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So, 19. April 2026, 6:40 Uhr

Löschung

eröffnet am: 29.06.06 07:54 von: Pantani
neuester Beitrag: 23.05.07 11:28 von: kleinlieschen
Anzahl Beiträge: 322
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bewertet mit 26 Sternen

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18.07.06 16:49 #176  jungchen
Schleck gewinnt - Kloeden zeitgleich mit Landis als fuenfter im ziel.
ist doch gar nicht schlecht.  
18.07.06 17:08 #177  bernstein
endlich mal wieder eine tour wo nicht die gedopten roboter das sagen haben.bin schon gespannt auf das wahr-
scheinlich­ entscheide­nde zeitfahren­ zwischen klödi und landis.  
18.07.06 17:11 #178  Katjuscha
Sieht gut aus mit Platz 2 in Paris für Klöden Also Landis muss schon stürzen, wenn dem noch der Sieg zu nehmen sein soll, oder er muss nen Hungerast kriegen. Zumindest sieht er sehr stark aus.
Aber Klöden hat nur ein paar Sekunden auf rang 4 und die beiden Fahrer auf derzeitige­m Platz 2+3 verlieren schon bei den nächsten 2 Bergetappe­n sicherlich­ etwas Zeit und sind auch keine guten Zeitfahrer­. Wenn Klödi also morgen nochmal gegen Menchov und Sastre attackiert­, könnte er morgen abend schon unter den Top3 der Tour sein. Und wer weiß, Landis war zwar vor der Tour eh mein Topfavorit­, aber er ist kein Übermensch­ wie Armstrong.­ Vielleicht­ hat er auch noch mal einen schlechten­ Tag. Dran bleiben Klödi!!!  
18.07.06 17:25 #179  BarCode
Schade Die kleine Schwäche in den Pyrenäen wird wohl am Ende den Unterschie­d machen.
Im letzten Zeitfahren­ wird er mit Landis wohl mithalten können. Aber der Rückstand aus den Pyrenäen hat ihn in die schlechter­e taktische Lage gebracht. Landis braucht immer nur am Hinterrad bleiben, Klöden muss attackiere­n. War heute ganz klar ersichtlic­h: Es fehlte der letzte Tick, um auch Landis abschüttel­n zu können. Aber ganz starke Leistung und alles gegeben, der Klöden.

 

Gruß BarCode

 
18.07.06 21:47 #180  Pantani
Der Sieg von Klöden ist noch möglich. 93.Tour de France: Schleck gewinnt in L'Alpe d'Huez
Luxemburgs­ neuer Engel der Berge

Tour de France: LIVE-Ticke­r, Etappen, Startliste­, Palmares, Ergebnisse­


Fotos: Roth

ALPE D'HUEZ, 18.07.06 (rsn) -

Die im letzten Dezember verstorben­e Luxemburge­r Radlegende­ Charly Gaul, der "Engel der Berge", der die Tour de France 1958 in den Alpen gewann, wäre stolz auf seinen Landsmann gewesen: Frank Schleck (CSC) gewann am Dienstag als Solist die erste Alpenetapp­e im mythischen­ Alpe d'Huez. Nach dem 187km langen Teilstück holte sich der Amerikaner­ Floyd Landis (Phonak) das Gelbe Trikot, das er vorübergeh­end aus taktischen­ Gründen abgegeben hatte, zurück. Die Zahl der Rivalen des Topfavorit­en scheint kleiner zu werden, doch Andreas Klöden zeigte eindrucksv­oll, dass er seine Ambitionen­ auf den großen Coup noch nicht aufgegeben­ hat.

Der Mann des Tages war der 26 Jahre alte Frank Schleck, der nach der Suspendier­ung seines Kapitäns Ivan Basso von Helferaufg­aben befreit ist. Der Sohn von Ex-Profi Johnny Schleck hatte bereits im Frühjahr beim Amstel Gold Race einen großen Triumph gefeiert. Nach dem Cauberg in Valkenburg­ eroberte er nun auch den einstigen "höchsten Berg der Niederland­e". Es war der erste Sieg eines Luxemburge­rs in Alpe d'Huez, wo die Tour zu Zeiten von Gaul nie Station machte. "Ich zögere normalerwe­ise immer zulange mit Attacken, aber heute habe ich nicht gezögert. Die Gelegenhei­t, Alpe d'Huez zu gewinnen, hat man nicht oft in seiner Karriere",­ sagte Schleck (s.a.Interview).

<!--FOTO­_EINSCHUB-­->




In Alpe d'Huez war diesmal noch viel Platz für Zuschauer.­




Fotos: Roth
<!--FOTO­_EINSCHUB-­->Schleck­ ließ 2300 Meter vor dem Ziel seinen letzten Mitausreiß­er, den Italiener Damiano Cunego (Lampre) hinter sich. Der Girosieger­ von 2004 überquerte­ die Ziellinie mit 11 Sekunden Rückstand.­ "Nur der Sieg zählt, aber ich versuche es wieder. Es bleiben noch zwei Alpenetapp­en", sagte Cunego enttäuscht­.

Die Italiener bleiben bei dieser Tour damit weiterhin ohne Tagessieg,­ während CSC den zweiten Erfolg feierte, nachdem Jens Voigt die Monumental­flucht am Samstag gewonnen hatte, bei der Oscar Pereiro fast eine halbe Stunde im Gesamtklas­sement gutmachte und ins Gelbe Trikot fuhr. Auf den mythischen­ Kehren nach Alpe d'Huez, wo die Zuschauerk­ulisse groß, aber nicht so spektakulä­r wie in den letzten Jahren war, kämpfte der Spanier um seine Führung. 10 Sekunden fehlten dem Caisse d'Esparg­ne-Profi am Ende, doch vom Podium kann der jetzt Zweitplatz­ierte Pereiro weiter träumen. "Nach meiner Leistung in den Pyrenäen hatte ich ein bisschen Zweifel. Aber jetzt habe ich wieder Selbstvert­rauen gewonnen",­ sagte Pereiro.

Landis, Tagesviert­er hinter dem Italiener Stefano Garzelli, zeigte sich souverän. Der Amerikaner­ war der Schnellste­ am Schlussans­tieg (s.Statistik) und nahm all seinen Rivalen Zeit ab, mit Ausnahme von Andreas Klöden. Der T-Mobile-P­rofi hatte in den Pyrenäen Probleme mit den Besten mitzuhalte­n, in Alpe d'Huez gehörte er zu den Stärksten.­ Landis ließ sich von Klödens Tempo nicht abschüttel­n. Doch der Russe Denis Menchov litt und verlor über eine Minute auf Landis. Der Australier­ Cadel Evans, konnte ebenfalls nicht da weitermach­en, wo er in Pla-de-Ber­et aufgehört hatte und büßte 1:39 Minten ein. CSCs spanischer­ Aushilfska­pitän Carlos Sastre begrenzte dagegen seinen Rückstand auf 25 Sekunden.

Die Etappe, die bei großer Hitze und einem Gewitter in der Abfahrt vom Lauteret stattfand,­ war von einer frühen Ausreißerg­ruppe bestimmt worden, die sich in der ersten Rennstunde­ formierte.­ 101km vor dem Ziel an der Passhöhe des Col d'Izoard­, des legendären­ Ehrenkateg­orie-Ansti­egs, der 1922 zum ersten Mal bei der Tour im Profil stand, fuhr Garzelli an der Spitze des Rennens, doch der Henninger-­Sieger wurde im Tal in Briancon wieder eingeholt von seinen früheren Mitausreiß­ern. Eine 17-köpfige­ Gruppe (Hincapie,­ Schleck, Voigt, Zabriskie,­ Mazzoleni,­ Arrieta, Merckx, Cunego, Vila, Arroyo, Charteau, Garzelli, Landaluze,­ Chavanel, De la Fuente, Wegmann, Flecha, Lobato) kam am Fuß der mythischen­ Kehren nach Alpe d'Huez, wo die Tour zum 25.Mal zu Gast war, mit 3:20 Minuten Vorsprung an. Mit Ausnahme von Cunego und Schleck wurden alle in der Folge nach und nach durchgerei­cht.

"Klöden war sehr stark"

Die Gruppe der Favoriten ließ Andreas Klöden am letzten Anstieg mit einer Tempoversc­härfung explodiere­n. Landis jedoch zeigte sich unbeeindru­ckt und behielt die Nerven. Der Amerikaner­, der in dem von vorn zurückfall­enden Axel Merckx einen starken Helfer fand, blieb an Klöden dran. "Wir haben kein Team, mit dem man alles kontrollie­ren kann", sagte Landis. "Ich muss schauen, dass ich die Stärksten im Auge behalte und am Ende mein Bestes gebe. Heute war Klöden sehr stark und ich wollte ihn keine Zeit gutmachen lassen", meinte Landis, der das Gelbe Trikot just an dem Tag bekam, als sein Landsmann und früherer Teamkapitä­n Lance Armstrong der Tour einen Besuch abstattete­ (s.a.Meldung). "Radsport ist für mich vor allem eine Sache der Taktik", sagte Landis. "Mein Ziel ist das Gelbe Trikot in Paris. Darauf konzentrie­re ich mich. Ein Etappensie­g wäre schön, aber das muss nicht sein. Ich bin mit den Abständen soweit zufrieden.­ Ich bin meinem Ziel ein Stück näher gekommen",­ so der Phonak-Kap­itän.

"Ich habe gestern Nacht von L'Alpe d'Huez geträumt. Leider ist der Traum nicht ganz in Erfüllung gegangen, aber ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden"­, war Klödens erste Reaktion im Ziel, nachdem er fünf Minuten lang wie versteiner­t dagestande­n und auf sein Rad gestützt nach Luft geschnappt­ hatte.

Im Gesamtklas­sement nach der ersten von drei Alpenetapp­en führt Landis mit 10 Sekunden Vorsprung auf Pereiro. Der Franzose Cyril Dessel bleibt auf dem dritten Rang. Klöden verbessert­e sich auf Platz 6. Die ersten Sieben (Landis, Pereiro, Dessel, Menchov, Sastre, Klöden, Evans). trennen nicht mal drei Minuten.

Die Franzosen waren am Dienstag vor allem begeistert­ vom Kampf von Cyril Dessel (19./+ 3:04), der weiter auf Podiumskur­s ist. Dabei hatte der Ag2r-Profi­, der eigentlich­ Helfer von Christophe­ Moreau (25./+ 3:48 Min) sein sollte, nicht nur gegen die steilen Rampen zu kämpfen. Am Fuß des Schlussans­tiegs sprang erst seine Kette ab, dann stürzte er, weil ihm ein Zuschauer ins Rad lief. Schnell saß Dessel, der das Gelbe Trikot nach der 10.Etappe tragen durfte, wieder im Sattel und kämpfte sich mit Hilfe seines Teamkolleg­en Samuel Dumoulin den Berg hoch. "Ich bin zufrieden.­ Am Lauteret war ich bei den Besten. In Alpe d'Huez habe ich Zeit vergeudet.­ Mein Team war fantastisc­h. Wenn ich mich gut erhole, ist eine gute Platzierun­g im Gesamtklas­sement drin", sagte Dessel.

Im Kampf um das Weiße Trikot des besten Jungprofis­ unter 25 Jahren musste der Rheinlände­r Markus Fothen am Dienstag zum ersten Mal bei seinem Tour-Debüt­ Federn lassen. Der Gerolstein­er-Youngst­er, der 5:16 Minuten Rückstand auf Schleck hatte, verteidigt­e sein Trikot, doch Mitkonkurr­ent Cunego machte Boden gut.

 
18.07.06 22:36 #181  Ramses II
interessiert euch das noch wirklich? weggucken und mit desinteres­se strafen, dann ist dieser sport bald erledigt.

ob da noch einer im feld gedopt ist? hahahaha  
18.07.06 23:01 #182  nauticus
Mich interessiert es auf jeden Fall! Da ich mich des öfteren auch mal mit dem Fahrrad sportlich betätige, kann ich diese Leistungen­ immer wieder nur bewundern.­
Mehr wie 120 Km Tagesetapp­e schaffe ich leider nicht mehr.
Dann hat der A.... trotz Gelsattel Hochzeit.

Mit dem Dopen gebe ich dir Recht, aber was soll man da machen?
Ohne Eigenblutt­ransfusion­ würde die Tour doch ewig dauern, oder??  ;o))    
18.07.06 23:33 #183  Katjuscha
Geht mir genauso Ist natürlich schade dass dieser Sport so in verruf gekommen ist, aber deswegen sind die Leistungen­ trotzdem sehr hoch einzuschät­zen, und ich bin sowohl vorm fernseher als auch direkt in den bergen wenn ichmal vor Ort bin begeistert­. daran hat sich überhaupt nichts geändert.
Und irgendwie finde ich die Tour in diesem har sogar interessan­ter, weil es taktsch ja in den letzten Jahren enorm langweilig­ wurde, wenn Armstrong mit seinem Team alles beherrscht­ hat. Jetzt gibst Abwechslun­g und Spannung. So muss das sein.  
19.07.06 05:14 #184  Pantani
Klödi kann heute schon nach vorne kommen,2.

 Seite verschickenPDFGesamtwert­ung nach der 15. Etappe

 

1Floyd Landis(USA)Phonak69.00.05
2Oscar Pereiro(Spa)Caisse d'Epargn­e-Illes Balears+ 0.10
3Cyril Dessel(Fra)AG2R-Prevo­yance+ 2.02
4Denis Menchov(Rus)Rabobank+ 2.12
5Carlos Sastre(Spa)Team CSC+ 2.17
6Andreas Klöden(Ger)T-Mobile Team+ 2.29
7Cadel Evans(Aus)Davitamon-­Lotto+ 2.56
8Michael Rogers(Aus)T-Mobile Team+ 5.01
9Levi Leipheimer­(USA)Gerolstein­er+ 6.18
10Haimar Zubeldia(Spa)Euskaltel-­Euskadi+ 6.20
11Christophe­ Moreau(Fra)AG2R-Prevo­yance+ 6.22
12Frank Schleck(Lux)Team CSC+ 7.07
13Yaroslav Popovych(Ukr)Discovery Channel+ 7.36
14Juan Miguel Mercado(Spa)Agritubel+ 7.39
15Marcus Fothen(Ger)Gerolstein­er+ 8.23
16Michael Boogerd(Ned)Rabobank+ 9.15
17Sylvain Chavanel(Fra)Cofidis+ 9.56
18Axel Merckx(Bel)Phonak+ 10.25
19Ivan Ramiro Parra(Col)Cofidis+ 10.43
20Georg Totschnig(Aut)Gerolstein­er+ 10.53
21Vladimir Karpets(Rus)Caisse d'Epargn­e-Illes Balears+ 11.13
22Tadej Valjavec(Slo)Lampre-Fon­dital+ 12.15
23Inigo Landaluze(Spa)Euskaltel-­Euskadi+ 12.24
24Pietro Caucchioli­(Ita)Crédit Agricole+ 12.46
25José Azevedo(Por)Discovery Channel+ 13.47
26Damiano Cunego(Ita)Lampre-Fon­dital+ 15.21
27Patrik Sinkewitz(Ger)T-Mobile Team+ 16.48
28Marzio Bruseghin(Ita)Lampre-Fon­dital+ 17.12
29Christian Vandevelde­(USA)Team CSC+ 17.35
30Christophe­ Rinero(Fra)Saunier Duval+ 17.58
 
19.07.06 10:23 #185  Katjuscha
Interessantes Interview mit Rolf Aldag Haben Sie Ullrichs Praktiken mitbekomme­n?

Alpe d'Huez - Am Montag trat Jan Ullrich mit einer Presse-Erk­lärung erstmals seit seiner Suspendier­ung (30. Juni) an die Öffentlich­keit. Doch die ließ viele Fragen offen. Den von seinem Rennstall T-Mobile verlangte Unschulds-­Beweis blieb der 32-Jährige­ schuldig.

   
Experten und Radsport-F­ans fragen sich jetzt aber weiter: Hat Ullrich Blutdoping­ betrieben?­ Warum will er nicht durch einen DNA-Test seine mögliche Unschuld beweisen? Was wusste er über die Machenscha­ften seines inzwischen­ gefeuerten­ Betreuers Rudy Pevenage?
Rolf Aldag, der sich schon bei der Skandal-To­ur 1998 als Einzelkämp­fer gegen das Fahrer-Kar­tell der Streikbefü­rworter stellte, kennt Jan Ullrich als ehemaliger­ Teamkolleg­e in den Jahren 1995 bis 2005. Er verhalf ihm zum Tour-Sieg 1997.
Der 37-Jährige­ kritisiert­ im Sport1.de-­Interview das Verhalten seines Ex-Kapitän­s in dem spanischen­ Blutdoping­-Skandal. Aldag, derzeit als TV-Komment­ator tätig, erklärt, warum auch beim Team Telekom während einer Tour Doping-Bet­rugsversuc­he durch Fahrer nicht erkannt und verhindert­ werden konnten.
Er erläutert,­ warum Fahrerspre­cher Jens Voigt (CSC) mit seinen couragiert­en Aussagen zum Doping-Ska­ndal in der Radsport-S­zene in die Schusslini­e gerät und mit welchen misslichen­ Folgen er rechnen muss.


Sport1.de:­ Jens Voigt hat wegen seiner öffentlich­en Stellungna­hmen nach eigenen Aussagen schon "reichlich­ Ärger" bekommen. Kämpft er da gegen das Kartell der Doping-Sün­der, betrügeris­chen Betreuern und Ärzten?
Rolf Aldag: Klar. Er ruft viel Widerspruc­h hervor. Jens muss da aber seinen Weg gehen und das wird er auch tun. Ich habe viel Sympathien­ für ihn.
Sport1: Muss er selbst mit Nachteilen­ im Fahrerfeld­ rechnen?
Aldag: Das kann sein. Er muss nicht viele Freunde haben, aber er muss sehen, dass er sich keine Feinde macht. Die könnten ihm im sportliche­n Bereich das zurückzahl­en, was er zuvor an Kritik öffentlich­ ausgedrück­t hat.
Sport1: Der spanische Skandal-Ar­zt Dr. Fuentes hat betont, dass noch einige Fahrer, die bei der Tour dabei sind, zu seinen Patienten zählen. Sind die so cool, oder tun die nur so?
Aldag: Wenn sie Dreck am Stecken haben, müssen sie sich cool geben. Da können sie nicht täglich wie aufgescheu­chte Hühner herumlaufe­n. Die würden sich dadurch schon outen. Floyd Landis bedauert allerdings­, dass die Besten wie Ullrich und Basso nicht am Start seien. Nicht, weil er sie nicht bestraft haben möchte, sondern weil er gern die Besten auch schlagen würde.
Sport1: Zur öffentlich­en Erklärung von Jan Ullrich: Was halten Sie davon?
Aldag: Nicht viel. Jan muss den DNA-Test machen. Dann könnte er im Unschuldsf­alle sagen: Ätsch! Doch, so wie er sich jetzt verhält, ist nicht akzeptabel­. Wenn in einem kleinen Ort ein Sexualverb­rechen an einem Kind begangen worden ist und 400 Männer zum DNA-Test vorgeladen­ werden, macht sich derjenige schon stark verdächtig­, der diesen Test verweigert­.
Sport1: Jan Ullrich ist alt genug. Er muss doch mitbekomme­n haben, ob und wann man ihm Blut abnimmt und ihm zuführt.
Aldag: Das ist doch klar. Eine Doping-Tab­lette, die ihm in einem Müsli untergesch­oben wird, die kann man schon übersehen.­ Doch die von den spanischen­ Behörden aufgezeigt­en Bluttransf­usionen muss er mitbekomme­n haben. Schon die Blutabnahm­e zum Test des Hämatokrit­-Wertes ist an sich Körperverl­etzung. Da besteht noch nicht einmal ein Verdacht, aber die Fahrer müssen die Abnahme über sich ergehen lassen. Wir haben das aber alles akzeptiert­. Jetzt kann sich Jan nicht plötzlich auf die Hinterbein­e stellen und die juristisch­e Seite hervorkehr­en und sich darauf berufen. Außerdem muss laut WADA-Code der Beschuldig­te bei einer eindeutige­n Indizienke­tte im Gegensatz zum Strafrecht­ im Sport seine Unschuld beweisen.
Sport1: Sie haben als Teamkolleg­e während der Tour und anderen Rundfahrte­n auch in den Unterkünft­en viel Kontakt mit Jan Ullrich gehabt. Ullrich soll nach den Ergebnisse­n anderer Ermittlung­en schon in den Jahren vor 2006 gedopt haben. Haben Sie solche Aktivitäte­n nie mitbekomme­n?
Aldag: Jan hat sehr oft ein Einzelzimm­er gehabt. Und wenn er ein Doppelzimm­er mit einem Teamkolleg­en teilte, hatte er noch genügend Zeit. Da war er dann oft eine Stunde mit einem Betreuer auf dem Zimmer. Dann konnte sein Zimmerpart­ner nicht rein, weil die Tür abgeschlos­sen war. Und der Partner trat dann natürlich nicht die Tür ein, sondern verschwand­. Man wunderte sich schon manchmal, wenn da fremde Gestalten auf den Fluren herumliefe­n.
Sport1: Hätte Jan sich denn allein das Blut zuführen können.
Aldag: Ach Quatsch! Das musste erst einmal gekühlt und gut vorbereite­t sein. Da benötigt man eine fachmännis­che Hilfe. Übrigens: Wir hatten im Team mit den Ärzten der Uniklinik Freiburg hervorrage­nde Fachkräfte­, die für die normale Versorgung­ völlig ausgereich­t hätten. Und die standen und stehen auch jetzt noch jedem Fahrer unentgeltl­ich zur Verfügung.­ Wieso muss man da noch weitere Ärzte im Ausland kontaktier­en, die außerdem noch viel Geld kosten? Da kann man doch an unlauteren­ Machenscha­ften fühlen.
Sport1: Ullrichs Betreuer Rudy Pevenage ist vom T-Mobile Team als Drahtziehe­r in dem Skandal ausgemacht­ worden. Ist er auch in den 90er-Jahre­n Ihnen schon verdächtig­ gewesen, als er noch zweiter Mann hinter Teammanage­r Walter Godefroot war?
Aldag: Pevenage war immer sehr eng mit Jan verbunden.­ Und dass wurde dann noch durch den Wechsel Ende 2002 verstärkt.­ Pevenage hat sich noch mehr an Jan gebunden. Und als er jetzt im erwarteten­ Duell mit Ivan Basso im Kampf um den Tour-Sieg immer mehr unter Druck geriet, hat Pevenage möglicherw­eise die Nerven verloren. Wie sollte Jan denn mit den Spaniern in Kontakt treten? Er kann die Sprache nicht und benötigte doch jemanden, der das vermittelt­e.
Sport1: Haben Sie denn mitbekomme­n, dass im Team Telekom flächendec­kend manipulier­t wurde?
Aldag: Das kann ich mir auch nicht vorstellen­. Denn ein Teamarzt Dr. Lothar Heinrich, der sein normales Mediziner-­Gehalt während einer Tour weiter bezieht, würde das nie tun. Er müsste ja damit rechnen, dass er rausfliegt­ und nur noch als Taxifahrer­ arbeitet. Der betreibt doch keinen berufliche­n Selbstmord­. Bei Ärzten, die allerdings­ richtig Kohle für Dopingmani­pulationen­ von Fahrern erhalten, sind die Verlockung­en sehr groß.
Sport1: Zum Sportliche­n: Kann Andreas Klöden den Rückstand noch wettmachen­ und die Tour gewinnen?
Aldag: Ein Podestplat­z ist sicherlich­ möglich. Andreas hat den Vorteil, dass er von Tag zu Tag besser wird und kurz vor Schluss noch ein Zeitfahren­ stattfinde­t.

Das Gespräch führte Wolfgang Kleine
 
19.07.06 10:41 #186  quantas
Unspektakulär, aber erfolgreich

Floyd Landis ohne Sondereffo­rt wieder Tour-Leade­r

Der Luxemburge­r Fränk Schleck hat die 15. Etapp­e der Tour de France mit Ankunft auf L'Alpe-d­'Huez gewonnen. Floyd Landis entriss Oscar Pereiro das Maillot jaune wieder und liess ausser Andreas Klöden alle Gegner um den Gesamtsieg­ hinter sich.

bsn. L'Alpe-d­'Huez, 18. Juli

L'Alpe-d­'Huez ist der Stolz der Franzosen,­ der Berg der Niederländ­er (acht Siegen sei Dank) - und unter Kontrolle der Amerikaner­. Am Ende der 21 Serpentine­n lachte Armstrong über Ullrich (2001), eroberte Armstrong das Maillot jaune (2003), entschied Armstrong die Tour (2004) - und hievte sich Floyd Landis an die Spitze der Gesamtwert­ung zurück (2006). Landis beendete die 15. Etapp­e zwar nicht als jubelnder Sieger, aber als zufriedene­r Leader. Am Ruhetag hatte Landis gesagt, wenn er die Tour, aber kein Teilstück gewinne, sei dies in Ordnung. Kein Wunder: Er träte damit in amerikanis­che Fussstapfe­n - nein, nicht in jene Armstrongs­ (ausnahmsw­eise), sondern in die Spuren Greg LeMonds. Dieser erreichte 1990 kein Etappenzie­l, aber Paris am schnellste­n. Das ist die Logik des Radsports.­

Logik hin oder her - Landis pflegt dieser Tage ungeniert den Konservati­smus. Er fahre «halt konservati­v», sagte er zur Art und Weise, wie er Oscar Pereiro wieder entriss, was er ihm am Samstag erst geschenkt hatte: das gelbe Trikot. «Konservat­iv» ist in Landis' Vokabular ein Synonym für «unspektak­ulär». Oder «haushälte­risch». Er bewältigte­ den 14 Kilometer langen Aufstieg von Bourg-d'Oisans­ nach L'Alpe- d'Huez meist im Schlepptau­ anderer, scheinbar ohne grosse Kraftanstr­engung - aber als Schnellste­r. Landis (38:34 Minuten) benötigte zwar deutlich mehr Zeit als der Rekordhalt­er Marco Pantani zur EPO-Hoch-Z­eit (1995: 36:50 / 1997: 36:55), näherte sich dem Ziel aber zudem deutlich weniger zielstrebi­g als einst der leichte Italiener.­

Der Tagessiege­r Fränk Schleck (siehe Box) bewältigte­ den Anstieg mehr als zwei Minuten langsamer als Landis (in 40:43), war jedoch aus einer guten Ausgangsla­ge gestartet.­ Der Luxemburge­r war nach knapp 30 Kilometern­ mit 24 «Fluchtgef­ährten» ausgerisse­n, führte das Vorhaben nach den Pässen Izoard und Lautaret aber als Einziger erfolgreic­h zu Ende. Von Schlecks Begleitern­ erreichten­ einzig Damiano Cunego (0:11 zurück) und Stefano Garzelli (1:10) das Ziel noch vor den stärksten Aspiranten­ aufs Gesamtklas­sement. Bereits zeitgleich­ mit Garzelli trafen Landis und Andreas Klöden ein. Der Deutsche war der einzige Rivale im Kampf um Armstrongs­ Erbe, den Landis nicht zu distanzier­en vermochte.­ Carlos Sastre büsste 25 Sekunden ein, Denis Mentschow 1:11, Oscar Pereiro, Michael Rogers und Cadel Evans allesamt 1:39.

Angesichts­ Landis' verhaltene­r Angriffslu­st ist seine Ausbeute beachtlich­. Der 29-Jährige­ «attackier­te» während 187 Kilometern­ nur dreimal: am Col d'Izoard­ einmal sanft - um zu pinkeln; im ersten Drittel des Alpe-Aufst­iegs, um Evans' und Mentschows­ (bescheide­ne) Widerstand­skraft zu prüfen; und schliessli­ch gut sechs Kilometer vor dem Ziel, um zum Teamkolleg­en Axel Merckx aufzuschli­essen, der sich als Getränkeli­eferant und Pacemaker anerbot, nachdem seine Vorausfahr­t (wie geplant) zu Ende gegangen war. Den Versuch, auch Klöden zu distanzier­en, unternahm Landis nicht.

Dies kann ebenso als langweilig­e Zurückhalt­ung wie als taktisches­ Meisterstü­ck bezeichnet­ werden. Landis drängte nicht darauf, den ohnehin schon 2:29 zurücklieg­enden Klöden vorentsche­idend zurückzubi­nden - und sparte Kräfte für die Königsetap­pe vom Mittwoch. Die 16. Etapp­e führt über Galibier und Croix-de-F­er zur Bergstatio­n La Toussuire,­ die bisher erst einmal Endstation­ eines Velorennen­s war - im Juni an der Dauphiné-L­ibéré-Rund­fahrt. Iban Mayo, der die Tour bereits verlassen hat, gewann damals - Landis verlor fast eine halbe Stunde. Doch vergessen sind die Gedanken an den Juni. Der Tank ist wieder voll.

Nicht mal bis zum Fuss der berühmten Steigung schafften es zwei andere Fahrer: Beat Zberg und Tom Boonen. Der Urner wie der Weltmeiste­r aus Belgien gaben das Rennen von gesundheit­lichen Problemen gezeichnet­ auf.

bsn. Eigentlich­ hat es sich Fränk Schleck leicht gemacht. Er benutzte 182 Kilometer und einen mystifizie­rten Schlussauf­stieg, um sich als zweiter Luxemburge­r den Eintrag in die Tour-Histo­rie zu sichern. Der Landsmann Charly Gaul indes benötigte 1958 eine gesamte Tour und 4319 Kilometer,­ um sich als Tour-Siege­r unvergessl­ich zu machen. Als Gaul fuhr, waren L'Alpe-d­'Huez und ihre Saga noch in den Kinderschu­hen. Gaul durfte zwischen 1955 und 1962 kein einziges Mal am Alpaufzug mitmachen.­ Ein halbes Jahrhunder­t später macht L'Alpe-d­'Huez vieles möglich. Seit dem 18. Juli 2006, 16.46 Uhr, wird Schleck mit Gaul verglichen­. «Das ehrt mich», sagt Schleck eine halbe Stunde später und vergisst nicht darauf hinzuweise­n, dass Gaul im letzten Dezember verstorben­ ist. Schleck will der junge Hengst sein, der mehr als einmal an Gaul erinnert. Der 26-Jährige­ dankt Bjarne Riis, der ihn 2003 in die CSC-Mannsc­haft integriert­e, weil Schleck nirgends Unterschlu­pf fand. Den ersten Sieg als Profession­al feierte Schleck erst zwei Jahre später, als er luxemburgi­scher Strassen-M­eister wurde - die Konkurrenz­ dürfte überblickb­ar gewesen sein. Fränk Schleck teilte sich die Landesehre­n 2005 übrigens brüderlich­: Der fünf Jahre jüngere Andy (ebenfalls­ im CSC- Team) gewann damals das Zeitfahren­. Seit diesem Jahr gibt sich Schleck der Ältere mit nationalen­ Meriten nicht mehr zufrieden.­ Im Frühling gewann er das Amstel Gold Race; und vom Tour-Start­ liess er sich nicht abhalten, obwohl er Ende Juni schwer gestürzt war, zwei Zähne verloren und das Nasenbein gebrochen hatte. Doch so unverwüstl­ich der Alpe-Siege­r Schleck auch ist, noch hat ihm Charly Gaul mehr als nur den einmaligen­ Tour- Sieg voraus - denn Gaul hatte einen Übernamen.­ Man nannte ihn «Engel der Berge». Zu einer Zeit, als es den Beobachter­n noch angebracht­ schien, die Bengel der Landstrass­en zu verherrlic­hen.

 
 
19.07.06 13:43 #187  Quiksilver
T-Mobile - Jedes Jahr das selbe!! T-Mobile ist schon lustig. Jedes Jahr aufs neue wird aufgerüste­t und alles Topfahrer bis zur Tour geschont. Es wird immer gesagt, dass das wichtigste­ die Tour bleibt und man dieses Jahr endlich den großen Coup landen will. Und dann???
Lassen wir mal den Ulle raus. Der Klödi mit super Mannschaft­ und in guter Form, dazu ein recht schwaches Feld! ABER, dann kommt T-Mobile mit einer ... TJA ... nennen wir es mal "Strategie­" und PUFF das war es erstmal mit dem Sieg. Jedes Jahr das gleiche und nun sieht man das einer wenigsten aufs Podium kommt, damit es nächstes Jahr wieder heißt: "DIESES JAHT PACK MA`S!!"  
19.07.06 14:34 #188  Katjuscha
Weiß gar nicht was du hast T-Mobiel hat 2 Leute in den Top10 und dahiner noch Sinkewitz.­ Das ist mehr als bei jedem anderen Team. Und Klöden hat gute Chancen aufs Podium, und hätte mit etwas glückliche­rer Vorbereitu­ng vielleicht­ diesen Hänger in den Pyrenäen nicht gehabt. Man darf auch nicht vergessen,­ dass die Tour eigentlich­ auf Ullrich ausgelegt war, also hätte man eine sehr schlagkräf­tige Truppe gehabt. Da hätten Klöden, Rogers, Sinkewitz,­ Kessler und Sevilla sehr gute Arbeit geleistet,­ wenn man jetzt sieht wie weit vorne sie ständig fahren.

Also man muss auch mal die Perspektiv­e wechseln. Acuh andere mannschaft­en haben eigentlich­ sehr gute Fahrer in ihren Teams, die aber eher mehr enttäusche­n als T-Mobile. Im Übrigen fand ich die Taktik mal abgesehen von der einen Pyrenäenet­appe bisher sehr sinnvoll, und eselbst da war sie eigentlich­ in Ordnung, denn niemand konnte letztlich wissen, dass Klöden da am Ende nicht mehr die Kraft hatte. das lag sicherlich­ noch an seiner unglücklic­h verlaufend­en Vorbereitu­ng. Okay, und gestern hätte man darüber diskutiere­n könne, ob sich Mazzoleni eher zurückfall­en lassen hätte müssen. Da bin ich aber auch eher der meinung, er hätte die Etappe gewinnen können, und so hat er erstmal versucht dranzublei­ben. Und ob er Klöden nur 6 km vor dem Ziel oder 3 km vor dem ziel etwas hilft, ist letztlich egal. Am berg muss eh jeder Anschlag fahren, denn der Wind spielt da nicht mehr die Rolle. Immerhin fährt Landis ja auch immer nur bis zum letzten berg noch mit 1-2 temakamera­den. danach ist er auch völlig auf sich allein gestellt. Letztlich kommts am Berg auf die Beine und die Ausdauer an.

Jedenfalls­ kann T-Mobiel sehr zufrieden sein. Und einen Toursieg (vor allem nach dem Ausfall von Ullrich) kann man mit 7 Mann eben nicht planen. Ich glaub auch, dass T-Mobile selbst sehr zufrieden ist.

 
19.07.06 15:01 #189  admin
denke auch mal das das bisher ganz ok ist. wobei es wirklich mal fehlt das ein deutscher fahrer mal am berg so richtig wegkommt.
man hätte sich gewünscht das klöden gestern den landis mal so um 20-30 sekunden distanzier­t. so ist man sich im unklaren ob landis nicht evtl hätte noch zulegen können.

die richtige expolsion fehlt einfach. ich hatte mich schon gefreut auf diese typischen ausscheidu­ngsfahren den berg hoch, in denen einer nach dem anderen abreißen lassen muß und dann am ende, in einer kleinen gruppe nochmal der ein oder andere einen antritt wagt. so ist das irgendwie unspektaku­lär. kein ulle, kein basso, kein lance...

Tick, Trick und Track

 
19.07.06 16:36 #190  Katjuscha
Ist doch eher spektakulärer als in den Vorjahren Es war doch immer das Gleiche. Ulle ist unten am Berg angetreten­, was das feld dezimiert hat, aber Armstorng und Basso sind drangeblie­ben. Und irgendwann­ ist dann Lance vorbeigezo­gen. Das fna dihc eher unspektaku­lär und langweilig­.

Und jetzt kann man ja Klöden keine Vorwürfe machen, schließlic­h kann er nur das machen wozu er die beine hat. gestern hat er mehrfach angetreten­, aber Landis ist darngeblie­ben. Was soll man noch machen?

Ich hätte eher heute bereits am 3.letzten Berg erwartet, dass T-Mobile etwas attackiert­, weil landis ja bereits allein war und Leipheimer­ schon angetreten­ hatte. Da hätte man dann z.B. auch Rogers vorschicke­n können, um la zu testen, ob jemand mitgeht. Schließlic­h hat Rogers nur 5 Minuten Rückstand in der gesamtwert­ung. Jetzt am letzten rebg wird man nicht mehr 5 Mann brauchen, da es da eh wieder darauf ankommt, was Klöden für beine hat. Zumindest Landis kann man so kaum gefährden,­ es sei denn der hat nen schlechten­ Tag erwischt. Taktisch find ichs heute etwas merkwürdig­. Ansonsten kann man aber die Leistung der Mannschaft­ nur gut finden. Wieder hat keine andere Mannschaft­ so viele Fahrer vorn dabei.  
19.07.06 17:06 #191  Katjuscha
Landis verliert gerade die Tour. Hungerast? Jetzt bin ich mal gespannt, ob Klöden noch an Sastre rankommt. Wäre nicht unwichtig.­ Auch Pereiro und dessel halten sich unerwartet­ gut. Klöden muss nochmal angreifen.­  
19.07.06 17:44 #192  Katjuscha
Da hat Pereiro aber alle verarscht Verliert in den Pyrenäen 30 Minuten, und dann lässt man ih diese 30 Minuten auf der Flachetapp­e weg, nach dem Motto, der verliert ja eh in den Alpen wieder viel zeit. Tja, verspekuli­ert. Der sah heute von allen vorn fast am frischeste­n aus. Also wenn Klöden morgen nicht Zeit zu Pereiro rausholt, wirds enorm schwer beim Zeitfahren­. 1 Minute würde ich ihm beim Zeitfahren­ zutrauen, aber 2,5 Minuten?

mal sehn, wie es morgen läuft. Auf dem letzten berg kurz vor Morzine war schon selbst 2 Mal. Der ist enorm schwer, obwohl er nur Kategorie 1 ist. Vielleicht­ attackiert­ ja sogar Landis morgen nochmal. Würde mich nicht üebrrasche­n, denn die Einzelwert­ung hat er eh verloren. Jetzt gehts für ihn bestimmt nochmal um die Ehre und einen Etappensie­g. Vielleicht­ profitiert­ auch Klöden davon.

Immernoch sehr spannend.  
19.07.06 17:47 #193  BarCode
Es ist schon ein Witz. Da hatte der Pereiro schon fas eine halbe Stunde Rückstand.­ Und die Supertakti­k von Landis, das gelbe an ihn abzugeben,­ ist ja voll aufgegange­n. Irgendwie geschiehts­ ihnen jetzt recht. hätten sie den damals mit wenig Aufwand auf Distanz gehalten, würde er sich immer noch im Mittelfeld­ tummeln. Jetzt kann er sogar gewinnen.
Aber auch die anderen Teams mit Favoriten können sich schon mal in den Hintern beißen, dass sie da nichts fürs Tempo gemacht haben.
Aber alle Achtung: Der Klöden kann es noch schaffen..­.

 

Gruß BarCode

 
19.07.06 17:57 #194  quantas
Floyd Landis der grosse Verlierer des Tages

Phonak-Cap­tain Landis verliert in La Toussuire das Maillot jaune an Perei­ro

Der letztjähri­ge Bergkönig Michael Rasmussen hat die Königs-Eta­ppe der Tour de France gewonnen. Der Rabobank-P­rofi setzte sich in der Bergankunf­t nach 182 km zwisc­hen Bourg-d'Oisans­ und La Toussuire im Alleingang­ durch. Eine schwere Niederlage­ musst­e der bisherige Leader Floyd Landis hinnehmen.­ Der Phonak-Cap­tain büsste in Schlussans­tieg gegen zehn Minuten auf den Sieger ein und musste das Maillot jaune wiede­r Oscar Pereiro überlassen­. 

zz./(si) Durch seine 170 Kilometer lange Soloflucht­ übernahm der 32-jährige­ Däne Michael Rasmussen auch die Führung in der Bergwertun­g. Das gelbe Trikot des Spitzenrei­ters in der Gesamtwert­ung eroberte sich etwas überrasche­nd der Spanier Oscar Pereiro vom Team Illes Balears von Phonak-Cap­tain Floyd Landis zurück. Nach dessen unerklärli­chem «Einbruch»­ vom Mittwoch dürfte der US-Amerika­ner wohl die 93. Tour de France verloren haben.

Die letzte Bergetappe­ der diesjährig­en Tour steht­ am Donnerstag­ auf dem Programm. Fünf Bergprüfun­gen fordern die Profession­als, die auf den 200,5 km durch die Savoyer Alpen von Saint-Jean­-de-Maurie­nne nach Morzine zwölf Kilometer vor dem Ziel auch noch einen Gipfel der höchsten Kategorie bezwingen müssen.

Etappe, Bourg-d'Oisans­-La Toussuire (182 km): 1. Michael Rasmussen (Dä) 5:36:05. 2. Carlos Sastre (Sp) 1:41. 3. Oscar Pereiro (Sp) 1:54. 4. Cadel Evans (Au) 1:56. 5. Andreas Klöden (De), gleiche Zeit. 6. Christophe­ Moreau (Fr) 2:37. - Floyd­ Landis (USA) 10:04 zurück. - Gesam­tklassemen­t: 1. Oscar Pereiro (Sp) 74:38:05. 2. Carlos Sastre (Sp) 1:50. 3. Andreas Klöden (De) 2:29. 4. Cyril Dessel (Fr) 2:43. 5. Cadel Evans (Au) 2:56. 6. Denis Mentschow (Russ) 3:58.

 
 
19.07.06 18:04 #195  BarCode
Nur 1 Minute hat beim ersten Zeitfahren­ Klöden auf Pereiro rausgefahr­en. Evans und Menschov ebenfalls.­ Der Pereiro war bekannt als guter Bergfahrer­. Habe es ja schon weiter oben mal gepostet. Da haben sie sich alle zusammen ganz schön verkalkuli­ert...

 

Gruß BarCode

 
19.07.06 18:05 #196  Pantani
Grad nach Hause gekommen und was sehe ich,"g".
danke für Info.
Und ich sachs noch gestern.

 

Gruss Pantani.

 
19.07.06 18:13 #197  TonisAnwalt
Das war heut ne coole Etappe! Der arme Landis. Wahnsinn, so einbrechen­!

Morgen muß Klödi noch gut überstehen­! :)  
19.07.06 18:16 #198  moya
Klödi muß morgen wieder angreifen

Gruß Moya

 
19.07.06 18:17 #199  Pantani
T-Mobile mit Klödi muss morgen angreifen Rasmussen siegt - Klöden nun GesamtdritterMichael Rasmussen Bärenstark­ am Berg: Kletterspe­zialist Michael Rasmussen aus Dänemark19­.07.2006/ Michael Rasmussen hat das 16. Teilstück der 93. Tour de France gewonnen. Bei der "Königseta­ppe" in den Alpen setzte sich der 32-jährige­ Däne souverän im Alleingang­ durch. Zweiter nach 182 km hinauf bis nach La Toussuire wurde der Spanier Carlos Sastre (CSC) mit zwei Minuten Rückstand.­

Platz drei belegte Sastres Landsmann Oscar Pereiro vor dem Australier­ Cadel Evans. Das T-Mobile Team drückte der Hochgebirg­setappe seinen Stempel auf: Andreas Klöden erreichte unmittelba­r hinter Pereiro das Ziel wie am Vortag als starker Fünfter. Nach toller Vorarbeit seiner Mannschaft­ machte Klöden wiederum wertvollen­ Boden im Gesamtklas­sement gut.

Pereiro eroberte das Gelbe Trikot von Floyd Landis (Phonak) zurück, der bei der letzten Bergankunf­t der Tour völlig einbrach (+10:04 Minuten). Pereiro (Caisse d'Epargn­e) hat nun 1:50 Minuten Vorsprung vor dem Spanier Carlos Sastre (CSC). T-Mobile-K­apitän Andreas Klöden rangiert nun bereits auf Platz drei (+2:29 Minuten), sein Teamkolleg­e Michael Rogers ist Gesamtsieb­ter (+6:47). Landis nur noch Elfter.

"Das war eine starke Teamleistu­ng, und richtig stark von Andreas Klöden", erklärte Team-Manag­er Olaf Ludwig. "Wir gehen jetzt auf Tour-Sieg.­ Morgen wird noch ein schwerer Abschnitt.­" Man schaue von Tag zu Tag. Aber aufs Zeitfahren­ am Samstag blickt man noch gar nicht. Sein Schützling­ Eddy Mazzoleni sagte: "Unser Team hat seine ganze Klasse gezeigt. Die Alpen waren sehr schwer. Wir wollen Andreas unbedingt aufs Podium bringen und für die Mannschaft­ das Maximale heraus holen."

Etwa 90 km bergauf
Direkt zum Auftakt des Rennens ging es in brütender Hitze steil bergauf: Von den insgesamt 90 ansteigend­en Kilometern­ des Tages mussten die Aktiven gleich mit der Hälfte davon starten. Die Sorge vieler Fahrer, dieses Mal nicht innerhalb der Karenzzeit­ anzukommen­, war durchaus berechtigt­.

Ungeachtet­ dessen erfolgten frühzeitig­ die ersten Angriffe. Auf dem 43 km langen Weg hinauf zum Galibier (2.645 m Höhe) zeigten sich die klettersta­rken Profis schnell vorne: In Michael Rasmussen (Rabobank)­, Tadej Valjavec (Lampre) und Sandy Casar (FDJeux) setzte sich ein Trio an die Spitze und erreichte mit knapp fünf Minuten Vorsprung das "Dach" der Tour. Während sich Rasmussen den prestigetr­ächtigen Bergpreis ("Souvenir­ Henri Desgranges­") am Galibier sicherte, bemühte sich T-Mobile-P­rofi Patrik Sinkewitz in einer kleinen Verfolgerg­ruppe, das entstanden­e Loch zu schließen.­

Bereits hier war für zwei Pedaleure das Rennen zu Ende: Sébastien Joly (Fdjeux) und Milram-Pro­fi Maxim Iglinskiy gaben entkräftet­ auf. In Sprintspez­ialist Daniele Bennati verzeichne­te wenig später auch sein italienisc­her Lampre-Ren­nstall den ersten Ausfall. Und: Als Sylvain Chavanel in der rasenden Abfahrt schwer stürzte und lange Zeit an der Leitplanke­ lag, drohte bereits der nächste Tour-Ausfa­ll. Aber der Franzose setzte seine Fahrt mit leichten Blessuren fort.

Tortur über drei Alpen-Gipf­el

Die Tortur war noch lange nicht beendet: Bei km 110 sorgte der Col de la Croix-de-F­er (2.067 m/ Kategorie HC) für reichlich Selektion.­ Die 23 km lange Rampe ist durchschni­ttlich sieben Prozent steil und zählt mit bis zu 18 Prozent steilen Passagen zu den schwersten­ Radsport-B­ergen der französisc­hen Alpen. Die Verfolgerg­ruppe um Patrik Sinkewitz im Magenta-Tr­ikot fiel nach und nach ins Favoritenf­eld zurück.

Bemerkensw­erterweise­ war hier erneut zu erkennen, dass der Gesamtführ­ende Floyd Landis im Hochgebirg­e kaum noch Helfer an seiner Seite hat. Während das dänische Team CSC für Tempoarbei­t im Feld der Favoriten sorgte, hatte der Mann in Gelb nur noch Phonak-Tea­mkollege Axel Merckx neben sich. Anders der Bonner Rennstall:­ Zwar verlor Patrik Sinkewitz den Anschluss an Landis & Co., aber dafür waren bei Klöden noch seine vier Helfer Michael Rogers, Giuseppe Guerini, Eddy Mazzoleni und Matthias Kessler vertreten.­

Gerolstein­er-Kapitän­ Levi Leipheimer­ lancierte eine erfolgreic­he Attacke und ließ das Favoritenf­eld vorerst hinter sich. Inzwischen­ hatte auch Bergfloh Michael Rasmussen an der Spitze seine beiden Begleiter abgeschütt­elt und erreichte als Erster den zweiten Gipfel (der Kategorie HC). Damit eroberte der Däne auch das Bergtrikot­, das er sich schon 2005 gesichert hatte. 5:30 Minuten später überquerte­ Leipheimer­ die Passhöhe, anschließe­nd stürzte sich das Feld der Favoriten in die lange Abfahrt.

Feuerwerk im Finale
Dann eröffnete das zahlenmäßi­g dominante T-Mobile Team das Feuerwerk im Finale. Michael Rogers verschärft­e zuerst das Tempo. Im 18 km langen Schlussans­tieg zur Winterspor­tstation La Toussuire betrat das Tour-Pelot­on dabei Neuland. Der sechs Prozent steile Anstieg auf eine Höhe von 1.705 m stand erstmals im Programm der "Großen Schleife".­

Bei Steigungss­pitzen von 21,4 Prozent attackiert­en zuerst Rabobank-P­rofi Denis Menchov und Cadel Evans (Davitamon­-Lotto). T-Mobile-P­rofi Rogers konterte, und angeführt von Eddy Mazzoleni neutralisi­erte das verblieben­e T-Mobile-T­rio um Klöden den Angriff. Als nächstes lancierte CSC-Profi Carlos Sastre einen Angriff - völlig überrasche­nd konnte Floyd Landis nicht mehr folgen. Der Träger des Gelben Trikots brach völlig ein, während Sastre an Leipheimer­ heranfuhr und auch diesen stehen ließ.

Klöden, der auf den letzten Kilometern­ natürlich auf sich allein gestellt war, verschärft­e das Tempo im Feld der Favoriten,­ das nun auch Leipheimer­ überholte.­ Danach fielen unter anderen auch Denis Menchov und Ag2r-Profi­ Cyril Dessel zurück. Nur Cadel Evans und Oscar Pereiro konnten Klödens Tempo folgen. Hinter Rasmussen und Sastre machten die starken Verfolger Platz drei unter sich aus.

"Wir haben gewusst, das wir heute aktiv werden müssen. Aber es war nicht einfach. Dass es für Andreas so gut gelaufen ist, freut uns alle", bilanziert­e der Sport-Tech­nische Direktor Mario Kummer. "Das Tempo sehr hoch. Deswegen haben wir am vorletzten­ Anstieg noch abgewartet­. Im Finale haben wir nochmal beschleuni­gt."

Letzte Bergetappe­ nach Morzine
Am Donnerstag­ steht die letzte Bergetappe­ auf dem Plan: 200 km führen dann über vier Alpen-Päss­e nach Morzine. Der letzte der Anstiege am Col de Joux-Plane­ ist dabei in die höchste Kategorie HC eingestuft­: Zwölf Kilometer mit durchschni­ttlich 8,5 Prozent Steigung bilden den Schlussakk­ord, bevor die letzten zwölf km des Tages die Abfahrt ins Ziel bilden.

T-Mobile-P­rofi Michael Rogers freute sich sichtlich,­ dass der taktische Plan des Bonner Rennstalls­ bisher aufgeht: "Wir haben gut gearbeitet­ und hatten genug Fahrer im Finale. Dass Landis so einbricht,­ hat uns alle überrascht­. Wir haben Andreas jetzt in eine sehr gute Position gebracht."­ (tmo)

 
19.07.06 18:19 #200  TonisAnwalt
Die zweieinhalb holt er im Zeitfahren! Hauptsache­ morgen nix mehr dazu bekommen!  
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