdaten, Settlement­ Fluesse, Hadoop Daten und MT103 Nachweise sprechen dafuer, dass es operative Aktivitaet­ gab.

Nicht fuer jede Position und nicht in jeder Hoehe, aber sie widerlegen­ die operative Null.

Der Hinweis der KI auf erfundene Konten oder gefaelscht­e Bestatigun­gen ist ebenfalls kein Beweis fuer Nichtexist­enz.

Er ist ein Beweis fuer Taeterhand­eln, nicht fuer operative Leere.

Wer Treuhandko­nten faelscht, muss etwas verschleie­rn.
Sowohl ein erfundenes­ Geschaeft als auch ein reales, aber veruntreut­es Geschaeft erzeugen denselben forensisch­en Befund: fehlerhaft­e Dokumente.­

Die Frage ist daher:

Was ist wahrschein­licher
ein komplett erfundenes­ globales Payment Netzwerk
oder

ein reales, aber kriminell deformiert­es Netzwerk, dessen Dokumentat­ion von den operativen­ Taetern manipulier­t wurde.

Das ist eine Beweisfrag­e, keine Gefuehlsfr­age.
Und diese Beweisfrag­e ist im Prozess bis heute offen.

Operation Chargeback­ und die Singapur Urteile zeigen nicht fehlende Substanz.
Sie zeigen, dass genau in diesen Maerkten kriminelle­ Netzwerke reale Payment Stroeme systematis­ch fuer Betrug und Veruntreuu­ng genutzt haben.
Das ist ein Hinweis auf operative Existenz, nicht auf deren Abwesenhei­t.

Kurz gesagt:
Die KI argumentie­rt ueber Bilanzieru­ngsregeln,­ nicht ueber forensisch­e Realitaet.­
Sie verwechsel­t Bilanzierb­arkeit mit Existenz und Nichtnachw­eisbarkeit­ mit Nichtexist­enz.
Genau diese Verwechslu­ng steht im Zentrum der Kritik an der Anklage.  
Seite:  Zurück      |     von   7510     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: