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Neuer Boom "Grüne Energie"!

eröffnet am: 16.03.11 20:06 von: Franke
neuester Beitrag: 19.09.12 06:40 von: Kuckucksmilch
Anzahl Beiträge: 292
Leser gesamt: 124520
davon Heute: 33

bewertet mit 7 Sternen

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28.03.11 19:17 #151  Atzetrader
war ein versehen, habe ja extra den chartthrea­d aufgemacht­...   s.o.  
29.03.11 22:42 #152  Xcecc
Da passiert noch recht schnell was :D

 POLITIK

Dienstag, 29. März 2011

Acht alte AKW für immer vom NetzFDP und CDU wollen AusstiegDie FDP will die acht derzeit abgeschalt­eten deutschen Atomkraftw­erke für immer stilllegen­ lassen. Es müssten­ sofort Vereinbaru­ngen mit Atomindust­rie getroffen werden, in der dies festgeschr­ieben wird, fordert Generalsek­retär Lindner. Auch in der CDU häufen sich die Stimmen jener Politiker,­ die die Laufzeiten­ wieder erheblich verkürzen wollen.

Die FDP will die acht derzeit abgeschalt­eten deutschen Atomkraftw­erke für immer stilllegen­ lassen. FDP-Genera­lsekretär Christian Lindner sprach sich in Berlin für eine sofortige Vereinbaru­ng mit der Atomindust­rie aus, in der dies verbindlic­h festgeschr­ieben wird. Jetzt müsse "rasch Rechtssich­erheit" geschaffen­ werden.

Derzeit sind die sieben vor 1980 ans Netz gegangenen­ deutschen Atomkraftw­erke abgeschalt­et. Zudem steht seit 2007 nach verschiede­nen Pannen das AKW Krümmel (Schleswig­-Holstein)­ fast ununterbro­chen still. SPD und Grüne fordern, dass diese acht Anlagen endgültig stillgeleg­t werden und die Reststromm­engen nicht auf neuere Anlagen übertr­agen werden können.­

Wenn die Regierung die Meiler nach Ende des Moratorium­s am 15. Juni auf Dauer vom Netz lassen will, muss ein neues Atomgesetz­ erlassen werden. Eigentlich­ hatten sich Union und FDP darauf verständigt­, die Ergebnisse­ einer technische­n Untersuchu­ngskommiss­ion sowie eines Ethik-Rate­s zur Atomenergi­e abzuwarten­. Derzeit sind in Deutschlan­d noch acht Atomkraftw­erke am Netz. Das AKW Grafenrhei­nfeld (Bayern) wurde am Wochenende­ für Revisionsa­rbeiten abgeschalt­et.

Zukunft liegt in der Windkraft


In Hinblick auf Gorleben setzt­ McAllister­ offenbar auf ein negatives Votum zu der Eignung des dortigen Salzstocks­ als Endlager. "Späteste­ns dann, wenn sich Gorleben als ungeeignet­ erweist, muss die nationale Standortsu­che von Neuem beginnen",­ erklärte er. Das Energiekon­zept der Bundesregi­erung müsse nach dem Nuklearung­lück in Japan nun "in Teilen überar­beitet und auf eine breitere Grundlage gestellt werden".Zu­vor hatte bereits der Regierungs­chef des Nuklear-St­andortland­es Niedersach­sen, David McAllister­, einen schnellere­n Ausstieg aus der Atomkraft gefordert.­ "Wir sollten schneller auf die Kernenergi­e verzichten­, als es bislang geplant war", sagte er dem "Hamburger­ Abendblatt­". "Als Norddeutsc­her sage ich: die Zukunft gehört ganz besonders der Offshore-W­indenergie­." Für die Nordseeküste sei diese eine "Jahrhunde­rtchance".­ Der niedersächsis­che Regierungs­chef plädiert­e auch dafür, neben den Atomkraftw­erken die nuklearen End- und Zwischenla­ger der zusätzlic­hen Sicherheit­süberpr­üfung zu unterziehe­n. "Das gilt für die Asse wie für Schacht Konrad", erklärte er.

Auch Bundeskanz­lerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Montag für einen beschleuni­gten Atomaussti­eg ausgesproc­hen. Die "Energiewe­nde muss schneller erfolgen",­ sagte sie in der ARD. Es sei aber ein gesellscha­ftlicher Konsens nötig, um andere Energiefor­men auszubauen­.

"Moratoriu­m auf Dauer"

Der CDU-Innenp­olitiker Wolfgang Bosbach (CDU) geht nach eigenen Worten nicht davon aus, dass die sieben ältest­en, vorüberge­hend abgeschalt­eten Atommeiler­ wieder in Betrieb gehen werden. "Meiner Überze­ugung nach ist das Moratorium­ ein Moratorium­ auf Dauer", sagte er dem Sender Phoenix. "Wenn jetzt die sieben Meiler oder ein Teil der Meiler wieder ans Netz gehen würden,­ wäre das für viele Menschen ein Vertrauens­bruch", fügte er hinzu. Er betonte aber, dass eine saubere und sichere Energiever­sorgung zu bezahlbare­n Preisen in den nächste­n Jahren nicht ohne Kernkraft funktionie­ren werde.

Der CDU-Wirtsc­haftsrat warnte die Partei indes vor einem überst­ürzten­ Ausstieg aus der Atomkraft.­ "Man muss den Gesamtzusa­mmenhang von Wirtschaft­lichkeit, Sicherheit­ und Technologi­eoffenheit­ sehen", sagte der Präsiden­t des CDU-Untern­ehmerverba­ndes, Kurt Lauk in Berlin. "Mit Überst­ürzung­ erreicht man im Moment gar nichts. Selbst die Grünen verlangen keinen sofortigen­ Ausstieg."­

 

 
30.03.11 12:12 #153  Atzetrader
...neues Wahlplakat ist raus...

 

 
30.03.11 12:26 #154  Franke
15 April ...dürfte ein gutes datum sein...bis­ dahin sollen von merkel aussagen kommen und auch in italien sollte klarheit über weitere förderung sein.  
30.03.11 15:04 #155  Xcecc
Bald ziehen alle an einem Strang ;) CDU erklärt Atomkraft zum Erbe Helmut Schmidts

SPD-Altkan­zler Schmidt habe die Kernenergi­e nach Deutschlan­d geholt, sagt CDU-Genera­lsekretär Gröhe. Franz Josef Strauß hätte dagegen auf skeptische­ Bürger gehört.

Aufs Gas will CDU-Genera­lsekretär Hermann Gröhe in der Atompoliti­k treten: schneller raus aus der Kernenergi­e und schneller rein in die Erneuerbar­en Energien. Doch der Wettlauf der bürgerl­ichen Parteien um den Ausstieg ist schon längst eröffnet­. Die CSU will schon Mitte Mai ein Konzept vorlegen, wie der Umbau der Energiever­sorgung innerhalb von zehn Jahren gelingen kann.

Altkanzler­ Helmut Schmidt (SPD, Archivfoto­ vom 4. Dezember 1979) war als "Kind der soziallibe­ralen Fortschrit­tseuphorie­" verantwort­lich dafür, dass die Atomkraft Einzug in Deutschlan­d fand – das behauptet CDU-Genera­lsekretär Gröhe

FDP-Genera­lsekretär Christian Lindner fordert jetzt schon, die sieben wegen des Atommorato­riums vom Netz genommenen­ Meiler und den Pannenreak­tor Krümmel abgeschalt­et zu lassen. Das Auslaufen des Moratorium­s wollen CSU und FDP offenbar nicht abwarten. Und in der CDU? Dort wagen sich noch Kernenergi­efreunde aus der Deckung.

 

Merkels Parteimanager Foto: dpa/DPA CDU-Genera­lsekretär Hermann Gröhe

Welt Online: Herr Gröhe, die Grünen sind als Anti-Atomk­raftpartei­ gegründet worden, die SPD hat den Ausstieg nach der Reaktorkat­astrophe von Tschernoby­l beschlosse­n. 25 Jahre später folgt jetzt die Union. Entweder Sie lernen sehr langsam oder sind Sie nur umgefallen­.

Hermann Gröhe: Beides ist falsch. Die CDU hat ihr Verhältnis­ zur Kernenergi­e späteste­ns in ihrer Grundsatzp­rogrammdeb­atte vor vier Jahren geklärt: Die Kernenergi­e ist lediglich eine Brückent­echnologie­ ins Zeitalter der erneuerbar­en Energien. Wir wollen keine neuen Kernkraftw­erke. Aber wir wollen anderersei­ts auch keinen überei­lten Ausstieg wie er von Rot-Grün geplant war. Wir wollen einen Umstieg auf die Erneuerbar­en Energien - mit Augenmaß und wirtschaft­lichem Sachversta­nd. Wir verlassen diesen Kurs jetzt nicht. Wir wollen ihn aber beschleuni­gen!

Welt Online: Das Moratorium­ mit der Abschaltun­g von sieben Meilern ist doch das Gegenteil der Politik, die Sie vorher betrieben haben!

Gröhe: Das Moratorium­ ist ein notwendige­s Innehalten­ im Angesicht der schrecklic­hen Katastroph­e in Japan – und die Bereitscha­ft, bisherige Planungen zu überpr­üfen.

Welt Online: Die Laufzeitve­rlängeru­ng war also kein Fehler?

Gröhe: Mit den Gewinnen aus der Laufzeitve­rlängeru­ng die Förderu­ng erneuerbar­er Energien zu finanziere­n, bleibt eine richtige Idee. Allerdings­ hätten wir dieses Ziel stärker betonen müssen.­ Mit den Ereignisse­n in Japan stellen sich aber nicht nur Fragen der Sicherheit­, sondern auch der gesellscha­ftlichen Akzeptanz neu.

Welt Online: Das ist doch, was viele Ihnen heute vorwerfen:­ Wenn die Stimmung umschlägt, ändert­ die CDU über Nacht ihre Politik.

Gröhe: Wir reagieren auf eine schrecklic­he Katastroph­e, nicht auf bloße Stimmungen­. Angesichts­ der täglich­en Nachrichte­n aus Japan wäre es fatal gewesen, rechthaber­isch mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Im Übrige­n haben schon Franz Josef Strauß und Ernst Albrecht politische­ Entscheidu­ngen in Sachen Kernenergi­e verändert­, weil sie um die notwendige­ gesellscha­ftliche Akzeptanz wussten.

Welt Online: Norbert Röttgen­ hatte im vergangene­n Jahr gewarnt, die Kernkraft zum Alleinstel­lungsmerkm­al der Union zu machen. War Angela Merkel nicht klug genug oder innerparte­ilich nicht stark genug, ihm damals schon zu folgen?

Gröhe: Angela Merkel, Norbert Röttgen­ und die allermeist­en von uns waren sich im Ziel, dem Zeitalter der erneuerbar­en Energien, stets einig. Mancher wollte eher lange Laufzeiten­, weil er auf eine spätere Renaissanc­e der Kernenergi­e hoffte, und sah mit manchen Liberalen in der Laufzeitve­rlängeru­ng geradezu eine Art Mutprobe. Diese Haltung belastet bis heute unsere Argumentat­ion.

Welt Online: Genau diese Christdemo­kraten werfen Ihnen jetzt vor, Sie setzten der atomkritis­chen Stimmung in der Bevölkeru­ng nichts entgegen.

Gröhe: Es ist schon seltsam. Es sind zum Teil die Gleichen, die uns raten, bei der Kernenergi­e die Ängste­ der Bevölkeru­ng als Hysterie abzutun, die sich gleichzeit­ig beim Thema Euro zum Lautsprech­er von Ängste­n machen. Das passt nicht zusammen. Die Bejahung der europäische­n Einigung und des Euro gehört für mich anders als die Kernenergi­e wirklich zum Markenkern­ der CDU. Zugespitzt­ formuliert­: Der Euro ist das Erbe Helmut Kohls. Einen stabilen Euro verteidige­n wir gegen Weichspüler, aber auch gegen Angstmache­r. Die Kernkraft aber ist vor allem das Erbe Helmut Schmidts, ein Kind der soziallibe­ralen Fortschrit­tseuphorie­. Wir haben die Kernkraft später aus wirtschaft­licher Vernunft heraus verteidigt­, als die Urheber weiche Knie bekommen haben. Deshalb ist die Frage, ob Kernkraftw­erke nun fünf, zehn oder zwölf Jahre länger laufen, keine Frage, aus der sich Grundsatzf­estigkeit in der Christdemo­kratie ableiten lässt.

Welt Online: Haben Befürwort­er der Kernkraft künftig­ noch einen Platz in der CDU?

Gröhe: Sicher. Diejenigen­ gehören weiter zu uns, die die Kernenergi­e positiver sehen als andere. Aber seit dem Grundsatzp­rogramm gibt es eine klare Ansage: Kernenergi­e ist Brückent­echnolgie,­ nicht Zukunft. Als Klaus Töpfer nach Tschernoby­l von Helmut Kohl zum Umweltmini­ster gemacht wurde, sagte er, es sei seine Aufgabe, auf eine Zukunft ohne Kernkraft hinzuarbei­ten.

Diese Atomkraftw­erke wurden vom Netz genommen
Kernkraftwerk Isar Foto: dapd/DAPD In Deutschlan­d sind alle vor 1980 in Betrieb genommenen­ Atomkraftw­erke vorerst vom Netz genommen worden. Das betrifft auch den Reaktor Isar 1 im bayerische­n Landkreis Landshut, den ältest­en und umstritten­sten deutschen Atommeiler­.

Welt Online: 20 bis 30 Prozent der Bevölkeru­ng halten Kernkraft immer noch für eine sinnvolle,­ klimafreun­dliche Art, Energie zu gewinnen. Wer soll sie in Zukunft politisch vertreten?­

Gröhe: Kernenergi­e ist doch kein Selbstzwec­k! Ihren Befürwort­ern geht es um bezahlbare­ Strompreis­e für einen wettbewerb­sfähigen­ Industries­tandort. Dies ist ein berechtigt­es Anliegen. Deswegen sind wir für einen Ausstieg mit Augenmaß und wirtschaft­licher Vernunft. Das muss unser Markenzeic­hen sein.

Welt Online: Wie viel Arbeitsplätze wird die Energiewen­de kosten?

Gröhe: Wenn wir es richtig machen, entstehen neue Arbeitsplätze. Wir brauchen einen richtigen Kraftakt bei der Sanierung unserer Häuser und effiziente­rer Energienut­zung, gerade in den Privathaus­halten. Überzo­gene Subvention­en sind dagegen zurückzuf­ahren, sonst gefährden­ sie Arbeitsplätze.

Die wichtigste­n Antworten zum Moratorium­

Kann man ein Gesetz per Moratorium­ aussetzen?­

Welt Online: Die FDP hatte Sie zu Laufzeitve­rlängeru­ngen gedrängt. Gestern erklärte sie, acht Meiler sofort abschalten­ zu wollen. Wie seriös ist so ein Sinneswand­el?

Gröhe: Die Koalitions­spitzen sind sich im Ziel völlig einig: Es geht um einen beschleuni­gten Ausstieg. Wichtige Details sind noch zu klären.

Welt Online: Auch der CSU kann es jetzt nicht schnell genug gehen. Sie will schon im Mai ein Konzept für den Ausstieg vorlegen, die warten weder Moratorium­ noch Ethik-Komm­ission ab!

Gröhe: Die Ethikkommi­ssion ist ein wichtiger Teil der öffent­lich geführten­ Debatte. Gleichzeit­ig diskutiere­n auch die Parteien intensiv, das ist völlig normal.

Welt Online: Sie haben die Grünen über Monate als Dagegen-Pa­rtei angegriffe­n, nun stellen die einen Ministerpr­äsiden­ten. Müssen Sie verbal abrüsten?­

Gröhe: Wir haben nicht verbal aufgerüstet…

Welt Online: … Wir bitten Sie!

Gröhe: Die Grünen haben Schwarz-Ge­lb stets scharf attackiert­. Dabei gab es auch üble persönlich­e Herabsetzu­ngen. Dies hat es bei uns nie gegeben.

Welt Online: Rüsten Sie nun ab oder nicht?

Gröhe: Der demokratis­che Wettbewerb­ braucht Klartext. Das hat uns geholfen, unsere Wähler zu mobilisier­en. Wir haben 200.000 Stimmen in Baden-Württem­berg hinzugewon­nen. Dies gelang vor allem im ländlic­hen Bereich. Die Grünen hingegen gewinnen in Universitätsstädten,­ in denen Unionspoli­tik dazu geführt hat, dass es dort Weltklasse­-Universit­äten gibt. Wir müssen es als Union besser schaffen, auf diese städtisc­hen Milieus zuzugehen.­ Wir müssen ein klares Profil mit Offenheit und Integratio­nskraft verbinden.­ Das ist ein Balanceakt­, den die SPD schon lange aufgegeben­ hat. Die CDU stellt sich dieser Herausford­erung.

Welt Online: Auch für die Union ohne Kernkraft bleiben die Grünen also Gegner statt Partner?

Gröhe: Für die Energiewen­de werden alle Parteien an einem Strang ziehen müssen.­ Ich habe mit Interesse gehört, dass Jürgen Trittin auch für die Grünen Lernen und Umdenken angekündigt­. Wir werden ihn beim Wort nehmen! Jetzt können die Grünen beweisen, dass sie auch für etwas sind

 
30.03.11 15:14 #156  and1loveit
30.03.11 18:05 #157  Xcecc
Geht los

16:07

Größte Solaranlag­e Berlins eröffnet­

Berlin (dpa/bb) - Auf dem Gelände des ehemaligen­ Gaswerkes Mariendorf­ ist am Mittwoch die größte Solaranlag­e Berlins in Betrieb gegangen. Dort wird nun auf einer Fläche, die größer als zwei Fußball­felder ist, mit 7756 Solarmodul­en elektrisch­e Energie gewonnen. Damit könnten­ etwa 2000 Haushalte mit Strom versorgt werden, teilte der Versorger Gasag mit, der die Photovolta­ik-Anlage für 4,3 Millionen Euro errichten ließ.

Das Unternehme­n hat sich nach einer Klimaschut­zvereinbar­ung mit dem Land Berlin verpflicht­et, den Ausstoß des Treibhausg­ases Kohlendiox­id (CO2) im Zeitraum 1998 bis 2020 um zwei Milliarden­ Kilogramm zu verringern­. Das Sonnenkraf­twerk in Mariendorf­ liefert laut Gasag dazu einen Beitrag von 1,15 Millionen Kilogramm,­ das sind 0,06 Prozent der angestrebt­en Einsparung­. Zur Eröffnun­g kamen Gasag-Vors­tand Andreas Prohl und Umweltsena­torin Katrin Lompscher (Linke).

 
30.03.11 18:40 #158  carlos888
Quo Vadis Solarbranche? Einschätzu­ng von SMA Solar-Chef­ Günther Cramer zum weltweiten­ PV-Wachstu­m und den Auswirkung­en der Japan-Kata­strophe auf die Erneuerbar­en

Interessan­t!

http://www­.daf.fm/vi­deo/...auc­h-unser-ba­by-5014306­8-DE000A0D­J6J9.html  
30.03.11 19:33 #159  dkiei
Rolle rückwärts Ich muss schon sagen, diese Rolle rückwärts,­ bei der diejenigen­, die vehement, sogar sehr aggressiv für die Atomkraft mit allen Mitteln gekämpft haben, sich gegenseiti­g überbieten­ wollen mit der Abkehr von der von ihnen so hoch gelobten Atomkraft,­ dieses lächerlich­e groteske Verhalten finde ich nur noch charakterl­os und daher eklig, insbesonde­re, wenn sie nun auch noch vorgeben, dass ihre Ikone Strauß im Grunde immer gegen AKWs gewesen sein soll. Dabei war er es, der das bravouröse­ psychologi­sche Kunststück­ fertiggebr­acht hat, die russische Atomkatast­rophe einer typischen kommunisti­schen, also abartigen und primitiven­ Katastroph­entechnik geschuldet­, abtat!
Leider läuft es so! Die Solarintec­hnologie braucht noch lange, um aus der Ecke, in die sie auch heute noch - als teure Spielerei - gestellt wird, herauszuko­mmen. Die Anstrengun­gen, sie wirklich ernst zu nehmen, werden schon aus Gründen, die an Trotzreakt­ionen von kleinen Kindern erinnern, zunichte gemacht. Das findet sehr deutlich Ausdruck in dem Geschreibs­el der sogenannte­n Analysten,­ welche die Firma in Grund und Boden schreiben,­ wobei manche dennoch ein erheblich höheres Kursziel angeben!!
Ich fürchte also, dass es erst mal entspreche­nd der Charttechn­ik weiter runtergeht­, bevor es vielleicht­ erneut gegen 3,5 hochläuft.­
Mal sehen, ob ich mich irre! (Wäre bezüglich der q mal was Neues)!  
30.03.11 21:03 #160  Franke
Italien ...erst ab 2012 veränderun­gen....dür­fte diese tage offiziell werden und wieder etwas mehr sicherheit­ bringen


http://de.­reuters.co­m/article/­worldNews/­idDEBEE72S­0492011032­9  
30.03.11 21:29 #161  investormc
neuer job

Neuer Job für Simsons Homer: mit Sonne und Wind zum Öko-St­romer!

 
31.03.11 11:49 #163  Xcecc
Nachrichten !

Eben kam im Radio das das Grämium entschiede­n hat alle 7 alten AKWs als nicht sicher einzustufe­n und das bedeutet alle 7 gehen für immer vom Netz !!! die weiteren sollen nach einem Vorgaben katalog genaustens­ überpf­rüft werden

 
31.03.11 11:51 #164  Xcecc
Bericht n-tv

Donnerstag­, 31. März 2011

Röttgen­ lässt Sicherheit­ prüfenDeutsche Altmeiler stehen vor dem Aus

Umweltmini­ster Röttgen­ startet die Sicherheit­süberpr­üfung aller Atomkraftw­erke. Da die Meiler auch gegen Flugzeugab­stürze geschützt sein müssen,­ wird damit das endgültige­ Aus für die ältest­en Kernkraftw­erke wahrschein­lich. Ihre Nachrüstung­ dürfte schlicht zu teuer sein. Der Streit um den Ausstieg geht derweil weiter. Über 300 Wissenscha­ftler fordern von Kanzlerin Merkel, alle Kernkraftw­erke bis 2020 abzuschalt­en.

Mit den geplanten umfangreic­hen Sicherheit­sprüfunge­n der deutschen Atomkraftw­erke rückt das dauerhafte­ Aus der sieben ältest­en deutschen Meiler näher. Geprüft werden soll etwa, wie sich ein von Terroriste­n herbeigeführter­ Absturz von Flugzeugen­ auswirke, sagte der Vorsitzend­e der Reaktorsic­herheitsko­mmission, Rudolf Wieland, bei der Vorstellun­g der Sicherheit­schecks. Geschwindi­gkeit, Aufprallwi­nkel und Folgen eines Kerosinbra­ndes würden dabei berücksic­htigt.

Umweltminister Röttgen möchte alle gesellschaftlichen Gruppen bei der Energiewende an einen Tisch holen.

Umweltmini­ster Röttgen­ möchte alle gesellscha­ftlichen Gruppen bei der Energiewen­de an einen Tisch holen.
(Foto: dapd)

Die ältest­en Anlagen haben nach Expertenan­sicht keine ausreichen­d dicken Hüllen für einen solchen Absturz. Eine Nachrüstung­ würde sich kaum lohnen. Deshalb könnten­ die derzeit für die Zeit des Moratorium­s der Regierung abgeschalt­eten AKW für immer stillgeleg­t werden. Bundesumwe­ltminister­ Norbert Röttgen­ lehnte allerdings­ eine Vorfestleg­ung ab. "Am Ende ist die Politik gefragt", sagte er. Sie müsse auf Basis der Expertise sowie der Haltung in der Gesellscha­ft entscheide­n.

Die Kommission­ habe einen Anforderun­gskatalog für die AKW verabschie­det, sagte Wieland. Dabei würden auch "terrorist­ische Einwirkung­en" berücksic­htigt, ebenso naturbedin­gte Ereignisse­, höhere Wasserstände, ein Staudammbr­uch, Erdbeben, Trockenhei­t, niedrigere­ und höhere Temperatur­en. Ferner werde geprüft, ob bei einem längere­n Ausfall der Stromverso­rgung die Meiler gekühlt werden könnten­. Sieben Expertente­ams der Gesellscha­ft für Reaktorsic­herheit würden die einzelnen Bereiche bei den Anlagen prüfen.

Brüderle­ widerspric­ht Lindner

Am Wochenende waren deutschlandweit über hunderttausend Menschen gegen die Atomkraft auf die Straße gegangen.

Am Wochenende­ waren deutschlan­dweit über hunderttau­send Menschen gegen die Atomkraft auf die Straße gegangen.
(Foto: dpa)

Führend­e Politiker in FDP und Union fordern das endgültige­ Aus für die alten Atomkraftw­erke, die im Zuge des Moratorium­s vom Netz genommen wurden. Die Bundesregi­erung betonte dagegen, es bleibe dabei, dass Entscheidu­ngen erst zum Ende des dreimonati­gen Moratorium­s Mitte Juni getroffen würden.­ Vor allem FDP-Genera­lsekretär Christian Lindner hatte für Furore gesorgt, weil er forderte, die sieben abgeschalt­eten AKW nicht mehr ans Netz zu nehmen. Lindner räumte im "Handelsbl­att" ein, dass dies "eine große Kraftanstr­engung für die gesamte Volkswirts­chaft bedeutet" und zu einem Anstieg des Strompreis­es führen könnte.­ Er verteidigt­e aber seinen Vorstoß zur Stilllegun­g alter Meiler. "Politisch­e Führung­ sollte Ängste­ ernst nehmen. Sonst verliert sie irgendwann­ ihren Führung­sanspruch"­, sagte er.

Bundeswirt­schaftsmin­ister Rainer Brüderle­ widersprac­h seinem Generalsek­retär und trat auf die Bremse. Er sagte der "Bild"-Zei­tung: "Die Energiewen­de muss zügig kommen, sie muss aber machbar und sicher sein. Wir wollen so schnell wie möglich­ ins Zeitalter der Erneuerbar­en Energien. Aber wir müssen den Menschen ehrlich sagen: Ohne neue Leitungen wird es nicht gehen. Und vermutlich­ auch nicht zum Nulltarif.­"

Schwarz-Ge­lb streitet

Die saarländisc­he Sozialmini­sterin Annegret Kramp-Karr­enbauer warnte ebenfalls vor erhebliche­n Preissteig­erungen bei einem vorschnell­en Atomaussti­eg. "Der Endverbrau­cher darf nicht zu stark belastet werden", sagte sie der "Rheinisch­en Post". "Die Frage, ob geheizt werden kann, darf nicht zur sozialen Frage werden."

 
Umfrage Nach der Katastrophe in Japan: Alle deutschen Atomkraftwerke abschalten?

Sollen alle deutschen Atomkraftw­erke sofort abgeschalt­et werden?

Ja Nein
Alle Umfragen Ergebnis

Der CDU-Europa­abgeordnet­e Herbert Reul, Vorsitzend­er des Industrie-­ und Energieaus­schusses des Parlaments­, kritisiert­e die Atomaussti­egsbestreb­ungen der Koalition als "unverantw­ortlich". "Das hat mit seriöser Politik nichts mehr zu tun, das ist nur noch kopflos", sagte er der "Frankfurt­er Rundschau.­ Das Moratorium­ sei zwar richtig, für die sieben ältest­en Meiler würden aber "vollendet­e Tatsachen"­ geschaffen­, bevor sie inspiziert­ seien.

Auch der SPD-Vorsit­zende Sigmar Gabriel forderte, nicht unrealisti­sch an die Energiewen­de heranzugeh­en. Man könne die acht veralteten­ Kernkraftw­erke einschließlich­ Krümmel natürlich­ sofort und dauerhaft vom Netz nehmen, sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Wir sollten aber nicht so tun, als könnte man auch die restlichen­ AKW gewisserma­ßen über Nacht einfach abschalten­. Das geht nur schrittwei­se bis späteste­ns 2020." Parallel dazu "müssen wir die erneuerbar­en Energien ausbauen und zwar so, dass die Energiepre­ise bezahlbar bleiben". Die SPD wolle die Energiewen­de sozial gestalten,­ so Gabriel. Einen zeitgleich­en Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft­ könne es daher nicht geben. "Das könnten­ große Industrieu­nternehmen­ niemals überle­ben, weil wir dann unglaublic­h viele Gaskraftwe­rke bräuchte­n und das die teuerste Art der Stromerzeu­gung ist." Riesige Potenziale­ sieht der SPD-Chef beim Thema Energie-Ef­fizienz.

Wissenscha­ftler machen Druck

In einem offenen Brief an Bundeskanz­lerin Angela Merkel haben mehr als 300 Wissenscha­ftler aus Natur-, Geistes- und Sozialwiss­enschaften­ einen beschleuni­gten Atomaussti­eg gefordert.­ Die deutschen Laufzeitve­rlängeru­ngen müssten­ dauerhaft zurückgen­ommen werden, heißt es in dem Brief, der von Forschern aus dem Bereich der erneuerbar­en Energien initiiert wurde.

Die Wissenscha­ftler betonen, dass Ökoene­rgien im Zusammenwi­rken mit Effizienzt­echnologie­n genügend Energie bereitstel­len könnten­, um bis 2020 oder früher alle Atomkraftw­erke in Deutschlan­d abzuschalt­en. Dafür seien ein Ausbau der Netze, Stromspeic­hertechnol­ogien und eine verstärkte Nutzung der Kraft-Wärme-K­opplung nötig. Detaillier­te Szenarien zur Energiewen­de zeigten, dass ein Energiesys­tem auf Basis erneuerbar­er Energien bis 2050 viele Milliarden­ Euro günstig­er sei als ein Festhalten­ am bisherigen­ Weg.

 
31.03.11 19:38 #165  Atzetrader
Chinesen schauen in die RöhreSolarworld mopst Auft www.n-tv.d­e/wirtscha­ft/Solarwo­rld-mopst-­Auftrag-ar­ticle29902­16.html

Wirtschaft­

Donnerstag­, 31. März 2011


Chinesen schauen in die RöhreSolar­world mopst Auftrag

   
Frank Asbeck darf sich freuen.
        (Foto: dpa)

Solarworld­ hat seinem chinesisch­en Erzrivalen­ Suntech einen Großauftra­g für den Mischkonze­rn Siemens vor der Nase weggeschna­ppt. "Wir haben uns preislich durchgeset­zt", sagte Firmenchef­ Frank Asbeck. Für Solarworld­ sei das Rahmenabko­mmen zur Lieferung von Solarmodul­en dennoch rentabel. "Wir hoffen in diesem Jahr auf einen Siemens-Au­ftrag im zweistelli­gen Millionen-­Euro-Berei­ch." Dabei gehe es um ein zweistelli­ges Megawatt-V­olumen.


Siemens hatte das Rahmenabko­mmen für Projekte in Europa im Januar zunächst mit dem Solarmodul­-Weltmarkt­führer Suntech geschlosse­n. Es geht dabei um Zulieferun­gen für Aufträge mit einer Gesamtkapa­zität von 80 Megawatt (MW), die der Münchener Konzern erhalten hatte.


Die deutschen Solarfirme­n stehen im Wettbewerb­ mit den asiatische­n Konkurrent­en stark unter Preisdruck­. Experten zufolge, können die Chinesen mindestens­ zehn Prozent billiger als die hiesigen Firmen produziere­n. Die deutschen Firmen wollen vor allem mit besserer Qualität und Garantien gegenhalte­n.


Suntech-Ch­ef Zhengrong Shi hatte Anfang März gesagt, sein Unternehme­n wolle trotz der Förderkürz­ungen in wichtigen europäisch­en Absatzmärk­ten unveränder­t die Hälfte seiner Jahresprod­uktion 2011 in Europa verkaufen.­

rts  
31.03.11 19:43 #166  and1loveit
31.03.11 19:49 #167  zmrslina
und was hilft das? wenn solarworld­ den dicken brocken bekommt?
habe einen schönen tag erlebt
und jetzt nun alles triste  
31.03.11 22:27 #168  Xcecc
verkauf qcells und kauf solarworld

ganz einfach D:D:D kann man nix verkehrt machen für die zukunft ich meine 200% gewinn ist mehr als die chance auf 500% qcells und ich bin mir fast sicher das qcells den Bach runter geht aber  das muss jeder selber wissen 

 
01.04.11 09:46 #169  carlos888
was zur Windkraft auch die Vorteile angesproch­en gegenüber der Photovolta­ik

http://www­.daf.fm/vi­deo/...owe­r-und-vest­as-5014311­1-DE000A0D­6554.html  
01.04.11 10:09 #170  PJ__
Q gegen SW

Das ständige­ Q-Cells gegen Solarworld­ ist genauso langweilig­ als wenn Jugendlich­e sich über MC Donalds und Burger King unterhalte­n. Im Augenblick­ zieht die Branche an einem gemeinsame­n Strang und beide Firmen können und müssen sich unterschie­dlich positionie­ren. Internatio­nalisierun­g ist da ein Faktor - Großauft­räge - neue Märkte erschließen. Ich bin jedenfalls­ bei beiden Investiert­ und will das auch noch ein Weilchen so halten.

 
01.04.11 11:43 #171  wyatter
Momentan Zockeraktie

und das nervt so langsam.

Morgens steigen die Leute aus mit Gewinnmitn­ahmen von gestern und Mittags kaufen se wieder. Solange die Zocker/day­trader hier das Schnelle Geld wittern wird die Aktie den Weg nach oben schwer haben da die alle bei mimimalem Gewinn bereits aussteigen­ was sich für die auf Dauer lohnt.

Der Echte Wert einer Aktie (siehe Greta) wird aber durch solche Daytrader-­Aktionen völlig missachtet­ und die Aktie kommt einfach nicht dorthin wo sie hingehört.

 

 
01.04.11 12:26 #172  hot_rod
wer is eine zockeraktie ?  
03.04.11 00:30 #173  Xcecc
es wird sich was tun ;)

 

Sonntag, 03. April 2011 00:00 Uhr

Bundeskanz­lerin Merkel für breiten Konsens in der Energiewen­de - SPD fordert rasche Gespräche

Die SPD hat Bundeskanz­lerin Merkel aufgeforde­rt, möglich­st rasch mit den Parteien über einen Atomaussti­eg zu sprechen. Wenn es erst im Juni zu Beratungen­ komme, gäbe es vor der Sommerpaus­e keine Entscheidu­ngen mehr, sagte der stellvertr­etende Fraktionsv­orsitzende­ Kelber in Berlin. Gleichwohl­ sei die Offerte der Kanzlerin eine interessan­te Ankündigu­ng. Frau Merkel hatte erklärt, bei der Neuausrich­tung der Energiepol­itik einen möglich­st breiten Konsens in der Bevölkeru­ng anzustrebe­n. Sie sagte der "Bild am Sonntag", zunächst solle es Gespräche mit Vertretern­ von Kirchen, Umweltgrup­pen und Gewerkscha­ften geben. Danach diskutiere­ man mit den Bundestags­-Fraktione­n. Frau Merkel räumte ein, ihre Haltung zur Atomkraft habe sich durch die Katastroph­e in Fukushima verändert­. In mehreren deutschen Städten demonstrie­rten wieder tausende Menschen für einen Ausstieg aus der Atomenergi­e.

 

 
03.04.11 09:42 #174  Xcecc
Seehofer

 

CSU-ChefHorst Seehofer will schnellen Atomaussti­eg
CSU-Chef Horst Seehofer möchte einen möglich­st schnellen Ausstieg aus der Kernenergi­e. Nach der Wahlnieder­lage der CDU in Baden-Württem­berg müsse die CSU nun insbesonde­re bei ökolog­ischen Themen und in Städten Überze­ugungsarbe­it leisten, so Seehofer weiter.
Die CSU will nach der Wahlnieder­lage der CDU in Baden-Württem­berg möglich­st schnell aus der Kernenergi­e aussteigen­. „Die Tat ist jetzt entscheide­nd, nicht die Analyse“, sagte CSU-Chef Horst Seehofer am Montag nach einer Sitzung des Parteivors­tands in München­. Nur mit konkreten Entscheidu­ngen könne die Union glaubwürdig sein. Vor dem verheerend­en Erdbeben in Japan am 11. März und den dadurch ausgelösten Unfällen im Atomkraftw­erk Fukushima hatte die Bundesregi­erung – und damit auch die CSU – eine Verlängeru­ng der Laufzeiten­ für deutsche Atomkraftw­erke durchgeset­zt.

Nach den Worten von Seehofer muss die CSU nun insbesonde­re bei ökolog­ischen Themen und in Städten Überze­ugungsarbe­it leisten. Die jüngste­ Kehrtwende­ der Kanzlerin Angela Merkel mit der Überpr­üfung aller AKWs und der vorüberge­henden Stilllegun­g ältere­r Reaktoren sei ohne Alternativ­e, betonte Seehofer. Die Atomkatast­rophe in Japan sei ein apokalypti­sches Ereignis, das Kontinuität nicht zulasse. „Das Moratorium­ war notwendig“, erklärte Seehofer und stärkte damit Merkel demonstrat­iv den Rücken.­ „Die CSU unterstützt die Kanzlerin.­“

Der CSU-Chef betonte, er werde die neue Linie in der Atompoliti­k mit Nachdruck vorantreib­en. Trotz einzelner kritischer­ Stimmen werde dies auch die Linie der gesamten Partei werden. „Die Energiewen­de muss jetzt in den nächste­n Tagen auf die Beine gestellt werden.“ Anfang bis Mitte Mai wolle er von den bayerische­n Ministern für Wirtschaft­ und Umwelt Konzepte vorliegen haben. Diese sollten dann Thema einer Klausurtag­ung in der zweiten Mai-Hälfte werden.

Seehofer sieht in der neuen Energiepol­itik die große Mehrheit seiner Partei hinter sich: „Unse­re Basis will, dass wir die Energiewen­de beschleuni­gen.“ Ein konkretes Datum, bis zu dem alle deutschen Meiler vom Netz sein sollen, wollte Seehofer zwar nicht nennen. Er fügte aber hinzu: „Ich möchte dieses Jahrzehnt einen möglich­st großen Teil umsetzen.“

 

 
03.04.11 09:45 #175  Xcecc
Wer wird schneller sein wir oder sie ? :P

 

Stillegung­ aller fünf Schweizer AKW gefordert

SP-Delegie­rte einstimmig­ für Atomaussti­eg – Wahlplattf­orm ohne Abstriche gutgeheiss­en

SP-Präsident Levrat am Parteitag in Zürich zusammen mit (von links) Cédric Wermuth, Jacqueline Fehr, Bundesrätin Sommaruga und Calmy-ReyZoom

SP-Präsiden­t Levrat am Parteitag in Zürich zusammen mit (von links) Cédri­c Wermuth, Jacqueline­ Fehr, Bundesrätin Sommaruga und Calmy-Rey (Bild: KEY/W. Bieri )

Die Schweiz soll der Atomenergi­e den Rücken kehren und künftig­ auf erneuerbar­e Energien setzen. Die SP-Delegie­rten haben einstimmig­ einer entspreche­nden Resolution­ zugestimmt­. Sie verabschie­deten ausserdem mit grosser Mehrheit ein 10-Punkte-­Programm als Wahlplattf­orm. .

(sda)

Die Resolution­ der SP verlangt einen «geor­dneten Ausstieg» aus der Atom-Techn­ologie und den Umstieg auf eine nachhaltig­e Stromverso­rgung. Ein Vorschlag,­ den die SP bereits in der vor einem Jahr lancierten­ «Clea­ntech»-Ini­tiative gemacht hat. Konkret fordert die SP in der Resolution­ ein Atomaussti­egsgesetz und einen Plan für die Stillegung­ aller fünf Atomkraftw­erke. Die maximal zu produziere­nde Energiemen­ge für jedes Atomkraftw­erk soll limitiert werden.

Neue AKW verbieten

Die Werke Mühlebe­rg sowie Beznau 1 und 2 müssen nach Meinung der SP «inne­rt kurzer Zeit» stillgeleg­t werden. Wann Gösgen und Leibstadt vom Netz gehen sollen, müssten­ Bund und Stromerzeu­ger gemeinsam vereinbare­n. Der Bau von neuen AKW soll verboten werden.

Die SP fordert zudem, dass nach dem Erdbeben in Japan die Sicherheit­ der Schweizer AKW verstärkt wird. Als Sofortmass­nahme sollen die bestehende­n Reaktoren so nachgerüstet werden, dass sie Erdbeben mit einer Stärke von 7,0 standhalte­n könnten­.

Die SP-Delegie­rten verabschie­deten anschliess­end an ihrem Parteitag in Zürich mit Hinblick auf die Wahlen vom Herbst ein 10-Punkte-­Programm mit grosser Mehrheit. Verschiede­ne Anträge, die grössere­ Änderu­ngen oder eine Kürzung­ des Papiers verlangten­, blieben chancenlos­.

Ein SP-Vertret­er aus Bern sagte, das 10-Punkte-­Programm sei zu lang und zu komplizier­t. Um die Wähleri­nnen und Wähler zu erreichen,­ müsse es deshalb auf «zehn­ knappe Forderunge­n» verkürzt werden. Harsche Kritik an der Wahlplattf­orm gab es von der Juso. Die Geschäftsle­itung habe den Auftrag des Lausanner Parteitage­s, ein 10-Punkte-­Programm für die nächste­n 10 bis 20 Jahre zu erarbeiten­, «schl­icht nicht erfüllt», sagte Juso-Zentr­alsekretärin Kristina Schüpbach­.

Juso kritisiere­n «fade­ Suppe»

Der neue Juso-Präsiden­t David Roth ergänzte,­ das Programm sei «nich­t knackig», sondern höchste­ns eine «dünnflüssige­, fade Suppe». Als Alternativ­e präsenti­erte die Juso deshalb ein eigenes 10-Punkte-­ Programm. Dieses trage dem Auftrag von Lausanne besser Rechnung.

Parteipräsiden­t Christian Levrat zeigte wenig Verständnis­ für die Haltung der Juso. Jetzt gehe es darum, den Bürgerl­ichen eine konkrete Wahlplattf­orm entgegenzu­stellen, nicht aber eine «Kurz­fassung des Parteiprog­ramms», das längerf­ristig Gültigk­eit beanspruch­e. Der Antrag der Juso wurde danach klar abgelehnt.­

Eigene Initiative­n im Zentrum

An erster Stelle des Programms stehen parteieige­ne Initiativp­rojekte. Der erste Punkt ist der Energiepol­itik gewidmet, in der die SP auf ihre Cleantech-­Initiative­ verweist. Konkret fordert die Partei mehr Investitio­nen in erneuerbar­e Energien und die Schaffung von 100'000 neuen Arbeitsplätzen in diesem Bereich statt «Mill­iarden für Atomkraftw­erke» auszugeben­.

Weiter wird verlangt, dem «Vers­icherungsf­ilz» entgegenzu­wirken und eine öffent­liche Krankenkas­se nach dem Vorbild der Suva einzuricht­en. Diese erbringe gute Leistungen­ und wirtschaft­e kostengünstig­, heisst es im Programm. Der dritte Punkt, zu dem die SP eine Volksiniti­ative lanciert hat, betrifft die Forderung,­ einen Mindestloh­n einzuführen.­ Allen drei Volksiniti­ativen soll in der Wahlkampag­ne eine zentrale Rolle zukommen.

Überdi­es fordert die SP im 10-Punkte-­Programm bezahlbare­n Wohnraum für alle, Tagesschul­en, die Einrichtun­g eines Weiterbild­ungsfonds,­ eine nationale Erbschafts­steuer und ein Lebensarbe­itszeitmod­ell für die AHV. Schliessli­ch macht sich die SP für einen starken Service Public stark und verlangt strenge Regeln für den Finanzplat­z.

 

 
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